Beiträge von alter Sack

    ich habe eine frage, welche ich nicht ergoogeln konnte. suchfunktion hier hat auch nichts gebracht.

    im hohen alter von mitte 30 habe ich mich dazu entschlossen, den schierischein zu machen. da ich durchaus den ehrgeiz habe noch mehr als e-jugendspiele zu pfeifen, möchte ich wissen, bis zu welcher klasse man als einzelschiedsrichter ran darf. Im HHV scheint ab Landesliga ein Gespann Pflicht zu sein.

    Da ich unregelmäßige Dienstreisen habe, wird sich wohl keine Gespannpfeiferei vereinbahren lassen.

    Zitat

    Original von Jenny

    Ich hab noch mehr dazu gelernt und spare mir das Zuggeld ;)

    und wer steht für dich am eingang und verleiht deine beiden dauerkarten zum doppelten preis? wäre doch eine art den frust zu "hedgen" ;)

    Zitat

    Original von _eLaR_
    Yes, my translation wasn't right.

    Mateo Garralda (Ademar León) has signed for Kolding KIF for the next 3 seasons. He is now 38, so he will play until 41.

    just read this? is this true? can someone explain me how a 38 old guy from sunny spain choosed to spend the next three years of his carreer in cold denmark? what was the incentive? a woman?

    Zitat

    Original von Jenny

    Ah ja Wieland ;)

    Da es ja derzeit im Trend ist, wird der THW nach 20 Minuten das Tempo herunterfahren und die zwei Punkte im Schongang einfahren :rolleyes: ;)

    Am Ende gibts wahrscheinlich etwa nen 37:28

    Interessanter Kommentar von Dir Jenny. Scheinst Dich ja damit abgefunden zu haben. dann vergiss das Strickzeug nicht, könntest gut vorankommen. ;)

    Zitat

    Original von Bezze

    Naja, der Druck dürfte eher bei GWD liegen. Mit 20 Punkten ist die HSG durch und hätte, selbst wenn nicht mehr viele Zähler hinzukommen sollten, eine klasse Saison hingelegt.

    dann lies mal auf der hsg-hp die zeitungskommentare. mit den letzten drei spielen ist der gute eindruck stark geschädigt worden. derzeit wird von der hsg-führung betont, dass man in verhandlungen mit potenziellen sponsoren steht und auch der dauerkartenverkauf angekurbelt werden muss. der druck ist da, wenn auch nicht existenziell.

    wahrscheinlichkeiten kann man aber trotzdem ausdrücken. im sport istdie quote der wettanbieter ein kriterium. wenn man 100 euro auf die tussen setzt, springt immerhin ein euro gewinn raus.
    setzt man 100 euro auf die tussen wäre man um 2100 euro reicher.

    frage an lothar frohwein: hast du was gesetzt?

    Zitat

    Original von Oberliga-SH

    Sascha Bratic ist Berater von Ilic.Würde vom Profil zwar bestimmt zum TBV passen,kann mir aber nicht vorstellen,dass der VfL ihn abgeben würde!

    Edit* Zitat eingefügt

    schön das es die suchfunktion gibt. diesen artikel hatte ich im hinterkopf.

    Zitat

    Original von Ché Guevara
    Kjelling ist auch immer noch als Lackovic-Nachfolger bei der SG im Gespräch.
    Mait Patrail könnte doch auch für einen Bundesligisten interessant sein. War er nicht auch mal in K**l im Probetraining?

    wirklich spannende spekulationsrunde hier. kjelling war mir nicht auf anhieb eingefallen. würde für mich als spielertyp schon einen guten pendant zu kaufmann geben. danke auch zur info über den wunderesten. wenn solche vereine hinter ihm her sind, gehe ich davon aus, dass er kommende saison irgendwo in einer starken liga auftaucht.

    vorvertrag beim thw würde natürlich mein blindfleckproblem bestätigen ;) bzw.l den genialen schachzug des, thw hammarby als farmteam zu nutzen, bestätigen. wenn es dann so kommt wäre nur noch interessant zu wissen, wieviel hammarby vom thw schon mal als "ausbildungbeihilfe" überwiesen bekommt.

    gegen ilic spricht, dass im vfl-umfeld, d.h. köln-presse, überhaupt keine gerüchte aufgetaucht sind. andererseit hat ilic doch herrn bakti als berater (ich sage nur narcisse).

