Verdy gab zudem die Ergebnisse vorheriger Tests bei anderen Sportlern bekannt. Fußball ist mit 21,8 Prozent positiver Fälle bei 32 untersuchten Kickern am häufigsten betroffen. Im Radsport waren es vier von 37, fünf von 30 im Rugby und drei von 22 in der Leichtathletik. Die AFLD teilte mit, dass die betroffenen Sportverbände informiert worden seien. Die Namen der Sportler wurden nicht bekannt gegeben. Insgesamt wurden 138 Proben in zwei spezialisierten Labors auf verbotene Substanzen untersucht. Von den 22 auffälligen Proben betreffen 18 das Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron), drei Fälle Testosteron und ein Fall beide Substanzen. DHEA ist in den USA in Nahrungsergänzungsmitteln zu finden, in Frankreich unterliegt es der Rezeptpflicht.
Der Arzt des französischen Fußball-Verbandes FFF, Pierre Rochcongar, zeigte sich beunruhigt über die hohe Anzahl der positiv getesteten Fußballer. "Wenn es anormale Resultate gibt, versuchen wir, die Dinge korrekt aufzuklären. Was DHEA betrifft - ein vorgelagertes Hormon - haben wir noch keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über Muskelaufbau und Verkürzung der Wiederherstellung der alten Leistungsfähigkeit, wie das bei anderen Anabolika der Fall ist." Der Arzt will sich jetzt mit der französischen Anti-Dopingbehörde in Verbindung setzen, sagte aber, dass in Frankreich tausend Fußballer zweimal jährlich einen biologischen Kontrolltest zu absolvieren haben.