1/2 Preis wäre wohl deutlich realistischer.
Verleihen braucht man allerdings nichts, das Vorverkaufsrecht ist auf einer Extrakarte, die sich Stammblatt nennt. ![]()
Beiträge von UlfN
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Also Karabatic und Jicha können auch ganz gut Abwehr und Angriff spielen

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Original von Brummsel[/i]
Ist das ein Aufruf von Tröger, erst die Medaillen abzugreifen - sofern möglich - und anschließend Peking bzw. China gegenüber zu protestieren? Die Dinge, die Claudia Roth von sich gegeben hat, sprechen auch nicht gerade von Durchblick. Tröger hat doch nur die offizielle Position des IOC dargestellt, was er als deren Mitglied auch machen muss.Genau diese Position des IOC ist doch das, was zu kritisieren ist. Ob es nun die pers. Meinung von Tröger ist, oder eben nicht. Mag etwas einfach von Frau Roth formuliert sein, aber okay.
Schön finde ich, dass der IOC unbedingt politisch neutral bleiben will und sich damit politisch auf die Seite Chinas stellt. So blind kann man doch nicht sein. -
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Donnerstag, 3. April 2008
Protest führt zu Ausschluss
Tröger droht Olympia-StarternDas deutsche Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Walther Tröger, droht Sportlern mit dem Ausschluss von den Wettkämpfen, sollten sie bei den Olympischen Spielen in Peking offen gegen Chinas Tibet-Politik protestieren. "Wer in gekennzeichneten Bereichen gegen das Verbot unzulässiger Werbung oder Propaganda verstößt, kann unverzüglich und nach Prüfung des Einzelfalls ausgeschlossen werden", sagte Tröger der "Frankfurter Neuen Presse".
Jeder Sportler kenne die Regeln des IOC und verfüge über andere Möglichkeiten des Protests. "Selbstverständlich steht ihm frei, an den Spielen nicht teilzunehmen, wenn er nicht bereit ist, die Regeln anzuerkennen", ergänzte Tröger, der seit 1989 Mitglied des IOC ist.
Inakzeptabler "Maulkorb"
Als "Einschüchterungsversuch für mündige Athletinnen und Athleten und den Versuch, ihnen ihre Bürgerrechte zu nehmen" bezeichnete die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, die Äußerungen Trögers und nannte sie "inakzeptabel". Man könne von China nicht Meinungsfreiheit einfordern, "wenn ein deutsches IOC-Mitglied unseren Sportlern Maulkörbe verpassen will".
Statt Sportlern mit Ausschluss zu drohen, sollte Tröger daran erinnern, "was bei der Vergabe der Olympischen Spiele mit der chinesischen Führung in Sachen Menschenrechte und Meinungsfreiheit verabredet wurde", erklärte Roth.
Nach Trögers Ansicht haben die IOC-Regeln auf abgeschlossene Wettkämpfe rückwirkend keinen Einfluss. "Ergebnisse des Wettkampfs - vor allem Medaillen-Gewinne - können nach Beendigung nur bei Verstößen gegen die technischen Wettkampfregeln annulliert werden", sagte Tröger der Zeitung. ...So viel zum Thema Proteste

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Ich bin endlich von Alice weg und zu 1&1 gewechselt. Keine Probleme seit deutlich weniger Anfangsproblemen als bei Alice.
Die Probleme mit dem Telefon/Internet stundenweise kannte ich vorher bei Alice auch zur genuege.

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Original von horny01
Naja, fragt sich, wem es da mit wem zu blöd wird...

Genau das war auch mein Gedanke. Stellt sich halt immer die Frage, wer hier der Bittsteller ist

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Original von Felix0711
Natürlich ist es nicht schön, dass China sich derzeit wieder auf seine "alten Stärken" besinnt. Natürlich war es falsch, die Spiele nach Peking zu vergeben. Aber genauso falsch wäre es auch, die Spiele jetzt zu boykottieren, schon allein weil ein Olympia-Boykott noch nie etwas gebracht hat und absolut scheinheilig wäre (wenn auch nicht ganz so scheinheilig wie der von 1980, wo dann die USA [und West-Deutschland] die "Gegenseite" in Afghanistan lustig mit Waffen hochgerüstet haben).Es gibt drei Optionen:
1) Business as usual
2) Eröffnungsfeier boykottieren -> dafür!
