Er sitzt auf der Bank im Auswechselraum (!)
...deswegen erhält der MV eine Bestrafung (4:2)
Zitatund hat ein Trikot an.
...das kann ein Zuschauer auch machen und ist trotzdem noch kein Spieler...
Er sitzt auf der Bank im Auswechselraum (!)
...deswegen erhält der MV eine Bestrafung (4:2)
Zitatund hat ein Trikot an.
...das kann ein Zuschauer auch machen und ist trotzdem noch kein Spieler...
ZitatIch meine, dass es sinnwidrig wäre, einen Wechselfehler eines nicht teilnahmeberechtigten Spielers anders (milder) zu behandeln, als einen Wechselfehler eines teilnahmeberechtigten Spielers.
Ein nicht teilnahmeberechtigter Spieler ist regeltechnisch aber eben ein "Zuschauer". Welches Merkmal "qualifiziert" ihn denn dazu dass er bestraft werden kann im Gegensatz zu einem nicht sporttreibenden Zuschauer des Spiels?
Gegenfrage:
Wenn sich ein Zuschauer entsprechende Spielkleidung anzieht inkl. Trikot, das Spielfeld betritt und ins Spielgeschehen eingreift, wie wird dann entschieden?
Ein SR hat keine Handhabe gegen eine nicht am Spiel teilnehmende Person außer nach der Maßgabe der Regeln (Tor/7m bei Verhinderung einer Torgelegenheit durch einen Zuschauer etc). Nur wenn diese Person als Spieler, Offizieller etc. bekannt ist kann durch einen Bericht eine Sperre/Bestrafung erwirkt werden. Ebenso wie bei Strafen nach dem Spiel.
Du kannst gern jede Situation mit einer Gegenfrage hinterfragen. Aber frag dich doch einfach mal wie das pragmatisch funktionieren soll wenn eine Person, die nicht auf dem Protokoll steht, eine Hinausstellung bekommt. Wo soll die eingetragen werden? Wer sitzt die dafür ab? Wo steht das in den Regeln?
Alles anzeigen@ Tlpz: Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Wenn die Voraussetzung einer persönlichen Strafe der Eintrag im Protokoll wäre, gäbe es Regel 16:11 a) - Regelwidrigkeiten außerhalb der Spielzeit - Vor dem Spiel - nicht.
Dennoch gute Frage. Ich schlage mal eine Lösung vor:
Hier findet also eine Unterscheidung zwischen "Spieler" und "teilnahmeberechtigt" statt. D.h. - zwingend logisch - ein Spieler ist auch ein Spieler i.S.d. Regeln, wenn er nicht teilnahmeberechtigt ist.
Rechtsfolge bei Verstoß ist eine Strafe gegen den MV.Regel 4:5 sagt:
Hier findet KEINE Unterscheidung der Begriffe "Spieler" und "teilnahmeberechtigt" statt. Da Regel 4:3 (wie oben dargestellt) sagt, dass ein Spieler auch Spieler i.S.d. Regeln ist, wenn er nicht teilnahmeberechtigt ist, kann auch ein nicht teilnahmeberechtigter Spieler (der ja in diesem speziellen Fall außerdem "inaktiv", aber dennoch namentlich im Protokoll geführt war) einen Wechselfehler begehen. Demnach könnte er auch hinausgestellt werden.
Oder ist das falsch gedacht?
Lothar, hier denkst du leider falsch. Zunächst einmal: In 4:3 wird definiert, wann ein Spieler teilnahmeberechtigt ist. Ist er nicht anwesend und steht er nicht im Protokoll, ist er nicht teilnahmeberechtigt, kann demzufolge nicht nach den Spielregeln bestraft werden. Eine weitere Unterscheidung im Text der Spielregeln ist daher nicht notwendig und würde eher zu noch mehr Verwirrung führen. 4:3 führt außerdem weiter aus, dass (nur) ein teilnahmeberechtigter Spieler jederzeit die Auswechsellinie übertreten darf (unter Beachtung von 4:4 und 4:6).
