Nachvollziehen kann ich deine meinung schon. es ist für uns natürlich einfach, aus der sicheren ecke heraus mit dem finger zu zeigen.
ausserdem hat schröder mit seinem kategorischem nein von anfang an, den kontrollen den druck genommen. da hat der medienkanzler auch ein feines gespür für volkes stimme gehabt und sich in die zweite amtszeit gerettet.
die grundfrage ist doch aber, ob damit der terrorismus zurückgeht. ich glaube nicht. es wird noch mehr leute geben, die in den heiligen krieg gegen den westen wollen.
die bilder sind für mich trotzdem pervers. sowas auf der titelstory einer zeitung, da fragt man sich doch schon, in was für einer zeit wir noch leben.
Ausserdem werfe ich den amis vor, dass da kein funken von selbstkritik kommt. die tatsache, dass man saddam früher unterstützt hat, als es halt geopolitisch genutzt hat, macht doch das ganze gequatsche von der demokratie überflüssig.
man kann ein land wie den irak nicht zwangsdemokratisieren. das ist für mich bevormundung.
in afganistan klappt es ja auch nicht.
den amerikanern fehlt jedes gespür für kulturelle und historische eigenheiten.
ZitatOriginal von Meikel
Das ist wirklich ein schweres Thema.Ich kann es zumindest nachvollziehen, dass die Amis diese Fotos veröffentlicht haben. Hier geht es ganz einfach um Kriegspsychologie, darum, dem irakischen Volk zu zeigen, dass die ehemalige Führung nicht mehr existiert. Man verstösst allerdings klar gegen die Genfer Konvention, das passiert im Krieg allerdings ständig.
Der Beginn des Krieges im Irak durch die Amis war sicherlich ohne UNO-Mandat völkerrechtlich nicht in Ordnung. Andererseits bin ich auch froh, dass mit Saddam Hussein ein Mann, der für den Tod tausender Menschen verantwortlich ist, nicht mehr an der Macht ist. Dies wäre ohne die Amis sicherlich nicht der Fall. Das bedeutet nicht, dass ich mit den Amerikanern und ihrem Präsidenten Bush sympathiere, aber ich tue mich auch schwer damit, alles was dort passiert als negativ anzusehen.
Ehrlich gesagt haben wir es doch einfach. Wir sind nicht betroffen und auch nicht verantwortlich. Deshalb halte ich es auch für falsch, eine klare Position zu beziehen.