Beiträge von alter Sack

    Ich finde ihn top, aber glaubt Ihr ernsthaft, Bob Hanning würde seinen Vereinstrainer opfern?


    Ganz klar: JA. Hanning hatte für seinen Klub bisher genau zwei Trainer und keinen hat er entlassen. Der wird schon einen Nachfolger finden und dabei keinen Vollflop landen. Ich denke schon, dass Hanning die Nationalmannschaft näher ist als ob die Füchse mal eine Saison nicht europäisch spielen. Vor allem wird er über Sigurdsson den Kontakt zu Trainern mit ähnlicher Denke haben. In Island wird ja vielleicht gerade mit Arason deren Nationaltrainer frei und hat Lust auf Berlin.

    Ich finde es schon erwähnenswert wie das Aushängeschild des deutschen Handballs versucht Meinung zu machen. Ich finde es auch interessant wie Kretzsche sich immer wieder einbringt. Als Manager in Berlin oder beim HSV oder auch bei der Nationalmannschaft war er ja auch mal im Gespräch. Letztlich war und ist offenbar Dampfplauderei seine Kernkompetenz und ich gebe Dir recht, es ist erstaunlich wie er mit der Masche immer noch seine Mark macht. Aber so funktioniert dieses System halt. Schön, dass wir hier einen Ort haben, wo wir die Dinge doch etwas tiefer beleuchten können.

    Wenn ich das richtig interpretiere steht da aber ein Konjunktiv, d.h. wenn er gefragt werden würde, was aber nicht der Fall war oder ist.Übliche Methode um im Gespräch zu bleiben. Seiner Meinung nach entscheidet es sich zwischen Sigurdsson und Schwalb.Sigurdsson also somit mittlerweile der genze heisse Favorit in der Gerüchteküche.

    Man sollte sich auch mal die "Fürbitte" von Kretzsche zu Gemüte führen
    hier

    Er macht ja stark Werbung für Martin Schwalb, zu welchem offenbar eine freundschaftliche Beziehung besteht, denn er meint ja zu wissen, dass Schwalb kein Problem mit Hanning hat.

    Zitat

    Ich glaube auch, dass Schwalb mit DHB-Vizepräsident Bob Hanning kein Problem hat. Wie es andersherum aussieht, weiß ich nicht.


    Ist jetzt natürlich nicht so recht glaubhaft anzunehmen, dass Kretzsche nicht weiss wie Hannings Meinung zu Schwalb ist. Er bestätigt damit eigentlich eher indirekt die Aussage aus einem vorher zitierten Zeitungsartikel, dass Schwalb und Hanning nicht miteinander können.

    Seine Sicht der Dinge auf das Anforderungsprofil an den Nationaltrainer

    Zitat

    Er ist verfügbar und kann alles, was ein Nationaltrainer können muss. Schwalb kann ein Spiel und den Gegner lesen und seine Mannschaft darauf einstellen. Er hat zudem ein hohes Know-how, die nötige Souveränität und ist von den Spielern akzeptiert.

    Da kann man schon einer Meinung sein. Vielleicht überfrachten wir ja auch das Amt des Nationaltrainers wenn wir hier z.T. betonen, dass er junge Spieler besser machen muss und auch den Anschlusskader bzw. Junioren im Blick haben muss. Das kann man durchaus so sehen. Letztlich muss ein Trainer Qualifikationen gewinnen, denn nur damit ist der Handball in den Medien vertreten. Für den Rest hat man ja auch andere Leute im DHB welche dafür bezahlt werden. Natürlich sollte die Zusammenarbeit klappen.


    Erwähnenswert auch diese Sicht der Dinge

    Zitat

    Aber wir reden über den deutschen Handball-Nationaltrainer, und wir haben auch sehr gute deutsche Trainer. Ich meine, wir wären gut beraten, mit einem deutschen Trainer in diesen Neuaufbau zu gehen.

    HIer stellt sich einfach die Frage, ob die deutschen Trainer wirklich so gut sind. Wie kann es sein, dass mit Martin Schwalb seit Jahren nur ein Trainer einen Spitzenklub trainiert (zumal nicht durchgehend), wir dagegen allein drei isländische Trainer in der ersten Liga haben?
    Und wenn dann Martin Heuberger ein paar Tage vor dem Spiel der Spiele mit dem Satz zitiert wird, dass man in zwei Einheiten Kondition gebolzt hat, weil man die ja am Sonntag braucht, dann fällt bei mir schon etwas der Unterkiefer runter. Korrigiert mich wenn ich völlig falsch liege, aber was bringen harte Konditionseinheiten drei oder vier Tage vorm Tag X? Im Laufsport spricht man von Tappering vorm Wettkampf. Das wird ja wohl auch für Handball gelten.
    Natürlich hat es schon etwas von Gesichtsverlust für den DHB wenn der Mitgliederstärkste Verband mit einem flächendeckenden Lehr - und Lizenzwesen sich eingestehen muss, dass man sich für das Aushängeschild ausländische Kompetenz einkaufen muss. Aber so what. Wir stehen am Tiefpunkt und die neue Führung betont doch, dass für eine Wende jeder Stein umgedreht werden muss.

