In der SZ heute auch ein längeres Interview mit Kretzschmar. Teiel davon werden hier verwendet.
Es geht wieder um die Frage nach DEM Spieler, welcher den Unterschied macht. Den haben wir nicht. Als Vergleich bringt er Frankreich mit Karabatic oder Norwegen, bei denen alles über Sagosen läuft und welcher eine geborener Leader sei.
Die Diskussion mit den verschwindenden Hierarchien haben wir ja schon seit einigen Jahren im Sport. Auch beim Versagen der Fussballnationalmannschaft in Russland wurde das thematisiert.
Wenn man sich die anderen Spitzennationen anschaut, dann fallen mir jetzt auch nicht sehr viele "natural born leader" der jüngeren Generation ein. Sagosen ist da die Ausnahme.
Michal Jurecki in Polen, die Karabatic-Brüder bei den Franzose. Kiril Lazarov bei den Mazedoniern. Nagy bei Ungarn. Das sind alle schon Methusalems. Mikkel Hansen ist sportlich eine echte Granate und entscheidet Spiele durch seine Klasse, vom Typ her aber eigentlich introvertiert. Duvnjak natürlich noch zu nennen.
Wie dem auch sei, worauf man sich wohl einigen kann ist, dass ein Bundestrainer auch mit 5 Jahresvertrag kein Turnier "verschenken" darf, um ein eigenes Konzept zu entwickeln.
Bei unserer Liga und der Nachwuchsförderung muss man immer das Halbfinale als Minimalziel ansetzen.
Ich sehe aber auch nicht mehr die Euphorie wie vor 2 Jahren, als Stimmen laut wurden, dass der Bundestrainer aus einem Riesenpool von 30-40 Spielern wählen kann.
Wen haben wir denn, der sich gerade im Rückraum noch zur Weltklasse entwickeln kann? Die Kandidaten spielen allen nicht bei Spitzenklubs und müssten diesen Schritt aus meiner Sicht schnell gehen. Suton, Semper, Heymann, P. Weber. Ich halte es nicht für gesund, wenn die genannten im Alter von 20-21 schon in ihren Mittelfeldklubs unangefochten sind.