ZitatOriginal von Olaf
Mir wäre ein Sieg am Dienstag sowieso lieber als am Samstag. Sollte der THW auch in Flensburg gewinnen, würde mir das langsam unheimlich werden.
du meinst langweilig. unheimlich wäre das bei dem kader nicht.
ZitatOriginal von Olaf
Mir wäre ein Sieg am Dienstag sowieso lieber als am Samstag. Sollte der THW auch in Flensburg gewinnen, würde mir das langsam unheimlich werden.
du meinst langweilig. unheimlich wäre das bei dem kader nicht.
ZitatOriginal von Ronaldo
Ines, die wissen einfach ein wenig mehr als wir. Die Fusion der beiden Kreisrivalen wird ja schon länger gemunkelt. Das ist ähnlich wie in Flensburg und Kiel, nur durch eine Fusion kann man die großen Ziele erreichen. Am Anfang wird noch dementiert...
vor drei jahren wäre das vielleicht ein thema gewesen. da hieß die rechnung vielleicht elend+elend = mittelmaß. die tussen haben sich aber mittlerweile aus dem elend befreit.
wäre ja zunächst einmal zu klären, wann er das letzte spiel für weissrussland gemacht hat. und dann ist auch fraglich ob heiner sich durchringt einen 31-jährigen weissrussen zu bringen. von der klasse her sehe ich mit abstand vor den derzeitigen deutschen kandidaten. das hat die letzte wm gezeigt. da deutschland zur wm jedoch gehörig unter erfolgsdruck steht, tippe ich mal 70:30, dass er spielt (wenn er lange genug nicht für belarus gespielt hatte). velyky kann man ja als ausnahmen sehen, aber wenn dann 2/7 des stammes schon aus dem ausland kommen, lässt mich das schon an katarische verhältnisse denken.
ZitatOriginal von Jenny
Da gibts viele Gründe, aber die werden sich dir wohl nie erschließen ....
gib mir doch mal einen tipp. ich kann mir das nur so erklären, dass normalo-thw-anhänger leute wie heinzi und klausi sind, die seit 25 nebeneinander sitzen. die haben bei luftmatrazenspielen jetzt immer noch themen: prostataleiden, angelurlaub, das neue kukident......
ZitatOriginal von Phunky
Mal abgesehen davon, es ist in der (Handball) Bundesliga ja nun auch wirklich nicht üblich, dass die großen Vereinen die kleinen leer räubern. Meistens holt man doch aus dem Ausland und/oder tauscht untereinander, und gibt einige dieser Spieler dann an die kleineren Vereine ab, wie z.B. Klimovecz von Flensburg zu den Rhein-Neckar-Muschis.Meines Erachtens sind die Bedenkenträger hier eindeutig zu früh dran, Verhältnisse wie in der Fußball-Bundesliga haben wir noch lange nicht.
so kann nur ein indoktrinierter THW-Anhänger reden, für den die welt in schwarz-weiß leuchtet. natürlich ist die entwicklung bedenklich. sie fällt nur nicht so ins gewicht, da die mannschaftskader kleiner sind und der thw nicht jedes jahr auf einkaufstour geht wie etwa schalke. bedenklich ist doch vor allem, das es nur noch drei top-klubs gibt die dann im jahr vielleicht 10 mal ernst machen müssen.
in einem aritkel der welt wurde mal zu delitzsch eine interessante analogie gebracht. für die ist die bundesliga als ob man auf einer luftmatratze die ostsee überqeren würde.
wenn ich an den thw denke, muss dass im vergleich dazu ein flugzeugträger sein mit allen möglichen ABC-Waffen sein. Mit Dominik Klein holen sie sich dann noch die wasserstoffbombe als sahnehäubchen.
ich weiß, dass ich nicht ganz richtig ticke in der beziehung, aber ich frag mcih immer noch welche motivation ein thw-anhänger hat in der ostseehalle den kampf zwischen luftmatratze und flugzeugträger anzuschauen.
