Tja, nun kann auch ich ein Fazit ziehen.
Die Flops. der HSV und die HSG Wetzlar.
die Überraschungen:
Da gab es einige.
1. Kronau/Östringen
Der Klub hat das Optimum heraus geholt. Vor der Saison wurden die Kröten ja als die Geldmaschine schlechthin dargestellt. Die Entwicklung sieht aber sehr gesund aus.
2. TVG
Nach den ersten Spielen sah ich die Tage von U.Roth ja schon gezählt. Wie man sich irren kann. Generell entwickelt sich beim TVG viel. Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass z.T. nur noch 1000 Leute nach Aschaffenburg kamen.
3 THW
Die Dominanz des THW hatte ich ja schon geahnt. Zum Glück waren in dieser Saison Flensburg und Gummersbach gut drauf, so dass es lange relativ eng aussah. Positiv hat mich überrascht, dass Kim Andersson sich so schnell etabliert hat. Auch dass Szilagyi eine so wichtige Rolle einnehmen wird hätte ich nicht gedacht.
Dass die Zebras auch in Zukunft in ca 13 von 17 Heimspielen nur Sparringpartner zu Gast haben, wird die Zuschauergunst wohl nicht schmälern. Wäre auch in Zukunft dankbar für jegliche Hinweise eine ansatzweisen Jugendarbeit. Vielleicht legen sich meine schwarz-weißen Komplexe ja irgendwann.
Zur HSG Wetzlar ist noch zu sagen. Die Einnahmen blieben unter den Planungen zurück. Das war in dieser Saison ein Rückschritt und man sieht, dass nur mit einer tollen Halle und einem netten VIP-Bereich nicht automatisch Geldgeber Schlange stehen.
Zum größten Teil dadurch bedingt kam es zu den vielen Wechselspielchen. Rein handballerisch gesehen war die letzte Saison für mich enttäuschender. Die Spiele zu Hause gegen Essen oder in Frankfurt gegen Wallau werde ich wohl mein Leben lang nicht mehr verdrängen können.
Letztlich hatten wir noch Glück. Hätte sich einer der Stammspieler ernsthafter verletzt wäre es das wohl gewesen.
Für die kommende Saison kann man sich eigentlich nur Ruhe wünschen. Der Kader wird verdammt jung, dafür aber breiter aufgestellt. Hoffen lässt mich das leidensfähige Publikum. Trotz der Querelen lag der Zuschauerschnitt über den Erwartungen und die Stimmung in meinen Ohren sehr gut. (naja, ich kannte vorher nur Wallau ;))
Eine wichtige Erkenntnis ist auch, dass Doppelspielrechte sehr riskant sind, wenn man mit den Spielern sportlich plant. Wir hatten dieses Jahr sechs und alle sind in die Hose gegangen. Ich schätze alle betroffenen Spieler sind reichlich frustriert gewesen.
Ist sicher mal ein eigenes Thema wert. Ich kenn kaum ein Doppelspielrecht in der Liga, welches gut gegangen ist. Einige Klubs verzichten ja auch völlig darauf.