Beiträge von alter Sack

    Nochmal ein Ausflug in die interessante Geschichter der Betriebssportgemeinschaften. Die BSG DKK Krumhermersdorf ist ein Beispiel wie sich starke VEBs eigne Profimannschaften herangezogen bzw. übernommen haben. Die Fussballer spielten in der 2. DDR Liga.

    DKK war hier die Marke für Kühlschränkee aus dem VEB in Scharfenstein. Ursprünglich "Deutsche Kühl- und Kraftmaschinen". für den Export unter dem Namen Foron

    wikipedia

    Die Sportgemeinschaft hatte ihre Wurzeln jedoch im Zschopauer Buntsockenwerk „Max Roscher“. Auch ein herrlicher Name. Wobei das Buntsockenwerk im nächsten Dorf Großolbersdorf war.

    Das war eine ziemlich krasse Gegend. Zschopau verbindet man ja mit den Motorradwerken MZ. In dem kleinen Ort gab es also auch noch eine Textilbude. Und die Kühlschränke in Scharfenstein nur einen Ort weiter. In Karl-Marx-Stadt dann das große Maschinenbaukombinat "Fritz Heckert" welches auch wichtig war für die Devisenerbringen.

    An dieser Stellen auch mal eine Link zu einer interessanten 6-Teiligen Pdocast-reihe
    link Die Mikroelektronik war so was wie die letzte Chance, um die Exportindustrie am Leben zu halten. Die Genossen hatten schon früh erkannt, dass ansonsten schon früher Schluss gewesen wäre. Auch ein gutes Beispiel für das Aus-Scheisse-Bonbondrehen damals.

    Holger Winselmann spielt auch mal für Empor Rostock.

    Artikel vom 5.4.1984 Gleichzeit mit Hauck Ausleiche zum SCM.

    Zitat

    Spielerwechsel auf Zeit
    Vier Handballer beim FDGB-Pokal in „fremden" Klubs Von Jürgen Fischer
    Vier Tore warf Handball-Auswahlkandidat Holger Winselmann am Dienstagabend gegen die polnischen Gäste von Pogon Szczecin. Keine sensationelle Mitteilung, wenn man die Fähigkeiten des Rechtsaußen vom SC Magdeburg in Rechnung stellt. Indes: Winselmann erzielte die Treffer nicht im grün-roten Trikot des DDR-Meisters, sondern in den blauen Farben des SC Empor Rostock, der das Freundschaftsspiel 28:23 gewann.

    Der Grund für Winselrnanns „Ausflug" an die Ostsee ist in einem Beschluß des DDR-Handballverbandes über zeitweilige Delegierungen zu suchen, die im Hinblick auf die bestmögliche Vorbereitung der Auswahlkandidaten auf die olympischen Turniere erfolgten. So trainieren und spielen außerdem Stephan Hauck (SC Dynamo Berlin) und Sybille Wagner (ASK Vorwärts Frankfurt) sowie Kerstin Schmidt (SC Empor Rostock) bis Abschluß der FDGB-Pokalrunden Ende April beim SC Magdeburg.

    Aber woanders wurde offenbar noch länger Feldhandball gespielt und offenbar auch Meisterschaften ausgetragen. Es kann also nicht mit Schalter umlegen überall von Feld auf Halle umgestellt worden sein.


    Natürlich nicht. Die Quelle im ND geht doch bis 1948 für das erste Hallenhandballspiel zurück. Parallel ging das bis Anfang der 70er Jahre. Wie ja vermutlich in jedem Land.
    http://hier%20 Kann mal lesen wann es mit der Großfeldmeisterschaft losging und wann mit der Hallenmeisterschaft.
    Gab ja auch bestimmt einige Vereine, die dann aufhörten, wegen fehlender Halle. In Fraureuth gab es ab 1977 keine Halle mehr bzw. keine Trainingsmöglichkeiten.

    49/50 erste Hallenhandballmeisterschaft. Einstellung Feldhandball 1967.
    Und Guido schrieb ja auch, dass das Zusammensuchen einer durchgängigen Historie ein Heidenaufwand wäre. Ohne Fotos ist das ja auch nur halb so spannend für den interessierten Handballer. Die einzige Quelle für Fotos wäre wahrscheinlich das Sportecho. Müsste man einscannen und die Qualität wäre natürlich auch nu so lala. Vor allem, wen interessiert das noch außer die paar alte Zausel hier.

