schade, dass göppingen nicht um die ecke liegt. das wird wohl ein heidenspektakel. dann bin ich mal auf die morgige presseschau gespannt. wenn man das hier so liest, muss man sich ja schon fast fragen, wer bei den löwen als interimstrainer einspringen könnte. Bechtold?
Beiträge von alter Sack
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also wenn ich nicht ganz schief liege, wird beim computer eher der Prozessor gekühlt. Festplatten drehen sich ja und sollten dementsprechen entlüftet werden. Das Phänomen deutet auf einen überhitzten Prozessor hin. Du hörst ja auch, ob die Festplatte noch summt. Den ProzessorLüfter kann man mit etwas Geschick auch selbst wechseln.Deckel aufmachen, Computer anmachen und schauen wo sich in der Mitte der Platine ein schwarzes Rad dreht. Genauer anschauen und du wirst sehen, dass da nur ein Hebel dran ist. Den baust Du aus (hängt nur an nem Kabel mit Stecker), gehst in einen Laden und lässt Dir einen stärkeren geben.
Den Seitendeckel hast du ja schon offen. So fangen die meisten an. Mach einfach weiter, in drei Wochen baust Du Dir Deinen eigenen Spiele-PC zusammen. Google mal nach Lösungen für Wasserkühlung. Dann plätschert der PC wie ein Aquarium und die hast ne bessere Kühlung. Ne Festplatte verabschiedet sich normalerweise nicht schrittweise. Das macht einmal ein kratzendes Geräusch und dann wars das.
P.S. ach das waren noch zweiten, als ich mir aus drei ebay-möhren ein netzwerk zusammengebastelt hatte. jetzt hab ich zwei laptops und wlan. was braucht der mensch mehr.
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Schön, dass meine Erfahrungen bei euch nostalgische Gefühle wecken.
b738 Genau sowas hatte ich mir eigentlich auch vorgestellt. Zu Anfang im "Schatten" eines erfahrenen Mannes mitpfeifen. Man muss ja auch mal an die Mannschaften denken. Im Gespann würden die Anfangsfehler sicher minimiert und das Spiel nicht so "leiden". Auch wenn ich mir auch einrede, dass meine Leistung am Endergebnis nichts groß geändert hätte. Toll ist das ja nicht unbedingt. Wir hatten im Kurs 25 Kandidaten, von denen 19 schon losgelassen wurden. Wenn jeder zweite so wie ich anfängt oder schlimmer haben innerhalb kurzer Zeit doch recht viele Teams im Bezirk den "Schwarzen Peter". Wobei ich mal denke, dass die Vereine da mitfühlen, da jeder Verein ja auch mit der Erfüllquote kämpft.
Ich hab eigentlich Vertrauen, dass die Lernkurve mit abnehmender Nervosität sinkt. Die Fehler sind mir ja bewusst. Vor allem werde ich mir in den Wochen ein paar Spiele mit Einzelschiedsrichtern anschauen. Bisher habe ich ja zu 99% nur Gespanne gesehen.
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Was wir bis her überhaupt noch nicht erwähnt haben ist, dass die augenblickliche Situation schon der zweite "Wettbewerbsverzug" ist. Am 25.12.2001, also vor 7 Jahren, hatte ich in diesem Forum einen Artikel aus der Welt gepostet. Das war die Saison als Nordhorn Skrbic, Hagen und Solberg auf dem Gehaltszettel hatte. Damals war die neue Halle der Sündenbock. Jetzt sind es kurzfristige Sponsoren. Ich sag mal in einem Jahr ist die Emslandarena der Sündenbock.
ZitatAlles anzeigenNordhorns böse Halle
Nordhorns böse Halle
BeLauert
Sportliche Höhenflüge von Vereinen gehen nicht gerade selten mit finanziellen Tiefsee-Tauchgängen einher. Erfolg auf Pump. Wie im richtigen Wirtschaftsleben. Aus gutem Grund sind die weitaus meisten Vereine denn auch keine GmbHs oder AGs, sondern nur e.V.s, so auch die Klubs der Handball-Bundesliga.Wenn es nämlich nach Handelsrecht ginge, müssten die Vereinsvorsitzenden von Schwartau, Eisenach, Göppingen, Magdeburg und Minden schön längst den dunklen Dreiteiler zum Lüften rausgehängt haben, um dem Amtsrichter einigermaßen adrett zu kommen, wenn man ihm montags früh weismachen soll, dass sich der finanzielle Gau dummerweise am letzten Freitag und genau nach Dienstschluss ereignet hat.
Die HSG Nordhorn hat zwei echte Geschäftsführer, die, wenn sie einer GmbH vorstünden, schon längst säßen. Aber zum Glück ist noch nicht das Gericht, sondern erst mal der Ligaausschuss zuständig. Und der hat bisher nur Nordhorn für die nächste Saison die Lizenz zum weiteren Schuldenmachen entzogen. Die HSG soll erst mal schauen, wie sie ohne Bundesliga vom Berg ihrer Verpflichtungen runterkommt, bevor sie wieder rauf darf.
Bei den übrigen Vereinen will man mal nicht so sein und erteilt die Liga-Lizenz mit Auflagen, also einem strengen "Du, du!".
Ist es zu fassen? Da schickt sich die HSG an, Deutscher Meister zu werden, und ist aber auch schon so was von pleite. Die Spieler müssten längst am Sozialhilfe-Tropf hängen, aber was tun sie? Sie werfen ein Tor nach dem andern, Welthandballer Dragan Skrbic vorne weg. Wer hätte je gedacht, dass so einer samt seinesgleichen für lau spielt, denn Geld ist ja keins mehr da, wenn die Bücher nicht lügen.
