Beiträge von alter Sack

    Top-Verpflichtung zweifelsohne. Schwede geht Serbe kommt. Ich Korinthenkacker bin dann doch etwas verwirrt was die deutsch-skandinavische Vision von M.Roth angeht. Ich meine ein Melsunger User hatte hier erklärt, dass es dabei nicht um die Spielidee geht sondern, dass man kein Gruppenbildung wie mit den Griechen wollte. Rnic freut sich, dass er sich mit Hilfe von Vuckovic eingewöhnen wird. Da gilt es aber aufzupassen, dass die beiden keine Minifraktion bilden.
    Aber laut dem Interview mit Momir Rnic
    hier
    will dieser endlich mal die Sichtweise eines deutschen Trainers kennenlernen und das spricht ja für einen hohen Integrationswillen. Kann ich mir lebhaft vorstellen wie er seinem Berater (ist das eigentlich auch Sasa Bratic wie bei fast allen Jugos?) unter vier Augen sagt "Hör mal Sasa, drei Jahre unter Petko sind genug. Der M.Roth hat ne ganz andere Spielidee. Die bringt mich sportlich weiter, mit den Impulsen kann ich mich auch bei uns in der Nationalmannschaft kreativ einbringen."

    Zitat

    Aber ich bin mit 25 Jahren noch jung und möchte mich gern weiter entwickeln. Diese Möglichkeit sehe ich bei der MT Melsungen. Ich bin Profi und muss deshalb auch bereit sein, den Verein zu wechseln.


    In diesem Statement wird offengelassen, ob er sich sportlich oder finanziell weiterentwickeln möchte. Wird wohl finanziell sein. Oder er kennt schon den Petkonachfolger und hält diesen für ne Flachzange. Dann wird es wohl auch sportlich so sein.

    Und nun mal ganz ironiefrei:
    Melsungen ist auf dem Weg in die Spitzengruppe. Schon in dieser Saison sehe ich das Team auf einem EHF-Cup-Platz. Hab noch kein Spiel gesehen aber die Berichte und die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass es eine stabile Spielidee gibt. Die Neuverpflichtungen scheinen alle eingeschlagen zu haben und mit Sellin und Allendorf hat man zwei Aushängeschilder die es noch in die Nationalmannschaft schaffen können. M.Müller war ja auch schon mal dort und kriegt vielleicht auch sein Comeback.
    Klar ist mit dieser Verpflichtung auch, dass die MT Göppingen finanziell deutlich überholt hat und demzufolge auch sportlich hinter sich lassen sollte. Dass man dem offiziellen Etat von allen Bundesligisten am wenigsten trauen darf ist eine kleine Randnotiz. Ich finde es gut, dass man in Melsungen mit mittelgroßen Schritten an die Spitze will. Die finanzielle Sicherheit im Hintergrund, ohne dass sich die Geldgeber in den Vordergrund drängen ist wohl der wichtigste Faustpfand. Ist ein sicherer Hafen in dem Spieler gut verdienen können ohne sich mit einem unruhigen Management und lästiger Boulevardpresse abgeben müssen (siehe Hamburg)

    Ich finde den Spruch vom Fehlervergleich ehrlich gesagt auch völlig sinnfrei. Ist eine Standardfloskel welche Selbstschutz vorgaukelt. Ein Spieler trainiert Bewgungsabläufe und die Interaktion mit anderen Mitspielern. Kann man einen freien Wurf einen halben Meter neben das Tor mit dem Übersehen von 4 Schritten vergleichen?
    Um überhaupt Verständnis beim Zuschauer zu erheischen sollte man betonen, dass ein Schieri im Spiel statistisch gesehen X Entscheidungen treffen muss, wobei das X im Handball hoch ist. Dabei muss er über 60 Minuten die vollste Konzentration behalten. Es kann also nicht jeder Pfiff richtig liegen. Kann man eher mit einem Flipperspiel vergleichen. 10 Mal trifft man die Kugel aber am Ende rutscht ein durch. Der Stresslevel steigt vor allem bei schnellen und engen Spielen. Ich habe Füchse-HSV nicht gesehen und spare mir das Lesen des ellenlangen Threads der sich vermutlich um die Schieris dreht. Ein derartiges Spiel ist Extrembelastung wobei es wohl auch Ziel jedes ambitionierten Schieis ist, in so einem Spiel zu bestehen.