und nochmal zu d.k.: warum soll er warten. er spielt die dritte saison bundesliga. letzte saison bei wallau der top-spieler. diese beim tvg. wo soll der sich noch stabilisieren?
war sicher ein ablenkungsmanöver. interesse an gensheimer vorspiegeln und hinterm rücken mit klein alles klar machen. aber das ist natürlich nur die verschwörungstheorie eines vom sozialneid zerfressenen frustrierten.
ich hab so ein bauchgefühl, dass der thw es diesmal packt. sind ja immerhin drei neue dabei die noch nicht das gefühl kennen vor dem spiel schon dünnes in der hose zu spüren.
ich prophezeihe mal, dass der thw im märz nächsten jahres verkündet: "jetzt wo die meisterschaft entschieden ist, wollen wir auch den rekord schaffen und ohne verlustpunkt die saison abschliessen"
ZitatOriginal von horny01
wie oft der schon in MD angekommen sein soll, kann man schon nicht mehr an zwei Händen abzählen
was soll diese häme? er hatte eine verkorkste anfangssaison und ich hatte auch gedacht, dass er in der liga nicht ankommt. ist doch umso schöner, dass es doch geklappt hat. er ist ein guter anspieler und hat schöne wurfvarianten drauf. erinner mich immer noch gern an die em in slowenien. da war er für mich einer der besten spieler des turniers.
interessant finde ich GB's Neuzugang. Franzose der zuletzt iin Mazedonien sein Geld verdient hat. Muß ja ein echter Abenteuerer sein. Da wird ihn auch die TSG nicht schocken könne. wobei ich bei denen kaum ne chance seh. GB und Obernburg scheinen in dieser Phase doch schon deutlich abzufallen.
auch wenn es mich für die spannung in der liga freuen würde, wenn der weg von dominik klein nicht zum thw führt, so wäre es für mich schon ein mittleres wunder, wenn er nicht dorthin geht. dafür ist die "qualität" des gerüchtes einfach zu hoch.vom potenzial her kenne ich keinen besseren LA in der Liga, auch wenn ich Gensheimer ebenfalls noch nicht gesehen habe. D.K. ist wohl der mit Abstand schnellste Konterspieler. Dazu ist er auch immer mal für einen wurf über die deckung gut. auf mitte habe ich ihn auch schon des öfteren gesehen und auch da hat er potenzial. zudem spielt er ganz brauchbar auf der vorgezogenen Deckungsposition. neben diesem potenzial hat er aber eben vor allem das zeug die leute durch seine spielweise von den sitzen zu reissen. man nehme nur jansen als vergleich, denn ich aufgrund seiner deckungsstärke in deutschland noch auf nummer eins sehe. der macht auch geile tore, doch durch die eher introvertierte art, kommt das nicht so rüber.
offiziell stand es wohl noch nirgends oder? allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass sich der tvg über die vertragslaufzeit ausgelassen hat. von daher wird das wohl seinen grund haben. und warum sollte "uns uwe" das jetzt rausposaunen. der reibt sich doch lieber mehr oder weniger still die hände und holt das ding dann irgendwann im winter raus. muss ja auch noch eine schmissige PM von wegen "hoffen, dass er sich bei uns gut weiterentwickeln kann" geschrieben werden.
vor allem wäre dann ja jetzt schon klar, dass addi wagner sich nen neuen verein suchen muss. würde sicher das betriebsklima stören.
so wie das mit klage und gegenklage aussieht, wird man wohl maximal einen vergleich abschliessen, der sicher weniger als die ausstehenden 300000 + X bringt. Ich drücke mal ganz fest die Daumen, dass der finanzielle Atem für GWD reicht. Will ja noch ein Rückspiel in wetzlar sehen ![]()
ZitatUnd ganz ehrlich eine Merkel als Kanzlerin??? Eine Frau ohne Profil und Ausstrahlung - NEIN.
auch wenn das wahlergebnis diese aussage bestätigt, finde ich persönlich, dass die frau schon profil hat. sicher nicht so eine profilneurose wie der aktuelle kanzler, aber politisches geschick hat sie schon. eine frau als erst kanzlerin, zudem mit dem dem hitnergrund (ostdeutsch, physikerin) hätte ich als spannende sache empfunden.
hier ein artikel, welcher das deutsche problem gut beschreibt. da das schlechte abschneiden der cdu ja oft mit den steuerplänen in zusammenhang gebracht wird, kann es mir auch nur so erklären, dass ein umdenken in diesem land verdammt schwierig ist.