Aber noch ist natürlich nicht aller Ausschusssitzungen Abend. In Nordhorn werden deshalb eilends Versprechungen zusammengekratzt, dass man sich mit Fug fragt: Warum jetzt erst? Die Lizenz steht schließlich schon seit dem Vorjahr auf der Kippe. Mit neuem Zahlenwerk marschiert man also noch mal zur selben Instanz. Die muss dann den Zusagen noch mal glauben oder nicht, am liebsten natürlich denen vom Steuerzahler.
Auf ein Gnadengesuch beim DHB-Präsidium will man's nicht ankommen lassen. Das hat sich zwar schon mal gnädig gezeigt, als Gummersbach auch so darbte, dass es auffiel. Aber die Präsidien können nicht schon wieder ihre Vorinstanzen düpieren.
Nicht das zusammengekaufte Starensemble, sondern die neue Halle soll den Löwenanteil der HSG-Schulden verursachen: "Du böse Halle, du!" In Wirklichkeit sind's die Blütenträume, die aus dem Ruder gelaufen sind. Martin Lauer
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Zitat
ich gehe ganz stark von letzterem aus....denn wie @wieland schon im trainerthread meinte....innerhalb drei tagen haben wir hier eine masse an dementies und dementies der dementies und dann bestätigungen der in den üblich verdächtigen foren bereits aufgetauchten infos bekommen, da wird einem selbst in berlin ganz schwindelig...
und BOB gerät auch insofern unter handlungsdruck, da die eisbären berlin, aufgerüstet mit zahlreichen NHL-stars als vermeintlich abgehängter sportverein durch den umzug in die neue o2-world plötzlich ne volle halle mit 14000 zuschauern haben (letztes punktspiel!) und die alba ller ebenfalls einige NBA-spieler und hamann von bamberg geholt haben und wahrscheinlich auch ne volle hütte haben werden....da bleibt dem BOB gar nichts anderes übrig als "think big" zu fahren - denn die zuschauereinnahmen bleiben bei den fuechsen...mit der jetzigen mannschaft -so gut sie bisweilen spielt, wird auf dauer eben aber doch kein hafer zu holen sein....und ab 2009 12 spiele in der o2...da muß neben heinevetter aber noch manch anderer kommen....
...ich persönlich hoffe auf NOKA oder OLA, brandt wäre eher nicht so mein fall....
...wir werden sehen...spannend wird es...ich stell mal rapunzelrübes beitrag aus dem wechselthread hier voran, da er einen interessanten "gesamtrahmen" der aktivitäten in Berlin bildet. Die Entwicklung der Eisbären sowie von ALBA hatte ich überhaupt nicht verfolgt.
Stellt sich die Frage, warum Reinickendorf (heissen die eigentlich noch so?) nicht die Schmelinghalle ausnutzt. Da gehen doch ca. 8000 rein und die Lage ist sehr zentral. Könnte man mit so einer Halle nicht genug cash generieren? Die Miete dürfte ja auch deutlich kleiner sein als in der O2-Arena sein. Mir kommt das schon so vor, als wäre Bob der Baumeister eher im Augenblick Bob der Hamster im Rad. Das könnte doch auch alles nach hinten los gehen. Andererseits läuft der Businessplan in Berlin bisher beeindruckend. Hut ab vor der Leistung.
Brand halte ich für eine wilde Nebelkerze. Bei Noka S. habe ich eigentlich noch größerere Zweifel. Man hat in den letzten zwei Tagen lesen können, wie bedenkenlos der Boulevard in Berlin rumspringt. Eine Frauengeschichte wie die in Kiel würden die doch mit Bildern noch kräftig untermalen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Noka S. von der Presse derart isolieren kann. Und dass der sich im hohen Alter noch mal herablässt einem Bildreporter was von Taktik zu erklären????
Was ist mit Steffel? Geht der nach Pflügers Rausschmiss jetzt als CDU-Pferd an den Start gegen Wowi?
EDIT: Man bemerke, dass in der Umfrage Lommel überhaupt noch nicht erwähnt wird. Auf einmal ist er hier heissester Kandidat. Zudem heute bei Handball-world schon ein dpa-bericht über die hoffnungslose Lage in Stralsund. Liest sich so als würde Vanek vielleicht auch hinwerfen. Vor drei Wochen wird er noch zitiert, dass er es mit der Truppe schaffen kann, jetzt fordert er zwei gestandene Spieler. Dabei ist der laufende Etat noch nicht einmal gedeckt.
Spätestens bei 0:20 könnte das akut werden. Da spekulieren wir noch nicht mal über einen Nachfolger. Junge dreht sich das alles schnell hier.Letzte Saison wurde ab und an mal Petko in die Runde geworfen, nur mal so zur Erinnerung.
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Ihr braucht euch doch nicht die zahlen um die ohren zu hauen. das thema ist alt und bildet einen eigenen schweinezyklus. wenn das management eines handballvereins versagt und die hosen runter gelassen werden kommt als argument immer das thema "werbefaktor für den standort". das war in wallau so (der ruf - nur hat den keiner erhöhrt) und fängt bei vereinen wie wetzlar und balingen an. dort ist die sparkasse (politisch beeinflussbare banken) co-sponsor und dürften günstige kredite zur verfügung stellen.
letztlich sind 140.000 euro steuergelder für die one-man-management-show von bernd rigterink verwerflich. moral hazard in klein - oder auch fannie und fredie für die grafschaft. verluste werden externalisiert, gewinne gab es nie. das ist der einzige unterschied.
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Wow, was für ein Tag. In Berlin heisst die Devise wohl ganz klar "think big". Jetzt fehlt eigentlich nur noch morgen die Schlagzeile: "Caillat bestätigt - Trainergott Onesta will nach Berlin."
