Beiträge von alter Sack

    Oder man nennt sich einfach RNML und zieht für die Bundesliga kopmlett nach Frankfurt. Die Halle hat 5000 Plätze. Die Saison-Hihglights spielt man dann in der SAP-Arena. Homebase wird dann Darmstadt. Von da sind es in beide Richtungen nur ne halbe Stunde Fahrt.

    Wer heute google news bedient, dem dürfte klar werden, dass der "Brand-Anschlag" als Bumerang zurück kommt.
    Die Bildzeitung, man möchte meinen ein Brandfan, da die Sportbild ihm ja die Plattform geliefert hat. stellt ihn hier bloß.

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    Und Brands Vorwurf, Hannings Ämteranhäufung sei Wettbewerbsverzerrung? Berndt Dugall, Boss der Frauen-Bundesliga: „Ich frage mich, warum Herr Brand in seiner Zeit als Bundestrainer mehr als zehn Jahre wunderbar damit leben konnte, dass sein damaliger DHB-Vize Horst Bredemeier gleichzeitig Geschäftsführer bei Bundesligist Minden war.“


    Und vom anderen seriösen Ende der Presselandschaft, der SZ kriegt er noch den Stempel des Ewiggestrigen.

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    Hanning steht für eine neue Funktionärsgeneration, die ihre Ideen verwirklichen will. Eine Generation, die nicht aus Gummersbach stammt; aus jener Stadt im Oberbergischen, die einst den Handball diktierte. Brand stammt aus Gummersbach, und so ist da der Eindruck, dass aus seiner tiefsonoren Stimme verletzte Eitelkeit spricht.

    Mein Tipps:
    1)Wir werden sehr lange nichts mehr von Heiner Brand hören und die Frage stellt sich, ob er sich mit der Aktion nicht sogar im Oberbergischen Heimatkreis sein geplantes Betätigungsfeld beim Vfl beschnitten hat. Wer holt sich so eine tickende Zeitbombe in den Verein?
    2) Wir werden noch vor dem 8.8. von B.Bauer eine recht kurze Info bekommen, dass er nicht zur Verfügung steht. Wenn er sich hinter diesen Karren stellt, beschädigt er sich angesichts der Kleppers, der den Karren zieht, nur selbst.

    Das ist aber auch sowieso müßig sich das jetzt wechselseitig vorzuwerfen wer hier was wild rumspekuliert, denn das tun wir faktisch alle. Wir haben alle nur sehr wenige Informationen und auf dieser Grundlage fällen wir hier komplexe Werturteile über Personen, Landesverbände, Fraktionen (oder angebliche Fraktionen) usw. usw. dessen sollte man sich schlicht bewusst sein, dann ist die Diskussion auch interessanter

    Ist genau meine Rede. HIer handelt es sich um ein Problem wo sehr viele Leute mit abstimmen und auch viele Leute ihr eigenes Süppchen kochen. Wir können nur aufgrund der Pressemeldungen die jeweiligen Motivationen bewerten. Es gibt kein schwarz weiss. Letztlich ist es doch aber spannend zu sehen, wie die jeweiligen Parteien mehr oder weniger schlau ihre Dolchstöße lancieren. Das bestätigt oder relativiert ja auch das Bild der handelnden Akteure, von denen viele einer Handballöffentlichkeit ja schon ein Begriff sind.

    Beuger Baur und Heuberger ja, eindeutig. Schwarzer rein vom Ergebnis her nein. Sein Team wurde letztens 9ter wenn ich nicht irre.
    Lothar Frohwein

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    Möglich, dass Heiner (einen Tag nach Range ;) ) mit diesem Generalangriff auf das gesamte Präsidium (Qualität der handelnden Leute) genau das Gegenteil des Gewünschten erreicht:

    Nach diesem verbalen Rundschlag in Europas größter Sportzeitung kann ich mir Heiner in einer offiziellen und bezahlten Funktion beim DHB kaum mehr vorstellen. Und den Angegriffenen wird jetzt voraussichtlich die Solidarität der bislang neutral oder passiv gebliebenen Verbände zukommen.