ZitatAlles anzeigenKolumne: Freiheit und Verantwortung
von Christian Schütte
Ein unbescheidener Vorschlag gegen die deutsche Depression.Umfrage: Erfolg im Leben wird vor allem von Kräften bestimmt, auf die wir keinen Einfluss habenUnd? Wie geht es uns jetzt? In Berlin ist das bis Mittwoch an einem "Depressionsbarometer" vor der Volksbühne abzulesen, einer drei Meter hohen Röhre mit Markierungsflüssigkeit, die das Ergebnis einer laufenden Internet-Umfrage anzeigt. In den vergangenen Monaten bewegte sich Deutschland laut diesem Indikator hart am Rande einer depressiven Verstimmung, nur leicht aufgeheitert durch den Bundesligastart, die Papst-Visite und, jawohl, die Aussicht auf die Bundestagswahl.
Überraschend ist dieser Befund nicht. In den Kinos läuft gerade ein deutscher Dokumentarfilm mit dem Titel "Die große Depression", alle Meinungsumfragen zeichnen ein stabiles Bild des Jammers: Laut einer Studie für das Magazin "Neon" empfinden zwei Drittel der jungen Menschen die Stimmung hier zu Lande als niedergeschlagen. Die R+V-Versicherung, die seit 15 Jahren die Ängste der Deutschen vermisst, meldete kürzlich, dass inzwischen jeder Zweite "große Angst" habe - ein neuer Rekordwert.
Wenn Politik, auch und gerade Wirtschaftspolitik, zu einem guten Teil Psychologie ist, dann sind das denkbar schlechte Startbedingungen für die neue Bundesregierung.
Hilflosigkeit macht Angst
Hier deshalb ein unbescheidener Vorschlag, jenseits des (notwendigen) Streits um "Giftlisten" und Mehrwertsteuerpunkte: Die neue Regierung sollte gar nicht erst versuchen, ihr verängstigtes Volk zu überzeugen, dass bald alles wieder sicher und bei der Politik in den besten Händen sein wird.
Sie sollte stattdessen jede einzelne Maßnahme einfach danach beurteilen, ob sie den Bürgern ermöglicht, wieder mehr Einfluss auf ihr persönliches Geschick zu nehmen und dafür die Verantwortung zu tragen.
Es spricht nämlich vieles dafür, dass Frustration, Angst und Niedergeschlagenheit nicht entstehen, weil ein Mensch in eine schwierige Lage gerät. Sondern vor allem dann, wenn er das Gefühl hat, keine Kontrolle mehr über sein Schicksal zu haben, wenn er sich selbst nur noch als hilflosen Spielball übermächtiger Kräfte erlebt - mögen diese nun Arbeitslosigkeit, Finanzamt oder demografischer Wandel heißen. Ob der Unternehmer an Bürokraten verzweifelt oder der Hartz-IV-Empfänger daran, dass er sich zum Bittsteller gestempelt sieht - in beiden Fällen geht es nicht nur um Geld. Sondern mindestens so sehr um Gängelung und Entmutigung.