    Andererseits haben sich Experimente in Nordafrika auch als Flops erwiesen und die Entscheidung für Qatar stieß ja auch allseits auf laute Kritik


    Wieso Flop? Die WM in Tunesien war aus meiner Sicht ein Erfolg. Die Hallen waren relativ gut gefüllt. Man muss dann eben auch akzeptieren, dass eine Halle mal eben nur 2500 Zuschauer fässt. Oder meinst Du Ägypten? Ein echter Flop war Ägypten wenn ich mich recht erinnere und Island war auch ein Desaster. Bleibt festzuhalten, dass ausserhalb Europas bisher nur in Agypten, Japan und Tunesien eine WM ausgetragen wurde. Viel mehr Länder kommen international ja auch nicht in Frage. Vielleicht China aus Prestigegründen, Brasilien oder Südkorea.

    Vielleicht ist der Threadtitel unglücklich gewählt. Mir geht es in erster Linie darum aufzuzeigen, wie unglaublich korrupt der AHF sein muss.

    Die Frage ob 4-Jahres oder 2-Jahresrythmus steht nicht im Vordergrund. Persönlich halte ich 4 Jahre für besser, da die Wertigkeit erhöht wird. Andererseits wird der DHB aktuell einen Teufel tun da anzusetzen. Man ist in der Quali gescheitert und ist wohl froh ein halbes Jahr später mit der Quali diese Scharte auszuwetzen.

    Ich erinnere daran, dass Handballsprachrohr Kretzsche im Vorfeld der Präsidentennachfolge im DHB einige Veränderungen forderte, unter anderem die Forderung den internationalen Ereigniskalender zu reduzieren und mehr Einfluss in EHF und IHF zu nehmen. Er müsste wissen, dass man dazu Mehrheiten in IHF und EHF braucht, welche einfach nicht zu besorgen sind.

    Nochmal zum AHF. Man erinnere sich an das verschobene Qualispiel der Kuwaits gegen Südkorea. Nick Yoon brachte es damals ins NDR Sportstudio. Die Debatte schlug recht hohe Wellen und wurde auch hier diskutiert. Ich meine mich zu erinnern, dass derartige Korruption auch das IOC aufmerksam gemacht hat und die Frage ob der Handball mit diesem Gebahren noch in die olympische Familie passt aufgeworfen.

    Der Journalist Erik Eggers verwandte viel Mühe darauf, um parallel IHF Präsident Moustapha nachzuweisen, dass dieser ohne Kontrollfunktion über Gelder verfügt und seine ägyptische Landsfrau in Zürich installierte. In der FIFA ist der Fall Jack Warner ein präsentes Beispiel. Der Ozeanienchef hat über seinen Sohn kräftig mitverdient. War eine lange Debatte und auch Blatter nahm Schaden.

    Man möge sich vorstellen, der Handball hätte nur ein Zehntel soviel Bedeutung wie Fussball. Es würde sehr schnell öffentlich klar werden, dass der AHF sich in Geiselhaft der kuwaitisch/katarischen Scheichs befindet. In Asien ist China ein Riesenmarkt. Im Gegensatz zu Indien wächst die infrastruktur rasant, und damit auch handballfähige Hallen, die Grundlage von allem. Die ohnehin kleine Chance, dass die Chinesen Handball für sich entdecken ist vertan wenn es einen Generalsekrektär gibt, dem das Ranking seiner Mannschaft im Beachhandball am wichtigsten erscheint. (Wie absurd der ganze Artikel ist hatte ich glaub ich nicht extra betonen müssen).

    Ich stelle mal die These, dass auch die Kenntnis dieser Machtverhältnisse verhindert, dass sich ein kompetenter Kanditat für die Schierikommission des IHF finden liess. Wäre ja eher Rauchfuss oder Thiel gewesen, statt Brand. Ich gehe davon aus, dass diese Kommissionen partiätisch besetzt sind. Wer hat schon Lust in diesen Gremien mitzumachen wenn klar ist, dass die Asiaten eher nach Clanzugehörigkeit denn nach Kompetenz ihre Plätze belegen. In der Entwicklungskommission (was immer die entwickelt) wurde ein Puerto Ricaner Alt-Star Tutschkin vorgezogen. Vielleicht war es Tutschkins Vergangenheit, die auch ein paar Alkoholprobleme behinhaltet, welche die Wahl verhinderten. Allein es ist doch eine Affront gegen die Länder mit Handballinfrastruktur wenn ein Puerto Ricaner diesem Mann vorgezogen wird. Wobei ok, könnte sein, dass Tutschkin nicht richtig Englisch kann, was ein Grund sein kann.