    Zumindest wird er damit kaum jemanden aus dem Michelmann/Hanning Lager zu sich rüber ziehen.
    Ansonsten kann man nur mutmaßen. Wir sollten immer nicht vergessen, dass wir uns hier in einem Freakforum befinden und sich gerade in diesen Thread eine Handvoll von Leuten findet, welche das Problem von recht vielen Seiten beleuchtet. Ich weiss nicht wie ein normaler LV-Präsident tickt. Vielleicht freuen die sich einfach auch nur, dass ihr Jugendidol Heiner Brand soviel Platz in der Sportbild eingeräumt bekommt und reflektieren überhaupt nicht den Inhalt.

    Noch ein Schmankerl aus Heiners Wahrnehmungsstörung.

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    "Das Sportliche muss man losgelöst sehen. Das liegt an der guten Nachwuchsarbeit von Martin Heuberger, Markus Baur und Christian Schwarzer, die im Übrigen noch vom früheren Präsidium verpflichtet worden sind - und am Umdenken der Bundesliga, die jetzt endlich jungen deutschen Spielern auf zentralen Positionen eine Chance gibt. Das ist kein Verdienst des DHB-Präsidiums", so Brand.

    Es ist ja nun mal eindeutiger Tenor, dass Baur, Schwarzer oder auch Petersen ihre Anschlussjobs beim DHB auf Betreiben bzw. die Fürsprache vom Bundesheiner persönlich erhalten haben. Und dies ohne z.T. jegliche formale und informale Qualifikation. Schwarzer hat bis zur sportlichen Rente gespielt, parallel nicht mal Minis trainiert, von der Ausbildung her Reiseverkkehrskaufmann und dann gleich einen Jugendkoordinatiorenjob bzw. Trainer. Petersen war glaub ich ähnlich gelagert. Baur hatte ja wenigstens Sport studiert. Petersen und Schwarzer erhielten ihre Jobs nicht aufgrund überragenden Trainererfahrung mit Jugendlichen sondern wegen ihrer Rolle als verdiente Nationalspieler.

    Holla die Waldfee. Jetzt hat der Alte Mann noch mal den Medienwald durchgeschüttelt.hier
    Ich würde mal sagen das steht zum einen der Vorwurf der narzistischen Persönlichkeitsstörung gegen schlicht und einfach Altersstarsinn.
    Es gibt ja einen Haufen Leute die ne narzistische Persönlichkeitsstörung haben und diese in den Medien ausleben. BH ist in den Medien vor vielleicht 15 Jahren mal so aufgefallen (gab es da nicht mal ein Bild im Napoleonkostüm?). Wenn BH ein Narzist ist, was ist dann ein Stefan Kretzschmar?
    Heiner Brand hat sich in seinem Sportbildinterview, welches ich hier auch vor ein paar Monaten zitiert hatte, als der eigentliche Narzist entlarvt. Ich erinnere daran, dass er beim DHB angestellt war und öffentlich bekundete, dass er mit seinem wichtigsten Ansprechpartner (BH) eigentlich nicht kommuniziere und er nur noch seinen Vertrag aussitze. So jedenfalls der Tenor damals.
    Damals hat er sich ganz klar über sein (Lohn)amt erhöht. Sowas nenne ich dann mal Narzismus.
    Man kann nur hoffen, dass genug LV Präsidenten das auch erkennen und Bauer verhindern.

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    Brand machte sich zudem für eine Rückkehr von Bauer als DHB-Präsident stark. "Bei dieser tiefen Spaltung und fehlenden Qualität der aktuell handelnden Personen sehe ich nur Bernhard Bauer, der vorangeht, einen gemeinsamen Weg für den deutschen Handball findet und eine neue Struktur schafft", so der 63-Jährige. Bauer sei darüber hinaus der Einzige, der international einen guten Namen habe und akzeptiert sei.