    <verschwörmodus an>hat man in gummersbach den verlängerungsvertrag auch gut nach ausstiegsklauseln abgecheckt ?</verschwörmodus aus>


    und noch eine wort zu lemgo und attraktivität. boesen kam aus pamplona und dürfte dort mit frau und kids gewohnt habe. nach lemgo ist er allein gekommen und hat die family in dänemark gelassen.
    sicher auch weil es erst mal nur einen ein-jahresvertrag war. die frage stellt sich aber, welche partei am anfang nur für ein jahr wollte. war es boesen oder der tbv?

    bei den von le-fan skizzierten drei möglichkeiten tippe ich doch eher auf lösung 1. ein nachfolger steht nicht fest man tappt in lemgo im dunkeln.

    umso größer wird meine überraschung sein, wenn der tbv in den nächsten tagen seine 14-tage veröffentlichungsfrist hinter sich hat und die katze aus dem sack lässt.

    ein boykott hätte was. würde gern mal sehen wie der deutsche konsument auf die barrikade wenn das billigste t-shirt auf einmal 15 euro kostet, die fernseherpreise sich mal eben verdoppeln. man handgenähte turnschuhe aus marokko kaufen muss, der ikea sein angebot um die hälfte reduziert....

    EDIT: ist mir gerde beim einkaufen eingefallen.

    ein denkanstoss an alle gutmenschen.

    lidl beherrscht gerade die schlagzeilen zum thema mitarbeiterüberwachung. heute kam raus, dass versteckte kameras auf die kasse gerichtet waren und die pineingaben der kunden mitgefilmt wurden.hierzu gab es auch boykottaufrufe.

    die schlange vorhin war nach meinem empfinden nicht kürzer.

    hanif kureishi (britischer autor) hat einen schönen satz geprägt:

    "In der westlichen Welt kämpfte man früher für sein Land oder seine Religion. Heute kämpft man um einen Tisch im Restaurant."

    Sehr traurig aber meiner Meinung nach zutreffend.

    Zitat

    Original von - F -
    Wer bleibt übrig?

    Aus der Bundesliga für mich auch nur Ilic. Die richtigen RL-Kracher mit Abwehrqualitäten spielen in der Asobal bei den Spitzenclubs und für die dürfte Lemgo nicht attraktiv genug sein. Aus Frankreich fallen mir noch Hmam, der seinen Vertrag (wobei der relativ ist) vor nicht zu langer Zeit langfristig verlängert hat, und mit Abstrichen Guilbert ein. Ansonsten vielleicht noch Jeppesen, Ilyés und Rastvortsev. Je nachdem, wie weit man bei der Definition eines Krachers, der auch in der Defensive seinen Mann stehen kann, gehen will.


    rastvortsev ist ein russischer bär der alles aber keinen tempohandball spielt. in dem alter noch mal nach deutschland zu wechseln? zudem dürfte pogorelow in lemgo für lange zeit der letzte russe gewesen sein. wer ist guilbert? jeppesen? vielleicht denkbar.

    ein kracher wäre für einen topklub schon ein mann von der qualität ilics.
    hmam hat doch gerade erst den vfl als gehaltsverdoppelungsmaschine benutzt und dann langfristig verlängert. entrerrios und romero wären noch leute. aber wohl noch unwahrscheinlicher als fernandez. was hat lemgo ausländischen stars ausser geld zu bieten? ein kleinstadt in der deutschen provinz mit klar deutschem konzept? da muss der abstand zum jetzigen gehalt schon gewaltig sein.

    und wenn hier schon ein jovanovic in den raum geworfen wird, halte ich mit dem ungarn perez dagegen. ist zwar schon 37 aber sicher eher ein kanonier und abwehrspieler als jovanovic. vielleicht startet ja auch saracevic noch mal ein comeback.

    in wetzlar war vor der saison ein 18-jähriges wunderkind aus estland im gespräch an dem wohl auch kiel dran wäre. wechselspezialist oliver hat sicher den namen parat. vielleicht ja so einer.