Regelwidrigkeiten außerhalb der Spielzeit können vom SR auch erst dann geahndet werden, wenn der Spieler auf dem Protokoll steht. Ansonsten bleibt, ebenso wie bei Regelwidrigkeiten nach dem Spiel, nur der schriftliche Bericht als Möglichkeit.
Ein nicht auf dem Spielprotokoll stehender Spieler kann auch schon mit HInblick auf 4:5 gar keine Hinaustellung erhalten. Es ist der fehlbare Spieler (-> 4:3 Spieler = anwesend und im Protokoll eingetragen) zu bestrafen. Wie soll das rein logisch funktionieren wenn der Spieler nicht am Spiel teilnimmt? Wer soll dann das Feld verlassen wenn der Spieler nicht nachgetragen wird, wozu er nicht verpflichtet ist (oder schreiben wir den Zuschauer der auf das Feld läuft und ein Tor verhindert dann auch auf das Protokoll?)? Wäre es dann nicht auch ein Regelverstoß wenn dafür ein anderer Spieler diese Strafe absitzen müsste, da ja der fehlbare Spieler bestraft werden muß?
Fakt ist: Haben die SR den "Wechselfehler" mit einer Hinausstellung bestraft obwohl der Spieler noch nicht auf dem Protokoll stand dann war es ein Regelverstoß der SR. Spielentscheidend war er nicht, da in der 46. Minute. Sieht es das Sportgericht anders, dann siehe Kommentar von JA!.
ZitatZu deiner Frage: Wenn ein nicht eingetragener Spieler einen Wechselfehler begeht (also nicht nur als nicht eingetragen das Spielfeld betritt, sondern wirklich kurz als ein Spieler zu viel auf dem Feld), muss es doch trotzdem eine Hinausstellung für die Mannschaft geben, oder? Weiß gerad nur nicht, ob an den Spieler persönlich? Müsste aber eigentlich so sein, glaub ich.
Wenn der Spieler nicht auf dem Protokoll steht, kann er auch nicht bestraft werden. Er steht nicht auf dem Protokoll, unterligt somit nicht den Handballregeln und kann demnach auch keinen Wechsefehler begehen. Er müsste ja auch nicht unbedingt nachgetragen werden. Dann wäre er wie ein Zuschauer zu behandeln, der einfach mal so das Feld betritt.
Der MV wird bestraft weil er dafür zu sorgen hat, dass sich mit Anpfiff nur die auf dem Protokoll befindlichen Personen im Auswechselraum aufhalten. Hier könnte es allerdings eine "Sonderegelung" geben, da im elektronischen Spielbericht m.E. ja Spieler geladen, aber auf passiv gesetzt werden können...
ZitatAuf jeden Fall hat der HSV Einspruch eingelegt.
Einspruch? Wogegen? Und mit welchem Ziel? Spielwiederholung? Die gibt es nur bei einem spielentscheidenden Regelverstoß. Und spielentscheidend in der 46. Minute erkennt kein Sportgericht an...Der HSV sollte sich das Geld für den Einspruch sparen...
Das ist für mich Ansichtssache - die verantwortlichen Offiziellen kamen bereits gestern zum Schluss, dass der Ball zu spät über die Linie ging. Die werden heute und in Zukunft keine andere Position dazu haben.
Dies sollte auch in Barcelona klar sein - Einspruch gegen die Spielwertung dürfen sie dennoch einlegen (wenn sie zuviel Geld haben)
Korrekt Lord Vader. Barcelona kann ja gern gegen eine Tatsachenentscheidung der SR in Einspruch gehen. Ändern wird man da am Ergebnis nix mehr. Und was das spanische Fernsehen da gesehen haben will, na ich weiß ja nicht. Außerdem haben wir ja in D Erfahrung damit, wir können das schon wieder gerade biegen (http://thomas.ketterers.net/wp-content/upl…land_wm2010.jpg ) ![]()
Bist du das was dein Nick vorgibt? Dann solltest du doch wenigsten selbst ein paar Ansatzpunkte haben wie der SR entscheiden könnte/sollte...
ich bin doch normal nur festgespielt wenn ich 2 spiele in 4 wochen in der gleichen mannshcaft spiele oder?