    Und Bauer, welcher den Bundesheiner mit noch nem Vertrag ausstatten wollte, ist also derjenige, welcher die Spaltung überwindet. :pillepalle:
    Mit dem Internationalen Standing hat er sicherlich nicht unrecht. Aber man kann nicht alles haben
    Da fällt mir wieder mein Lieblingszitat meiner Lieblingsrockband ein

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    Schizophrene alte Männer,
    tanzen um ein Ei,
    dass sie gelegt,
    sie tanzen es kaputt wie dumme Gockel,
    bis man sie erschlägt

    Also ich denke schon, dass für viele die Entmachtung von Brand ein Hauptantriebsgrund ist. Man muss es sich ja auch mal so vorstellen. Wenn ich Präsident des Landesverbandes X bin, dann habe ich einen Haufen Aufgaben, von denen der Leistungssport sicher nicht der Hauptjob ist. Die brennenden Probleme in den Verbänden sind die rückläufigen Mitgliederzahlen, insbesondere in den ländlichen Gegenden. Da hofft man eigentlich nur, dass die Nationalmannschaft mal wieder was reißt, damit wieder ein Boom losgetreten wird. Über Detailfragen denkt doch da keiner nach. Mit dem was das Tagesgeschäft eines Landesverband zu tun hat beschäftigt, sich doch die Reizfigur BH überhaupt nicht.

    Ich finde es nur verkürzt auf die alten Zausel zu schimpfen. Die Leute haben ihre Freizeit über Jahre für den Handball geopfert und dürften sich in der Mehrzahl im Rentenalter befinden. Da gibt es keine jungen Wilden, welche die Platzhirsche vom Sockel stoßen wollen. Wenn BH und Sigurdsson 2020 den Olympiasieg holen, dann haben wir 2050 eine ähnliche Situation weil dann die Generation der Hanningjünger im Rentenalter steht und noch an die guten alten Zeiten zurück denkt. Ist einfach ne systemimmanente Geschichte in einem Verband, welcher sich auf dem Ehrenamt gründet.

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    Denn es wäre ja ein Witz anzunehmen so die Arbeit aufnehmen zu können, wenn man zuvor 50% des Verbandes entfremdet hat oder ihn zumindest nicht mitnehmen konnte.

    So sehe ich das auch. Von daher ist mein Tipp, dass am Ende ein westdeutscher Präsident wird mit einem etwas moderaten Blick auf die Dinge. Mit dem Herrn Hochstuhl aus Südbaden hat sich hier auch schon einer zu Wort gemeldet.

    Wie kommen hier denn überhaupt welche auf den Gerdanken, dass es eine Mehrheit für die Anträge aus den LV gibt??? Es sind 4 LV, ok große, aber das war es dann auch erstmal. Welcher LV Chef hat sich denn im Vorfeld groß geäußert?


    hier zieht der Präsident des Rheinhessichen LV vom Leder und der gehörte nicht zu den Antragstellern. Im Artikel steht etwas von einer knappen Mehrheit

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    „Die Handball-Nation ist gespalten,“ so der Mainzer, der – so oder so – nur von einer knappen Mehrheit ausgeht. Insgesamt gibt es in Deutschland 22 Landesverbände.


    Da es sich bei den Antragstellern um mitgliederstarke Verbände handelt (vermutlich ist Bayern sogar der größte) stellt sich eben die Frage ob sich Michelmann zur Wahl stellt, wenn über die Hälfte der Mitglieder des DHB ihm nicht seine Stimme geben.
    Ich glaube es ist etwas naiv zu hoffen, dass da nur vier Unruhestifter ne Revolte anzetteln und bei ner Niederlage ihren Hut nehmen.
    Es gibt hier noch eine interessante Quelle.

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    Eine Mehrheit bekam er dafür nicht, wenige Wochen später trat Bauer dann scheinbar völlig unerwartet zurück. Einer der Gründe dafür war unter anderem der Versuch, Brand mit einem Rentenvertrag im DHB auszustatten - ein Vorschlag, der im Präsidium mit überwältigender Mehrheit abgelehnt wurde.


    Da hat es Bauer wohl gedämmert, dass er im Präsidium allein steht. Scheint in der Tat so zu sein, dass die Antragsteller Heiner Brand Fans zu sein scheinen. Wir (und ich sehe mich auch aufgrund der letztjährigen Entwicklungen als Brandkritiker) hatten es uns wohl alles etwas einfach gemacht zu hoffen, dass er auf sein Altenteil abtritt und die auch personellen Fehlentwicklungen im männlichen Leistungssport sich dann im Nachhinein auswachsen werden. Er scheint doch ne starke Boygroup im Hintergrund zu haben. Ich würde mal fast vermuten, dass der Riss der Landesverbände in dieser Frage auch durch Ost und West geht, da Heiner Brand für die Riege der Ostfunktionäre kein Jugendidol war.