Es ist im Wahlkampf heftig darüber gestritten worden, welcher Umfang an staatlicher Intervention in Deutschland denn künftig noch wünschenswert und zu bezahlen ist. Sein oder Nichtsein des Sozialstaats stünden jetzt auf dem Spiel, räsonierte beispielsweise Joschka Fischer. Blättert man einmal nach, was Sozialwissenschaftler über den Zusammenhang zwischen persönlichem Glücksempfinden und staatlichen Sozialleistungen herausgefunden haben, dann erscheint diese ganze Aufregung reichlich übertrieben. Der Soziologe Ruut Veenhoven etwa, der an der Erasmus-Universität Rotterdam die zentrale Datenbank mit Umfragen zur Lebenszufriedenheit in aller Welt pflegt, kommt zu einem Ergebnis, das er zu Beginn seiner Forschungsarbeiten zunächst selbst nicht recht glauben konnte: "Das Leben in einem Staat, der sich zurückhält, ist genauso gut wie in einem Staat, der sich von der Wiege bis zur Bahre kümmert." Ob der Staat sich einmischen sollte oder nicht, sei letztlich "politische Geschmackssache".
Die glücklichsten Bürger der Welt leben laut Umfragen in Nordamerika, Skandinavien und Australien. 64 Prozent der Dänen, aber auch 58 Prozent der US-Amerikaner sind "sehr zufrieden" mit ihrem Leben, fanden die Forscher von Harris Poll kürzlich heraus. In Deutschland äußerten sich gerade mal 21 Prozent so positiv.
Lieber im Auto als im Flugzeug
Das psychologische Problem hier zu Lande ist offenkundig nicht, dass der Sozialstaat inzwischen zu klein oder auch zu groß geraten ist. Der eigentliche Grund für die selbstquälerische Unzufriedenheit könnte schlicht darin bestehen, dass die Deutschen ganz besonders wenig eigene Einflussmöglichkeiten sehen.
Ein eindrucksvolles Indiz für diese These liefern Befragungen, die vom amerikanischen Pew Research Center weltweit durchgeführt worden sind. Die Forscher wollten unter anderem wissen, worauf die Menschen persönlichen Lebenserfolg zurückführen. Wenig überraschend ist das Ergebnis in den USA: Nicht einmal jeder Dritte glaubt hier, dass der Erfolg von Kräften bestimmt wird, die er selbst nicht beeinflussen kann. Ähnlich selbstbewusst sind daneben nur noch die Kanadier.
In Deutschland hingegen empfinden sich mehr als zwei Drittel der Befragten irgendwie als Opfer der Verhältnisse - Tendenz steigend. Höhere Werte wurden nur noch in der Türkei, Südkorea und Mali gemessen.
Die Seelenverwandtschaft mit Südkorea zeigt, dass Geschichte eine Rolle spielen kann. Auf welcher Seite einer Mauer jemand im Kalten Krieg geboren wird, prägt Lebenschancen dramatisch - und ist vom Einzelnen kaum zu korrigieren. In Deutschland verliert diese Schicksalsmacht aber immer mehr an Kraft.
Wie psychologisch wichtig das Gefühl ist, selbst Einfluss zu haben, ist aus dem Alltag längst bekannt. Die meisten Menschen fühlen sich zum Beispiel am Steuer ihres Autos sehr viel wohler und sicherer als im Sessel eines Flugzeugs - obwohl die objektive Unfallstatistik eher gegen das Auto spricht. Während der Autofahrer das Gefühl hat, auch in heiklen Situationen selbst handeln zu können, ist der Flugzeugpassagier vollständig abhängig und kann gerade noch seinen Drink selbst wählen. Kein Wunder, dass die Nerven da besonders schnell blank liegen, wenn es Turbulenzen gibt.
ZitatOriginal von Jenny
So eine Begeisterung wie beim Spiel gegen Göppingen halte ich bei diesem Spiel für schwer vorstellbar, aber ich denke nicht, dass Melsungen sich großartige Hoffnungen machen sollte .......
wie sieht denn begeisterung beim thw aus? ging die welle?
so sieht es aus. schön für dominik, welcher ziemlich jung schon im olymp angekommen ist. für die entwicklung der liga finde ich es zum ![]()
dann schieb ich noch einmal einen subjektiven artikel der wnz nach. hier gibt es einen neue sich auf die fragliche szene mit caillat.
