Beiträge von TLpz

    Ersteinmal finde ich es gut, dass der Verfasser des Artikel (ich gehe mal davon aus dass das der Wahrheit entspricht) sich hier anmeldet und sich der Kritik zu seinem Artikel stellt.

    Prinzipiell bin ich dafür, die Schiedsrichterleistungen in Spielberichten zu erwähnen. Allerdings ist feststellbar, das i.d.R. immer nur eine schwache SR- Leistung niedergeschrieben wird, eine gute bleibt meist unerwähnt. Problematischer ist eigentlich eher, dass diese Einschätzungen oftmals subjektiv sind und Spieler, Offizielle und Presse sehr oft mit Regelunkenntnis glänzen. Deshalb würde auch ich als SR solche Berichte erstmal unter dem Punkt "Frustabbau nach Niedelage" abstempeln.

    Bei allem muss aber der notwendige Respekt gewahrt bleiben. Und das ist m.E. in diesem Artikel nicht. Die Milchbubi- Aussage läßt sich auch mit dieser Argumentation

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    Eigentlich sollte das vermehrt zum Ausdruck bringen, dass die Schiedsrichter für eine schon im Vorfeld doch eher brisante Partie, letztendlich zu jung waren. Ich denke ein wenig mehr Erfahrung hätte hier geholfen - und die kommt mit dem Alter.

    nicht relativieren denn: Die SR wurden vom Verband in die 3. Liga berufen, da Sie nach Meinung der Verantwortlichen bestimmte Kriterien erfüllen (wenn sie diese nicht dauerhaft erfüllen muss man die Kriterien oder die Entscheider hinterfragen). Außerdem ist die landläufige Meinung, dass nur durch die praktische Übung Verbesserungen erzielt werden können. Wer entscheidet den bei der Ansetzung ob das Spiel einen "erfahrenen" SR benötigt? Kann nicht auch ein eigentlich "leichtes" Spiel schwierig zu leiten sein und wären die SR dann nicht auch falsch angesetzt? Da bräuchte der Ansetzer schon eine Glaskugel. Was würde außerdem die Erfahrung von vielen "leichten" Spielen helfen wenn man dann erstmals ein "schweres" Spiel leiten soll? Dann hat man auch mit 35 die gleichen Probleme...

    Aber insbesondere die Überschrift, der erste Absatz und der letzte Satz des Artikels ("So kann es dann vorkommen, dass Pfeifen pfeifen - zum Unmut aller anderen.") gehen in einem offiziellen Spielbericht nicht. Das hat Bildzeitungs- Niveau und stellt nur eine Diskreditierung der Scheidsrichter dar. Dessen muss man sich als Verfasser stellen und ich hoffe, dass hier der Verband tätig wird. Zum Vergleich: Wären Worte aus diesen Sätzen im Spiel direkt den Schiedsrichtern gegenüber gefallen wären dies klare Disqualifikationen mit Bericht...

    Zitat

    hm, evtl hast auch DU nicht richtig geschaut, bei uns in Niedersachsen zB ist der heimverein verpflichtet in der eingetragenen trikotfarbe aufzulaufen, und wennes schwarz ist hat der schiedsrichter halt pech gehabt

    Nein, in Sachsen gab es diese Regelung damals nicht. Außerdem können Durchführungsbestimmungen keine Regeln außer Kraft setzen...

    Zitat

    Original von ATOM

    @Theoiteos
    eigentlich trifft der Beitrag von Ex-HVS-SR den nagel auf den Kopf.
    Und ich denke da nicht an mich sondern auch an all die anderen Ehrenamtlichen ohne Aufwandsentschädigun, KM Geld, Sponsoren, Fördervereine...
    und stelle mir dabei die SINNFRAGE, kann sie mir aber nicht logisch beantworten.

    Und ich denke an mich, der sich die Zeit nimmt (nahm) als SR auf der Platte zu stehen, sich belöffeln zu lassen und selbst Spielern und Offiziellen die Regeln erklären musste.