    Da der SCM bekanntlich recht Heimstark war hier noch ein Bild von der vermutlich letzten Heimniederlage gegen den SC Empor im Jahr 1973.

    19:22. Torreiches Spiel für damalige Verhältnisse. Damals spielte Rainer Schlette, dessen Sohn dann Marcus dann zur Wendezeit in den Kader von Empor stieß.

    sauber den Ball aus der Hand gespielt.

    Zitat

    Die Magdeburger konnten in diesem Spitzenspiel nur auf ein erfolgreich gestaltetes Duell verweisen: Heinz Flacke warf mit neun Toren eins mehr als der beste Rostocker, Kapitän Rainer Ganschow.

    interessant auch. An diesem Spieltag trafen der SC Leipzig auf den SC DHfK. Der SC müsste damals zur Reichsbahn gehört haben.

    Zitat

    SC Letpzig-SC DHfK Leipzig 10 :10 (5:6). Erfolgreichste Torschützen: Krahl (5) für den SC Leipzig, Kählert (6) für den SC DHfK Leipzig.

    Die Sport und Kongresshalle war übrigens der größte und teuerste Schwarzbau der DDR.

    Kurze Erkärung? Eine meiner frühesten Kindheitserinnerung reicht in das Jahr 1982. Judo Europameisterschaften in der Sport- und Kongresshalle mit Torsten Reissmann als Goldmedaillengewinner. Ich war von der Halle schwer beeindruckt. Wurde diese ohne den Segen des ZK gebaut?

    Da Guido hier über den Wechsel von Großfeldhandball zu Hallenhandball aufgeklärt hat.

    Den ersten Hinweis auf ein Hallenhandballspiel gibt es im ND am 21.12.1948

    War eine Hochschulpokal. Leider kein Hinweis auf die Halle. Damals gab es schon Streitigkeiten, da sich eine Hochschule selbständig gemacht hatte.
    hier ein Auszug.

    Zitat

    Entgegen anderslautenden Meldungen der Westpresse muß festgestellt werden, daß die Hochschulmeisterschaft im Hallenhandball, die am Sonnabend und Sonntag stattfand, nicht als Pokalmeisterschaft gewertet werden konnte, da die Pädagogische Hochschule von der Humboldt- Universität nicht als legitimiertes Institut in diesem Kampf anerkannt werden konnte. Die Pädagogische Hochschule hatte sich vor kurzem aufgespalten, und ein Teil der Hochschule eröffnete In den Westsektoren eine illegale zweite Hochschule, die dort ohne Genehmigung und ohne Gesetzeskraft weiter wirkte

    Diese Seite Handball in der DDR ist ein Auszug aus bundesligainfo.de - Handball von A bis Z Es ist aber nicht so, dass man dort einfach die Endspiele im Hallenhandball rückwärts geht (erstes Endspiel am 22.01.1950 zwischen SC Weissensee und BSG RFT (Rundfunk- und Fernmeldetechnik) Gera , die SV DVP Magdeburg unterlag der Neptunwerft um 9:4 um Platz 3) und sich im ND den Bericht holt. Werde mal querchecken ab wann das so ungefährt passt.

    Mich hat das hier ja inspiriert die Kombinatsstruktur der DDR zu durchleuchten.

    Hätte nie gedacht, dass es in Gera eine Kassenrekorderproduktion gab Das Teil wurde dort gebaut
    und was ja total mega ist

    Die haben da eine Datasette für den KC85 gebaut hier

    Wer Ende der 80er eine technische Ausbildung hatte sollte auch Programmieren mit Basic im Unterricht gehabt haben. Wir haben mal als Prüfungsaufgabe ein Lottospiel programmiert. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass wir die Programme aus Datasette aufnehmen konnten.

    Sehr interessant. Jetzt weiss ich endlich wo Addi rumgesprungen ist.

    Ich habe noch ne interessante Story aus dem Jahr 1955 befunden. Stahl Krauschwitz (bei Bad Muskau an der polnischen Grenze) trat zu einem Spiel in Eisenach an.