    Ich denke, dass das alles nur eine Frage der Zeit ist, bis wir so ein System wie Keemotion in der Liga haben. Die Technik macht ja in dem Bereich riesige Fortschritte und mit der weiteren Verbreitung werden auch die Kosten dafür runter gehen. Zudem haben viele Bundesligisten ja schon Medienpartner, in der Regel die örtlichen Radiostationen. Von dort könnte man auch Moderatoren her bekommen bzw. Leute die so ein System bedienten. Ich glaube man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass wir in 5 Jahren spätestens so etwas wie telekombasketball haben werden und das Ganze dann über webstreaming auf den Fernsehen gebeamt wird. Wird zwar wieder einen Aufschrei bei dem kleinen Vereinen geben wegen der Kosten aber letztlich kann das nur im Interesse der Liga sein und zum Glück leben wir ja in einer Zeit wo die technische Entwicklung alle Argumente in Richtung Kosten und Aufwand mit der Zeit entkräftet.
    Zumal das dann auch wieder etwas ist, wo die Vereine sich selbst darstellen und ihre Marke prägen können, was ja dann auch wieder Auswirkungen auf die Sponsoren hat.
    Nur eins ist dann auch klar: Handball aus der Provinz, wo der Sport eigentlich herkommt und auch noch am stärksten verankert ist, wird seinen provinziellen Charakter dadurch nur noch verstärken. Muss aber nicht schlimm sein aus meiner Sicht.

    Die Tatsache, dass sich Bauer nicht äußert deutet darauf hin, dass eine Rückkehr wohl in der Tat im Raum steht. Mein Tipp ist, dass wir am 9.8. genaueres wissen. Am 8.8 treffen sich die Landesverbände. Das wird dann wohl die Nacht der langen Messer. Wenn ich die Presse richtig überflogen habe steht eine Mehrheit der Landesverbände gegen Michelmann. Die Verbände haben 50 Prozent der Stimmen. Rest kommt aus der HBL und Frauen-Buli sowie aktuelles Präsidium. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand seinen Hut in den Ring wirft, wenn er nicht 70 Prozent der Stimmen sicher hat. Die kriegt Bauer nicht. Ich glaube es wird ein Kompromisskandidat, welcher nicht Michelmann heißt bzw. wenn Michelmann bleibt, dann wohl ohne Hanning. In der aktuellen Diskussion geht es ja um die Frage ob der Präsident eine Marionette Hannings ist und ich schätze diesen Stempel hat Michelmann leider, auch durch Kretzsches Ruf nach einem neuen Kandidaten.
    Es sei denn man geht wirklich in Richtung hauptamtlicher Präsident und beruft eine neue Findungskommission, in welcher dann auch die Opposition vertreten ist. Das wäre eigentlich die beste Lösung.

    padi94 Im Spiel Deutschland - Frankreich waren die Schieris in der Schlussviertelstunde komplett gekippt. Roggisch hätte nie und nimmer ohne Zeitstrafe durch die letzten 10 Minuten kommen dürfen. Wenn HB gegen Norwegen mit der Faust gedroht hat, hätte man Onesta ne Pumpgun zugestehen müssen.

    Den aktuellen Schritt Hannings sehe ich als eine Art "Appeasement" um seinen Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Letztlich ist das doch auch der richtige Weg. BH soll sich auf das Amt den Vize-Präsi Leistungssport konzentrieren. Wenn er Nebenämter wie die Schierikommission oder auch den Marketingjob abgibt, bleibt wohl am Ende des Tages auch noch mehr Konzentration für de die Frauen.

    ciemalla fasst in dem sehr langen Artikel den Stand der aktuellen Pressemeldungen und Statements zusammen. Interessant und erhellend aus meiner Sicht nur wie die Findungskommission zu Stande kam. Mich hatte schon sehr verwundert, dass dort nur kleine Verbände vertreten waren. Da haben sich die Südverbände aber drum gedrückt, um dann mächtig gegen feuern zu können. Und das Sprachrohr zur halbinteressierten Handballöffentlichkeit Kretzschmar verwirrt mal wieder.

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    Kretzschmar: "Es ist nun Aufgabe der Präsidentenfindungskommission, jemanden ins Rennen zu schicken, der Hanning ebenbürtig ist."

