Beiträge von alter Sack

    Kolchose (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) nicht zu vergessen, auch eingedeutscht, da in der Urform ja Kolchos. Aber es ist schon erstaunlich, dass 40 Jahre Regime mit ständig tausender russischer stationierter Soldaten nur eine Handvoll Vokabeln hinterlassen hatten. Die Flut der Anglizismen führe ich in erster Linie auf die Internationalisierung der Unternehmen sowie das Internet zurück,
    Hereticus die Geschichte mit der Kettwurstmaschine führe ich auf die "Wir sind die größte DDR der Welt" Propaganda zurück. Es hält sich ja auch hartnäckig das Gerücht, dass die Digitaluhr eigentlich eine DDR Erfindung war und vom bösen Wesen ausgenutzt und verbreitet wurde.

    Danke für die interessanten Hinweise. Ich bewege mich eigentlich nur in Großstädten und Dialekt wird ja eher auf dem platten Land gesprochen. Berlinerisch ist wirklich kein krasser Dialekt. Ich meinte damit, dass Dialekte ja auch ein Stigma bedeuten. Jeder zweite Ossiwitz wird gesächselt, dadurch werden Stereotypen gebildet. Ich finde Sächsisch hört sich sehr liebevoll an, bei Berlinerisch dagegen kommt auch im Dialekt eine überhebliche Tonart rüber. Zumindest bei mir, Deshalb habe ich bei Leuten die extrem berlinern im ersten Moment eine innerliche Abneigung obwohl rational unbegründet.
    Da wir das Thema DDR-Wortschatz angeschnitten haben. Da habe ich auch noch was. Weiss jemand was eine Grillete ist? So hiess in der DDR der Burger, den es ja nicht gab. Und McDonalds war bei uns damals in Stralsund eine Grilleteria. Es gab ja in der DDR auch ein paar Worte die aus dem russischen ihren Weg in die Allltagssprache gefunden haben. Ich kann mich erinnern, dass man Spasseshalber einen Chef auch einen Natschalnik nannte. Zumindest in akademischen Kreisen und "Dawai Dawei" war auch ein geflügeltes Netz. Diese Worte sind dann ganz schnell verschwunden. Auch worte wie "fetzig" oder "uurst" gibt es nicht mehr, oder sagt man das noch irgendwo im Osten? Meine Mutter fragt nach 20 jahren immer noch nach ob ich Viertelneun meine wenn ich Viertel nach acht sage. Das hatte ich mir im Westen ganz schnell abgewöhnt weil es keiner verstanden hatte, wobei mir versichert wurde, dass man ganz im Norden auch Viertelneun sagt.
    Interessant finde ich auch, dass es einige Dialekte gibt in den ganz bewusst die Grammatik ausser Kraft gesetzt wird. Das sächsische "Des ist mir" für "das ist meins" fand ich immer ganz entsetzlich weil ich meinte, dass es ein Unterschied ist ob man Dialekt spricht oder einfach falsches Deutsch. Interessant auch wie kleine die Sprachgrenzen sind wenn Baden68 schon im Odenwald nichts mehr versteht. Das sind ja gerade mal 70 Kilometer bis Mannheim, oder?

    @meba_ideen und tclip Solche Debatten arten halt schon mal aus und ich finde es nicht schlimm wenn man mal den Faden verliert. Ist doch besser als ständid ewig die gleichen polemischen Scheisshausparolen zu wiederholen. meba_ideen hat den Sachverhalt jetzt kurz und knapp erklärt, jetzt habe auch ich verstanden. danke.

    Mal was ganz anderes zur Abwechselung. Neben Handball sind mein Steckenpferd Sprachen und Mundarten. Heute war ich zum ersten Mal in Pirmasens in der Südwestpfalz und ich musste mir zum ersten Mal im Cafe und in Läden auf die Zunge beissen um nicht zu lachen. Normalerweise wird einem als Tourist in den Grossstädten ja auch mit verständlichem Hochdeutsch geantwortet wenn man nach dem Weg fragt. Aber in Pirmasens können die Leute offenbar nur Mundart. Dort nennt man das wohl Pfälzer Platt. ich hatte extra noch nachgefragt weil ich es für irgendwas mit letzteburgischem Einschlag hielt. Kennt jemand noch Gegenden mit krassem Dialekt? Mir fällt nur noch Deggendorf ein. Da bin ich nach der Wende mal lang getrampt und mich hatte ein Bayer der mich mitnahm eine Stunde zugetextet und ich hab nur verschämt mit dem Kopf genickt weil ich nichts verstanden hatte. Ich höre eigentlich alle Dialekte gern und finde es gut wenn Leute ihre Mundart pflegen. Nur beim "Berlinern" ist meine Toleranzgrenze nicht so hoch. Das kommt bei mir extrem arrogant rüber.