    Zitat

    Welche unerfreuliche Überraschung mußten aber die Krauschwitzer nach ihrer Ankunft in Eisenach erfahren? Sämtliche Punktspiele der DDR-Oberliga und der DDR-Liga waren, ohne daß die betreffenden Mannschaften davon benachrichtigt wurden, von der Spielkommission beim Präsidium der Sektion Handball abgesetzt worden. Selbst die gastgebende Mannschaft erfuhr erst kurz vorher von diesem Beschluß.

    Von Seiten des Präsidiums beruft man sich auf eine Durchsage am 10. oder 11. März in einer der Abendsendungen des Rundfunks. Damit gab man sich zufrieden.

    Auch ne krasse Methode der Spielleitenden Stelle wenn es mit dem Telefon nicht so klappt.

    Wenn ich in der 50ern 900 Km umsonst hin- und her gefahren wäre, hätte ich auch eine saftige Strafe gefordert.
    Der Artikel endet

    Zitat

    Die Sportler der BSG Motor Krauschwitz erwarten, daß die schuldigen Funktionäre zur Verantwortung gezogen werden und die unnötig entstandenen Kosten in voller Höhe ersetzen, da ein solches Verhalten keinesfalls den Grundprinzipien der demokratischen Sportbewegung entspricht."

    Damals war das ND offenbar auch stilistisch noch lesbar. So einen Satz hat man da vermutlich in den 80er nicht mehr lesen können.
    In meiner Zeit hieß das Mantra ja immer "Nach vorne schauen. Keine Fehlerdiskussion."

    Zitat

    Somit waren rund 1000 DM zum Fenster hinausgeworfen, weil einige Funktionäre der Sektion Handball sich noch keine Gedanken gemacht haben, wie die erarbeiteten Gelder unserer Werktätigen nutzbringender angewendet werden können

    In gesamtdeutscher Erinnerung bleibt die verlorene Olympiaquali gegen dei BRD. Dazu gibt es auch eine Doku im Netz


    Entscheidend war am Ende die bessere Tordifferenz die BRD hatte durch das 34:6 gegen Belgien in Eppelheim die entscheidenden Meter gemacht.
    Das ND schrieb nach dem Rückspiel in Chemnitz am 7 März 1976
    ,

    Zitat

    Ein Journalist aus der BRD fragte Trainer Heinz Seiler, ob diese Niederlage für ihn persönlich Konsequenzen! mit sich bringe. Er schüttelte den Kopf und nannte dem Fragesteller, der aus einer Welt kommt, in der sportliche Niederlagen beispielsweise oft zur. fristlosen Kündigung des Trainers führen, seine nächsten Aufgaben ...

    Am 27.5. Mai übernahm dann Tiedemann, zuvor Co-Trainer
    Seiler selbst wurde sein Chef

    Zitat

    Heinz Seiler, mehr als zwei Jahrzehnte verantwortlicher Trainer der DDR-Handball-Nationalmannschaft der Männer, hat die Funktion des Cheftrainers des DDR-Handballverbandes übernommen. Zugleich ist er Vorsitzender der DHV-Trainerkommission.

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    Seiler machte dann einen Funktionärskarriere im IHF.

    Konstanz wirft den ersten Stein link

    Noch keine Forderungen aber an bringt sich in Stellung

    Zitat

    Langsam werden die Fragen um die Ferndorf, unter anderem bei der HSG Konstanz, daher immer größer. Kann Ferndorf noch alle Spiele nachholen? Wenn nicht, welche Spiele werden noch angesetzt? Wie wird mit jenen umgegangen, die im Worst Case tatsächlich nicht mehr bis Ende Juni untergebracht werden können? Wie erfolgt die Auswahl der anzusetzenden Spiele? Das Schreckgespenst heißt Quotientenregelung, bei dem viele absolvierte Spiele, vor allem gegen Spitzenteams, plötzlich zum ganz großen Nachteil werden können, und birgt einiges an Sprengstoff.
    Quelle: 301 Moved Permanently

    Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Abonnent des Neuen Deutschlands werden würde. Aber aufgrund der Diskussionen hier ist es passiert.

    Bei der Suche nach der Personalie Köckeritz bin ich auf die WM 86 in der Schweiz gestoßen.

    Interessant. Im März 85 gewann man die Quali in Norwegen im Finale gegen die SU

    Nagora war RR und für Borchardt dabei. Rothe wohl auch später rausgefallen. Das war doch so ein Riese. Damals durften offenbar nur 10 Spieler auf den Spielberichtsbogen.