    Im übrigen hat Kretzsche mit seiner Kolumne den Boulevard mobilisiert. Bild & Co. haben das übernommen und hauen die Schlagzeile "Kretzschmar fordert Heuberger-Rücktritt" raus. Dass der Vertrag eh beendet ist und ein Rücktritt somit eine rein symbolische Geste wäre, wird unterschlagen.

    Meine Theorie zur fehlenden Rücktrittssymbolik durch Martin Heuberger: Vielleicht erhofft er sich einen Rückweg auf den Posten des Juniorentrainers. Mit einem öffentlichen Rücktritt würde er vielleicht diese Tür zuschlagen. Vielleicht kommt es ja so, dass Sigurdsson Bundestrainer wird und Heuberger Schwarzer als Jugendkoordinator rauskegelt. Von der Ergebnissen geht es da abwärts und Heuberger ist der erfolgreichste Bundes-Juniorentrainer in der Geschichte.

    Auch Kretzsche betont Heubergers Fähigkeiten als Junioren-Trainer.

    Zitat

    Doch die Frage ist, ob er in den entscheidenden Situationen in der Lage ist, eine Nationalmannschaft zu führen oder ein besserer Co- oder Juniorentrainer ist.

    Was mich ja erstaunt ist, dass Kaymer quasi immer noch unbekannt ist in Deutschland. Golf ist ja nun in den Medien in Deutschland auch vertreten und in Asien sowie fast allen Ländern der westlichen Hemisphäre eine ganz große Nummer. Irgendwie ist Golf in der Breite wohl doch negativ besetzt.
    Ich schätze, dass immer noch mehr Leute Tiger Woods kennen als Kaymer, einfach weil Woods so oft durch den Boulevard gezogen.

    Beim durchforsten diverser Zeitungen werden folgende Namen geannnt,

    Baur,
    Schwarzer
    Schwalb
    Vranjes
    Sigurdsson

    "Aussenseiter" wie Patrektur Johannesson, der hier ja auch des öfteren genannt wird dagegen kaum. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Handvoll von Handballjournalisten ihren Draht zu Hanning haben und es von daher schon einer von diesen wird. Sigurdsson, Schwalb, Baur haben für mich in dieser Rangfolge die besten Chancen. Bei Vranjes sehe ich auf dessen Seite überhaupt keine Motivation. Vranjes lebt ja neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten als Trainer ganz stark von seinem skandinavisch-serbischem Netzwerk. Man sieht ja in Flensburg, dass die dort trotz offenbar begrenzter Mittel die Topleute aus beiden Regionen bekommen. Der hat ja den Job des serbischen Nationaltrainers nebenher gemacht, da würde wohl eine Unterforderung eintreten. Sigurdsson wüsste am besten worauf er sich einlässt. Bei dem wird es nur die Frage sein, ob er die Tagesarbeit in der Halle vermisst und sich stattdessen mehr der Vereinspolitik zuwendet.

    naja, die hatten auch einen lange phase ohne tor Mitte der zweiten Hälfte. Letztlich haben es die Isländer in der Abwehr vergeigt. Karacic im Zusammenspiel mit RL und Kreis haben ja praktisch für die gesamte Torgefahr gesorgt. Natürlich waren es auch keine Heimschieris, was man auch bemerken sollte. Aber es stimmt, die waren cool. Am Ende so einen Kempa zu spielen ist schon abgezockt. Freut mich für Dragan Markovic.