ZitatAlles anzeigenWenn die Schwarz-Gelben einem Grünen Rot zeigen, dann mag das am Wahlwochenende seinen ganz eigenen Charme haben. Für die HSG Wetzlar war es am Samstagabend im Handball-Bundesligaspiel beim TSV GWD Minden/Hannover der Anfang vom Ende, an dem eine unglückliche 27:28 (16:14)-Niederlage stand. Nach dem unberechtigten Platzverweis gegen Christian Caillat 20 Minuten vor Schluss kam die Spielgemeinschaft aus Dutenhofen und Münchholzhausen vom Weg ab. Nach einem brutalen - und mit zwei Minuten für Übeltäter Ognjien Backovic nur unzureichend bestraften - Foul an Spielmacher Nebojsa Golic war sie entscheidend geschwächt. Die Niederlage beim bis dahin sieglosen Tabellenletzten tat also in jeder Hinsicht weh. Denn die Aufbruchstimmung nach dem grandiosen 35:34-Sieg über Titelaspirant SC Magdeburg zum Saisonstart ist damit vorerst verflogen.
Wortlos und mit hängenden Köpfen verließen die meisten Spieler das Feld in der mit 2000 Zuschauern nur gut zur Hälfte gefüllten Kampa-Halle schnurstracks in Richtung Kabine. Während die Gastgeber überglücklich ihren ersten Saisonerfolg feierten, auf den in der ersten Halbzeit noch fast nichts hindeutete.Über weite Strecken hatte die HSG, die zwischenzeitlich mit drei Treffern in Führung lag, alles richtig gemacht. "Unser Konzept war voll aufgegangen: die Abwehr stand kompakt, vorne haben wir schnelle Tore gemacht und die schnelle Mitte hat auch geklappt", zeigte sich Trainer Martin Schwalb zufrieden. "Wir haben es allerdings versäumt, mit vier oder fünf Toren in Führung zu gehen", monierte der nach seiner langwierigen Leistenverletzung in Abwehr und Angriff deutlich verbesserte Kreisläufer Mario Clößner: "Nach dem Seitenwechsel wollten wir weiter Dampf machen".
Andler/Andler machen ihrem zweifelhaften Ruf wieder einmal alle Ehre
Doch den machten die Ostwestfalen, die als Grün-Weiß Dankersen zweimal Deutscher Meister und dreimal DHB-Pokalsieger waren. Unterstützt von Nachlässigkeiten der HSG-Offensive im Abschluss und von den schwäbischen Brüdern Bernd und Harald Andler, die ihrem zweifelhaften Ruf als Heimschiedsrichter wieder einmal alle Ehre machten. Als der mit zwei Zeitstrafen vorbelastete Christian Caillat nach einem Foul vom daraufhin zu Recht für zwei Minuten vom Feld geschickten Jan-Fiete Buschmann mit einer schmerzhaften Schulterverletzung am Boden liegend von Physiotherapeut Peter Nagel behandelt wurde, ließen sich die schwachen Referees offenbar von lautstark "Fuß" reklamierenden Mindener Zuschauern beeinflussen und schickten den Franzosen mit zum dritten Mal - und folgerichtig für den Rest der Partie - vom Feld. Als der fassungslose Caillat daraufhin ironisch applaudierte, musste seine Mannschaft noch zwei Minuten länger zu sechst spielen.
"Damit hat er der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen", war Martin Schwalb genauso sauer auf seinen Halblinken wie Manager Rainer Dotzauer, der zuvor exakt den selben Satz gesagt hatte. "Darüber wird noch zu reden sein", schimpfte der Trainer, ehe er erfuhr, dass seinem zweifachen Torschützen in der entscheidenden Szene von den Schiedsrichtern übel mitgespielt wurde.
Noch schmerzlicher als der Verlust im linken Rückraum, wo der übereifrige Lars Kaufmann diesmal nicht in die Bresche springen konnte, war der Ausfall von Nebojsa Golic, der bis dato als achtfacher Torschütze und genialer Anspieler gleichermaßen geglänzt hatte. "Ich konnte auf einem Auge überhaupt nichts mehr sehen", klagte der Rückraumregisseur, der in den letzten Minuten dennoch aufs Feld zurückkehrte. "Er ist das Herz und das Hirn unseres Spiels und einfach nicht zu ersetzen", betonte Martin Schwalb. "Ein solcher Führungsspieler hat es nicht verdient, hier auf diese Art als Verlierer vom Platz zu gehen".
