Man sollte sich auch mal die "Fürbitte" von Kretzsche zu Gemüte führen
hier
Er macht ja stark Werbung für Martin Schwalb, zu welchem offenbar eine freundschaftliche Beziehung besteht, denn er meint ja zu wissen, dass Schwalb kein Problem mit Hanning hat.
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Ich glaube auch, dass Schwalb mit DHB-Vizepräsident Bob Hanning kein Problem hat. Wie es andersherum aussieht, weiß ich nicht.
Ist jetzt natürlich nicht so recht glaubhaft anzunehmen, dass Kretzsche nicht weiss wie Hannings Meinung zu Schwalb ist. Er bestätigt damit eigentlich eher indirekt die Aussage aus einem vorher zitierten Zeitungsartikel, dass Schwalb und Hanning nicht miteinander können.
Seine Sicht der Dinge auf das Anforderungsprofil an den Nationaltrainer
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Er ist verfügbar und kann alles, was ein Nationaltrainer können muss. Schwalb kann ein Spiel und den Gegner lesen und seine Mannschaft darauf einstellen. Er hat zudem ein hohes Know-how, die nötige Souveränität und ist von den Spielern akzeptiert.
Da kann man schon einer Meinung sein. Vielleicht überfrachten wir ja auch das Amt des Nationaltrainers wenn wir hier z.T. betonen, dass er junge Spieler besser machen muss und auch den Anschlusskader bzw. Junioren im Blick haben muss. Das kann man durchaus so sehen. Letztlich muss ein Trainer Qualifikationen gewinnen, denn nur damit ist der Handball in den Medien vertreten. Für den Rest hat man ja auch andere Leute im DHB welche dafür bezahlt werden. Natürlich sollte die Zusammenarbeit klappen.
Erwähnenswert auch diese Sicht der Dinge
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Aber wir reden über den deutschen Handball-Nationaltrainer, und wir haben auch sehr gute deutsche Trainer. Ich meine, wir wären gut beraten, mit einem deutschen Trainer in diesen Neuaufbau zu gehen.
HIer stellt sich einfach die Frage, ob die deutschen Trainer wirklich so gut sind. Wie kann es sein, dass mit Martin Schwalb seit Jahren nur ein Trainer einen Spitzenklub trainiert (zumal nicht durchgehend), wir dagegen allein drei isländische Trainer in der ersten Liga haben?
Und wenn dann Martin Heuberger ein paar Tage vor dem Spiel der Spiele mit dem Satz zitiert wird, dass man in zwei Einheiten Kondition gebolzt hat, weil man die ja am Sonntag braucht, dann fällt bei mir schon etwas der Unterkiefer runter. Korrigiert mich wenn ich völlig falsch liege, aber was bringen harte Konditionseinheiten drei oder vier Tage vorm Tag X? Im Laufsport spricht man von Tappering vorm Wettkampf. Das wird ja wohl auch für Handball gelten.
Natürlich hat es schon etwas von Gesichtsverlust für den DHB wenn der Mitgliederstärkste Verband mit einem flächendeckenden Lehr - und Lizenzwesen sich eingestehen muss, dass man sich für das Aushängeschild ausländische Kompetenz einkaufen muss. Aber so what. Wir stehen am Tiefpunkt und die neue Führung betont doch, dass für eine Wende jeder Stein umgedreht werden muss.
Im übrigen hat Kretzsche mit seiner Kolumne den Boulevard mobilisiert. Bild & Co. haben das übernommen und hauen die Schlagzeile "Kretzschmar fordert Heuberger-Rücktritt" raus. Dass der Vertrag eh beendet ist und ein Rücktritt somit eine rein symbolische Geste wäre, wird unterschlagen.
Meine Theorie zur fehlenden Rücktrittssymbolik durch Martin Heuberger: Vielleicht erhofft er sich einen Rückweg auf den Posten des Juniorentrainers. Mit einem öffentlichen Rücktritt würde er vielleicht diese Tür zuschlagen. Vielleicht kommt es ja so, dass Sigurdsson Bundestrainer wird und Heuberger Schwarzer als Jugendkoordinator rauskegelt. Von der Ergebnissen geht es da abwärts und Heuberger ist der erfolgreichste Bundes-Juniorentrainer in der Geschichte.
Auch Kretzsche betont Heubergers Fähigkeiten als Junioren-Trainer.
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Doch die Frage ist, ob er in den entscheidenden Situationen in der Lage ist, eine Nationalmannschaft zu führen oder ein besserer Co- oder Juniorentrainer ist.