    Perkovac hat lange bei den Kadetten gearbeitet nicht ohne Erfolg. Zudem dürfte er gut Deutsch sprechen und war international ja auch ne Nummern als Spieler. Nach dem Experiment mit einem schwedischen Trainer zur Abwechslung ein Serbe. So schlecht fand ich die Entscheidung von GWD nicht. Zumal mit Bilbija, Svetlica und Doder drei Spieler mit Jugowurzeln wichtige Positionen füllen. Vielleicht wollte GWD die Jugoschiene weiter ausbauen wobei Perkovac da sicher gute Connections hat. Wenn er nach einem 8 Torevorsprung hier trotzdem von einem Punktgewinn redet, manövriert er sich allerdings noch schneller ins Abseits. Diesmal liegen wir hier alle falsch. In der Abstimmung liegt Frank Carstens weit vorn auch wenn Perkovac sich nach vorne schiebt, wenn man das mal so zynisch behaupten darf.

    Wieso soll er nicht im Katar bleiben? Spielt er nicht für die Kataris in deren Nationalteam? Vielleicht muss man akzeptieren, dass es Spieler gibt für die die sportliche Herausforderung nicht der Mittelpunkt des Lebens ist, sondern die bei angenehmen Trainingsbedinungen es sich in der katarischen Expatcommunity gut gehen lassen und sich entspannt bei gut wachsendem Kontostand Gedanken machen können, wie es es nach der Karriere weitergeht.

    Du meinst Anzahl von Pässen nach dem Hochgehen der Hand? Oder soll der Schieri alle Pässe einer Mannschaft zählen? Schieris haben es jetzt schon aufgegeben die Tore mitzuschreiben aufgrund der Schnelligkeit des Spiels. Stell ich mir schön vor wenn der Schieri die Hand hebt, anfängt mitzuzählen und von der Tribüne kommen dann die Kommenarea ala "Du Schieber, das waren schon lange 10 Pässe"
    hw widmet der Debatte einen langen Artikel. Was mich wundert ist, dass das Beispiel russische Liga zitiert wird. Es gab also schon einen Feldversuch in professionellem Umfeld. Vielleicht kann mal jemand der Meinungsführer Infos besorgen wie das so gelaufen ist? Bob Hanning plädiert für einen Feldversuch in der A-Jugendbundesliga. Soll er doch mal Igropoulo drauf ansetzen über dessen Russlandconnection an Infos zu kommen. Das ganze lässt sich einfach nicht umsetzen. Ich wundere mich warum sich Leute wie Gislasson und Gudmundsson in so eine Debatte werfen. Vermutlich haben die nie in einem normalen Handballverein trainiert. Völlig sinnfreie Debatte des exklusiven Kreises ein paar Spitzentrainer die den Bezug zur Realität verloren haben. Gislasson sagt, dass die Schieris von Taktik Ahnung haben müssen um entscheiden zu können wann der Arm hoch geht. Toller Einwand. Wie ist denn dazu sein praktischer Lösungvorschlag? Mal angenommen unsere Bulischieris, die sich die Woche über eh nur die Eier kraulen arbeiten sich auch noch in Taktik ein? so what? Soll dann die Taktik in Zukunft Teil der technischen Besprechung werden. Stell ich mir lustig vor wenn Bahlingen in Kiel spielt. Brack und Gislasson in der TB. Brack "ich spiel die erste Hälfte mit siebentem Feldspieler, da könnt ihr etwas früher den Arm heben, in der Pause muss ich dann entscheiden, kann sein dass wir dann normal spielen und ihr könnt etwas großzügiger sein.

    Da Gislasson und Co. nicht eine Sekunde ausserhalb ihrer mentalen Box Bundesliga denken, Rauchfuss aber sich in die Debatte einmischt, wird es möglicherweise eine Diskussion sein, die nur die Durchführungsbestimmungen betrifft und nicht das Regelwerk. So wie das zweite timeout in der Bundesliga. Aber kann man so einen Eingriff in das Spiel in Durchführungsbestimmungen abwickeln? Wir hätten in der Bundesliga ein völlig anderes Spiel als in den anderen Ligen.

    angesichts der Tatsache, dass der TVG beim derzeit klarsten Abstiegskandidaten (neben Saarlouis) mit 6 verliert kann man nur hoffen, dass nicht Gründe wie verzögerte Gehaltszahlungen sich auf die Motivation auswirken. Die Hoffnung ist der Wanderstab des Lebens sagt mein Opa immer. Der Spruch fällt mir zum TVG immer mehr ein.

    Google ist wirklich eine magische Kugel geworden. Da ich zu den handballecken und hw-junkies gehöre hat sich mittlerweile ein Alarmsystem eingestellt wenn ich irgenwo eine kleine Randnotiz lese. So auch gestern beim lesen dieser Info auf hw

    Zitat

    Asiatische Handballföderation mit neuem Präsidium..Für das Amt des Generalsekretärs hingegen musste ein neuer Mann gefunden werden und dies gelang den Delegierten auch. Pakistans Verbandspräsident Mohammad Shafiq wurde gestern dieses Amt nach dessen Wahlsieg übertragen...