Mein Einwurf mit dem Wetter war leicht ironisch gefärbt.
Vom Skript her müsste morgen in den einschlägigen Blättern Sätze wie "zwischen denen die Chemie schon lange nicht mehr stimmt", auftauchen. In einer Woche ist es dann ein offenes Zerwürfnis und in zwei Wochen wissen wir, ab wann Noka S. wieder gesund geschrieben ist. Zudem wurden Bob und Uwe S. an einer Autobahnraststätte zwischen Berlin und Kiel gesichtet. Schön, dass es in Berlin einen guten Boulevard gibt.
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Zitat
Original von Wieland
Man muss jetzt in Wetzlar eigentlich nur die Nachspielberichte lesen und auf Kommentare von Rainer Dotzauer suchen. Das ist so ein Indikator für den inneren Haussegen.Ich hol mal meine Eingangsthese wieder hoch. Anbei der Nachbericht aus Wetzlar. Rainer Dotzauer spricht leider aus meiner Meinung nach viel zu viel über sportliche Dinge.
ZitatDabei muss auch der Trainer einige Entscheidungen überdenken. Aber das Schlimmste in unserer Situation wäre, Volker Mudrow in Frage zu stellen. Um seine Person gibt es null Diskussion“,
Solche Statements sind meiner Meinung nach tödlich. Ich glaube, dass Mudrow schon in die Liste gehört, hätte aber eher Angst, dass er ein Angebot aus Reinickendorf bekommt und den "Schwalb" macht.
quelle hier
ZitatAlles anzeigenWetzlar droht nach 21:26 gegen Göppingen ein 0:12-Punkte-Start
Trainer Volker Mudrow und Manager Rainer Dotzauer wollten nach der 21:26-Niederlage der HSG Wetzlar am Sonntag gegen Frisch Auf Göppingen keine Panik aufkommen lassen. Aber die 0:8 Punkte in der Handball-Bundesliga und die schwarze Serie, die seit dem 16. Februar dieses Jahres und dem 26:25 gegen eben jene Göppinger vor eigenem Publikum anhält, stimmten nachdenklich.
„Es gibt in den kommenden Tagen Gesprächsbedarf. Wir dürfen nicht mit Wattebäuschchen werfen, sondern müssen uns intensiver auf den Gegner einstellen. Dabei muss auch der Trainer einige Entscheidungen überdenken. Aber das Schlimmste in unserer Situation wäre, Volker Mudrow in Frage zu stellen. Um seine Person gibt es null Diskussion“, redete Dotzauer nach der etwas zu hoch ausgefallenen, aber absolut verdienten Niederlage gegen keineswegs überragende Göppinger Klartext. „Vielleicht haben wir in den entscheidenden Szenen nicht die individuelle Klasse. Aber es ist vor allem die Summe von kleinen Fehlern, die uns das Leben schwer machen“, so Dotzauer.
Dotzauer: „Um Trainer Volker Mudrow gibt es null Diskussion“
„Wir schlagen uns zurzeit selbst. Dabei hatten wir uns so viel vorgenommen“, sprach Kapitän Gregor Werum seinen Teamkollegen aus der Seele. Für Michael Allendorf, der in den ersten 18 Minuten von Kevin Schmidt vertreten worden war und nach seiner Hereinnahme eine ordentliche Leistung zeigte, „waren 21 Tore zu Hause zu wenig. Warum ich am Anfang draußen saß, müsst ihr den Trainer fragen“, hörte man ein wenig Frust aus der Stimme des Linksaußen.
Mudrow rechtfertigte seine Startaufstellung ohne Allendorf und den durch eine Grippe angeschlagenen Timo Salzer aber und wollte auch sonst nur wenig Kritik am Spiel der Seinen zulassen. „Es gab Szenen, die taten richtig weh. Aber mit ein bisschen mehr Glück wäre in den letzten drei Minuten ein Punktgewinn drin gewesen“, spielte der Trainer auf die Szenen an, als die HSG beim 18:19 (49.) und 20:22 (56.) dank eines starken Nikolai Weber im Tor und den daraus entstehenden leichten Treffer noch einmal auf Schlagdistanz herankam.
„Aber wir haben zurzeit zu viele Baustellen“, wollte Dotzauer wiederum nicht verhehlen, dass vor allem die Routiniers Volker Michel und Alois Mraz einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten. Dass im Angriff am Sonntag keine Überraschungsmomente, sondern viele überhastete Einzelaktionen das Bild prägten. Dass das Spiel über die Außen und den Kreis vernachlässigt wurde, weil der Rückraum immer wieder nach innen zog. Was speziell in Überzahlsituationen (Dotzauer: „Das ist derzeit eher eine Bestrafung für uns“) hinderlich ist.
Wenigstens griff die Wetzlarer Abwehr in vielen Szenen endlich mal wieder kräftig zu. „Aber Sebastian Weber fehlt uns. Seinen Ausfall spüren wir am meisten“, sagte der Manager. Sechs Wochen wird der Kreisläufer wegen seines Innenbandrisses noch ausfallen. Eine weitere Baustelle könnte sich auftun, wenn Torhüter Zoran Djordjic wegen seines Schädelhirntraumas länger als geplant ausfallen sollte. „Dann müsste der Verein reagieren. Aber ich hoffe, ,Pascha’ ist spätestens beim nächsten Heimspiel gegen Flensburg wieder dabei“, hofft Nikolai Weber bis zum 27. September auf die Rückkehr seines Kollegen.