Falsch! Nach §55 Abs 4 gelten mehrere höhere Spielklassen als eine Spielklasse von einer unteren Mannschaft aus gesehen. Aus Sicht der 3. Mannschaft bist du also in einer höheren Spielklasse festgespielt, wenn du innerhalb von 4 Wochen ein Spiel in der 1. und eines in der 2. Mannschaft absolviert hast.
Wenn die 3. Mannschaft als erstes spielt oder zwischendrin dann müsste es gehen.
Jap.
meine Info die ich mal bekommen habe ist: Folgendes Szenario(Nicht die ersten beiden Saisonspiele, und Spielerin kommt aus der zweiten
1. WE Sa Spiel in der ersten
So Spiel in der zweiten
Darauffolgende
2. WE Sa Spiel in der zweiten
So Spiel in der erstenEs hoieß zu mir Spielerin ist nicht in der ersten festgespielt da sie duch dir zweispiele hintereinander in der zweiten wieder dort festgespielt ist. Aber das ist ganz komisch. Es hieß die vier Wochen regel ist unwichtig, es ist nur wichtig in welcher mannschfat sie zwei Spiele hintereinander bestreitet....
Dany, das ist kompletter Blödsinn. Und mal wieder sehr dürftig formuliert. Wer soll das verstehen???
PS: Es ist auch nicht wichtig was du irgendwann mal gehört hast sondern was in der Spielordnung steht...
Auch ich bin dagegen. Der Sinn dieses Paragraphen in der jetzigen Fassung wurde von den Initiatoren der Aktion leider nicht verstanden.
In den unteren Ligen würde bei einer Änderung die Jugendförderung nicht besser werden. In unteren Klassen, insbesondere im weiblichen Bereich, kann es durchaus sein, dass ein gut ausgebildeter Spieler in Klassen weit unter seinem Niveau eingesetzt würde. Wettbewerbsverzerrungen, wie von Benson beschrieben, wären die Folge.
Es ist daher zu befürchten, dass diese Spieler dann nur hin- und hergeschoben werden, ohne Konzept. Denn i.d.R. wird auf unterer Ebene doch der eingesetzt der da ist oder spielen kann. Jugendförderung sieht anders aus.
Die einzigste Änderung, die für mich halbwegs denkbar wäre, wäre, dass sich Jugendspieler nicht in Seniorenmannschaften festspielen können. Aber auch das setzt eigentlich kompetente Trainer voraus, um die Entwicklung auch zu gewährleisten...
Na dann werd ich mal versuchen den Staffelleiter davon zu überzeugen. Traurig das solche Unklarheit herrscht was dieses Thema angeht...
Auf unteren Ebenen ist das leider des öfteren so...
Das heißt, die 4 Wochen Spielpause die vom Staffelleiter angeführt werden als Begründung spielen definitiv keine Rolle? So lese ich es ja auch aus § 55 raus...
Nein, die 4 Wochen spielen keine Rolle. Also, Einspruch einlegen...
KLingt schon ziemlich abstruss. Aber auch die Äußerung von Heuberger zeigt, dass man das Problem der Manipulation garnicht kennt: Durch eine bessere Schulung der SR verhindert man keine Manipulation...
Ich denke du meisnt das Zeichen welches verwendet wird um zu signalisieren, dass weitergespielt werden soll. Ist aber kein offizielles Zeichen...
ZitatAber ein erfahrener SR, der vielleicht selbst auch Jugendtrainer ist, könnte schon schlichtend und moderierend eingreifen. Aber einfach zu sagen: "keine Rechtsgrundlage" - das kann man sich dann auch sparen...
Also die Frage im Ausgangspost war, ob der SR eine Tätlichkeit nach dem Spiel, die er nicht gesehen hat, bestrafen kann. Nein! Weiterhin meinte LagoTrainer, dass er als SR die Trainer notfalls zur Konversation zwingen würde. Nein, sowas geht nicht, da habe ich als SR keine rechtliche und regeltechnische handhabe. Darüber sind wir uns einig, oder?
Natürlich sollte ein erfahrener SR moderierend eingreifen, wenn er (nicht bestrafbares) Fehlverhalten der Spieler oder Trainer sieht...