    Hat jemand heute den fünften Teil der Stralsund Reihe "Freier Fall" gesehen? Ich schaue eigentlich nie Krimis aber die Zeitungskritik in der FAZ war extrem euphorisch. Ich muss sagen, dass der Plot und die Darstellung der absolute Hammer waren. Letzte Woche bin ich ebenfalls durch eine Kritik auf den Tatort "Die fette Hoppe" gestoßen. Der war zum Teil brüllend komisch. Dei Leichenpuppe war so richtig trashig. Irritiert hat mich nur der Bezug zu Stralsund. Man hatte nicht eine Einblendung mit Ortsbezug.

    Ich habe eigentlich schon lange drauf gewartet, dass Bob Hanning nun auch weiblichen Beutetiere in die erste Liga hievt und so Handballdeutschland sein DHB-Modell in Miniatur in Berlin zeigen kann. Wäre das nicht ein Fingerzeig?

    Wie soll man dem Normalfan erklären, daß solche Aussagen von H. bestraft werden müssen,
    wenn tatsächliche Manipulationen auf IHF -Ebene toleriert werden ?


    Also da hast Du nun wirklich die westdeutsche Brille auf. Ich als Ossi darf einwerfen, dass mir diese ganzen Paragraphenrumreiterei durch meinen Systemhintergrund völlig wesensfremd ist, auch wen ich das deutsche Rechtssystem trotz seiner Verkopftheit im weltweiten Vergleich beispiellos positiv sehe. Was bei der IHF vor sich geht mag deutsche Journalisten erzürnen und auch uns als wohl informierte und mündige Fans, aber weltweit gesehen wird das Ganze doch nur mit einem müden Achselzucken betrachtet. Die Mehrheit der weltweiten Rechts- und Gesellschaftssyteme hat im Vergleich zu uns noch sehr archaische Strukturen und wird eher von Clans beherrscht. Die Diskussion über den Unterschied zwischen "Ich fühle mich verarscht" und "Ich wurde verarscht" ist rein deutsch auch wenn sich Verbandspolitiker nie hinstellen und ihrer Klientel erklären, dass diese Rechtsauffassung weltweit keine Geltung hat. Heinevetter ist auch Ossi und von daher wird ihm diese Nuancierung der Aussage völlig am Arsch vorbei gehen, aber die Füchse haben wie von Baden68 erkannt gut gegengeschossen. Mit Steffel haben die ja auch einen erfahrenen Westpolitiker im Verein.
    Letztlich stehen wieder mal die Schieris im Regen. Aber auch hier ist alles relativ. Besser in Deutschland mal medial einen kleinen medialen Gesichtsverlust erleiden als auf dem Balkan in von Bengalos vernebelten Hallen pfeifen zu müssen.

    Ich denke, das ist kein Einzelfall, wird aber nicht immer an die große Glocke gehangen - nicht nur in Melsungen. Die Unternehmen hätten sonst evtl. Erklärungesbedarf gegenüber ihren normal arbeitenden und normal bezahlten Mitarbeitern.
    Außerdem gibt es ja noch andere Möglichkeiten für "Nebenleistungen". Seien sie offen oder verdeckt, legal oder illegal


    Ich denke aber nicht, dass dies in der ersten Bundesliga häufiger Fall ist. Scheint häufiger bei den Frauen zu sein. Ich frag mich da wie dort teilweise Oberligisten ihre tschechischen Spielerinnen durchbringen. Das kann nur über Arbeitsstellen gehen. Es ist also nicht auszuschliessen, dass Spieler auch bei Braun auf der Lohnliste geführt werden. Muss ja vielleicht auch nur der Personalchef und die Leute von der Lohnbuchhaltung wissen um Neid zu vermeiden. Ich denke nicht, dass Nebenleistungen wie ein dicker Benz oder ein Haus eine Rolle spielen. Für die Spieler zählt doch in erster Linie was sie für die Zeit nach der Karriere zurücklegen können und ein 600er SL wirkt in Melsungen doch reichlich deplatziert, oder? Häuser kann man da doch auch für einen Appel und n Ei anmieten.