    Die Diskussion gibt sicher eine Menge her. Schön, dass mir Bronco sich auch eine Aktiver zum Thema äussert. Bevor ich zum Thema selbst komme noch mal ein Wort zu dem Artikel selbst. Mir wird ja vorgeworfen, dass ich meine Anti-THW-Leidenschaft auslebe. Dem mag sein und mein erster Beitrag ist natürlich auch polemisch geschrieben. Jedoch spricht Schneller in dem Artikel einige Male mehr als deutlich das Thema Bestechung an. Diese Stellen sind mir halt zunächst aufgefallen und ich halte diese für absurd. Hier mal drei Textstellen für alle die meinen ich hätte da einen Splitter im Auge.

    Zitat

    Mit den Wagenladungen an Bierkästen und Schampus-Vorräten, die in der entscheidenden Phase der Liga den Gegnern von direkten Konkurrenten um Meisterschaft, Europapokalplatz oder Abstieg ausgelobt werden, könnten die Handball-Fans die ein oder andere Megaparty feiern.

    Zitat

    Kent-Harry Andersson, der Trainer des ärgsten Kieler Rivalen, hatte im Vorfeld verkündet, dass seinem Team in Nordhorn das schwerste aller noch verbleibenden Saisonspiele bevorstünde. Er ist auch Schwede und somit auch Landsmann Lindgrens. Zudem so etwas wie dessen Ziehvater. Der ehemalige Weltklasse-Abwehrspieler hat sein Handwerk mitunter bei Andersson gelernt und beerbte ihn in der Grafschaft, wo er seitdem einen höchst beeindruckenden Job macht. Doch an alter Wirkungsstätte musste Andersson nur kurzzeitig um den Erfolg bangen, seine Mannschaft hatte leichtes Spiel gegen die schlicht und ergreifend im - physischen wie mentalen - Schongang daher kommende HSG.

    Zitat

    Und man muss auch nicht mehr damit hinter dem Berg halten, dass man den - befreundeten - Kollegen eines Meisterschaftskandidaten in die Taktik und Vorbereitung einbezieht, wenn das eigene Team gegen dessen Wettbewerber antritt. Das alles finden offenbar höchstens noch wertkonservative Betrachter der Szene - sagen wir - eigenwillig.

    Nun aber mal zur Sache an sich.

    Ich habe in den letzten sechs jahren jede Saison ca. 20 ligaspiele gesehen. Zumeist SG wallau/massenheim und später die hsg wetzlar. dazu lese ich die handballwoche recht intensiv. habe also jede mannschaft schon mal gesehen und die ausreisser-ergebnisse im kopf.

    was sich als trend immer stärker verfestigt ist die tendenz der mannschaften ab platz 8 in auswärtsspielen bei den top acht einfach nur über die runden zu kommen und möglichst die vierzig zu vermeiden.
    ausnahmen von dieser regel bildeten in meinem subjektivem empfinden Balingen und der WHV unter Biegler.

    zu hause ist bei vielen teams der unteren hälfte ähnlich. "mein" team die hsg wetzlar war in den jahren nach petkovic dafür ein extrem. was ich ich in den letzten drei jahren auch in den heimspielen teilweise erlebt hatte, war nicht mehr feierlich und wenn ich nach der devise gegangen wäre, "ich bezahle geld und will dafür kampf sehen" - hätte ich wetzlar schon drei monate nach dem umzug in die arena nicht mehr hingehen dürfen.