    Warum wird ein Pakistani Generalsekretär des Asiatischen Handballverbandes, dem Pendant der EHF? Klar, alle Handbälle werden in Pakistan genäht, aber welchen Stellenwert hat Handball in Pakistan? Man hat noch nie was gehört. Klingt genauso, als würde der armenische Handballpräsident jetzt auf einmal zur EHF als Generalsekretär gehen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich vor fünf Jahren die Gelegenheit hatte beruflich ein Projekt in Pakistan zu begleiten und eine Woche in Pakistan vor Ort war. Es war im Nachhinein die tiefgreifendste interkulturelle Erfahrung meines Lebens. Seither verfolge ich Pakistans Entwicklung mit Interesse. Unter anderem in Erinnerung blieb mir eine Diskussion mit einem Kollegen. Er versuchte mir die Regeln von Kricket zu erklären und ich ihm die von Handball, Das Problem war, dass ich Kricket aus dem Fernsehen kannte, er aber Handball noch nie gesehen hatte.

    Die google schlagworte handball und pakistan brachten dann nach dem lesen von drei Artikeln innerhalb von 10 Minuten Lesezeit die erhellende Erkenntnis, dass die Entwicklung des pakistanischen Handballsports an der Frage hängt, ob man auf Linoleum spielen kann und das Afghanistan ein Beachhandballteam hat das sich mit Teams wir Korea oder Japan vergleichen kann.
    Wikipedia schreibt lediglich.

    Zitat

    „The Pakistan national handball team is the national handball team of Pakistan and is controlled by the Pakistan Handball Federation. “

    Das erste Handballspiel wurde 1984 an der Landwirtschaftsuni in Faisalabad gezeigt. Dortiger Sportdirektor ist Mohammad Shafiq. Er ist also der Pionier des Handballs in Pakistan. Im Kampf um die Entwicklung des pakistanischen Handballs wird Herr Shafiq jedoch von der Tatsache behindert, dass es keine Handballschuhe gibt, mit denen man auf Kunststoffboden spielen kann. So zu lesen in diesem Artikel.

    Pakistan handball squad to feature in Asian Youth Games - thenews.com.pk
    Ich will die Argumenationskette in diesem Artikel mal kurz zusammenfassen.
    Pakistan schickt zum ersten Mal ein Auswahlteam mit nur 10 Spielern aber immerhin einem manager und associate manager nach Nanjing zu den World Youth Games. Man hat aber ein großes Handicap, denn dort wird auf Kunststoffboden gespielt,

    Zitat

    „But the bad news for Pakistani team is that it will have to play on teraflex court that will definitely create problems for them. Special shoes with gripping power are required to play on such a surface. The PHF president also feels it.
    “Yes, our players will face problems while playing on such a surface. But you know a pair of shoes used for such tracks will cost us Rs15,000 to 20,000 and they are also not available in Pakistan. I have told the coach if he could arrange such shoes for the players in China it would be quite good for them and then they would play quite comfortably on the teraflex,” said Shafiq. “


    20000 Rupies sind 136 Euro. Mehr als zwei Monatslöhne für Schuhe mit dem besonderen Grip. Natürlich ein Problem.

    Laut Herrn Shafiq kann man Handball nicht auf Parkett spielen, es muss unbedingt eine Halle mit Kunststoffboden her, damit man den Wettbewerbsnachteil ausgleichen kann.

    Zitat

    „There is no proper indoor hall for handball in Pakistan except the Liaquat Gymnasium in Islamabad and there too the handball players play on the wooden court.“Handball is a major indoor game and it is absolutely indispensable to have a teraflex court for it at the Pakistan Sports Complex in the federal capital,” Shafiq said. “If we get a proper hall then even I can get a teraflex from the Asian Handball Federation,” Shafiq said. The value of a teraflex is around Rs15 million. „

    Herr Shafiq kann also über die AHF einen Boden für 100.000 Euro besorgen.
    Und dann ist es Herrn Shafiq gelungen an seiner Uni in Faisalabad ein inernationales Beachhandballturnier auszurichten. Geplant waren ausser Pakistan drei Teilnehmer aus Nepal, Indien und Nepal. Die bösen Inder haben abgesagt

    Zitat

    “India have shown hesitation and didn’t even apply for the visas,” Shafiq told The Express Tribune. “But their cancellation doesn’t affect the level of competition of the championship as they aren’t good as Afghanistan and Nepal.
    “These two sides are among the top Asian teams and it will provide Pakistan a perfect opportunity to improve its game. One progresses after playing with top-quality outfits and India are ranked below us in Asia. It would’ve been nice to have them here as fans would’ve wanted a match between Pakistan and India.”


    link

    Herr Shafiq behauptet also, dass Afghanistan und Nepal zu den Spitzenteams im asiatischen Beachhandball gehören. Ich würde gern mal ein Spiel zwischen Südkorea und Afghanistan sehen mit Nick Yoon im koreanischen Team um zu überprüfen, ob die Aussage stimmt.