    Warum soll ich als SR, NUR weil

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    all die anderen Ehrenamtlichen ohne Aufwandsentschädigun, KM Geld, Sponsoren, Fördervereine

    die Regeln nicht kennen und unbedingt schwarze Trikots kaufen müssen auch noch belohnen und mich als Depp mit Leibchen auf das Feld stellen?

    Anekdoten:
    (1) Hab mal in unteren Klassen gepfiffen, da hatte ich nur Schwarz und die eine Mannschaft auch - Pech für die Mannschaft wenn sie nicht genau geschaut haben.
    (2) Kannte allerdings auch unterstklassige Teams die mit 3 Sätzen Trikots, Grundfarbe jeweils weiß, zum Auswärtsspiel kamen. Dumme Wahl beim Trikotkauf. Pech das die Heimmannschaft auch weiß hatte.

    Um es mal aus der Sicht eines (ehemaligen) Trainers einzuschätzen: Du reagierst über. Und wenn du den Satz

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    Nun bin ich mir nicht sichter ob ich bereit bin und lust habe unter einem Trainer mit diesen Ansichten weiter zu spielen und zu trainiern.

    100%ig ernst meinst, dann müsstest du eigentlich sofort aufhören...

    Ob man sich als Trainer rechtfertigen muss oder nicht, oder ob er seine Beweggründe für diverse Einwechslungen darlegen muss weiß ich nicht. Du begründest ja auch nicht warum du bei dem 7m in die rechte Ecke springst und nicht in die linke. Manchmal ist einwechseln, gerade wenn es nicht so läuft, auch Glückssache (besonders auf der TW- Position), man erhofft sich als Trainer vielleicht auch dass der eingewechselte TW mal ein, zwei Bälle hält und dadurch ein Ruck durch die Mannschaft geht.

    Du schreibst selbst dass es dein erstes Spiel bei den Damen war. Ich nehme an die anderre Torhüterin hat schon länger in dieser Mannschaft/Altersklasse gespielt. Ich denke das du in der Startformation standest hat doch schon etwas mit der "Trainingsbeteiligung" zu tun. Aber anscheinend hat es nicht funktioniert, vielleicht hatte dein Trainer den Eindruck das du "noch nicht in der neuen Altersklasse angekommen" bist. Er hat der "alten" Torhüterin vielleicht einfach mehr zugetraut.

    Sicher hätte er dich in der 2. HZ einwechseln können. Hat er aber nicht, seine Entscheidung. Du als Wechselspieler musst dich immer Fragen: Kann ich, wenn ich jetzt ins Spiel komme, das besser machen was bei dem ausgewechselten Spieler weniger gut lief? Nach deiner Einschätzung betreffs 1. HZ denke ich eher nicht...

    Die Aussage "wer ins Training kommt spielt" kann man im Seniorenbereich auch nicht so einfach anwenden. Das ist eher eine pädagogische Maßnahme im Jugendbereich. Ausserdem bist du gerade neu in dieser Altersklasse, da kann man m.E. nicht schon nach dem ersten Spiel solche Ansprüche stellen. Zumal du ja nicht besser warst als die 2. Torfrau mit 1x Training. Ist aber auch stark abhängig von der Leistungsklasse und den Zielen der Mannschaft/des Vereins.

    Steinar

    Da in der betreffenden Situation die Zeit angehalten war kann 8.10 c nicht gelten. "Wenn der Ball in der letzten Spielminute nicht im Spiel ist" hat hier eine andere Bedeutung...

    8.10b kommt auch nicht in betracht, weil er nciht in das Spielgeschehen eingegriffen hat. Das hat Prokop gemacht...

    Zitat

    Dann wäre der Anpfiff des Freiwurfes möglicherweise ein Regelverstoß und keine Tatsachenentscheidung.

    Nö, dass das ein Regelverstoß sein soll geben die Regeln nciht her. Oder steht irgendwo, dass Die SR nur anpfeifen dürfen wenn sich die korrekte Anzahl an Personen auf dem Feld befindet?