    wetzlar ist übrigens ein gutes beispiel. unter holger schneider gab es in der ersten saison praktisch genau eine erste sieben mit erfahrenen profis (oder genauer - Schneider musste mit diesem Kader auskommen), dazu gab es fünf oder sechs zweitspielrechte, welche allerdings schon bald kaum noch wahr genommen wurden. die mannschaft bestand also aus verdammt wenigen feldspielern.

    die jungs mussten ihre kräfte verdammt gut einteilen, um am ende mit ach und krach über die runden zu kommen. ein chalepo mit 34 konnte damals einfach nicht mehr in drei spielen 100% leistung bringen. und der vergleich mit dem mauerer hinkt wohl etwas. schliesslich muss ein handballer im extremfall dreimal in der woche über die platte hetzen.
    weztlar hatte noch leute wie andi klimpke, kestawitz und strelecz die vollzeit in einem normalen job gearbeitet haben.

    jedenfalls war in dieser saison und auch noch später klar zu erkennen, dass die spieler 10 minuten versucht haben was geht und nach einem klaren rückstand dann auch schadensbegrenzung aus waren.

    für mich war und ist das absolut nachvollziehbar, auch wenn ein trainer oder spieler so etwas öffentlich nie zugeben kann. wenn man die statements der manager oder trainer vor spielen liest, kann man das aber schon herauslesen. wie oft heisst es direkt nach dem Spiel "hier mussten wir keine Punkte holen, nächste Woche ist entscheidend", oder auch "die nächsten drei Spiele werden ganz schwer, da müssen wir uns auswärts gut aus der affäre ziehen und im heimspiele gegen titelfavorit XY setzen wir auf die zuschauerunterstützung. wir werden aber auch bei negativerlebnissen nicht die ruhe verlieren. die entscheidenden spiele kommen im monat XY".

    natürlich wird das im vorfeld immer anders verkauft. wenn man schreibt "Wir haben keine chance, werden aber unseren heimischen talenten eine chance geben" kommt ja keiner, auch wenn es ehrlicher wäre.

    zur illustration noch mal ein beispiel aus wetzlar. bekanntlich hat die hsg am wochenende mit 10 zu hause verloren und nach 10 minuten das erste tor geworden. die partie war da schon entschieden. ohne gelernten linkshänder auf rechtsaussen und einem wirkungslosen (weil angeschlagenem?) mraz auf im rückraum gegen die millionentruppe aus mannheim kein wunder.

    so las sich ein abschnitt des vorberichtes.

    Zitat

    Volker Mudrow: „Löwen sind klarer Favorit, wir aber nicht chancenlos!“

    Während auf der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar seit Tagen nur noch Stehplatzkarten für das Duell mit den Henning Fritz, Christian Schwarzer, Karol Bielezki & Co. zu haben sind, bereitet Wetzlars Coach Volker Mudrow sein Team gewohnt akribisch auf das ungleiche Duell vor. „Die Löwen sind für dieses Spiel ohne Frage der große Favorit. Sie sind auf allen Positionen doppelt stark besetzt und eine eingespielte Truppe – trotzdem gehen wir voller Selbstvertrauen in die Partie, um sie zu gewinnen. Chancenlos sind wir nicht! Wer in Hamburg einen Punkt holen kann, der kann, wenn alles optimal läuft, auch zu Hause gegen Kronau gewinnen“, so der Coach, der hofft am Mittwoch wieder auf den israelischen Rechtsaußen Avishay Smoler zurückgreifen zu können, der sich Anfang des Monats im Hessenderby bei der MT Melsungen einen Muskelfaserriss im linken Bein zugezogen hatte. „Die Chancen für einen Einsatz Avishays stehen derzeit bei weniger als 50 Prozent!“ Anders sieht es beim tschechischen Rückraumspieler Alois Mraz aus, der vom Länderturnier in seinem Heimatland mit einer Kapselprellung in der Wurfhand zurück gekommen war. „Alois wird auf die Zähne beißen und aller Vorrausicht nach spielen“, verrät Mudrow.