    Zitat

    DDR: Schmidt (Hofmann) — Hauck 6, Pysall 3, Wahl 9/2, Winselmann 2, Wiegert 4, Dreyer 3, Schnell, Rothe, Langhoff, Nagora.

    UdSSR: Shukow (Schipenko) - Gagin 8/7, Demidow 2, Wassiljew 7, Schewzow 1, Kuschnirjuk 1, Karschakewitsch 1, Kidjajew, Sokol, Rymanow 3, Valuzkas.

    Schiedsrichter: Sjong, Ludvigsen (beide Norwegen). - Siebenmeter: DDR 3/2 verwandelt, UdSSR 8/7. - Strafminuten: DDR und UdSSR je 10.

    Um Platz 3 (in Drammen): Polen-CSSR 26:25 (12:13). Um Platz 5: Ungarn-Spanien 29:25 (16:14). Um Platz 7 (an Oslo): Norwegen—Bulgarien 26:15 (12:10). Um Platz 9 (in Askim): Finnland-USA 27:26 (13:13). Um Platz 11: Frankreich gegen Niederlande 29:25 nach Verl. (23:23/11:8).

    ein jahr später bei der WM dann gegen die SU in im ersten Spiel der Vorrunde

    Zitat

    DDR: Schmidt (Holmann) — Hauck, Pysall 1, Wahl 8, Winselmann 2, Bonath, Krüger 3, Borchardt 5/1, Zeise, Wiegert 4, Schnell.

    UdSSR: Schipenko (Tschumak) - Gagin 4/3, Rymanow 1, Kuschnirjuk 2, Sokol 3, Anpilogow 2/1, Schewzow 3, Kidjajew 2, Waluzkas, Nowizki, Gopin 1.

    Schiedsrichter: Nielsson, Westa (beide Schweden). Siebenmeter: DDR 3/1 verwandelt, UdSSR 9/4. Strafminuten: DDR 8, UdSSR 6.

    An diese WM habe ich überhaupt keine Erinnerungen.

    Man lag aber schon mit 6:12 hinten.

    Zitat

    Da stand wieder die Deckung, da riß einer den anderen mit, und die UdSSR spielte nun so fehlerhaft wie wir zu Beginn. Wieder einmal bei einem Höhepunkt wie beim Olympiafinale 1980 in Moskau, beim Turnier der Freundschaft 1984 in Magdeburg und im Finale der vorjährigen B-Weltmeisterschaft blieb die DDR über die UdSSR siegreich und erhielt sich alle Chancen für den weiteren Turnierverlauf.

    Mit der SU ging es handballerisch abwärts.

    PS: Das Archiv ist ein echter Fundus. Schlagwortsuche ist auch gut, als falls Fragen: nur zu.

    ndreas Köckeritz kam von Dynamo, auf Grund der Nationalmannschaft bei uns eingesetzt, auch Links Aussen kam ein Spieler von ASK Frankfurt

    Kann aber nur eine einjährige Ausleihe gewesen sein. Er war 86 in der Tat bei der WM dabei und holte Bronze. Zu diesem Zeitpunkt war er um die 25. Wenn ich mir das Aufgebot von 86 ansehe steht da Thomas Zeise von Dynamo. Könnte auch eine LA gewesen. Das könnte ein Grund gewesen sein. 87 kam dann in der Tat der von mir schon öfter hervorgehobene Dirk Schnell vom ASK. Dieser war auch 86 bei der WM. sind die mit 3 LA gefahren? Dieser durfte dann aber nach wohl nur einer Saison nach Eisenach. Schnell kam aus dem Nachwuchs von Eisenach. Gab also wichtige Gründe wieder nach Eisenach zu gehen.

    Da fällt mir noch ein unvergesslicher BSG Name ein.

    Empor Tabak Dresden. Hatten zwar keine Handballabteilung aber waren in Dresden die zweite Kraft hinter Dynamo.
    Ich meine, dass dort die Tabakfabrik war wo F6 produziert wurde.

    Würde heute auch keinem mehr einfallen. Gehörte zum Kombinat TABAK VEB. Und wo wurde die ebenfalls gängige Markte Cabinet produziert?

    Nordhausen. Wäre mal interessant, ob es dort signifikant erhöhte Lungenkrebs und Leberzirrhosen gab. Große Tabakproduktion und die bekannteste Schnapsfirma.