3) Alle Sportler laufen unter olympischer Flagge auf. So sind die Sponsoren zufrieden, die Länder wissen trotzdem bescheid und man hat deutlich gemacht, dass man mit China nicht einverstanden ist.Naja, nur weil bisher Boykotte nicht das gelbe vom Ei waren, heisst das ja nicht, diesmal waere es auch falsch.
1936 waere ein Boykott sicherlich nicht wirklich falsch gewesen. Er haette vielleicht nicht den Krieg verhindert, aber die groesste Propagandaveranstalltung haette nicht stattgefunden, die Aussenpolitik der Alliierten waere vielleicht etwas haerter ausgefallen.
Eine grosse Propagandaveranstaltung werden wir wohl auch ueber uns ergehen lassen muessen und der Katalzsator fuer den aktuellen Konflikt ist nun mal auch Olympia. Ich weiss nicht, ob es okay ist, dass Menschen sterben damit Europaer sich Medalien ueberhaengen duerfen, auch wenn diese sie wirklich verdient haben. -
1936 sollte eigentlich genug gezeigt haben, dass so etwas verhindert werden sollte. Man kann sich vom olympischen Komitee nicht so blind stellen und sagen, es gehe nicht um Politik, es gehe um Sport.
Die Vergabe an Peking war absolut falsch, jetzt wird es schwer das wieder in die richtige Bahn zu bekommen. -
Ich habe ein Motorola Motofone F3. Und ich bin absolut glücklich. Ein echtes Telefon. Man kann mit viel Willen auch eine SMS schreiben, aber mehr kann es wirklich nicht. Finde ich richtig klasse

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... Erik Zabel war nach Erkenntnissen der Kommission unter Vorsitz von Hans Joachim Schäfer bereits während der Tour de Suisse 1996 gedopt. «Auch Erik Zabel begann im Jahr 1996 während der Tour de Suisse eine dreiwöchige EPO-Kur», heißt es in dem auf der Internetseite http://www.uni-freiburg.de veröffentlichten Bericht. Der jetzige Milram-Sprinter hatte am 24. Mai 2007 eingeräumt, «kurz vor der Tour de France» 1996 EPO benutzt zu haben. Das sei aber ein einmaliger Test gewesen, den er am Ende der ersten Tour-Woche beendet habe. Die Tour de Suisse lief 1996 vom 11. bis zum 20. Juni. Die Tour de France begann am 29. Juni 1996.
Schäfer betonte, dass der Zwischenbericht keine neuen Vorwürfe gegen Zabel beinhalte. Dessen dreiwöchige EPO-Kur während der Schweiz-Rundfahrt 1996 widerspreche nicht dem, was Zabel bei seinem tränenreichen Geständnis eingeräumt hatte. «Das deckt sich absolut», sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Radprofi aus Unna habe diese Kur gestanden - und nicht mehr. «Wahrscheinlich hat er auch nicht mehr gebraucht, weil er ein Sprinter ist. Zabel ist kein klassischer Doper», sagte Schäfer.
Neben Zabel beschäftigten sich die drei Kommissionsmitglieder Schäfer, Wilhelm Schänzer und Ulrich Schwabe unter anderen auch mit dem aktuellen Astana-Fahrer Andreas Klöden. «Im Jahre 2000 hat es eine Medikamentenlieferung an die Freundin von Andreas Klöden gegeben - eilig, über Nacht. Die Frachtkosten wurden gebucht über das Konto `Dopingfreier Sport`», sagte Schäfer. Der Doping-Jäger Werner Franke hatte gegen Klöden und weitere T-Mobile-Fahrer Strafanzeige wegen Betrugs erstattet. Franke ist davon überzeugt, dass «zwischen fünf und sieben» T-Mobile-Profis während der Tour 2006 an der Freiburger Universitätsklinik gedopt haben. ...
Und noch ein paar Quellen zum Thema:
Die Dopingfälle bei Team Telekom und T-Mobile
Schediwie nimmt Klöden in Schutz
Klöden: Anwälte sollen für Aufklärung sorgen
Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus
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Naja, die können schon noch besser.
Aber vielleicht muss sich Kiel damit ja nicht auseinandersetzen *daumendrück* -
Die Saison läuft zwar schon, aber wer Lust hat, kann sich ja hier zur Fantasy-Radsport-Saison anmelden.