    und da weztlar in dieser hinsicht ein ganz normaler verein aus dem hinteren drittel ist, ist das für mich repräsentativ. ausnahmen wie geschrieben balingen, die einen sehr großen kader haben und durch blockbildung ihr tempo durchziehen.

    der whv war für mich immer eine konditionell verdammt starke truppe, die auch mit kleinem kader zumeist hohes tempo gegangen waren. spätestens seit der rekordniederlage in kiel ist das aber auch vorbei.

    kracher auf RL mit abwehrqualitäten, da bleiben allerdings wirklich nicht viele übrig. muratovic ist das ja nun eher nicht,
    aus laufende verträge würde ich im falle von lemgo derzeit mal überhaupt nichts geben. das man dort gewillt und vor allem in der lage ist, geld in die hand zu nehmen, ist mehr als offensichtlich. fernandez ist dann auch der einzige, welcher mir einfällt. oder doch narcisse? bei dem hing es ja angeblich vielmehr an der frau. ob man der owl schmackhaft machen kann?

    in deutschland würde eigentlich nur momir ilic in das beuteschema von zerbe & Co passen. der vfl ist wohl als einziger der spitzenklubs für finanzielle angebote verfänglich und könnte mit lemgoer gehaltsverlockungen an ilic nicht mithalten.

    ho ho. wenn es nach deinen maßstäben ginge, würde sich ja bald die halbe welt gegenseitig boykottieren und der uno-sicherheitsrat hätte dauereinsatz. die russen müssten ebenfalls so behandelt werden, die simbabwer sowieso, denn die lässt die eigene regierung verhungern. nordkorea, kuba,turkmenen,weissrussland,venezuela....

    Lieber outsider,

    du verfällst aus meiner sicht wie auch in anderen von dir häufig und gern geführten politischen debatten wieder einmal auf den fehler aus deinem europäsichen brunnen auf die allgemeine lage zu schliessen. Wer bitteschön sind denn für dich „die Tibeter“. Steht der dalai lama für die meinung eines gesamten volkes? Ich denke an diesem punkt 10 jahre zurück. Damals bin ich mal drei tage mit einer tourigruppe in ausläufern des himalaya (sichuan genauer gesagt) drei tage auf einem gaul geritten. Der führer und besitzer der pferde war ein tibeter. Der machte auch an jeder gebetsfahne halt und hat sich kurz verneigt. Letztlich war er aber auch ein pfiffiger geschäftsmann und hat sich über seinen business gefreut. Ich denke seine „landsleute“ in tibet werden auch zum teil froh sein, von den stark gestiegenen touristenströmen zu profitieren. Das damit die kulturelle fragile identität weiter gestört wird, ist kein frage, steht aber auf einem anderen blatt. Natürlich sind es wirtschaftliche interessen. Jedoch gibt es in tibet für die chinesen in punkto rohstoffe nichts zu holen. Die bahn soll vor allem den tourismus ankurbeln. In china herrscht nun mal die auch in anderen ländern gültige kausalkette

    wirtschaft wird stark  leute haben jobs –> leute haben zu essen -> leute sind zufrieden und demonstrieren nicht.

    Dass diese denkweise in deinem millieu vermutlich nicht so gesehen wird, mag ja sein, aber versuch doch mal bitte nicht immer so schrecklich zu verallgemeinern und von deinem gedankenkreis auf den von millionen tibetern zu schliessen, welche letztlich auch alle individuen sind.

    zunächst einmal kompliment an die redaktion der hw, also an dich, dass ihr mittlerweile zeit und ressourcen habt, solche themen gründlicher zu reflektieren. auch der kommentar zu den aprilscherzen ist mir positiv aufgefallen. zum aktuellen thema kann ich dem autor nur sagen: Gutes Thema gewählt - in der umsetzung jedoch absolut mangelhaft.