    Um es kurz zu machen. Der pakistanische Handball ist nicht existent. Herr Shafiq ist ein typischer pakistanischer Amtsträger mit Indienphobie der vermutlich nicht mal die Regeln beherrscht. So einen Mann hat der kuwaitische Scheich, welcher AHF-president, ist zu seinem Adlatus gemacht. Laut des hw-artikels gab einen Wahlgang. ich vermute andere Länder haben nicht mal einen Gegenkandidaten gestellt.

    Was hat das ganze jetzt mit dem Threadtitel zu tun? Die Bundesligaklubs klagen über die Häufung der Turniere und die Belastungen ihrer Spieler. Eine Rückkehr zum 4-Jahres-WM-Zyklus wird nötig. Darüber wird aber in der IHF abgestimmt. Um Herrn Shafiq dazu zu bewegen müsste der DHB dem Mann wohl als Entwicklungshilfe für den pakistanischen Handballsport eine Halle mit Ausmaßen der Kölnarena finanzieren. Ich kann nur erahnen wie groß der Frust bei Koreanern und Japanern ist, den einzigen asiatischen Ländern deren Nationalmannschaft international mithalten können. Im Exekutivkommittee des AHF sitzt mit Herrn Watanabe ein ziemlich greise aussehender Japaner als Vertreter der nicht-arabischen Handballländer.
    Wer übrigens den Kopf schüttelt und sich fragt wie man sich entblöden kann solche Artikel in einer englischsprachigen Zeitung zu veröffentlichen, dem kann ich nur sagen, dass genau dies für mich die Faszination von Pakistan ausmacht. Wenn man in Pakistan mit europäischer Logik ein Problem zu diskutieren versucht kommt man nicht weit. Die Gegenargumente gleiten sehr schnell ins Märchenhafte ab.

    Schönes Thema welches mal wieder Zeit wurde. Könnte ein langer Thread werden und mittlerweile weiss man als erfahrenenr handballeckenleser, dass hier auch Teile der "Schieriprominenz" mitlesen und schreiben. Ich nehme mal als Beispiel den user handball-sr, der sich ja schon geoutet was. Was sehr begrüßenswert ist. Von daher ist es ja nicht ausgeschlossen, dass die "Opfer" der aktuellen Debatte auch mal was von so einer Diksussion mitbekommen.
    Ich möchte zunächst einmal den Ton der Kommentare hier in der Ecke bewerten.
    Ich bin selbst Schieri auf dem allertiefst möglichen Niveau im Gespann. Es verbietet sich normalerweise, dass man "Kollegen" öffentlich kritisiert. Ich habe dies hier dennoch schon zweimal getan. Aber dann habe ich auch die aus meiner Sicht konkreten Dinge benannt. Was mich immer nervt ist, wenn hier dieser Pauschalsatz "Schieris waren mal wieder grottig" fällt. Und der Satz kommt auch bei Spielen die absolut korrekt geleitet wurden. Das ist einfach nur Dummgelaber. Wenn ich was kritisiere, dann sollte ich auch den Bereich der Fehler kritisieren.
    Aber wir müssen auch mal die Verhältnisse zuecht rücken. Wir sind hier ein Forum mit 14000 Usern. Wer sich für Handball interessiert und einzelne Spiele schaut, der wird zwangsläufig hier mitlesen. Ich denke es sind vor allem Leute die nie Handball gespielt haben, die diese Pauschalbeurteilungen von sich lassen. Dazu kommt einfach, dass Handballschiedsrichter von allen Ballsportarten die meisten Entscheidungen pfeifen müssen. Dazu kommt, dass es viele Bereiche gibt, die der Subjektivität der Referees überlassen wird. Sei es Zeitspiel oder Progression. Ist ein erstes Foul Gelb oder gleich Zwei-Minuten. Ich bezweifle z.B. dass hier jeder der hier schreibt z.B. klar ist, dass das die Beurteilung von Zeitspiel von der ersten bis zur letzten Minute gleich sein sollte.
    Ich stelle persönlich in meinem Bezirk auch keine Verrohung der Sitten auf den Bänken fest. Man muss einfach mal akzeptieren, dass es Zuschauer gibt die bei einem Spiel einfach ihr Adrenalin ablassen wollen und meinen mit ihren Drei Euro und der Eintrittskarte dieses Recht zu erkaufen.
    ich vergleiche es immer noch mit dem Fussball. Dort hast Du doch noch eine ganz andere Dimension. Da kommen Leute schon angesoffen auf den Platz und ziehen vom Leder. Einziges Problem in der normalen Handballhalle ist, dass so ein Schreihals auch mal zwei Meter von der Eckfahne sitzt und du dann als Torschieri ständig diese Nervsäge im Ohr hast.
    Ich will hier keinen Trost spenden, aber man sollte die Relationen im Auge haben. Ja, die Schierischelte nervt, lässt sich aber in Zeiten von Social Media nicht mehr verhindern. Im Vergleich zum deutschen Fussball geht es Handballschieris gut. Und dann gibt es noch weitere Steigerungen. Ich war mal im letzten Jahr in Kolumbien bei einem Ligaspiel. Da wurden die Schieris während der Halbzeitpause von sechs behelmten Polizisten in die Kabine geleitet. Und das war ein stinknormales Erstligaspiel. Fussball und Handball dienen als Ventil, so ist es nun mal. Interessanterweise hat Basketball das Problem nicht. Liegt wohl an dem engeren Ermessenspielraum.