Gefeierter Mann beim "sehr glücklichen Gewinner", so GWD-Trainer Richard Ratka, war Stephan Just. Der Ex-Eisenacher, der zuvor schon einmal per Strafwurf am starken HSG-Torwart Axel Geerken gescheitert und erst im Nachwurf erfolgreich war, traf fünf Sekunden vor Schluss von der Siebenmetermarke. "Glück gehabt", kommentierte der zehnfache Torschütze trocken: "Gut für mich, schade für Axel".
"Dieser Sieg war überlebenswichtig für uns", atmete Mindens Manager Horst Bredemeier erst einmal tief durch. Denn der Traditionsverein steht nicht nur sportlich unter Druck. Weil die Betreiber der Arena in Hannover, wo die Ostwestfalen die Hälfte ihrer Heimspiele austragen sollen, seit Juli mit ihren vertraglich vereinbarten Zahlungen im Rückstand sind, fehlen angeblich schon 360 000 Euro vom Saisonetat.
Ganz so dramatisch ist die Wetzlarer Situation sicherlich nicht. Aber die Euphorie aus dem Magdeburg-Spiel ist verflogen. Sportlich drückt der Schuh an mehreren Ecken. Auch wenn Torwart Axel Geerken sowie die Kreisläufer Robert Sighvatsson und Mario Clößner wieder deutlich Aufwärtstrend zeigen. Alexis Alvanos kann nicht immer den Helden spielen wie gegen Magdeburg. In Minden vergab der Grieche in der Schlussminute den verdienten Teilerfolg. Christian Caillat bleibt bei aller Qualität eine Reizfigur für gegnerischen Fans und Schiedsrichter. Und auf Linksaußen ist die Mannschaft nach dem Rücktritt von Arvydas Kestawitz, über dessen Comeback angeblich intern schon wieder diskutiert wird, nicht bundesligatauglich besetzt.
Trainer Schwalb blickt - äußerlich ganz locker - nach vorn. Und kündigte den Mindener Glückspilzen bereits vielsagend an: "Wir sehen uns in Wetzlar."
klar, caillat hatte sich nicht im griff. wenn ich an andler/andler und die hsg denke kann er ja auch noch froh sein, dass die aktion nicht im spiebericht aufgenommen wurde. ein anderer spieler wurden ja schon mal für eine halbes jahr gesperrt.
kann mir, auch in erinnerung des spiels im letzten jahr, nicht des eindrucks verschliessen, dass gwd gerade die stärksten wetzlarer spieler
bewusst hart foult. (backovic gegen golic)
ansonsten bleibt unter dem strich wohl: Pech gehabt. ich hoffe mal, dass golic inzwischen wieder sehen kann und dann hätten wir für diese siason die mindener knochenmühle halbwegs überlebt.
hier noch mal eine spielbericht aus der wnz. ich frag mich allerdings wirklich wofür caillat seine dritte zwei-minuten-strafe bekommen hat. das foul kam doch von buschmann.
ZitatAlles anzeigenBernd und Harald Andler und die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Erneut spielten die Schiedsrichter-Brüder aus dem Schwabenland, die einst in Gummersbach den damaligen Trainer Velimir Petkovic und Rückraumspieler Gennadij Chalepo für Wochen beziehungsweise Monate aus dem Verkehr gezogen hatten, Schicksal für die Grün-Weißen.
Nach einer höchst zweifelhaften dritten Zeitstrafe gegen Christian Caillat und zusätzlichen zwei Minuten gegen die Mannschaft, weil der fassungslose Franzose nach der roten Karte noch protestierte, gerieten die Domstädter gestern Abend bei GWD Minden/Hannover auf die Verliererstraße und hatten am Ende unglücklich mit 27:28 (16:14) das Nachsehen.Der K.o.-Schlag kam fünf Sekunden vor Schluss, als der ehemalige Eisenacher Stephan Just den starken HSG-Keeper Axel Geerken von der Siebenmetermarke überwand und mit seinem zehnten Treffer den schmeichelhaften ersten Saisonsieg des bisherigen Tabellenletzten aus Ostwestfalen perfekt machte.