Zu den aktuellen Videos: 1+2 sind kein Foul -> Fehlentscheidung. Nr. 3 ist ein Foul, der Ball wird aus der Hand geschlagen.
Ansonsten stimme ich SteamboatWillie zu. Das Löschen der Videos ist kontraproduktiv. Die Diskussionen erstecken sich über einen längeren Zeitraum als die Videos verfügbar sind. So können Argmente anderer nicht überprüft werden, was zu Fehlinterpretationen führt.
Wichtig ist auch nicht dass die ganze Bandbreite von Entscheidungen niedergeschrieben wird, sondern dass alle von der richtigen Entscheidung überzeugt werden.
Wozu bitte soll denn ein Körperkontakt von hinten bei einem Gegenstoß dienen??? Die Intensität des Kontaktes spielt kaum eine Rolle, sondern die Auswirkung des Kontaktes. Ich kann bei dem Tempo nichts, aber auch rein garnichts als "Abwehrspieler" erreichen, außer den Gegenspieler irgendwie vom Wurf abzuhalten und ihn evtl. zu verletzen.Also ist der Spieler/in zu diqualifizieren. Nicht mehr und nicht weniger!
Gruß
Also ist jetzt JEDER Verlust der Körperkontrolle das einzigste Kriterium und immer mit DQ zu ahnden? Bei jedem Foul? Na dann Prost Mahlzeit, hoffe eure Hände tun euch nicht weh vom vielen Schreiben...
Da SteamboatWillie meint alles sei als eine Aktion zu sehen: Dann seht bitte aber auch die gesamte Situation. Eure Einschätzung DQ bezieht sich ausschließlich auf das drücken mit dem linken Arm. Nicht gesehen dass die Abwehrspielerin den Ball spielt? Nicht gesehen dass die Abwehrspielerin erst drückt als sie schon halb vor der Angreiferin steht? Nicht gesehen dass die Angreiferin erst nach dem Ballverlust die Körperkontrolle verliert?
8:4 spricht mitnichten nur vom Versuch, den Gegenspieler aus dem Verelust der Körperkontrolle zu bringen, nach 8:4a führen zu einer Hinausstellung ausdrücklich Aktionen mit hoher Intensität oder bei hoher Laufgeschwindigkeit, sofern sie nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft werden. 8:5 schließe ich bei diesem Video allerdings aus. Es fehlen alle Entscheidungskriterien (außer dem Verlust der Körperkontrolle).
Sorry, aber ihr könnt mir nicht erzählen dass die Angreiferin unvorbereitet von dieser Aktion getroffen wurde! Die Abwehrspielerin hat sie mehrere Schritte mit Körperkontakt begleitet...
@meba, SteamboatWillie
Mal das Video in Zeitlupe schauen. M.E. klar erkennbar dass die Abwehrspielerin erst drückt als sie den Ball herausspielt. Vorher hat sie zwar Körperkontakt, aber der ist nicht regelwidrig und hat keinen Einfluß auf den Bewegungsablauf der Angreifern. Diese läuft trotz Kontakt aufrecht und unter voller Körperkontrolle...
Die Abwehspielerin drückt schon mit dem Ellbogen in den Rücken der Gegenspielerin als sie sich noch klar hinter ihr befindet, die Aktion passiert also von hinten.
Die Aktion zielt ausschließlich auf den Körper (Rücken)
Die Aktion ist bei hoher Laufgeschwindigkeit passiert.
Die gefoulte verliert im Lauf die Körperkontrolle.
Zum Zeitpunkt des ersten Drückens in den Rücken befindet sich die Angreiferin im Lauf und ist nicht in der Lage sich zu schützen.
Nein, zu dem Zeitpunkt wo die Abwehrspielerin in den Rücken drückt befindet sich ihr Arm vor der Angreiferin. Ebenso richtet sich die Aktion mitnichten ausschließlich auf den Körper, sonst würde sie ja wohl kaum den Ball spielen.
Die Aktion findet tatsächlich bei hoher Laufgeschwindigkeit statt und die Angreiferin verliert die Körperkontrolle. Das ist aber auch bei 8:4a gedeckt. Eine Gesundheitsgefährdung sehe ich bei dieser Aktion nicht wirklich...