    Wäre ne absolute Topverpflichtung. Zumal ein local hero, wenn auch Hüttenberger. Aber das sieht man ja nicht mehr so eng. Ich hab mich immer gefragt, warum der nie für irgendeine Auswahlmannschaft berücksichtigt wurde. Eingewöhnung dürfte Null Problem sein. Linkshänder, deutsch, Kind aus der Region, hat schon drei Spielzeiten in Liga Eins mitgehalten. Was braucht es mehr? Zusammen mit Hahn ein sehr gutes Duo.

    Hat sich eigentlich schon mal einer Gedanken gemacht wie das der Zeitnehmer eigentlich schaffen soll? Ich behaupte mal, dass 80 Prozent aller Spiele im Handball von nur einer Person am Tisch gemanagt wird, d.h. Uhr und ZN-Bogen wird von einer Person bedient. ich stell mir das echt lustig vor wenn ich eine Mama in der E-Jugend nach langem Beknien dazu gebracht habe sich für den Job schulen zu lassen und ihr die job description gebe ala : hier ist der Bogen, hier ist die Uhr und hier ist die shot clock. ist nicht so schlimm, du muss immer nur alles in der Reihenfolge machen...

    Jetzt wird mir aber wenigsten klar, warum Heuberger Hanning vorwirft, dieser sei zu schnell. Wahrscheinlich meint er solche Vorstöße in die Öffentlichkeit.

    Und sicher ist der Schachzug von FF clever. Für FF. Aber nicht für den VfL


    Du forderst hier ja unverholen neue Besen in das Management und durch die Qualität deiner Infos gibst als Insider zu erkennen, dem man auch abnimmt, dass er ganz nah an den internen Vorgängen dran ist. Die Frage ist aber, welchen Typ Manager Du Dir denn für den Vfl vorstellst? Ich behaupte mal, dass der Managerjob beim Vfl im Handball der mit Abstand komplexeste ist und auch wenn man über den Tellerrand rausblickt gibt es nicht viele Profiklubs, die einen derartigen Turnaround managen müssen. Das schwierigste beim Vfl scheint der Klüngel zu sein. Als aufmerksamen und langjährigen Leser dieses Forums fällt dem Aussenstehenden auf, dass spätestens seit H.P Krämer beim Vfl verschiedene Interessengruppen es nicht fertigkriegen ihre Probleme unter der Decke zu halten. Sozusagen der FC Köln in klein.
    Du bezeicnest FF Managementstil als "halbseiden". Dem kann ich punktuell zustimmen wenn man seinen Umgang in Personalfragen betrachtet (Kedzo, Dimitrijevic, Zrnic). Aber der Zweck heiligt nun mal die Mittel. Er ist aber der erste Manager seit langem (Carsten Sauer war der letzte von Format der sich mir eingeprägt hat), der offenbar strategisch denken kann und einen Plan hat. Ist doch nur natürlich, dass er sich im verminten Gummmersbacher Umfeld soviel wie mögliche Getreue an die Seite holt. Würde jeder machen in einem Umfeld wo vertrauliche Internas wie widerwillige Sponsorenzahlungen am nächsten Tag in der handballecke stehen. FF muss beim Vfl viele Scheisshaufen wegschaufeln, von denen die Gorrnummer und deren Folgen nur eine ist.
    Dass er dies in erster Linie aus Eigeninteresse macht für seinen persönlichen Track-record liegt doch auf der Hand und ist nicht verwerflich. Ich gehe davon aus, dass er einfach im Berufszweig "Handballmanager" irgendwann mal der beste sein will und ganz oben ankommen möchte, sprich aufgrund des Track-records den THW managen will.