"Wir haben über weite Strecken kompakt gestanden und unsere taktischen Vorgaben in die Tat umgesetzt", zeigte sich Trainer Martin Schwalb von der Vorstellung seiner Mannschaft erneut nicht unzufrieden. Wenn da nicht nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und einem couragierten Kampf in einer Phase, "als es Spitz auf Knopf ging", wie es der Nachfolger von Holger Schneider formulierte, das bittere Ende gewesen wäre. Nach einem rüde Foul von Jan-Fiete Buschmann, wofür der Mindener Nationalspieler bereits zwei Minuten statt der berechtigten roten Karte kassiert hatte, musste Christian Caillat nach minutenlanger Behandlung auf dem Feld plötzlich wegen eines angeblich vorausgegangenen Fouls - oder Fuß - auch raus. Was nach zwei vorausgegangenen Zeitstrafen eine Matchstrafe in der 39. Minute bedeute. Als der schon vorher bei fast jedem Ballkontakt von den 2000 Zuschauern in der Kampa-Halle ausgepfiffene zweimalige Torschütze in Richtung Schiedsrichter ironisch klatschte, musste seine Mannschaft zwei weitere Minuten lang in Unterzahl spielen. "Damit hat er uns einen Bärendienst erwiesen", grantelte Manager Rainer Dotzauer, der noch zur Pause zufrieden lachte und den rechten Daumen in die Höhe streckte.
Doch nach ständig wechselnder Führung und einem offenen Schlagabtausch war es um die HSG erst geschehen, als der einmal mehr überragende Spielmacher Nebojsa Golic nach seinem Tor zum 21:20 für Wetzlar in der 43. Minute vom Slowenen Ognjen Backovic, der nur zwei Minuten dafür bekam, einen Schlag ins Gesicht erhielt und danach praktisch ausfiel. "Mit ihm hat uns einfach der Kopf gefehlt", haderte Trainer Schwalb.
"Mit Golic wäre es ganz schwer für uns geworden", gab auch der sichtlich erleichterte GWD-Coach Richard Ratka offen zu. "In fremden Hallen kommt es halt immer wieder vor, dass dich die Schiedsrichter benachteiligen", ärgerte sich Alexis Alvanos. "Aber auch wir haben heute Fehler gemacht", räumte der Grieche ein, der 40 Sekunden vor dem Ende ganz frei an GWD-Torwart Malik Besirevic gescheitert war und damit zumindest den hochverdienten Punktgewinn vergeben hatte.
Minden: Besirevic, Buhrmester (bei einem Siebenmeter) - Backovic (2), Niemeyer (7), Kusilew (2), Kunisch, Kraft, Vukas, Buschmann (5), Gudjonsson (2), Simon, Just (10/5), Schäpsmeier.
Wetzlar: Geerken, Nicolai Weber (bei einem Siebenmeter) - Clößner (1), Lex, Sighvatsson (3), Klimpke (1), Kaufmann (2), Alvanos (3), Karipidis (7/5), Golic (8/2), Caillat (2).
Schiedsrichter: Andler/Andler (Remseck/Stuttgart) - Zuschauer: 2000 - Zeitstrafen: Minden drei (Backovic zwei, Buschmann), Wetzlar fünf (Caillat vier, Alvanos) - verworfener Siebenmeter: Just (Minden) scheitert an Geerken (26.).
hier steht der erste kurzbericht. leider hat sich caillat nicht im griff gehabt. ansonsten war man auf hsg seite nicht unbedingt mit den schieris glücklich. letztlich aber pech gehabt. wenn man 30 sekunden vor ende selbst frei verwirft und am ende noch einen siebenmeter kassiert.