    Zitat

    Wie viele Wechselfehler wären denn dann eigentlich zu sanktionieren gewesen?

    Einer (Regel 4.5)

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    Original von SteamboatWillie
    Man kann das ganze auch anders sehen.
    Die Regel sagt klipp und klar was passiert, alle Beteiligten wissen Bescheid.
    Das sind doch meistens Situationen, wo die SR nicht exakt auf der Höhe des Geschehens sind sondern die Situation aus etwas Entfernung beurteilen müssen. Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Fehlbeurteilungen bei einer solchen Situation kommt steigt mit der Entfernung aus der eine solche Situation beurteilt werden muss. Es recht bei dem Tempo, bei dem das alles passiert.
    Jetzt kann man da auch mal ganz pragmatisch ran gehen und sagen so wie es jetzt definiert ist, ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlbeurteilungen sehr eingeschränkt. Man könnte sagen, ich habe lieber eine Regel die auf jedem Niveau gleich angewendet werden kann, als dass ich eine Regel habe, die an der Basis mangels SR-Qualität nicht korrekt angewendet werden kann.
    Dass man die Regeln dafür teilweise etwas streckt ist etwas unsauber aber da sollte man auch mal pragmatisch ran gehen.

    Ok, dann definieren wir gleich noch, das man bei einer Täuschung gegen die Hand immer 4 Schritte macht und pfeifen auch dies immer konsequent ab. Und die die eben wirklich nur 3 Schritte machen haben halt Pech gehabt. Obwohl sie sich regelgerecht verhalten...

    SR müssen in jeder Situation entscheiden, ob ein Regelverstoß vorliegt. Eine Festlegung, was bei Aktion xy zu pfeifen ist, ist unmöglich, da dann Aktion xy auch immer gleich sein müsste.

    Der DHB "streckt" hier m.E. die Regeln nicht, er bricht sie. Ausserhalb des Torraums gelten für den TW die gleichen Regeln wie für die Feldspieler. Rein regeltechnisch kann ich den TW garnicht disqualifizieren, wenn er ausserhalb gefoult wird...

    Zitat

    Das problem sind nicht die veralteten versionen, die IRGENDWO im netz zu finden sind. das problem ist das fehlen der aktuellen regeln auf den verbindlichen seiten.

    In der Tat. Trotzdem ändert das nicht viel an der Verwirrung um die Regelklarstellungen. Die aktuellen Anweisungen sind eben ein Schuß in den Ofen. Ich muß als SR nach einer Regelklarstellung bestrafen und dabei ganz klar eine andere Regel brechen bzw. mißachten. Das kann nicht im Sinne des Erfinders und auch nicht im Sinne des DHB sein. Ich bin froh, dass ich nicht mehr pfeife. Ich hätte bei Anwendung dieser Regelklarstellung immer meine Bauchschmerzen...

    Handballfreak_

    Hast leider keine weiteren Angaben zu dir gemacht. Eine Sperrfrist gibt es auch nicht, wenn du z.Bsp. mit deinen Eltern den Wohnort wechselst, weil sie z.Bsp. beruflich wegziehen müssen.

    Allerdings stimmen mebas Ausführungen nur wenn es sich um Jugendspieler handelt. Im Seniorenbereich gibt es immer eine Wechselfrist...

    Theo

    Ist sicher richtig, aber die Ausnahme. Es gibt auch Spieler in der Kreisklasse die besser sind als der Durchschnitt der Spieler dort.

    Ich meinte damit nur, das für ein "Urteil" von Bedeutung ist, welches Niveau die Mannschaften und die SR in besagtem Spiel hatten. Von Bundesliga- SR kann ich ein anderes Stellungsspiel und eine korrektere Regelkenntnis erwarten als von SR in unteren Klassen...