Diesmal gibt es auch hier eine Liga (Name: Handballecke, Passwort: handballfieber), es stehen nicht nur die Pro-Tour Teams zur Verfügung, auch Continental pro und Continental sind anwählbar. Die Zahl der Rennen ist größer, man darf 4 Transfers pro Monat tätigen und insgesamt bis zu 3 Teams mit je max. 24 Fahrern aufstellen.
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Unwürdige Szene nach Tod des Sohnes
Van Impe muss Dopingprobe im Krematorium abgeben16.03.2008 - (rsn) - Auch ein trauernder Vater hielt in Belgien Dopingkontrolleure nicht davon ab, ihrem Job nachzugehen. Nach dem Tod von Kevin van Impes Sohn Jayden, der nach einer Frühgeburt starb, kam es zu einer unwürdigen Szene im Krematorium im belgischen Lochristi. Dort hielt sich Van Impe (Quick.Step) auf, um die Modalitäten für die Verbrennung des Leichnams seines Sohnes zu besprechen, als plötzlich ungebetener Besuch auftauchte: Dopingkontrolleure.
Die wollten von van Impe eine Probe nehmen und warnten ihn, dass er bei Weigerung eine zweijährige Sperre riskieren würde. Van Impe bat die Tester um Verständnis und um eine Verschiebung der Kontrolle. Doch die Tester reagierten unsensibel und bürokratisch. ,,Ich sollte es gleich tun oder es würde als ein verweigerter Test angesehen“, so van Impe gegenüber Sport.be.
Der flämische Sportminister Bert Anciaux bedauerte diesen Vorfall und kündigte an, dass man in Zukunft solche unglücklichen Umstände vermeiden wollte. ,,Gesetze müssen eingehalten werden, man muss aber auch die menschliche Perspektive im Auge behalten“, sagte Anciaux gegenüber Belga. ,,Ich kann gut verstehen, dass der Fahrer in diesem Moment andere Sachen in seinem Kopf hatte als einen Test.“
Ich lasse das mal umkommentiert.
@Meteo: Stimme Dir voll und ganz zu.
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Velyky hatte aber auch nur noch ein halbes Jahr Vertrag. Das ist dann schon ein gewaltiger Unterschied.
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Original von Linksaussen
hercules and love affair - blind (vocals: anthony. genau, der von anthony and the johnsons)ich wüßte im moment nicht, was da noch kommen soll, daß der song nicht song des jahres wird. unglaublich gut und seit tagen mein dauer-ohrwurm.
Herrlicher Song. Hat genügend Elemente, die ich eigentlich nicht mag, trotzdem einfach herrlich. Und eben ein absoluter Ohrwurm!
Und aktuell kommt dann noch ein Lied dazu, dass aufgrund des Films "La Vie En Rose" und dem gesinge der Melodie von einer Kollegin mir nicht mehr aus dem Kopf geht:
Zum Glück schwebt mir immer noch der Spatz im Kopf rum und nicht diese grauenvolle Adaption.
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Naja, wenn sie das Geld bekommen, wäre es doch auch nicht schlecht für Flensburg. Der HSV muss weiter auf 3 Hochzeiten kämpfen, auch gut für die Titelambitionen der SG. Und vom guten abschneiden deutscher Teams im EC profitiert die SG sowieso.
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Original von Tobi75
mit den Randbedingungen des Status quo als Argument kann man zu keinem anderen Ergebnis kommen. Und warum die deutschen Talente mehr verdienen wollen und können ist auch klar - es gibt zu wenige. Jetzt sollte man aber auch mal die Frage stellen, warum es zu wenige gibt. Haben wir weniger Talent zum Handballspielen, oder woran liegt das?Ich sehe da tatsächlich keine so signifikanten Unterschiede zwischen Deutschland und dem Rest der Welt. Auch Schweden, Dänemark, Frankreich, Kroatien, Russland oder wer auch sonst noch hat doch nur eine begrenzte Zahl an wirklichen Topspielern, an Talenten.
Wie schreibt Meteo so schön über mir - Es gibt viel mehr Ausland als Inland. Wir haben in der HBL doch nicht mehr Top Franzosen als Deutsche. Oder Schweden. Oder Dänen....
Und selbst wenn man dann im Rest der Welt noch guckt, werden da doch keine signifikanten Unterschiede zu finden sein. Die Heimatliegen haben doch, wie schon oft gesagt, oftmals nur das Niveau unserer 2. Liga. Die HBL zieht aufgrund ihres Geldes eben die Topstars nach Deutschland. Talent wird nicht durch Einsatzzeiten geschaffen, es existiert oder eben nicht. Das zu Formen geht sicherlich nur über großen Einsatz, aber dann kommen eben auch die Einsatzzeiten. Auch beim THW, der SG Fl oder eben Melsungen.wmk: Auch von mir ein Top!