Apropos Rückkehr: Velimir Petkovic hätte sich den Nachmittag gegen seinen alten Club kaum besser vorstellen können. „Wir haben zwar nicht wie ein Tabellenführer gespielt, aber vor dem kommenden Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen unsere weiße Weste behalten. Das wird am nächsten Samstag ein Fest in der Porsche-Arena“, freute sich „Petko“ diebisch über die zwei Punkte, die in den vergangenen Jahren von den Wetzlarern auf deren Weg zum Klassenerhalt gebucht worden waren. Am Sonntag gingen die Göppinger nur einmal in die Knie – nach dem Sieg feierten die Spieler ausgelassen mit ihren Fans bei „Humba, humba, tätärää“.
Währenddessen suchte die HSG weiter nach Erklärungen für die neuerliche Pleite in eigener Halle. „Der Leistungsabfall in der Rückrunde der vergangenen Saison war auch durch Avishay Smolers Ausfall zu entschuldigen. Aber die Situation jetzt trifft uns unerwartet. Viel Zeit haben wir nicht, um das Ruder herumzureißen. Denn im Oktober kommen die ,Muss-Spiele’ in Balingen und gegen Minden“, sagt Dotzauer. Wohl wissend, dass bis dahin aufgrund der Partien in Nordhorn (Mittwoch) und gegen Flensburg (27. September) ein 0:12-Start droht.
(Volkmar Schäfer)
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ich bezieh mich mal auf den parallelpost aus dem wechselgerüchtethread.
Also diese Meldung verdient es hier noch mal eins zu eins präsentiert zu werden. ist doch ne unglaubliche geschichte. vorgestern(?) hat oliver seinen fund hier gepostet. am gleichen tag kommt ne PM von den Füchsen, welche das Ding als Ente darstellen. Heute ein Bericht im Boulevard in welcher Bob die Hälfte des Artikels mit Statements ausfüllt. Die reichen in der Klaviatur von "Lommel is nen toller Trainer" bis "Ola wär schon ein geiler Typ." Für mich liest sich das so: wenn ich schon meinen leithengst wechseln muss, dann jetzt wo Ola und evt. Noka auf dem Markt sind.
Die Saison ist noch so jung und schon haben wir hier wieder einen ganz heißen Thread. Von der Dynamik her würde ich nach diesem Artikel eher auf die Füxe tippen. Jetzt müsste Lommel eigentlich die Hosen runterlassen. Für eine Zeitungsente die es gestern war, haut Bob Hanning aber ziemlich einen raus.
Für mich bleibt die Kernfrage ob Lommel den Job in Tunesien überhaupt interessant findet. Die einzige realistische Herausforderung wäre doch das Team zum Afrikameister zu machen und bei einer WM unter die ersten 8 zu führen. Dafür nach Tunesien wechseln? Ich war da 2005 bei der WM. Im Winter isses arschkalt.
In der noch jungen Saison gab es einen Niederlage gegen die RNL, dafür aber einen überzeugenden Sieg in Wetzlar. Im Vergleich zur Vorsaison schon mal ne Steigerung.
Aber vielleicht ist Lommel ja kein Mensch für die Großstadt und trinkt wirklich lieber im beschaulichen Tunis ohne Medienstress seien Cafe Latte.
ZitatAlles anzeigenDicke Luft im Fuchs-Bau. Der tunesische Verband wirbelt mächtig Staub auf, will Coach Jörn-Uwe Lommel (50) als Nationaltrainer in die Wüste locken. Überraschend: Füchse-Manager Bob Hanning würde seinen Erfolgstrainer trotz Vertrag bis 2010 sofort ziehen lassen…
Hanning zur B.Z.: „Er kann jederzeit gehen. Wenn er eine andere Aufgabe interessant findet, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen!“Hoppla? Warum will Hanning Lommel plötzlich ziehen lassen? Gibt's Zoff zwischen den beiden?
Hanning dementiert: „Ich will ihn nicht loswerden. Wir haben kein Trainer-Problem. Ich bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Die Entwicklung des Teams ist so, wie wir sie abgesprochen haben. Und bisher hat sich der tunesische Verband noch nicht bei uns gemeldet.“
Trotzdem schiebt der Manager hinterher: „Bundesliga-Trainer sind eine Zeiterscheinung. Wechsel gehören zum Geschäft. Jeder Coach hat das Recht sich neue Ziele zu suchen.“
Laut tunesischer Zeitung „La Presse“ will Lommel (schon als Nationaltrainer in Ägypten sehr erfolgreich) dafür seine Freigabe-Klausel aus dem Vertrag nutzen. Hanning: „Ja, die Ausstiegs-Option nach einem Jahr existiert.“
Doch wenn Lommel wirklich gehen sollte, wer wird dann Trainer bei den Füchsen? Die Gerüchteküche brodelt bereits. Liga-Konkurrent Nordhorn ist in finanziellen Schwierigkeiten (der HSG fehlen über 500000 € im Etat) und die haben mit dem Schweden Ola Lindgren einen guten Coach (trainiert auch das Nationalteam).
Hanning: „Das wär' schon einer. Aber darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es soweit ist.“ Hanning soll eine Schwäche für skandinavische Trainer haben...
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Zitat
Mit der Kolumne sehe ich es ähnlich, die wirkt von Anfang bis Ende bemüht nach dem Motto: mach doch mal ne Kolumne, so drei Themen, bißchen Meinung aber nicht zu doll.
seit der olympiaausgabe bin ich ein recht kritischer leser der handballwoche und muss sagen: billiger stil. sigurdsson macht 4000 zuschauer aus. man ist das alles eindimensional. narcisse hat man gehen lassen. die hintergründe kennt bruchmann doch auch. der sitzt doch in köln.
so ein thema kann man in einen artikel packen, doch nicht in eine kolumne.
auf der titelseite übrigens die schlagzeile, dass essens trainer wackelt mit verweis auf seite 11. dann liest man da nach und findet kein wort zum trainer. da steht nur was über die mangelnde zuschauerresonanz.