    Der Artikel ist aus einer derart schwarz-weissen brillen geschrieben, dass ich beim lesen meine den duft von zebrascheisse in der nase zu haben (da ich vor drei wochen in einem nationalpark sowas schon gerochen habe, kann ich vergleichen). die älteren semester dieses forums werden wissen, dass ich in meinen jungen jahren eine akute anti-thw-psychose entwickelt hatte, welche bei solchen artikeln wieder aufbrechen kann.

    ich gehe aber mal davon aus, dass frank scheller mit seinen zu anfangs erwähnten hirngespinsten über die schwedenfraktion lindgren-KHA-kieler schweden alleine schwanger geht. selbst einem noka oder uwe s. traue ich solche gedankenspiele nicht zu. ausserdem macht er sachliche fehler.

    Zitat

    Nicht alle Verantwortlichen und Trainer verfolgen wie Noka Serdarusic und in der Regel auch Martin Schwalb die Maxime: "Immer volle Kanne, immer ohne Handbremse!" Anderswo wird berechnet und abgewogen. .


    darf ich da mal leise husten. wo bitteschön hat der hsv denn in dieser saison seine größte klatsche erlebt. das war in flensburg und die partie war nach 10 minuten hergeschenkt und martin schwalb fand das auch im nachhinein ok. mit dem zusatz "in der regel" spielt er wohl darauf an, ist aber für mich an den haaren herbeigezogen.

    das grundproblem der terminhatz hat scheller angesprochen. die unterschiedliche ausstattung der kader nicht. eine hsg nordhorn tanzt auf drei hochzeiten etwas lahmer als ein hsv oder thw. bei nordhorn rücken leute wie mickal oder weinhold auf die platte wenn glandorf und co nicht mehr können. solche spieler dürften bei noka nicht mal die wasserflasche reichen.

    ich denke es läuft so: als "kleiner" klub (und nordhorn ist mit 3 mio etat ein kleiner klub) versucht man gegen einen dreartigen gegner 10 minuten zu schauen was geht und dann schaut man wie man kräfteschonend über die runden kommt.

    vielleicht war es für frank scheller überraschend, dass dies die nordhorner in dieser hinsicht zum ersten mal in dieser runde praktiziert haben. bei anderen teams ist das usus. ich persönlich schätze einzig balingen als mannschaft ein, die in jedem spiel versuchen voll gegen zu halten.

    ich darf mal den aktuellen TBV Lemgo anführen. Die haben einen wohl doppelt so hohen Etat wie die nordhorner. was für ein zitat lese ich von trainer markus baur in der handballwoche nach dem spiel in magdeburg. "Ich hatte in hälfte zwei das gefühl, dass meine spieler überhaupt nicht gewinnen wollen." solche mannschaften sollte frank scheller mal unter die lupe nehmen statt mit solchen verschwörungstheorien, welche meine eigenen psychosen aus frühen tagen noch weit übertreffen, ausserhalb von kiel hausieren zu gehen.

    vermutlich ist frank scheller ein anhänger von nokas voll gas spielweise und kann sich auch noch in der 55 minute über das 14 karabatic-tor beim 45 : 24 gegen gegner xy freuen, statt eines nordhorner anhängers, welches sich bei solch einem spiel wie gegen flensburg nach 20 minuten locker zurücklehnt und seine verbundenheit mit dem team über gesteigerte freude an toren eines deutschen nachwuchstalentes wie weinhold zum ausdruck bringt.

    Zitat

    Original von UlfN
    1936 sollte eigentlich genug gezeigt haben, dass so etwas verhindert werden sollte. Man kann sich vom olympischen Komitee nicht so blind stellen und sagen, es gehe nicht um Politik, es gehe um Sport.
    Die Vergabe an Peking war absolut falsch, jetzt wird es schwer das wieder in die richtige Bahn zu bekommen.

    Nuuu Ja,

    das ist natürlich die europäische Sicht.

    Ich denke man sollte bei diesem Thema sich auch einmal in die chinesische Seite hineinversetzen. Das IOC hat die Spiele nach China mit der „Auflage“ auf dem Gebiet der Menschenrechte etwas zu tun, damals vergeben. Das allgemeine Stimmungsbild ist nun, dass die Lage sich eher verschlechtert hat. Dies kann ich, als jemand der sich privat recht intensiv mit dem Thema China beschäftigt, jedoch nicht erkennen.