    Frank Heike nennt heute in der Sonntags-FAZ die Namen Schwalb und Schwarzer, schliesst ersteren aber schon mal aus, da sich die Egos von Schwalb und Hanning nicht vereinbaren ließen. Finde ich etwas weit hergeholt und letztlich nicht sehr originell als Erklärung.
    Zu beleuchten wäre auch die hier schon oft erwähnte Aussendarstellung. Was war Heuberger da eigentlich anzulasten? Letztlich doch nur sein badischer Singsang. Finde ich auch etwas armselig, es auf dieses "Defizit" zu reduzieren. Letztlich ist er durch "Mainstream"-Interviews aufgefallen und hat sich wie jeder gute Trainer immer schützend vor seine Spieler gestellt. Inhaltlich sind mir das keine Fehler aufgefallen, anders als Brand in seiner Spätphase, der nah am Altersstarsinn wandelte und dilpomatisches Geschick vermissen ließ. Da der Handball-Bundestrainer in den nächsten zwei Jahren in den öffentlich-rechtlichen Anstalten sowieso nicht oder nur kaum auftauchen wird, halte ich diese Komponente im Job für überbewertet. Im Sportstudio wird ein Handballer auf absehbare Zeit eh nicht mehr auftauchen. Wann war da überhaupt mal zuletzt ein Handballer?
    Den Namen Jan Gorr halte ich für völlig abwegig. Der Mann ist Mitte 30 und hat sicher noch lange nicht genug davon täglich in der Halle zu stehen. Der wird erst Mal Coburg in Liga Eins führen und ist wohl erst in 15 Jahren ein Thema. Welcher Nationaltrainer ist denn nach seiner Zeit jemals wieder erfolgreich in den Klubhandball zurück gekehrt? Mir fällt da keiner ein.


    Im übrigen fände ich es gar nicht schlecht, wenn Heuberger wieder die Junioren übernimmt. Dort hat er massig Titel gesammelt und seine Teams waren zuletzt fast immer im Finale. Das haben seine Nachfolger so nicht mehr hingekriegt.

    härter_schneller Ich halte den Gedanken, dass Sigurdsson auf den Job des japanischen Nationaltrainers schielt für abwegig. Er wird sich auch mit Geld keine Spieler schnitzen können und der Unterbau ist in Japan einfach nicht da und wird auch nicht entstehen. Der Mann ist Anfang 40 und wäre dann noch nicht mal 50.

    Ich habe mich schon geärgert, dass mir hier von Lord Vader Respektlosigkeit vorgeworfen wird und habe noch mal nach dem Statement gesucht, welches die Quali mit einer Vertragsverlängerung in Zusammenhang bracht.
    Hier kam das klipp und klar an die Presse. Das war Anfang November.

    Ich sehe in Schwalb auch keinen Brand-Mann. Ein Brand-Mann ist Christian Schwarzer oder Klaus-Dieter Petersen, die direkt nach Karriereende ohne jegliche praktische Erfahrung Jobs als Jugendtrainer beim DHB bekamen. Gegen Schwalb spricht aus meiner Sicht bei einer langfristigen Lösung (bis 2020) sein mangelnder Trackrecord in der Integration und Formung von jungen Spielern. Da ist in 10 Jahren Hamburg ja praktisch nichts gelaufen. Die Verzahnung mit der Nachwuchseliteförderung dürfte ja auch auf der Anforderungsliste des Bundestrainers stehen.

    Patrekur Johannesson ist aber eigentlich der interessanteste Kandidat. Der passt vom Karrierepfad her eigentlich am besten. Name wie Vranjes und Sigurdsson halte ich für weit hergeholt, da der Job als Vereinstrainer und Nationaltrainer einfach zu verschieden ist. ich vermute mal, dass beide die Tagesarbeit vorziehen. Für Johannesson wäre es ein logischer nächster Karriereschritt.
    Ich wage mal noch den Namen Jens Pfänder in die Runde zu werfen. Der hat ja nun auch Erfahrungen als Klubtrainer und dürfte bei den Vereinen bestens vernetzt sein.

    ALF

    Zitat

    Abgesehen davon, halte ich Schwalb zwar für einen schlechten Trainer, aber eben auch nicht für einen Spitzentrainer. Dafür hat er Hamburg über die ganzen Jahre einfach nie stabil bekommen. Im übrigen sind die Gefängnisse voll mit Typen. Das ist mir also zu billig. Ich sage es mal vorsichtig: ich finde Schwalb jetzt nicht gerade gentlemenlike.

    Der Absatz ist recht undurchsichtig.

    Was heisst Personalentscheidungen in der zweiten Reihe? Der ist seit Februar Vize-Präsi und für den Leistungssport verantwortlich. Die wirklichen Super-Gaus in der Quali zur EM gegen Montenegro wurden vor seiner Amtszeit verbockt. Ich finde es gut, dass er als neuer Verantwortlicher nicht den harten Besen rausgeholt hat sondern jedem eine faire Chance gibt. Heuberger wusste woran er ist. Wobei es natürlich hypothetisch ist ob mit ihm verlängert worden wäre, hätten wir z.B. die Quali gegen Tschechien gewonnen (ein deutlich einfacherer Gegner). Natürlich kann man bei der Bewertung Hannings nur dessen Entscheidungen als Manager der Füchse zum Vergleich ranziehen. Da hat er noch nie einen Trainer entlassen und lag in der Auswahl richtig.