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HSG Nordhorn-Lingen. Artland Dragons Quakenbrück.
Mein Gott, was für Namen denen da oben einfallen. Warum nicht einfach HC Emsland? aber nordhorn ist nicht emsland, oder? wieso baut man in einem 50.000 seelen kaff wie lingen eigentlich ein halle mit 6000 zuschauern. (hab ich das richtig verstanden?). Glaubt man jeden 10 einwohner zum besuch von erotikmessen, schallplattenbörsen oder roberto blanco konzerten bewegen zu können? wer soll da ausser nordhorn noch spielen?
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die nürnberger zeitung hat es am ende verpackt. da fällt das ja nicht ganz so extrem auf.
ZitatAdidas ist übrigens offizieller Partner der IHF und arbeitete mit dieser bei der Kür der beiden Sportler sehr eng zusammen. Die Herzogenauracher rüsten zahlreiche Teams in Europa aus.
aber gleich in die überschrift

Wie muss man sich die Zusammenarbeit bei der Kür eigentlich vorstellen? Die werden die beiden Glaspokale bereitstellen. Was könnte noch im Paket drin sein? Bei der Handballwoche vermutlich ein paar Anzeigen. Bei der IHF? ein stirnband für herrn moustapha?
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Heute überkam mich ein übler Brechreiz, als ich auf Seite 17 der Handballwoche diese Überschrift lese: Feierliche Ehrung von Gro Hammerseng und Nikola Karabatic in der adidas-zentrale in Herzogenaurach. Darüber ein Bild der beiden Spieler mit sage und schreibe 10 adidas Logos. (vor eine Werbewand). Quelle Foto: adidas
muss produktwerbung nicht eigentlich als solche in print-medien gekennzeichnet werden?
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ach nee, da war ich ja auf dem falschen Pfad. Dann könnte man ja vermuten, dass Uwe Schwenker mit Berlin und Mannheim parallel verhandelt.
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Danke Jenny
ZitatSichtbar war sie nicht, aber zwischen den beiden Löwen-Machern schien eine dicke Wand zu stehen: Mannheims Coach Schewzow hat nach der Niederlage gegen Kiel Druck.
Man möchte fast meinen, dass die Kieler Noka S. sogar ganz gern bei den RNL als Trainer sehen würden. Ne Gehaltsfortzahlung gibt es ja leider nicht mehr, da der Vertrag mit Abfindung aufgelöst wurde, richtig? Anderenfalls hätten Herr Storm und Herr Schwenker ja anschließend gleich mal über die Modalitäten für die Entsorgung der Kieler Altlast verhandeln können.
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Einen, meiner Meinung nach, herrlichen Beitrag zu diesem denkwürdigen Spiel hat heute Rainer Seele in der FAZ geliefert.
Als Gegenstück muss ich einfach noch mal Reimer Plöhns Gedicht daneben stellen.
ZitatAuch beim entscheidenden Strafwurf zwei Minuten vor der Schlusssirene – der komfortable Sechs-Tore-Vorsprung war auf 40:39 geschmolzen – wackelte die Hand des Kapitäns nicht, sie blieb seelenruhig. Lövgren stand jetzt Auge in Auge seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Henning Fritz gegenüber, weltberühmt als Siebenmeterkiller.
Bin ganz baff wie man das gleiche Spiel stilistisch derart unterschiedlich bearbeiten kann. Kennt jemand hier eigentlich Reimer Plön? Zitiert der ab und an den "Erlkönig"? Kam mir beim lesen dieser Ode unweigerlich in den Sinn.ZitatAlles anzeigenGrüße vom Murmeltier und von einem alten Schweden
Am Ende war es für die Rhein-Neckar-Löwen wie immer: Der THW Kiel war beim mitreißenden 42:40-Sieg in diesem Handballspektakel eine Spur stärker - auch dank Stefan Lövgren, der gleich achtzehn Tore warf.Von Rainer Seele
MANNHEIM. Der Schmerz ist noch da, die Enttäuschung über den verkorksten Saisonstart, den Ausrutscher auf heimischem Terrain. "Die Geschichten", sagt Alfred Gislason, der neue Trainer des THW Kiel, "werden wir immer wieder zu hören bekommen." Unentschieden gegen einen Aufsteiger, gegen den TSV Dormagen - fast eine Schmach. Das war natürlich nicht der wirkliche THW. Er hat ja auch gleich ein neues Kapitel geschrieben, auch davon wird künftig gewiss häufig die Rede sein im Handball. Von diesem denkwürdigen Samstag, von diesem fast irrwitzigen Temporausch, von 82 Toren binnen 60 Minuten, vom 42:40 der Kieler bei einem ihrer Herausforderer, den Rhein-Neckar-Löwen. Ein faszinierender Schlagabtausch und ein "Big Point" am Ende für den THW, wie es Stefan Lövgren formulierte, der Kapitän der Mannschaft, der Antreiber und der Vollstrecker.
Kiel tanzte, es war ganz ausgelassen in der mit 9000 Zuschauern besetzten Mannheimer SAP-Arena, und es hatte auch allen Grund dazu. Die Löwen haben sehr viel investiert in ihre Mannschaft, sie rüsteten personell mächtig auf, sie wollen jetzt unbedingt einen Titel erringen. Und doch sind sie nun wieder an den Kielern gescheitert, obwohl diese doch gehandicapt zu sein schienen: Nikola Karabatic, der französische "Welthandballer", steht vorerst nicht zur Verfügung, er ist verletzt. In Mannheim aber ließ sich das kompensieren, und ernüchtert stellte der Geschäftsführer der Löwen, Thorsten Storm, nach der neuerlichen Niederlage gegen die Norddeutschen fest: "Täglich grüßt das Murmeltier."