    Man sollte vielleicht wissen, dass die Tibeter wie auch die anderen offiziell anerkannten Minderheiten, einige Privilegien erhalten. Ein Beispiel ist die Ein-Kindes-Politik, von welcher Minderheiten ausgenommen sind. Auch gibt es in den staatlichen Hochschulen Quotenplätze und Stipendien für Minderheiten. Es gibt also keinerlei gesetzliche Diskriminierung.

    Der Knackpunkt beim Thema Tibet ist die Anerkennung des Dalai Lama. Dieser wird von den Chinesen nicht akzeptiert und es stimmt, dass man für den Besitz eines Bildes bestraft werden kann. Die Chinesen hatten bei ihrer Besetzung ja auf den Pantschen-Lama gesetzt. Ich stecke in dem Thema nicht so drin, aber das scheint so eine art zweiter gott gewordener Mensch zu sein.

    Da der Dalai Lama für die Tibeter im Gegensatz etwa zu dem Papst jedoch wirklich ein Art Gottheit darstellt, handelt es sich mit dieser Repression also um eine religiöse Unterdrückung.

    Die Tibeter als Volk stehen aufgrund der jüngeren Geschichte derzeit am Scheideweg. Wenn ich das richtig verfolgt habe, stellt selbst der Dalai Lama selbst seine eigene Figur als Gottheit inzwischen in Frage. So ist fraglich ob nach seinem Tod überhaupt dieses ganze Prozedere der „Findung“ einer neugeborenen Gottheit, überhaupt noch einmal durchlaufen wird. Und selbst wenn es so kommt, werden die Tibeter danach erst einmal keine aktive Symbolfigur haben. Es muss sich ja bei dem Nachfolger um einen kleinen Jungen handeln, welcher dann von einem Oberpriester erzogen wird und somit frühestens 20 Jahre später politisch überhaupt aktiv werden kann.

    Für die Tibeter ist die jetzige Phase, in welcher China unter internationaler Beobachtung steht, quasi der letzte Strohhalm, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.

    Unabhängig von dieser „gesetzlichen“ Repression muss man natürlich auch den alltäglichen Rassismus mal betrachten. Die Chinesen haben gegenüber ihren Minderheiten eine unangehme „Unart“. Diese werden eher als „rückständige“ Exoten betrachtet. Sollte jemand mal in China sein, sollte er unbedingt die Gelegenheit wahrnehmen, eines der Minderheitendörfer zu besuchen. In fast jeder größeren Stadt gibt es ein Freilandmuseum in welchem jede der Minderheiten eine Haus hat und Minderheiten welche in traditionellen Kleider lustig tanzen. Hat irgendwie etwas von Zoo.
    Das ist unterschwellig natürlich sehr verletzend. Offene Diskriminierung habe ich in China nie erlebt. Da geht es in Russland ganz anders ab. Als Kaukasier in Moskau hat es sehr viel schwerer. Die sind für die Polizei vogelfrei.

    Und damit dann mal zur Quintessenz meines Beitrages. Die Chinesen (und damit meine ich auch das „normale“ volk und nicht die Partei) können die westliche Kritik in diesem Punkt absolut nicht nachvollziehen. Die genannten Bevorzugungen wurden nicht revidiert. Dazu hat man riesige Anstrengungen unternommen, um die Infrastruktur in Tibet zu verbessern. Beispiel ist die Tibetbahn, welche jetzt nach Lhasa geht und Milliarden kostet. Aus chinesischer Sicht hilft man den „armen“ Tibetern auf dem Weg in ein modernes Leben. Allerdings wird dies von den wirklich religösen Tibetern so nicht wahrgenommen, denn in ihrer Religion zählen halt noch andere Dinge als fließend Wasser und ein Farbfernseher.