    Um auf meine Eingangsfrage zurückzukommen, was muss ein neuer Manager besser oder anders können als FF?

    David G. Der Gedankengang mit Sviridenko ist schon interessant. Allerdings glaube ich nicht, dass die Gorr-Nummer mittlerweile noch ein besonderer Bestandsschutz für EK ist. Das war in der letzten Saison. Man ist ja schon in die Annalen mit der Nummer eingegangen und wollte die wohl nicht toppen mit der Meldung, dass am Ende EK noch in der gleichen Saison den Vfl verlassen musste während Gorr gleichzeitig noch frei war. So ist wohl einzig Timmerbeil zu überzeugen, dass der für sich diesen Gesichtsverlust akzeptieren kann. Ich muss allerdings gestehen, dass ich erst ein Spiel unter EK live gesehen habe und mir kein Urteil erlauben will. Aber die Diskussionen um seine Fähigkeiten ziehen sich hier durch den ganzen Thread. Die Instellungbringung von Sviridenko würde jedenfalls vom FFs Geschick zeugen angesichts des Schuldenbergs den Kopf über Wasser zu halten und eine kostenneutrale Lösung hinzuzaubern. Wenn man das weiterdenkt müsste dann nur noch EK die U23 übernehmen.
    zu Sviridenko: Ich denke das war nicht sein Management. Er hatte bei blau-weiß Berlin wirklich einen beeindruckenden Trainerstart hingelegt. Mit ner absoluten Billigtruppe sehr gut mitgehalten in Liga 2. Spätestens seit Coburg ist aber ein Knacks in der Laufbahn,

    Zu Heiner Brand habe ich noch folgendes anzumerken; Es ist interessant, dass der sein "Standing in der Öffentlichkeit" in Verbindung bringt mit seinem Abhängigkeitsverhältnis. Demzufolge ist ein Popularitätswert also direkt proportional verbunden mit persönlicher Unabhängigkeit. Erstaunlich, in der Öffentlichkeit kommt er ja nun nicht als Lautsprecher daher und ich habe den Eindruck, dass ihm sein Status bisher egal war. Wie dem Link auf hw zu entnehmen ist, soll er bei der IHF in die Schieri- und Regelkommission. Da scheint wohl gerade ein Platz frei zu werden. So ein Job wäre doch eher was für einen Juristen wir Andreas Thiel.

    Ansonsten ist bemerkenswert, wenn auch nicht unerwartet, dass Vize-Präses Bob den Lautsprecher gibt. Unbeteiligte könnten anhand der Interviewzahl meinen, dass Hanning der Präsident ist und nicht Bauer. Man wird schauen ob Schnelldenker Hanning nicht in Zukunft Bauer des öfteren überholt und somit dumm aussehen lässt.

    Ich hatte im Frühjahr dieses Jahren einen Thread zur Nachfolgersuche von Uli Strombach gestartet. Der Wechsel ging ja dann erstaunlich geräuscharm von statten. Mittlerweile ist die Führung installiert und der fachkundigen Interessent der Szene wird schauen, was sich denn da nun so ändert unter den beiden. Die anderen Neuen im Führungsgremium klammer ich mal aus, da man als Forendiskutierer nun mal nur öffentliche Pressemeldungen als Quelle heranziehen kann. Da liest man halt nur was von B. Bauer und Bob H. Der offene Brief von B.Bauer war ja schon mal ein Anfang. Ich bin ausnahmsweise mal bei Sport1 hier auf ein interessantes Interview mit dem Bundesheiner gestoßen. Zwei Sachen sind erwähnenswert.

    Zitat

    SPORT1: Heuberger hat kürzlich gesagt, bei Hanning gehe ihm alles etwas zu schnell. Ihnen auch?

    Brand: Warten wir einfach mal ab, lassen wir ihn arbeiten. Bob ist jemand, der sehr viel vorhat und dem es mit großer Leidenschaft immer um die Sache geht. Da soll man nun keine vorschnellen Urteile fällen, sondern ihn unterstützen und abwarten, wie sich das dann in Ergebnissen darstellt

    Mir war entgangen, dass Heuberger diesen Satz getätigt hat. Und Brand geht ja schon mal auf Distanz zu Heuberger. Was könnte Heuberger gemeint haben? Wenn jemand etwas zu schnell angeht, kann es ja nur negativ sein, wenn es unausgegoren ist. Ich kann mich bei Hanning aber an keinen unüberlegten Vorstoß erkennen. Da müsste man mal den Kontext finden, in welchem Heuberger das gesagt haben soll.

    Desweiteren

    Zitat

    SPORT1: Sie haben am Mittwoch noch einmal betont, dass Hanning nicht Ihr Vorgesetzter sein könne, weil er einst Ihr Co-Trainer war. Können sich Hierarchien über die Jahre denn nicht ändern?