Auf der anderen Seite wurde nach Superlativen gesucht, um der Leistung eines 37 Jahre alten Mannes gerecht zu werden: Lövgren, immer wieder Lövgren. Der Schwede warf und warf und warf, er war kaum zu bremsen, auch nicht durch einen heftigen Zusammenprall mit dem Abwehrrecken Oliver Roggisch. 18 Tore, acht davon per Siebenmeter erzielt - eine außergewöhnliche Quote. Lövgren verpasste damit den Ligarekord des Polen Jerzy Klempel aus dem Jahr 1983 nur um einen Treffer. Da verlor sogar Uwe Schwenker, der Manager des THW, jede Zurückhaltung: "Das war unglaublich, grandios, genial." Und süffisant sagte Schwenker, dass Lövgren diesmal der wahre Löwe gewesen sei. Eine kleine Spitze gegen den unterlegenen Widersacher aus Nordbaden.
Aber da war nicht nur Erfahrung, sondern auch jugendliche Frische, verkörpert durch einen anderen Schweden, den 22 Jahre alten Andreas Palicka. Ein großes Torwart-Talent, am Samstag bewies Palicka dies eindrucksvoll, er war verlässlicher als sein Mitstreiter aus Frankreich, Olympiasieger Thierry Omeyer. Palicka war vor dieser Saison nach Kiel gekommen, und ohne jede falsche Bescheidenheit hatte er angekündigt, dass er der Beste seines Fachs werden wolle - im weltweiten Vergleich, versteht sich.
Palicka stach am Samstag auch Henning Fritz aus oder Slawomir Szmal, die Torhüter des Rivalen. Die Löwen hatten außerdem niemanden wie Lövgren. Sicherlich, sie kämpften, sie stemmten sich gegen den Kieler Power-Handball, aber sie zeigten auch immer wieder Schwächen, Fehlpässe oder unpräzise Würfe. Und sie mussten erkennen, dass die Kieler sich kaum aus der Ruhe bringen ließen, selbst durch einen frühen Rückstand nicht. Und dass der Serienmeister den Hochgeschwindigkeits-Handball sehr gut beherrscht. "Die Kieler", behauptete Löwen-Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson, "waren einfach abgezockter." Und Storm sagte, dass der THW wieder zuverlässig wie ein Uhrwerk funktioniert habe - dabei hatte er doch geglaubt, "dass der THW endlich fällig ist".
Die Saison ist noch jung, trotzdem wähnen die ambitionierten Löwen sich bereits in einer angespannten Situation. "Wir haben eine Chance vertan", sagte Storm, "wir stehen unter Druck." Am Mittwoch gastiert bereits der nächste Topklub der Liga in Mannheim, der TBV Lemgo, der bisher noch ungeschlagen ist. Auch die Kieler zogen selbstredend ihre Schlüsse aus dem Schützentag in Mannheim, und was die Norddeutschen dabei herausgefunden haben, dürfte der Konkurrenz kaum gefallen: Eine wichtige Erkenntnis sei, sagte Schwenker, dass man auch ohne Karabatic auf einem sehr hohen Niveau spielen könne. Mit einem alten Schweden und einem jungen Schweden oder mit den Gewaltwürfen eines Filip Jicha. Eine solche Mixtur kann dem Gegner die Luft nehmen und sogar dem Material: Am Samstag jedenfalls musste in Teil eins des Spiels gleich zweimal der Ball getauscht werden. In vielerlei Hinsicht also ein Duell mit durchschlagender Wirkung. Und ein Handball-Nachmittag, der eine Menge Gesprächsstoff lieferte. Nicht nur für die Sieger von der Förde.
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Dann also mein erster Tag. Leicht pseudo-literarisch verpackt.
14.09.08
Der Ernstfall
Nun also doch. Ursprünglich sollte ich als ersten „echten“ Einsatz ein Spiel der männl. Jugend D pfeifen. Am Donnerstag wurde der Termin jedoch gestrichen – ein Team hatte abgemeldet. Freitag meldete sich dann der sehr rührige Ansetzer des Bezirkes und fragte, ob ich nicht bereit wäre am Sonntagnachmittag ein Spiel der weiblichen Jugend C zu übernehmen. Freudig sagte ich zu.
Im Laufe des Sonntagvormittags stieg schon die Nervosität. Ich entfernte noch die „Zipper“ an den Brusttaschen meines Schiedsrichterhemdes. Die schwarze Kombination hatte mein „Leidensgenosse“ – auch er ist im gleichen Verein und hat sich im „hohen“ Alter zu diesem Schritt entschlossen – preiswert über das Internet besorgt. Während meines ersten Testes (D-Jugend Rastenturnier 2 x 10 Minuten) hatte ich die Notizkarte da oben rein gesteckt und kaum mehr rausgekriegt. Nach 2 Minuten wanderte die Karte unter das Hemd und hing dann teilweise im Schlüpfergummi. Das war bequem, hielt ich dann aber doch langfristig für zu „unorthodox“.
Eine Woche zuvor hatte ich mir auch noch zwei „echte“ Trillerpfeifen besorgt und steckt die auch noch in meine Schieri-mappe. Insgesamt hatte ich drei Pfeifen, was sich später rächen sollte.