    Der Mitteldeutschen Zeitung sagt er aber, dass Michelmann fähig und gut sei. Ja was denn nun?
    Dass die Findungskommission sich noch mal die Suche macht, davon kann doch aktuell keine Rede sein.
    Ich sehe aber nicht, wie Michelmann und Hanning aus dieser Krise gestärkt hervor gehen sollten. Hauptproblem ist doch, dass die 22 Landesverbände bzw. deren Chefs sehr konträre Stellungen einnehmen. Nun mag man ja Gift und Galle über die alten verbockten Landesfürsten aus Turnvater Jahns Zeiten ausschütten. Fakt ist aber, dass die Landesverbände nun mal den DHB ausmachen. Sie sind die Basis und nicht etwa die HBL.


    Der sinnvollste Weg wäre, wenn am 8. August die Landesverbände einen Weg finden, wie der Präsident hauptamtlich finanziert werden kann. Dann eine neue Findungskommission berufen in welcher dann auch die Opposition vertreten ist und die Suche geht vom neuen los. Das ist der einzige Weg, damit alle einigermaßen Gesicht wahrend aus der Choose rauskommen. Die Frage, welche sich stellt ist natürlich auch, ob Bob Hanning seinen Posten unter den Vorzeichen von sich aus behält. Die aktuelle von Kretzschmar prominent befeuerte Debatte geht ja einzig dahin, dass der "Neue" eine starke Persönlichkeit sein muss, welche einzig ein Regulativ zu Bob Hanning darstellen soll. Letztlich schließt sich damit der Diskussionskreis, welchen ich schon bei der Wahl Bob Hannings zum Vize-Präsi angestoßen hatte. Ein Präsident muss sich mit Hanning arrangieren können und so einen zu finden ist nicht einfach bzw. jetzt umso schwerer. Problem ist aber, dass Bob Hanning die mit Abstand hellste Kerze im deutschen Handball ist und bis auf den Lapsus mit dem Frauenbundestrainer in seiner Karriere fast alles richtig gemacht hat. Wer hier noch nach alten Geschichten aus Willstätter Zeiten gräbt, dem ist nicht zu helfen. Echte Persönlichkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie Verantwortung übernehmen und den gleichen Fehler nicht zweimal machen. Vielleicht ist ja auch eine naheliegende Lösung, dass der Job des DHB Vizepräsidenten Leistungssport in einen männlichen und weiblichen Bereich geteilt wird. Dann könnte sich Hanning auf seine Kernkompetenz konzentrieren und hätte ein paar Kritiker weniger.

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    Ich denke nur, dass er selbst auch in einer ganz miesen Lage steckt und das Interview vielleicht der letzte Ausweg ist.


    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Was bezweckt das Interview? Doch einzig und allein Druckaufbau um den THW in eine moralisch schwierige Ecke zu drängen. Er hätte ja auch warten können bis Storm am Donnerstag aus dem Urlaub zurück ist und das Thema zunächst mit diesem als direktem Ansprechpartner klären können.
    Mir schaut das nach eine Doppelstrategie aus. Er will vor allem sein Denkmal, welches er sich in KIel aufgebaut hat nicht zerstören und einen Abschied wo alle sagen: "Er konnte ja nicht anders." Parallel den sportlich schonenden Ausklang der Karriere. Er hätte ja auch den Matosevic machen können. Der Torhüter erschien vor ein paar Jahren bei der HSG Wetzlar nicht mehr zum Training mit der Begründung, er müsse sich um seine Bauprojekte kümmern. Ein paar Wochen später war er in Portland San Antonio.

    Das Ganze ist halt nicht einfach Schwarz Weiss. Was jetzt rauskommt zeigt ja nur, dass vorher schon mächtig Dampf auf dem Kessel war. Natürlich kochen da einige ihr eigenes Süppchen und dass Heiner Brand jetzt an vorderster Front das Messer wetzt war schon fast zu erwarten, zeugt aber nicht unbedingt von Souveränität beim Abtritt ins Rentnerdasein. Demnächst treffen sich ja dann alle Landesverbände. Hoffen wir mal, dass die einen Kompromiss finden und eine für alle Gesicht wahrende Lösung.
    Am einfachsten wäre es, wenn man Geld zusammenkratzt und einen hauptamtlichen Präsidenten bezahlt. Dann gäbe aus auch, wie Lothar Frohwein richtig sieht, auch andere Kandidaten.
    Nehmen wir die Pro und Cons in diesem Forum doch mal als Spiegelbild der Diskussionen innerhalb des DHB. Fakt scheint doch zu sein, dass Bob Hanning viele Gegner und viele Fans hat. Er polarisiert also. Das ist allerdings problematisch für einen Verbandsposten.