    Brand: Nicht bei mir. Ich habe gesagt, das passt nicht. Das passt auch nicht zu meiner Person, dass ich jemanden als direkten Vorgesetzten habe. Da habe ich ein anderes Standing in der Öffentlichkeit. Das hat aber nichts mit der Person Bob Hanning zu tun

    Dieses Selbstverständnis ist allerdings bedenklich. Heiner Brand ist doch Angestellter beim DHB und arbeitet nicht auf Provisionsbasis. Damit hat er einen Arbeitsvertrag und somit auch einen Vorgesetzten. Er wird einen Arbeitsvertrag haben und irgendjemand wird schauen, dass die Inhalte auch eingehalten werden. Sonst wäre das ja ein Blankoscheck. Kommt mir vor als sieht sich Heiner Brand als Franz Beckenbauer des deutschen Handballs, was er ja auch in der medialen Wahrnehmung ist. Aber dann muss er auch als Freigeist leben und nicht im Lohnverhältnis stehen. Da sehe ich mehr Reibungspotential als in der Frage wie lange Martin Heuberger weitermachen darf.

    Genauso ist es. Mein Respekt gilt allen Fussballschieris die sich vor allem in den unteren Ligen dieses Hobby antun.
    Für den oben genannten Fall kann ich auch keinen Respekt finden. Keiner war dabei und es gehört nun mal etwas Professionalität dazu den Job fertig zu kriegen. Zudem muss man auch sagen, dass wie in allen Gruppen auch die Schiedsrichterzunft ab und an ein paar schräge Vögel hat, bei denen man insgeheim meint, dass der Kollege es doch lieber sein lassen solle aufgrund bestimmter Eigenarten. Vielleicht war das ja auch ein Kauz wie ihn wohl jeder Bezirk hat.

    Ich muss noch mal meinen Senf dazu geben. Wie immer wenn ich über derart eklatante Peinlichkeiten in Pressemeldungen stoße google ich mal nach den Hintergründen. Der Name Gerhard Döll fiel ja hier schon mal im Forum als "Macher" in Ober-Eschbach
    google findet auf Anhieb hier ein sehr langes und erhellendes Interview mit dem Herrn. Man lasse sich nicht abschrecken von der Länge. Schon der Einstieg ist ungewöhnlich. Je länger man liest, desto mehr schüttelt man den Kopf. Jeder aufstrebende oder darbende Verein schreibe sich das hier ins Stammbuch. Man sollte mal den Herren Ballman und Klein beim TVG das Interview schicken. Dann sollte denen wie Schuppen von den Augen fallen, dass man Vorstände "über zwei Ecken" ansprechen kann, denn das kann ja jeder.

    Zitat

    Ich investiere weder private Gelder, wie es schon kolportiert worden ist. Ich investiere nur mein Know-How, kann aufgrund meiner langjährigen Tätigkeiten mit Vorständen auf Augenhöhe reden. Das ist das Thema, das funktioniert. Sicher sind da auch gewachsene Verbindungen dabei, beim Golf tummeln sich beispielsweise viele meiner Partner, da kann man jemanden schon mal begeistern. Wir haben jetzt ein etabliertes Unternehmen aus Bad Homburg bei uns, normalerweise keine Chance, da am Pförtner oder dem Abwehrbollwerk vorbei zu kommen. Darüber habe ich lange Jahre mit meinen Mitarbeitern diskutiert, heute mache ich selbst wieder Akquise. (lacht) Das lief dann über zwei Ecken, also nichts mit Döll-Verbindungen, das kann jeder andere auch. Als ich dann bei der Inhaberin saß, waren wir uns schnell einig. Das Unternehmen wirbt jetzt auf unserem Trikot. Wenn sich das Unetrnehmen mit uns wohlfühlt, in unserem Netzwerk etwas passiert, ist der Name Döll austauschbar.

    Zur Aussendarstellung dieser Satz " In der Tat muss eine Webseite aktuell und ansprechend sein". Das immer noch der Satz gilt "Form follows Function" hat der Herr Döll wohl noch nicht verinnerlicht. Wichtig ist in erster Linie der Inhalt der Botschaft. Aber vielleicht hat er den Schreiberling der Vereinshomepage noch nicht eingefangen und mal zum Schnelldurchlauf in die Presseabteilung des Versicherungskonzerns, den er leitet, geschickt. Eine andere Erklärung wäre, dass in Dölls Unternehmen die Zeiten von Anti-Mobbing.-Kampagnen noch nicht angebrochen sind. Nichts anderes sind die skandalösen Veröffentlichungen auf der TSG HP der letzten Tage.