    Markus76 Sellin und Danner sind das beste Beispiel, dass man auch wegen der sportlichen Perspektive nach Melsungen kommen kann. Den Weg muss man weiter gehen.

    Im Regelfall kommt man bei der D-Jugend ganz gut ohne 2 Minuten aus. Gibt zwar Ausnahmen, die sind aber seltenBisserl was erklärt und gut ist es. Zwei Ausnahmen, Wechselfehler und Überlauf. Beim Überlauf dann aber auch durchaus rot, je nachdem wie heftig.

    Gruß Frank

    Ich hatte in 5 Jahren und vielleicht 40 D-Jugendspielen zwei Rote Karten. Einmal mit voller Wucht von hinten in der Luft gestoßen. Die zweite hab ich nur beobachtet. Der Junge war total neben Kapp und kassierte dreimal 2, hätte aber auch vorher direkt rot geben sollen. Nach Aufforderung die Bank zu verlassen schleudert der eine Blechtrinkflasche auf die Ränge. Knapp am Kopf des Zeitnehmers vorbei. Hätte eigentlich Bericht geben müssen. In der D-Jugend reden wir über 12-jährige, Erklärung ja aber die Rote Karte sollte für den Fall des Falles trotzdem in der Tasche sein.

    Freundschaft!


    Wir hatten das Thema vor Jahren schon einmal. :) Natürlich heute noch einmal interessant zu lesen.

    21038-igropulo-ein-mann-f-r-die-buli

    Wow Alf ich bin beeindruckt. Den Thread hatte ich vor 5 Jahren selbst aufgemacht. Du schreibst da was von Aktenstudium. Kann ich mir das so vorstellen, dass Du wie in guten alten Zeiten Zeitungsartikel ausschneidest und in einem Karteikasten ablegst? Was ist denn aus Semikow geworden. Ich würde ja im Internet selber suchen da mein Schulrussisch noch ganz brauchbar ist, aber ich krieg das mit der kyrilllischen Tastatur nicht hin. Überhaupt ist der russische Handball wohl mittlerweile sowas von tot. An die russischen Riesen (in dem Thread hast Du die Story um Tutschkins Findung beschrieben) kann ich mich noch gut erinnern. Ich muss so 12 gewesen sein, als ich beim Neujahrsturnier des SC Empor Rostock MAI Moskau gesehen hatte. Die wechselten immer den kompletten Mittelblock aus. Da standen dann zwei Riesen mit der Statur von Ilja Murometz und der Visage vom dummen Iwan. Lang lang ist her. Mittlerweile gibt es wohl kein Sichtungssystem mehr und Kolchosen wo ein Tutschkin auf dem Milchhof rumläuft ebenfalls nicht mehr.

    Wow, das nenn ich doch mal eine Analyse. Mir war bisher entgangen, dass die WNZ mit Herrn Wohlfahrt eine derartige Kapazität an der Feder hat.

    Zitat

    Das lief schlecht: Im Angriff klemmte es allzu oft. Da hatte die HSG im Rückraum die gleichen Probleme wie der CDU-Wirtschaftsflügel mit dem Vertrag der großen Koalition in Berlin: zu linkslastig.

    Also auf so eine Analogie muss man erst mal kommen. Der Mann bringt ja den Hauch der FAZ nach Lokales - mittelhessen.de

    Und jetzt haben wir auch Gewissheit über die Spekulationen um Krause.

    Zitat

    Die sittenwidrige Ausbootung von Dennis Krause, dessen Vertrag wegen Reha-Maßnahmen außer Kraft gesetzt wurde, ist die mit Abstand bitterste Geschichte dieser Hinrunde.


    Krause hatte demnach wirklich eine Klausel über seinen Gesundheitszustand, ergo lebt vom Ersparten und hofft, dass er nicht zum Sportinvaliden wird. Man sollte dem Jungen mal einen Tipp geben, dass jeder Wald- und Wiesenanwalt mit solchen Klauseln sehr gute Chancen vor einem Arbeitsgericht rausholen könnte.

    Als würde Onkel Rudi hier mitlesen und die Argumentationsketten haben auch ihm das Licht aufgehen lassen.

    Zitat

    Der Kader ist zu breit. Es kommt schnell zur Frustration, das alles hilft nicht unserer Leistungsstärke»

    Meine Rede.