Eine dreiviertel Stunde vor Spielbeginn setzte ich mich dann ins Auto und fuhr zur Halle. Wie im Lehrgang gelernt, traf ich auch 30 Minuten vor Spielbeginn pünktlich ein. Die Halle war riesig, für die Schulsporthallen, welche ich bisher kannte. Es gab sogar Ränge auf denen ca. 20 Zuschauer saßen. Auf dem Feld spielte gerade eine weibliche B-Jugend. Am Spielfeldrand machte sich schon eine große Schar grün gekleideter „Mädels“ warm. Mir war klar: das sind meine Testopfer. Gegenüber standen fast verschüchtert 7 recht kleine Spielerinnen und schauten dem Spiel zu. Das war der Gegner. Mein Kleinhirn signalisiert sofort: Das wird einfach da von Anfang an deutlich. Mannschaft A, gleichzeitig Gastgeber, machte einen verdammt professionellen Eindruck.
Der freundliche Spielwart nahm mich auch gleich in Empfang und zeigte mir die abschließbare Kabine. Spätestens als er mich zum Umziehen allein ließ stieg die Nervosität. Ruckzuck war ich in meinen Klamotten und überlegt erst einmal, was ich alles einstecke. Notizkarte links oben. Gelbe rechts oben. Rote Karte hinten rechts. Ersatzpfeife in die linke Hosentasche. Die normale Pfeife würde ich in der Hand behalten. Die dritte Pfeife habe ich dann im Unterbewusstsein auch noch eingesteckt.
Der Zeitnehmer war ein sichtlich erfahrener Hase, der eine herrliche automatische Anlage bediente. Die Zeit lief an der Hallenuhr mit.Dann ging es auch schon los. Kurz zuvor fiel mir ein, dass ich keine Wählmarke und auch keine Münze dabei hatte. Die erste Improvisation also. Ich sag den Mädels den normalen Spruch von schönen Spiel, dass wir jetzt haben werden und füge locker hinzu: „Hab leider keine Münze dabei. Wählt einfach rechte oder linke Hand und wer die versteckte Pfeife zieht, hat gewonnnen.“ Die schauten schon mal etwas verdattert. Vor allem war es der Gewinnerin völlig egal. Die ließ die „Verliererin“ anfangen und blieb auf ihrer Seite stehen.
Also los. Professionell die Hände an die Uhr und in die Luft gestreckt, zum Zeitnehmertisch geblickt und kräftig angepfiffen.
Der erste kleine Schreck schon mal, als ich sah, was die Heimmannschaft da in der Deckung veranstaltete. Das waren keine 13-jährigen zahmen Waldorfschülerinnen, als die ich sie auch aufgrund der eher gutbürgerlichen Gegend eingeschätzt hatte. Die gingen sofort offensiv auf ihre Gegnerinnen. Ich würde also doch öfter pfeifen müssen. Und das tat ich dann auch. Wenn einem Neuling oft vorgeworfen wurde, dass er zu wenig pfeift, ich pfiff in Verlauf der Partie verdammt viel. Andauern lief wurde die angreifende Gastmannschaft festgemacht. Sehr oft wohl sogar regelkonform – aber es wurde über weite Strecken „festmach-handball“.
Nur zwei „grüne“ auf der Halbposition hatten die Unart immer nach dem Ball zu schlagen.
Nach 5 Minuten der erste „Supergau“.
Ich dachte mir, jetzt ist es Zeit eine Gelbe zu geben. Also Freiwurf gepfiffen, keinen Time-out angezeigt und nach der gelben Karte gesucht. Bevor ich dir raus hatte, hatte blau schon weitergespielt und ich musste zurückpfeifen. Mein Hirnlappen sagte mir: nächstes Mal TIME-Out. Das Adrenalin war stärker und ich hab mein nächsten Mal schneller zur Gelben gegriffen.
Doch die Panik machte sich langsam aber sicher breit. 5 Minuten später war es Zeit für die nächste Gelbe. Diesmal hatte ich das Ding schneller draußen und verwarnte die zweite „Ballrausschlägerin“. Bis dahin hatte ich überhaupt nicht gemerkt, dass da am Zeitnehmertisch auch jemand saß. Zuvor hatte ich ohne Zeitnehmer „gearbeitet“. Für meine Ignoranz wurde ich mit einem sanften Pfiff geweckt. Mein ungläubiger Blick wendet sich zum Zeitnehmer und über 20 Meter fragte ich recht laut: „Was ist los?“. Der Kollege fragte mit deutlich gedämpfter Stimme: „Wem hast du Gelb gegeben?“. Spätestens da hatte sich wohl auch auf den Rängen rumgesprochen, dass der Mann da unten zum ersten Mal seinem neuen Hobby nachgeht. Ab der 20 Minute bekam ich unglaublichen Durst. Auch der Schweiß floss stärker – kalter Angstschweiß.
In der Halbzeit habe ich mit meinem Schiedsrichterbetreuer überhaupt kein Wort gewechselt. Mein erster Schritt führte mich zum nächsten Waschbecken. Eine Trinkflasche hatte ich nicht dabei und wenn, wäre die in der Kabine. Nach dem Schlüssel wollte ich JETZT nicht fragen.
Was mich unterschwellig auch noch verwirrte war die Tatsachen, dass die „arme, kleine“ Gastmannschaft, die keine Wechselspielerin auf der Bank hatte, sich gut hielt. Zur Pause lagen die nur mit drei hinten. Was wenn die jetzt anfangen zu kämpfen und das Spiel noch eng wird. Bis dahin hatten sich auch die Trainer mit Kommentaren zurück gehalten, monierte nur ab und an meine ständigen „Festmach“-pfiffe.
Die 10 Minuten waren schnell um und weiter ging es zur Hälfte zwei. Bei meinem Zeitnehmerkollegen hatte ich mich zuvor noch für meine Ignoranz entschuldigt. Sein Blick schwankte zwischen mitleidig und wohl wissend.
