Meines Erachtens ist es ein Problem, das ein Einspruch auf der Begrifflichkeit "spielentscheidend" aufgebaut wird. Bei diesem Spiel und dem von mir verlinkten Beispiel, da sind wir uns wohl alle einig, ist es natürlich spielentscheidend, ob das Spiel verloren oder unentschieden ausgeht. In beiden Fälle lag eine Mannschaft, 2 bzw. 3 Sekunden vor Spielende mit einem Tor hinten und hätte maximal ein Unentschieden erreichen können.
Ich nehme wahr, dass die öffentliche Wahrnehmung ist: "Handballregeln sind zu kompliziert". Das ist ja durchaus ein Grunddilemma unserer Sportart.
Man schaue sich mal die Schlagzeilen an "Posse", n-tv übernimmt "Handballmafia" in den Aufreisser.
in der MDR-Mediathek gibt es ein paar Videosequenzen. In den Kommentaren (insgesamt vielleicht 30) nicht ein substanzieller Beitrag zu den Regel, nur Unverständnis wegen 3 Sekunden und Betrugsunterstellung.
Im Endeffekt können wir TUSEM aber dankbar sein. Es wurde ein Präzedenzfall erzeugt mit erheblicher medialer Wirkung und Unruhe in der Handballszene.
Das erzeugt Druck und deshalb ist nicht auszuschließen, dass an den Einspruchsfristen gedreht wird. Das schafft das Problem nicht aus der Welt, aber ist aus meiner Sicht der einzige Weg.
Der verpflichtende techn. Delegierte wird kommen, was am Ende wieder die Vereine trifft, welche die Kosten zu tragen haben. Dürften pro Spieltag auch wieder 3-400 euro. Extra sein.
So ganz klar, wird mir nicht, warum Essen in die Revision ging. Es war doch absehbar, dass die Wiederholung im Erfolgsfall in die Urlaubsphase fällt. Am Ende kommt raus, dass auch Essen wenig Druckmittel hat um seine Angestellten aus dem Urlaub zu holen, für die Aussicht auf die Pokalteilnahme.
Auch in Essen scheint man nicht mit komplett klarer Strategie in das Verfahren gegangen gegangen zu sein. Oder man war sich sicher, dass Helge das Ding gewinnt und wollte nicht auf seinen horrenden Anwaltskosten sowie den Verfahrenskosten sitzen bleiben.
Aber wie ich schon schrieb: Im Nachhinein kann man Essen dankbar sein.