    Ich habe das ereignislose Wochenende genutzt um hier einige Fragen/Gedanken zu recherchieren.

    Zum letzten Beitrag: Andreas Köckeritz muss dann ja recht bald zu Dynamo gewechselt sein. Also doch eine Karriereplanung Klubübergreifende? Köckeritz hatte es dann noch noch zum Auswahlspieler gebracht.
    Noch ein interessanter BSG-Name BSG Obertrikotagen Apolda. Der HSV Apolda ist ja noch in der Mitteldeutschen Oberliga eine Nummer wenn ich nicht irre.
    Suhl hatte auch eine bewegt Vergangenheit. Kann man auf Wikipedia unter HSG Suhl nachlesen

    Zitat

    Der HSV Suhl entstand 1990 in Nachfolge der Handballsektion der BSG Elektrogerätewerk Suhl (EGS), die zum Ende der DDR auch als AKA Suhl antrat. Das Kürzel AKA stand dabei für die Hauptvertriebsmarke des Elektrogerätewerks (mit der Bedeutung Auf Kundenwünsche ausgerichtet).

    Schwerin hatte eigentlich die beste Handballhalle. Die dortige Sport- und Kongresshalle wurde schon Ende der 60er Jahre gebaut und war zu diesem Zeitpunkt die größte Halle in der DDR. Kann mir vorstellen, dass in den Derbies gegen Empor dort ordentlich die Stimmung abging. Warum man gerade in Schwerin zu der Zeit eine Riesenhalle baute?
    Bezirk Schwerin war und ist LPG-Land. Hatten vielleicht einen starken Parteichef.


    Bei Schwerin darf man den Namen Erwin Kaldarasch nicht vergessen. War Nationalspieler der ersten Generation und dann von 67 bis 76 Trainer bei Post. Danach durfte er in Algerien Devisen verdienen. Nach der Wende dann noch Trainer in exotischen Ländern wie Mali oder Kamerun.
    HIer ein interessanter Artikel. Dort wird auch klar, dass man bei Post in den 70er Jahren schon kmplett unter Profibedingungen trainierte. Mit Peter Larisch wechselte auch ein guter Mann vom SC Leipzig.

    Die Entwicklung in Brandenburg hing eng mit Jürgen Hildebrandt zusammen. Über 140 Länderspiele. Kam über Dynamo Berlin - Dynamo-Halle dann zu Dynamo Brandenburg. Baute ein TZ auf und irgendwann übernahm dann dann das Stahlwerk.

    Interessant auch, dass Empor seine Wurzeln als SV Motor Rostock hatte. Empor gehörte eigentlich zur Gewerkschaft Handel, Nahrungs. und Genussmittel. Die Spieler waren dann aber auch bis zum Ende beruflich nach meiner Kenntnis eng mit der Warnowwerft verbunden. Vielleicht war ja mal vorgesehen, dass das Fischkombinat hinter dem Verein steht. Gab ja in der KJS auch noch erfolgreiche Leichtathleten.

    Wo spielte Dynamo eigentlich. Werner-Seelenbinder- Halle oder in einer kleineren Halle im Sportforum Hohenschönhausen? Vermute letzteres. Viele Anhänger werden die nicht gehabt haben. In Leipzig wurde 1980 die Halle in der Brüderstrasse gebaut. Für Europacupspiele ging man aber in die Messehalle. Habe da noch ein ein EC Spiel gegen Bukarest vor Augen.

    Die Hallen war wohl eine generelle Herausforderung. Piesteritz spielte einer Halle, die hieß "Am tor 2" also auf dem Werksgelände.War die Gieselerhalle auch ein ehemaliger Lokschuppen. In meiner Erinnerung baugleich mit Marienehe.

    da müsste der Vorstand / AR ja Fehler eingestehen

    Alles nur ne Frage des Marketing. Wenn man den richtigen GF gefunden hat, reicht doch die übliche Pressemitteilung "haben wir jetzt die ideale Besetzung im sportlichen wie geschäftlichen Bereich gefunden, um den Verein langfristig zu entwickeln" Man kann ja auch die Erlanger Redewendung bemühen "Es ist keine Entscheidung gegen Mraz sondern für Gorr, den wir als Menschen nicht verlieren wollen."

