Das mit dem Asthma ist nicht wirklich neu. Die "legalen Dopinggeschichten sind nicht schön, aber verglichen mit den deutlich härteren, ungesunderen illegalen Dopingmitteln, die auch in höheren Dosen eingenommen werden, ist das albern.
Hier die letzten News zu Lance, weiterhin aus dieser Quelle:
http://www.radsport-aktiv.de/sport/sportnews_36043.htm
ZitatAlles anzeigenGentest könnte "Fall Armstrong" klären
(sid) - Nach Meinung des deutschen Wissenschaftlers Ilja Demuth könnte der des Dopings beschuldigte siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong selbst Licht in das Dunkel um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bringen. Der Humangenetiker von der Berliner Charite ist davon überzeugt, dass der Texaner mit einem Gentest zweifelsfrei belegen kann, ob die positiv auf EPO getestete Urinprobe aus dem Jahr 1999 tatsächlich von ihm stammt."Wir können mit einer Sicherheit von 99,99 Prozent, vielleicht sogar mehr, beweisen, ob der Urin einer Person zuzuordnen ist", sagte Demuth der "Netzeitung". Für die Standard-DNA-Analyse bräuchte ein Genetiker nur eine Vergleichsprobe von Armstrong. Eine solche Probe könne zum Beispiel aus Speichel gewonnen werden.
Der Vorsitzende der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard Pound, hält die Durchführung eines Gentests für den richtigen Schritt: "Die Wada begrüßt es, wenn eine solche Möglichkeit zur Verfügung steht. Wir wollen Athleten nicht zu Unrecht beschuldigen, aber schuldige Sportler auch nicht laufen lassen, falls wir das verhindern können", so Pound.
Ex-Betreuer belastet Armstrong
Unterdessen wurde Armstrong, in dessen eingefrorene Urin-Proben von 1999 angeblich das Blutdopingmittel EPO nachgewiesen wurde, von Aussagen eines ehemaligen Betreuers seines früheren Teams US-Postal erneut belastet. Der Pfleger Ron Jongen, der von 1992 bis 2000 in der Mannschaft des US-Amerikaners arbeitete, behauptete in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Limburgsdagblad, dass sich während der Rundfahrt 1999 "seltsame Dinge" abgespielt hätten.
So hätten drei spanische Ärzte stets Kontakt zum Team US Postal gehalten. Die Mediziner seien allerdings nicht in einem Auto mit dem Logo des Teams herumgefahren, sondern in farbig anders gestalteten Wagen. Während die Autos des Rennstalls vor den Hotels geparkt hätten, hätten die Mediziner stets den Hintereingang benutzt. "Und sie haben nie auf der gleichen Etage übernachtet wie das Team", sagte Jongen, der aus dem niederländischen Kerkrade stammt.
Auch bei der anschließenden Spanien-Rundfahrt sei der Kontakt mit den drei unbekannten Medizinern aufrecht erhalten worden. Allerdings sei man in der gewohnten Behutsamkeit und Vorsicht miteinander umgegangen.
Armstrong wahrscheinlich gedopt
Berlin (dpa) - Der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard Pound, sieht im Fall des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong eine «sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass es eine Dopingaktivität gegeben hat».Dies erklärte Pound in einem Interview mit der «Netzeitung». Die WADA habe mittlerweile die Unterlagen eingesehen. Armstrong selbst bestreitet jeglichen Gebrauch unerlaubter Mittel. Der zurückgetretene Radprofi aus den USA wird nach der nachträglichen positiven Analyse von sechs B-Proben aus dem Jahr 1999 beschuldigt, während seines ersten Tour-Siegs das Blutdopingmittel EPO benutzt zu haben. Über entsprechende Ergebnisse des französischen Labors in Chatenay-Malabry hatte zuerst die Sportzeitung «L`Equipe» berichtet.
«Nach meiner Auffassung ist es ein sehr gutes Labor. Es gehört zu den weltweit führenden Labors bei der Erforschung von EPO», sagte Pound. «Ich habe also keinen Grund zu der Annahme, dass die Analyse der Proben nicht ordnungsgemäß war. Das Labor hat ja die EPO-Spuren in vielen Proben gefunden. Es mag sein, dass EPO-Spuren mit der Zeit aus dem Urin verschwinden, aber es kann doch nicht sein, dass erst kein EPO drin sein soll und dann wie aus dem Nichts doch auftaucht.»
Eine mögliche Bestrafung von Armstrong sei rechtlich allerdings sehr problematisch, räumte Pound ein und erinnerte an die 1999 gültigen Regeln des Rad-Weltverbandes UCI. Dagegen sprechen außerdem verfahrenstechnische Gründe. Pound befürwortet indes einen Gentest, um festzustellen, ob die positiven Urinproben tatsächlich von Armstrong stammen.
Das französische Labor lagert nach eigenen Angaben noch 46 weitere positive Dopingproben aus den Jahren 1998 und 1999. Pound sagte, die WADA habe zwar die Berichte zu den Analysen erhalte, aber keine Namen. Daher konnte er auch nicht sagen, ob deutsche Sportler betroffen sind. Gespannt zeigte er sich auf die angekündigte Stellungnahme des Rad-Weltverbandes. «Wenn die UCI-Funktionäre jetzt feststellen, dass offenbar eine Reihe von Topfahrern selbst nach dem Desaster um das Festina-Team bei der Tour 1998 positiv auf EPO getestet wurde, demonstriert das klar: Der Radsport hat ein sehr ernstes Problem. Und es zeigt, dass die UCI bei der Lösung des Problems keinen Erfolg hatte», unterstrich Pound.