Freundeskreis am Pranger
Wallauer Frieden erneut gestört
Hofheim/Großwallstadt · 19. Mai · jh/sob · Am 25. Mai soll die Entscheidung fallen, ob der Handball-Erstligist SG Wallau/Massenheim die Lizenz für die nächste Saison erhält. Dabei könnte entscheidend sein, ob im Lizenzantrag der Trägervereine am 10. März von der neuen Sportbetriebs GmbH die Rede war. Dies ist unwahrscheinlich, da diese erst am 13. April gegründet wurde. Indes hat Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, angekündigt, "dass das Lizenzverfahren konsequenter als in der Vergangenheit betrieben wird."
Drei Tage vor dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) bei Frisch Auf Göppingen hat die jüngste Vergangenheit die Panther eingeholt, weil Gesellschaftssprecher Ralf Jahncke in einer persönlichen Erklärung den so genannten Wallauer Freundeskreis um Ex-Hauptsponsor Harald Scholl scharf angriff. Laut Jahncke habe der Freundeskreis der derzeitigen, unter vorläufiger Insolvenz stehenden Spielbetriebs GmbH 130 000 Euro zugesagt, die nie bei der SG eingegangen seien. Dagegen hätten die Gesellschafter Jahncke, Timm Reichold, Gramm und Daniel Deckers 175 000 Euro der zugesagten 250 000 Euro eingezahlt. Das Angebot von Scholl vor rund zwei Wochen, die neue GmbH gegen eine Zahlung von 125 001 Euro und eine Bankbürgschaft von 500 000 Euro zu übernehmen, sei von den Gesellschaftern der neuen GmbH abgelehnt worden, "weil es schlecht war", so Jahncke.