    Für Gorr ist es doch mit 40 kein Problem zu sagen, dass er doch gemerkt hat, dass ihm das Adrenalin auf der Bank fehlt.

    Natürlich eine subjektive Meinung, aber vielleicht sieht das ja noch jemand so?

    Ich finde das absolut nachvollziehbar. Bevor man in der HBF oder HBL pfeift muss man sich ja in der 3. Liga Männer bewähren. Ich halte Begegnungen in der 3.Liga Männer für anspruchsvoller als ein Spiel BVB-Mainz. Du hast hast in der 1.Liga Frauen derartige Leistungsunterschiede, da könnte auch ein Oberliga-SR pfeifen( eben wenn der BVB mal wieder ein Kellerkind zerlegt).

    Auch die 2.Liga Herren ist eine komplett andere Geschichte. Da ist ja eigentlich kein Spielverlauf vorhersehbar. Der Ansetzer wird für Neulinge in der Liga ja immer Spiele raussuchen, in denen es tendenziell eher nicht eng wird, damit falsche Pfiffe in Stresssituationen nicht das Ergebnis beeinflussen.

    Ich werfe anderseits mal die These in den Raum, dass es in der 2.Liga Herren einfacher ist die Linie zu finden und zu halten. Paradebeispiel letzte Woche Ketsch-Wildungen. Halbzeit 6:15. Da hatten die beiden Damen zur HZ innerlich wohl schon zurück geschaltet. Dann kommt Wildungen aus der Pause und wirft 10 Minuten kein Tor. Ketsch ist dran und es ist ein ganz anderes Spiel. Damit waren die beiden überfordert. Bei Frauenspielen sind die Schwankungen einfach höher. Da streuen viele Teams auch mal 5 - 10 Minuten mit teilweise abstrusen technischen Fehlern ein.

    Leider häufen sich die schwachen Schiris in den letzten Wochen enorm. THC-Metzingen wird als Topspiel vermarktet und es kommen keine Top-Schiris (die beiden waren bei Halle-Rosengarten schon eine Katastrophe). Bei BVB-Bietigheim waren mit Schulze / Tönnies die besten angesetzt. Völlig zurecht!

    Interessante Info. Dann wäre Ketsch ja vielleicht ein extremes Einzelschicksal aber es würde in das Bild in dieser Saison passen. Ich habe nicht den Vergleich zu Vergangenheit, aber könnte es sein, dass in dieser Saison extrem viele Neulinge hochgepusht werden? Könnte ja damit zusammenhängen, dass durch die Zusatzbelastungen der SR (auch die müssen ja laufend testen), die Spielanzahl für die etablierten Gespanne verringert wurde. Zudem gab es doch die Ansage, dass die Gespanne nicht soviel reisen sollen.
    In Ketsch habe ich in dieser Saison vielleicht drei oder vier Gespanne gesehen, die ich auch schon mal in der 2.BL Herren gesehen hatte. Ansonsten durchweg Debütanten in der ersten Saison oder in der zweiten. So richtig daneben ging das im Heimspiel gegen Leverkusen, als Becker ausflippte. Da war von Anfang bis Ende völlig daneben.
    Das letzte Heimspiel gegen Wildungen ging in der 2 HZ daneben. Gestern gab es in der Endphase ein paar schräge Pfiffe, ansonsten aber ok. Vor allem waren die beiden durch AF monierten Entscheidungen zwar äußerst "abenteuerliche" Tatsacheninterpretationen, aber eben keine Fehlentscheidungen. Vor allem habe ich in all den Spielen keine Tendenz gegen Ketsch erkennen können. Das war dann halt einfach nur konfus. Es war schon hart gestern für die Ketscher Mädels. Legen vermutlich die beste Saisonleistung hin und verlieren dann wieder mit einem. Aber letztlich war Oldenburg noch mal ne ganze Ecke jünger und hat durch die individuelle Klasse von Knippert und Carstensen dann am Ende gewonnen.

    Könnte ja auch ein Hinweis sein, dass bei GOG das Geld besser spriesst. So ein singuläres invest wie bei Aalborg zieht ja ab und an auch bei anderen Klub potente Einzelsponsoren an. Der von mir sehr hoch eingeschätzte Emi Laerke ist immer noch bei GOG. Weiss nicht, wie die Entwicklung ist, aber vermutlich ist er auch schon Dunstkreis der Nationalmannschaft.