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Original von Joh
Was anscheinend nur mich interessiert:Sparkasse, gehört der Stadt Essen
Stadtwerke, gehören ebenfalls der Stadt EssenBei den Spnsoren handelt es sich im wesentlichen um kommunale Betriebe, welche hier Steuergelder für den Handballsport verwenden.
Wie immer bei Steuergeldern, sehr fragwürdige Praxis! Ob die Steuerzahler dies so wollen, wer fragt dies? Niemand!
Dies ist nichts spezielles für Essen oder den Handballsport, aber trotzdem in Ordnung? Ich finde dies nicht!
Kleine Anmerkung dazu: Zwar mag die Sparkasse und die Stadtwerke der Stadt gehören, dennoch finanzieren diese sich nicht vorrangig aus Steuergeldern. Die haben schon andere Einnahmequellen und wenn man sich über die aufgrund TUSEMs gestiegenen Strompreise ärgert, dann muss man z.B. Rudolph genauso die gestiegenen Medikamentenkosten vorwerfen

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Mal ein ganz interessanter Bericht (ohne eine Wertung der Sauberkeit im Radsport damit vornehmen zu wollen):
ZitatGP di Lugano: Wegmann springt ein
Kortisonbehandlung: Gerolsteiner verzichtet auf De Bonis28.02.2008 - (Ra) – Der Italiener Francesco De Bonis wird am kommenden Sonntag nicht beim Schweizer Eintagesrennen GP di Lugano antreten können. Wie de Bonis Gerolsteiner-Team am Donnerstag mitteilte, ist ein Bienenstich, der eine Kortisonbehandlung erforderlich machte, die Ursache für den Startverzicht des 25-jährigen Neuzugangs.
„Das Team Gerolsteiner verzichtet freiwillig darauf, Francesco De Bonis einzusetzen, weil er mit Kortison behandelt werden musste. Wir sind Mitglied der M.P.C.C. Nach deren Codex wird der Fahrer ab sofort für zwei Wochen für wettkampfunfähig erklärt“, erklärte Teamchef Hans-Michael Holczer.
Nach dem internen Reglement der Teamvereinigung für einen glaubwürdigen Radsport (M.P.C.C., Mouvement pour un Cyclisme Crédible) erhalten Fahrer, die eine lokale Infiltration mit Kortikoiden bekommen haben, eine 15tägige Arbeits- und Rennpause verordnet. Trotz einer therapeutischen Ausnahmegenehmigung von UCI und WADA lässt das Regelwerk der im September 2007 in Stuttgart gegründeten M.P.C.C. einen Wettkampfeinsatz nicht zu.
Für De Bonis wird nun der Freiburger Fabian Wegmann kurzfristig ins Gerolsteiner-Aufgebot für das Rennen am Luganer See berufen.
Als Anmerkung: Hier geht es also nicht im Ansatz um ein Dopingvergehen. Mit solchen Kortisonbehandlungen wird in anderen Sportarten (auch Handball, wenn ich mich recht entsinne, über die "Fitspritzen" von Lövgren wurde mal geschrieben, dass es um Kortison ging), Sport betrieben.
Stellt sich mir die Frage, ob das über das Ziel hinausschießt oder ob das Vorbildcharakter haben sollte.
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ZitatAlles anzeigen
UCI warnt Teams vor Start bei Paris-Nizza
Steuert der Radsport auf den Showdown zu?26.02.2008 - Berlin (dpa/Ra) - Der Radsport-Weltverband UCI und der mächtige Tour-de-France-Veranstalter ASO steuern auf eine Kollision zu, die mit einem Totalschaden für den ohnehin angeschlagenen Radsport enden könnte. Vor dem traditionellen Etappenrennen Paris-Nizza (9. - 16. März) warnt die UCI die Profi-Teams in einem Brief vor einer Teilnahmen an dem ASO-Rennen, das unter die Regie des französischen Verbandes gestellt wurde. Mögliche Konsequenzen für startende Teams nannte der Dachverband noch nicht. In dem Verbands-Schreiben heißt es aber warnend: «Die UCI vertraut darauf, dass die Teams die Ernsthaftigkeit der Situation erkennen und auf einen Start verzichten, auch im Hinblick auf mögliche Sanktionen.»
Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer sieht in dem sich zuspitzenden Streit einen «Vorlauf für die Tour» und gab zu bedenken: «Alle 18 ProTour-Teams haben bei der UCI eine Bankgarantie in Höhe eines Viertels aller Fahrer-Gehälter hinterlegt.» Damit hält die UCI ein probates Druckmittel in der Hand und könnte gegebenenfalls drastische Strafen verhängen. «Das Minimum der Bürgschaft beträgt 604 000 Euro, bei vielen Teams wird es über eine Million liegen», sagte Holczer der Deutschen Presse- Agentur dpa.
Der Gerolsteiner-Chef hat sich noch nicht entschieden, wie er sich verhalten wird. Unter den Teams und deren Sponsoren würden intensive Beratungen beginnen. Holdzer hofft auf «Möglichkeiten einer Synthese. UCI, ASO und die Teams müssen sich an einen Tisch setzen.» Wenn keine Einigung zustande kommt, befürchtet der ehemalige Lehrer «den großen Showdown, bei dem uns von beiden Seiten die Kugeln um die Ohren fliegen werden». Luc Eisenga, der Kommunikations-Manager des niederländischen Rabobank-Teams, hofft auf eine rasche Einigung der Streithähne: «Wir Teams sind nicht direkt Partei, nur die Leidtragenden.»
Das seit 1933 ausgetragene Rennen hat sich unter die Schirmherrschaft des französischen Verbandes gestellt, was zur Folge hatte, dass die UCI Paris-Nizza als «Privat-Veranstaltung mit keinerlei Verbindung zum organisierten Sport der Olympischen Familie» deklarierte. Der Dachverband werde die Leitung der Doping-Kontrollen verweigern, keine Kommissäre schicken und keinen Sieger anerkennen, hieß es in dem Schreiben. UCI-Präsident Pat McQuaid rief das französische Sportministerium und den französischen Verband auf, ihre Haltung noch einmal zu überdenken.
Der Streit zwischen den Renn-Veranstaltern mit der ASO an der Spitze und der UCI schwelt seit Jahren. Die vergangene Tour mit drei Doping-Fällen und den Querelen um den Dänen Michael Rasmussen, der im Gelben Trikot die Rundfahrt verlassen musste, hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Tour-Chefs unterstellten der UCI im Fall Rasmussen eine gezielte Provokation und erteilten McQuaid eine Art Platzverbot. Die Verlagsgruppe ASO kündigte an, die von ihnen veranstalteten Rennen - darunter auch der Klassiker Paris-Roubaix - in Zukunft außerhalb der UCI-Verantwortlichkeit zu stellen. Vor dem Saisonstart war der Weltverband den Organisatoren entgegen gekommen, hatte sie von starren Einladungs-Kriterien entbunden und den ProTour- Rennkalender modifiziert.
Wenn es hart auf hart kommt, könnten die Teams, die wegen der Doping-Diskussion ohnehin mit dem Rücken zur Wand stehen, in einer schwierigen Zwickmühle stecken. Entweder sie folgen der UCI und können ungehindert an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilnehmen, oder sie folgen der ASO und haben freie Fahrt beim für alle Sponsoren und Profis größten Highlight Tour de France und anderen wichtigen Rennen. Dass sich die ASO nicht mehr an UCI-Regeln gebunden fühlt, hat die Verlagsgruppe bereits mit der kategorischen Ausladung des Astana-Teams für Paris-Nizza, Paris-Roubaix, Tour de France und alle andere ASO-Rennen bewiesen.
Im Vorjahr hatte die ASO trotz UCI-Warnung auch einen Nicht-Start der schwedischen Unibet-Mannschaft, die für einen privaten Wettanbieter warb, bei Paris-Nizza durchgesetzt.
Ein paar Artikel zu den Ausschlüssen von Astana (mit u.a. Klöden und den Vorjahrestoursieger Contador):
Fröhlich: Astana hat keine Chance sich einzuklagen
Rapp: Astana hat keine Men in black mehr
Frei: Astana wird die Antwort auf der Straße geben
Contador und Klöden bei der Vuelta willkommen
Edit: Hier die ersten Antworten zu den UCI Rundschreiben:
Aso: Paris - Nizza findet wie vorgesehen statt
Belgische Teams wollen starten
Edit Edit: Pro Tour Teams stellen sich gegen UCI