    Zitat

    Es geht hier um bewusst getroffene Fehlentscheidungen (Schiedsrichter nimmt Situation wahr, entscheidet aber anders - Erklärungsversuch wohl offensichtlich gescheitert), oder?

    Falsch! Laut Eingangspost hat der FSR die Situation zwar gesehen, sich scheinbar aber darauf verlassen das der TSR, weil dessen Bereich, das ahndet. Dieser hat das nicht gesehen. Also eher ein falsches Stellungsspiel was es zu verbessern gilt...

    Ausserdem hat harmi leider nicht geschrieben, in welcher Spielklasse das geschehen ist bzw. welches Niveau Mannschaften und SR hatten (war ja nur Trainingsspiel). In der Kreisklasse pfeiffen nunmal eben auch nur SR mit dem Niveau der Kreisklasse....

    Richtig clever wäre gewesen, wenn die Schiedsrichter nach Ballgewinn Obernburg das Spiel unterbrochen und eine Behandlung gestattet hätten... :hi:

    Ich denke den SR blieb nichts anderes übrig, als den Treffer gelten zu lassen und den Spieler nicht zu bestrafen. Klar ist sein Vortäuschen einer Verletzung unsportlich, allerdings haben die SR weiterlaufen lassen, wahrscheinlich um später behandeln zu lassen. Der Ballverlust kam ihnen quasi in die Quere. Eine Bestrafung nach dem Torerfolg ist irgendwie nicht erklärbar, da hätten die SR eher unterbrechen müssen...

    Stürmerfoul gibt es regeltechnisch nicht ;)

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    Wenn nun der Torwart z.B. dem schon im Sprung befindlichen Außenspieler einen Schritt entgegen tritt (zwecks Winkelverkürzung), und der Außenspieler dann im stehenden Torwart landet, müßte das nicht auch Stürmerfoul sein?

    Ja, Foul des Angreifers.

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    Und wie wäre das, wenn der Torwart noch in der Bewegung ist (keine Absicht unterstellt)? Ist der Torraum dann wie beim Fußball "Hoheitsgebiet" des Torwartes (und damit Stürmerfoul) oder ist es wie im Feld zu betrachten, d.h. kein Stürmerfoul da Abwehrspieler (=Torwart) in der Bewegung ist?

    Regel 6.1: Der Torraum darf nur vom Torwart betreten werden (siehe jedoch 6:3). Der Torraum, einschließlich Torraumlinie, ist betreten, wenn er von einem Feldspieler mit irgendeinem Körperteil berührt wird.

    Regel 6:3: Das Betreten des Torraums bleibt ungeahndet:
    a) wenn ein Spieler, nachdem er den Ball gespielt hat, den Torraum betritt, sofern dieses für die Gegenspieler keinen Nachteil bedeutet;
    b) wenn ein Spieler ohne Ball den Torraum betritt und sich dadurch keinen Vorteil verschafft;

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    Über die "sehr gute Nachwuchstrainerin" gibt es geteilte Meinungen und wenn ich die aktuelle Liste nehme, komme ich nur auf 4 Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs ab B-Jugend (Schuderer, Daniels, Schulze, Kiedrowski) und nicht auf 6 - was aber auch schon viel ist, aber andere Vereine wie Oldenburg auch schaffen...

    Natürlich, über jeden Trainer wird es geteilte Meinungen geben! Aber der HCL hat sich ein Konstrukt geschaffen, mit dem er seine Spielerinnen recht optimal ausbilden kann.

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    aber andere Vereine wie Oldenburg auch schaffen..

    Mag schon sein, nicht zu vergessen aber auch die Spielerinnen in der BL/Europa die noch aus dem Leipziger Nachwuchs kommen (Müller, Jurak, Reiche, Wörz, Uhlig, Urbannek, Günthel - da fehlen bestimmt noch ein paar), aus denen sich ja auch einige tragende Nationalspielerinnen entwickelt haben. Das ist dann eben auch der Vorteil, wenn man als junge Spielerin in einer Spitzenmannschft mittrainieren/spielen kann.