    Damit haben wir einen Stellungskrieg und Michelmann eigentlich nicht wählbar, da es sich um vier sehr Mitgliederstarke Verbände handelt. Der Kern des Antrags geht ja dahin, dass die im April getroffene Vereinbahrung, dass kein Vizepräsident Kandidat wird, gebrochen wird. Damit müsste die Findungskommission jetzt eigentlich öffentlich eingestehen, dass sie niemanden gefunden haben und letztlich nur Michelmann übrig blieb, welcher ja schon mal seine Interesse bekundet hatte. Wenn jetzt kein anderer mehr aus dem Busch kommt und wirklich Michelmann durchgedrückt wird, dürfte das der denkbar schlechteste Ausgangspunkt für den Mann sein. Zumal so ein Statement

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    "Das wundert mich aber nicht, das passt zu Württemberg."

    nicht im Vokabular eines Politikers vorkommen sollte, da er ja vom wording her einen ganzen Verband angiftet und nicht seine direkten Kontrahenten beim Namen nennt. Aber bis zum Verbandstag im September kann der DHB jetzt schön das Sommerloch füllen.

    Freundschaft!

    Jordan Bonilauri (Jg. 1992)
    Mijajlo Marsenic (Jg. 1993)
    Leon Susnija (Jg. 1993)
    Teo Coric (Jg. 1992) - ein weniger kleiner, aber mit mehr Masse

    Und selbst die Brasilianer hatte direkt vor ihm auch noch eine ähnliche Kante. Leonardo Almeida (Jg. 1992)

    Im aktuellen Kader der brasilianischen Junioren steht mit Felipe Santaela eine 95er Jahrgang mit 2,05 und lt. IHF 125 Kilo. Demnach tut man AG wohl doch unrecht wenn nur groß und kräftig wichtig sei. Sonst hätte er ja gleich Santaela statt Rogerio genommen. wobei Santaela beim knappen Sieg gegen Japan vier Tore machte, Rogerio dagegen nicht traf.

    Wenn die Regel für alle Klassen gilt, sehe ich da schon ein Problem. Zu den 327 Regelfragen kommen noch mal 10 dazu. Vor allem gilt nicht mehr die Faustregel, dass ein 7-M nur bei klar verhindertem Torwurf zu geben ist, oder in Ausnahmefällen, um die Spielsituation wieder herzustellen. Man muss die 30 Sekunden selbständig im Blick haben. Und wie schon geschrieben, der Zuschauer versteht es sowieso nicht und gibt seinen ungläubigen Kommentag ab. Von den taktischen Maßnahmen der Trainer mal ganz abgesehen. Handball-SR leiden jetzt schon an der Regelflut (welche ich aber bisher in jedem Fall für berechtigt halte).Da noch was drauf zu packen ist kontraproduktiv. In jedem x-bliebigen Bezirk liegt die Quote der SR, welche im Vorbereitungslehrgang auf die Saison durch den Regeltest fallen bestimmt über 10 Prozent. Trägt alles nicht dazu bei, dass der SR-Mangel behoben wird.