    Sehr interessant warum sich Schwalb in die Bundestrainerdebatte einmischt. Hat ihn jemand konkret gefragt? Das ZItat von Rost ist Wochen her und ich habe damals in dem Lob schon eine Giftpille vermutet. Glaubt jemand ernsthaft, dass Schwalb unter dem Vize-Präsi Leistungssport Hanning, welcher in der Entscheidung maßgeblich sein dürfte, ernsthafte Chancen auf den Job des Bundestrainers hat? Die Leute die Hanning aktuell in die zweite Reihe schiebt sind Fachleute aus dem Nachwuchs wie der Wetzlarer Bepler. Qualifikationsmerkmal wird also auch sein, dass Mr. X für den Fall des Falles Talente auf das höchste Niveau hieven kann. Beim HSV versauert mit Djorjic eine der größten deutschen Hoffnungen für RL, ein Armutszeugnis (hat der eigentlich seinen deutschen Pass mittlerweile?). Oder ist es irgendwo ein Versuch seinen Namen in die Runde zu werfen da er dann doch irgendwann demnächst seine Ära beim HSV beschliessen muss. Schliesslich wird sich Andreas Rudolph vielleicht auch zsuammenreimen wer eigentlich die Breite des Kaders forciert hat?
    Andererseits gebe auch ich als langjähriger aufmerksamer Beobachter es inzwischen auf aus Aussagen von Andreas Rudolph irgendwo eine längerfristige Vision oder Strategie zu erkennen. Aber wie hier von vielen wie auch mir des öfteren wiederholt: Der HSV ist zwar keine Daily Soap aber alle paar Wochen sorgt man in der Szene wieder für Schenkelklopfer oder ungläubiges Kopfschütteln,je nach Sympathielevel.

    Ich komme auf drei Überfällige. auf LA, auf RL und dazu noch ein reiner Abwehrmann mit DD welcher den Kreisläufern in der Abwehr Spielanteile wegnimmt. Wobei Mahe ja eigentlich vom Talent her ein RM ist und auf LA sowas wie Perlen vor die Säue. Einen reinen Abwehrbolzen wie jetzt DD gab es doch letzte Saison nicht, oder ist mir das was entgangen? Kevin Herbst zähle ich nicht dazu.
    Einzig Wetzlar leistet sich den gleichen "Luxus" und ich vermute ähnliche Probleme für die Teamchemie. Der HSV hat aber wie beschrieben das spezielle Problem reine Angriffspieler wie Hens und Djorjic mit durchzuschleifen. Wo deckt Djorjic eigentlich, darf er auf halb ran oder muss er wie Hens auf LA rumturnen? Wenn Hens spielt muss automatisch Jansen oder Flor für die Halbposition mit rein, dadurch ist Mahe draussen. Das muss intern zu Knatsch führen, oder nicht? Ich glaube nicht, dass meine Arguemtation was mit Sympathie zu tun hat sondern schon eins und eins zusammenzählt.

    Vielleicht ist die Philosophie mit dem großen Kader, eine dankbare Forschungsaufgabe für Sportpsychologen.


    Man braucht kein Studium der Psychologie um nachzuvollziehen, dass in der Mannschaft bei so einem Riesenkader alles andere als Friede-Freude-Eierkuchen herrscht. Dei Jugotruppe wird ihre eigene Meinung zum Rentenvertrag von Hens haben, der immer schwächer wird und seine Einsatzzeiten nicht rechtfertigt. Ich denke eher ein Djorjic oder ein Mahe legen sich von selbst beim Psychologen auf die Bank weil die Karriere in so einer Staransammlung nicht in Gang kommt. Hauptproblem ist doch, dass Schwalb es nicht hingekriegt hat eine stabile Abwehr hinzustellen. Deshalb fällt der Abschied von Jansen so schwer, deshalb "musste" DD geholt werden um die Vori-Lücke zu stopfen. Deshalb ist Matti Flohr noch im Kader. Der HSV steht derzeit mit fast 600 Gegentoren in dieser Kategorie irgendwo zwischen Platz 12 und 14. Das ist für mich der wichtigste Unterschied zu Gislasson, der einem Wienczek sichtbar das decken beibringt und so einen Ahlm oder einen Ilic kompensieren kann. Wenn der HSV von sich behauptet zu den weltbesten Teams zu gehören, dann sehe ich darin keine Überheblichkeit. Vom Etat her sind sie irgendwo zwischen Platz 3 und 5 auf dieser Welt. Andreas Rudolph weiss weiviel ihn der Spass kostet und es wäre schizophren wenn er sein Team selbst nicht zu den per se weltbesten zählen würde.
    Vielleicht hat Andres Rudolph mit seiner ersten Reaktion, dass sich einige Spieler die Papiere holen könnten bewusst oder unbewusst genau das Problem des zu großen Kaders der nicht richtig decken kann erkannt.