Den Anpfiff zu Hälfte Zwei machte ich dann prompt mit der Ersatzpfeife. Falsche Hosentasche. Wobei ich auch die dritte Pfeife – ohne Triller - dann noch ausprobierte.
Wie es dazu kam?
Nach 35 Minuten war es Zeit für die erste Zwei-Minuten-Strafe. Die schon gelb-verwarnte Spielerin riss zu eifrig an den Unterarmen der Gegenspielerin. In der Aufregung, welche durch den Aufschrei des Trainers noch verstärkt wurde, steckte ich meine Pfeife zusammen mit der Notizkarte nach dem Aufschreiben auch noch in die Brusttasche. Zumindest hatte der Zeitnehmer diesmal mitgekriegt, wer die Sünderin war. Das hatte ich angezeigt.
Dummerweise hatte ich auf einmal keine Pfeife mehr in der Hand und die ganze Halle wartete auf den Pfiff. Peinliches Grinsen meinerseits und der freundliche Kommentar der 13-jährigen Hauptangreiferin der „Blauen“: „das ist mir auch schon passiert“.
Super. Griff in die Tasche und da war die dritte Pfeife: ohne Triller. Die sympathische Umschreibung „Pfeifenmann“ für Spezis unsereins traf auf mich in diesem Spiel also zu. Zumindest fand ich dann doch noch meine richtige Pfeife.So ging es weiter. Zum Glück setzte sich die Heimmannschaft langsam aber sicher ab und die „Blauen“ ließen sich Zeit bei der Ausführung des Anwurfes. Waren auch schon sichtlich gezeichnet – da ja keine Auswechselmöglichkeit bestand.
10 Minuten vor Ende dann der zweite echte „Supergau“.
Ich hatte im Regelheft irgendwie gelesen, dass der Pfiff vom Zeitnehmertisch mit drei Pfiffen bestätigt wird. Der Pfiff kam, die „Blauen“ spielten noch zwei Sekunden weiter und warfen noch aufs Tor. Der ging natürlich rein und in dem Moment fange ich an mit meiner 3-Pfiff-Tonarie, welche natürlich als Torpfiff interpretiert wurde. Die Gästetrainerin, hatte aber ein Einsehen und ließ das geflissentlich durchgehen.
Während der ganzen Spielzeit hatte ich meine Augen natürlich nur auf den Ball gelenkt in Erwartung der nächsten „Festmache“. Erst als die ein Hauptangreiferin der „Blauen“ beim Zurücklaufen leise, höflich aber bestimmt zu mir sagte: „Herr Schiedsrichter, achten Sie doch bitte auf Klammern am Kreis.“, war mir klar, dass es noch mehr gibt als den am 9-Meter kreisenden Ball. Zudem suchten die „Blauen“ ihr Heil nun auch noch mit Einlaufen und zwei Kreisläuferinnen. Bis zum Ende tat sich aber nicht mehr viel und ich war nach 50 Minuten mit erneut staubtrockener Kehle erlöst.
Dass die beiden Trainer mir dann noch zeigen mussten, dass man auf den Spielberichtsbogen ein paar große Kreuze machen muss, wenn keine Vorkommnisse stattfanden, runde den Gesamteindruck eher ab.
Nach 10 Minuten des In-Sich-Gehens war ich dann auch bereit für die „Manöverkritik“. Die fiel glimpflich aus. Meine Fehler wusste ich eigentlich alle. Ich war erstaunt, dass der Beobachter auch noch ein paar gute Punkte herausfand.
Mit schlechtem Gewissen kassierte ich meine Kohle und setzte mich erst mal in das Cafe meines Vertrauens. Am meisten wunderte mich, wie panisch ich die ganze Zeit gewesen war. Vor allem hatte ich einige Sachen die für mich sonnenklar war und die ich tausend Mal gesehen hatte, ganz einfach ausgeblendet. Während der gesamten Spielzeit hatte ich nicht einmal das Torabzeichen gegeben. Einfach immer nur die Richtung angezeigt. Im Nachhinein meine Hochachtung an die Spielerinnen, dass sie aus den Verkehrspolizistengesten halbwegs schlau wurden.
Nun habe ich vier Wochen Zeit zum Nachdenken. Wie ich das nächste Spiel anzugehen gedenke lasse ich euch dann demnächst wissen.
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Zitat
Original von TuS-Benjamin
Hatten wir schon und müssen wir auch nicht meht hin

O Gott Benny. Wie übersteht man Varel wenn man zuvor in Arenen wie der grandiosen Rittalarena auf der Südtribüne stehen durfte?

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mal ne ganz blöde frage. ist dudenhofen der ort neben babenhausen mit der opelteststrecke? oder gibt es da noch ein anderes irgenwo in hessen?
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Genauso lese ich das. Mit irgendeinem tunesischen Landsmann muss er sich eigentlich unterhalten haben. Kann ja auch sein, dass er sich mit Hasanefendic direkt unterhalten hat und über den ist das Gerücht nach Tunesisen gelangt. Bei Lommel wäre so eine Job in Nordafrka doch keine Alternative zu dem, was gerade in Reinickendorf abgeht. Bei Hedin eigentlich das selbe. Wenn er sich als Trainer einen Namen machen will, muss er das Ding in Melsungen durchziehen und nicht bei einer mittleren handballmacht nationaltrainer werden. Nur dort hat es eine Bestätigung der Anfrage gegeben. Wenn man böswillig ist kann man das Melsunger Statement durch Frau Braun-Lüdicke (weiblicher Andreas Rudolph?) als freundliches wegloben interpretieren.