    Ich sehe das nicht so negativ. Gerade die Verschärfung der Maßnahmen nach dem Referendum und die Intensität des Streits, welcher ja noch nicht beendet ist, wird zu einer Zäsur führen. Das Regelwerk wird mit Sicherheit in Zukunft stärker angewandt. Auch Podemos in Spanien dürfte durch das "Umfallen" von Tsipras geschwächt werden. Spanien spielt ja ein wichtige Rolle, da hier demnächst Wahlen anstehen und der konservative Rajoy vor ein paar Wochen eigentlich schon weg war. Nun wird klar, wie nah ein Land an einer Währungsreform mit einer derartigen Taktik wandelt. Vor allem haben die Anhänger registriert wie schnell auch der härteste Linke umkippt wenn die Bankautomaten praktisch leer sind und die Wirtschaftsaktivität gegen Null tendiert.
    Interessant auch Schäubles Beharren auf dem freiwiligen Ausstieg. Das heisst ja als Botschaft an den deutschen Steuerzahler, es ist besser die geflossenen Milliarden komplett abzuschreiben als noch mal neues Geld hinterher zu schmeissen.
    TalantGuy96 Das ist genau der Punkt und das spannende Experiment. Gibt es überhaupt noch pollitische Alternativen, welche dazu in der Lage sind eine Art funktionierendes Staatsgebilde aufzubauen. Im Moment sehe ich es so, dass die Griechen ein Protektorat sind. Somit müssten eigentlich auch Brüsseler Verwaltungsbeamte ein funkionierendes System aufbauen. Viel Hoffnung hab ich allerdings nicht, dass das gelingt oder von der Bevölkerung akzeptiert wird. Die Geldgeber werden ja immer starker als Besatzer wahrgenommen und die einfache Denksportaufgabe, dass auch die Geldgeber von ihren Bürgern wiedergewählt warden müssen, gelingt kaum.
    Es scheint mit Katherimi auch nur eine einzige einigermaßen investigative Zeitung zu geben. Die deckte die Tatsache auf, dass die Mutter der aktuellen Parlamentspräsidentin, welche am extremsten linken Ufer wandelt, bis zum 36 Lebensjahr Kindergeld für ihre Tochter kassierte.

    Finanzkrisen gehören nun mal zur Menschheit. War schon im 15 Jahrhundert so, als Fugger dem ganzen Adel seine Kohle lieh und im Gegenzug mit Macht ausgestattet wurde. Es ist richtig, dass diese Krisen auch sehr oft Kriege zur Folge haben. Zum Glück sind wir da einen Schritt weiter, aber der Mensch neigt auch zum Kurzzeitgedächtnis. Es deutet ja vieles darauf hin, dass zwischen Russland und dem Westen ein neuer Kalter Krieg entsteht. Ein herrenloses verarmtes Griechenland, mit der Gefahr zu den Russen zu kippen, muss den Strategen in den ganzen Think Tanks Kopfschmerzen bereiten. Die Kubakrise, als die Geheimcodes für die Nuklearwaffen schon mal raus gekramt wurden, ist gerade mal 50 Jahre her.
    Es gibt keinen Reset-Knopf, wenn wir nicht wieder zur Tauschwirtschaft zurück kehren wollen. Eine Bereinigung funktioniert ja nur über eine Währungsreform oder Inflationierung.
    Griechenland ist schon ein interessantes Phänomen. Man fragt sich ja automatisch, warum ist deren politisches System so dermaßen kaputt und warum klappt es im Vergleich dazu in den baltischen Staaten oder beispielsweise Polen fast idealtypisch. Die für mich interessante Erkenntnis ist, dass sich ein politisches System offenbar über Jahrhunderte kaum verändert, wenn keine externen Schocks massiv eingreifen. Im Falle Griechenland sieht man den Ursprung des Klientelismus ja im osmanischen Reich.
    FEH die Frage der Verschuldung hängt damit zusammen bei wem ich Schulden habe und wie die Fristen sind. Die Japaner haben kaum Auslandschulden, sondern haben die Schulden bei den eigenen Bürgern, welcher immer noch brav staatliche Schatzbriefe zu 0,5 Prozent Zinsen kaufen statt ihr Geld in höher verzinsliche Titel, wie z.B. Dividenenpapiere, stecken. Auch eine interessante Frage, warum ein ganzes Volk dermaßen homogen sein Geld anlegt.
    Das Hauptproblem ist, dass die Ammenmärchen von dem Wirtschaftswachstum nicht funktionieren. Griechenland wird, wenn sie Glück haben, den Zustand von Portugal erreichen. Das heisst, dass die jungen motivierten das Land verlassen und der Rest sich auf Hartz4-Niveau einrichtet. Wo sollen in den Ländern denn Arbeitsplätze entstehen? Bleibt doch nur Landwirtschaft und Tourismus. Auch für Solarstromparks braucht man vielleicht ein paar Wächter die Wache schieben. Die Module kommen woanders her. Ist schon lustig, wie Spanien als Erfolgsmärchen verkauft wird, weil die Arbeitslosigkeit zurückgeht.