    Aber wie gesagt, ich denke die Entwicklungen sind tendenziell eher positiv


    Wie schon geschrieben hing ja seit mindestens einem Jahr das Damokleschwert der Auflösung über dem TVG. Von daher scheint der leckgeschlagene TVG-Kahn zum Glück aus dem gröbsten raus. Wäre gut wenn der TVG mal eine unaufgeregte Rückrunde hinlegen kann und man sich auf die nächste Saison konzentrieren kann. Wie groß die abzutragenden Altschulden sind will im Moment ja zum Glück auch niemand wissen. Zumindest mit dem Trainer scheint man Glück zu haben. Das ist ja schon mal ne wichtige Grundlage.

    Na da hast Du Dir mit Deiner Kaffeesatzleserei aber viel Mühe gegen. Ich wollte mir eigentlich eines der letzten Heimspiele geben, hab es aber nicht geschafft. Bei Deinen ganzen Überlegungen blendest Du das Verletzungsrisko völlig aus. RR ist ein fach besetzt und wenn Pommeranz ausfällt geht die Rechnung auch nicht ganz auf. Ist auch mittlerweile egal wo der TVG landet, absteigen werden sie wohl nicht. In der FAZ von vorgestern stand ein kurzer Wasserstandsbericht. Dort äussserte sich Klein, was interessant ist, da dieser mittlerweile wohl das Sprachrohr ist und nicht mehr Ballmann oder etwas Seemann. Demnach werden die Gehälter gezahlt und man ist guten Mutes, dass bis Ende Januar keine Sponsoren ihr Kündigungsrecht wahrnehmen. Der Zuschauerschnitt ist enttäuschend aber die Einnahmeausfälle kann man zumindest stemmen. Man plant jetzt schon für nächste Saison. Vor allem eine zweiter RR wird gesucht. Das liest sich nach Jahren des Abwärtsstrudels mal wieder nach Normalität. Ich denke aber Erstligaträume muss man erst mal lange von sich schieben. Wird spannend ob man Pommeranz wird halten können. Der ist in einem Alter wo nicht mehr allzu viele Verträge kommen. Vielleicht will er es doch noch mal in Liga eins wissen. Auch ein Kohlbacher wird nicht einfach zu halten sein. Junge deutsche Kreisläufer mit Qulität kann man an weniger als einer Hand abzählen.
    Vor allem erwarte ich eigentlich, dass man sich einen vernünfigen Unterbau aufbaut. Das HBLZ gibt es ja noch und eigentlich sollte man von dort Talente abziehen oder eben mit Kirchzell kooperieren.

    Warum nicht? Wenn man in Melsungen 100000 + 50000 bekommt, irgendwo anders jedoch 120000 + 0, dann ist zweifellos Melsungen das finanziell attraktivere Angebot. Nebenleistungen können durchaus das Salz in der Suppe sein


    Was wären dann aber solche "Nebenleistungen" wenn es nicht der Job der Partnerin ist? Auto und Wohnung können ja schlecht gemeint sein. Oder bietet man den Spielern einen Zweitjob bei Braun an, z.B. im Marketing? Ist ja bei vielen Fussballklubs in der Regionalliga und Oberliga auch gang und gäbe. Kann ich mir aber nicht so recht vorstellen.

    Passt hier ganz gut. Nochmal zu Rnic. Nach dieser Meldung eines montenegrinische handballportalshier waren neben polnischen Klub aus die RNL an Rnic dran, welcher sich dann aber für das bessere Angebot aus Melsungen entschied. Nur mal um klar zu stellen, auf welchem Level Melsungen mittlerweile mitbietet und ich glaube nicht, dass die hier kolportierten Nebenleistungen wie Job für Ehefrau etc. eine Rolle spielten.
    Wobei man auch mit solchen Meldungen die vermeintlich näher dran sind natürlich vorsichtig sein muss. Wäre Rnic bei den RNL als Ersatz für Sesum vorgesehen gewesen? Interessanterweise spricht man in der Meldung auch von dem "hervorragenden Experten Michael Roth". Ich dachte immer auf dem Balkan gelten neben den einheimischen Trainergöttern kaum noch andere Koryphäen was.