    Ich befürchte aber das es Christian Schwarzer wird und dann schwant mir das das nach wie vor diese alte Brand-Connection sein wird die da mitschwingt.


    Ich sehe den Einfluss von Brand unter Bauer und Hanning deutlich schwinden. Schwarzer hat ja mit dem Nachwuchskooardinator Beppler schon einen Aufpasser von Hanning vor die Nase gesetzt bekommen. Ich glaube nicht, dass er eine Chance hat, zumal er wie beschrieben noch nichts gewonnen hat. Ich denke auch, dass Schwalb eigentlich unter Berücksichtigung aller Umstände die besten Karten hat. Er kennt alle Klubtrainer seit Jahren. Letztlich ist ein Bundestrainer auf den engen Draht zu den Vereinen angewiesen. Da geht man bei einem "absoluten Ausländer" ein Risiko, dass es in dieser Hinsicht in der Zusammenarbeit mir der HBL klemmt. Also Schwalb oder Petko. Alles andere wäre für mich ne Überraschung. Jungandreas hat halt noch nie im internationalen Umfeld gearbeitet, auch wenn das ein sehr fähiger Mann ist.

    Etwas einfach die Erklärung von Martin Heuberger.

    Zitat

    "Meine Mannschaft hat bravourösen Handball gespielt – aber bei Polen hat Bielecki einen sehr guten Tag erwischt und praktisch aus dem Nichts getroffen"


    Bielecki hat nicht aus dem "Nichts" getroffen. Man weiss, dass der aus 10 Metern werfen und treffen kann.
    Sicherlich war die Steigerung von Bielecki im Vergleich um Hinspiel ein Faktor, aber man kann ein Niederlage nicht auf einen Spieler reduzieren, zumal er damit ja impliziert, dass man Bielecki überhaupt nicht auf dem Zettel hatte. Und "bravourös" war die Leistung auch nicht. "Bravourös gekämpft" vielleicht.
    quelle

    Meines Erachtens ist auch generell hier etwas mehr Respekt gefordert - der Job des Bundestrainers ist aktuell überhaupt nicht vakant


    Doch ist er de facto. Heubergers Vertrag endet in diesem Monat. Für eine Verlängerung war laut Bauer und Hanning wenn überhaupt die Quali notwendig. Von daher halte ich es auch nicht für respektlos diesen Thread zu eröffnen.

    Letztlich braucht man Leute die in ihren Klubs Stammspieler sind. Tschechien hat die Quali mit vielen Leuten geschafft, die in der zweiten Bundesliga spielen. Ich sehe auch nicht, dass ein Bundestrainer groß etwas durch Training verändern kann. Wieviele Trainingslehrgänge hat der im Jahr? Vielleicht vier mal ne Woche im Jahr, oder? Sind weniger als 30 Trainingseinheiten.
    Spieler entwickeln sich durch die wöchentlichen Bewährungen in der Bundesliga.

    Polen war mit das schwerste Los in dieser Quali. Der Supergau ist nicht hier eingetreten sondern in der vergangenen EM Quali. Da hatte man dreimal verkackt (2xMontenegro und in Tschechien). Wobei wir dann auch diese Quali hätten spielen müssen da wir vermutlich nicht unter die Top 5 gekommen wären.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jetzt der Jugendwahn ausbricht. Wer aus dem aktuellen Kader hat seine Tauglichkeit vermissen lassen?

    Da Bob Hanning klar gemacht hatte, dass eine Verlängerung des Vertrages von Martin Heuberger an eine erfolgreiche Qualifikation gebunden ist, dürfte klar sein, dass die Herren einen neuen Bundestrainer brauchen. Da uns das Thema wohl ein paar Wochen begleiten dürfte erlaube ich mir einen neuen Thread hierzu zu eröffnen. Die große Frage aus meiner Sicht ist, ob der DHB sich zu einem Ausländer durchringt. Aus deutscher Sicht fällt mir als Kandidat eigentlich nur Martin Schwalb ein. Christian Schwarzer hat noch nichts vorzuweisen. Biegler wäre auch ein interessanter Name, aber der scheint mir zu eigenwillig.
    Bei den Ausländern war nach dem Abschied von Brand auch Velimir Petkovic in der Lostrommel. Der wäre ja auch noch zu haben.
    Ansonsten vielleicht ein Patrekur Johanneson. Der hat die Ösis schon zweimal hintereinander zu einem Turnier gebracht. Zudem dürft Bob Hanning auf Isländer stehen, welche sowieso einen Haufen Spitzentrainer haben.