Beiträge von kuestentanne

    Klingt vielleicht etwas ulkig, aber da ich ja im nicht Maskenpflicht Schweden bin und mir auf Södermalm täglich Unmengen Hipster begegnen. Was ist mit denen in Deutschland passiert?
    Tragen die die Masken absolut wirkungslos übern Bart oder gab es massenhaft Bart ab?
    Und wenn sie Maske auf Bart tragen, ist das dann ne Ordnungswidrigkeit?

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was genau etwas bringt und was nicht. Ich glaube hier im Thread gab es einen sehr guten Beitrag, dass unterschiedliche Maßnahmen zu gleichen Erfolgen geführt haben und auf der anderen Seite aber auch dieselben Maßnahmen ganz unterschiedliche Ergebnisse zur Folge hatten. Das fasst doch die Lage sehr gut zusammen. Das ganze Thema ist offenbar so komplex und von verschiedenen Faktoren abhängig, dass es nicht sinnvoll ist, sich einzelne Dinge rauszupicken und die dann für gut oder schlecht zu erklären.

    So grundsätzlich habe ich erstmal jedes Verständis für Politiker, die angesichts der unklaren Lage, erstmal die Variante sicher wählen. Ich möchte da nicht in der Position sein, wo ich dann verantwortlich dafür bin, dass Menschen sterben, weil ich beschlossen habe, ein gewisses Risiko einzugehen. Ich fand in dem Zusammenhang eben auch Schweden interessant, wo dann im Juni eingestanden wurde, dass es nicht gelungen ist, die Risikopatienten mit der eigenen Strategie zu schützen. Ich weiß nicht, wie das Echo in Schweden auf so etwas ist, aber hier bei uns wird doch von jedem Politiker verlangt, dass er sofort alles richtig macht, sonst ist er ein ahnungsloser Idiot, der abgesetzt gehört.

    In Jena selbst ging der Aktionismus bzgl. Maßnahmen so richtig los, als der Oberbürgermeister in Quarantäne musste, weil ein direkter Mitarbeiter infiziert war oder auch nur Kontakt hatte. Das weiß ich gar nicht mehr genau. Man hatte den Eindruck dieser Fall im Amt hat die Entschlussfreudigkeit bei den Maßnahmen so richtig angekurbelt.

    Ich mein, mal so generell gesprochen: Wir alle treffen Entscheidungen und Einschätzungen rein subjektiv. Man sieht in der Hirnforschung immer sehr gut, dass keiner von uns wirklich objektiv oder logisch denken kann, wirklich niemand. Unser Gehirn hat sich einen schönen Mechanismus gebaut, der es schafft, dass wir Informationen so verarbeiten können, dass sie zu unserer instiktiven Einschätzung passen, ohne dass wir das selbst merken. Deswegen funktioniert das so wunderbar, dass wir alle mit den selben Informationen zu ganz unterschiedlichen Schlüssel kommen. Selbst gestandene Wissenschaftler sind aber nicht in der Lage das zu erkennen. Und so erleben wir nun endlos viele Leute, die davon überzeugt sind, dass mit Zahlen oder Zusammenhängen genau das erklären können, was sie instinktiv für richtig oder falsch halten. Insofern ist mein Schluss fürs Leben immer der gewesen, dass ich sehr vorsichtig damit bin, dass was ich für logisch halte, auch für logisch zu erklären.

    Üblicherweise sind alle Dinge im Leben so komplex, dass man selbst nie alle Blickwinkel, nie alle Informationen hat, um überhaupt zu einem Schluss zu kommen, der wirklich alles berücksichtigt. Insofern sind mir persönlich Menschen, die auftreten, als wüssten sie Dinge aber mal so ganz genau, immer sehr suspekt, egal was sie wollen.

    :respekt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_blind…t_und_Varianten

    Fälle, wo jemand mit/an covid-19 ohne Vorerkrankung, die bekannt war, gestorben ist, sind zum einen gemessen an der Zahl der Infizierten äußerst gering und zum anderen würde man bei genauster Untersuchung feststellen, dass es doch ne unerkannte Vorerkrankung bei einigen vorlag. Langzeitschäden, ja, wird es geben, so wie bei anderen Infektionen mit schwererem Verlauf auch.
    Influenza z. B. hat auch welche. Z. B. Demenz.

    Zu den 20-29 Jährigen in Schweden, die machen nun den Löwenanteil aus, ob es bei deutlich gesunkenen Neuinfektionen aber absolut mehr geworden sind, weiß ich nicht.

    Zu den Kollateralschäden.
    Forscher befürchten bis zu 80.000 mehr Malariatote dieses Jahr, allein in Nigeria. Und darunter werden viele Kinder sein.

    Auch wenn es mal wieder Perlen vor die Säue werfen wird.
    Wer infiziert sich denn neu in Deutschland?
    In Schweden sind es im Moment fast zur Hälfte die 20-29jährigen, da wird so gut wie niemand von so krank, dass er/sie in Krankenhaus muss oder gar schlimmer.

    Vorsicht. Ein ethisch-moralisches Dilemma. Man muss das große Ganze im Auge behalten.
    Sicher ist es nicht wünschenswert, wenn Leuten durch das Virus noch ein paar Monate Lebenszeit genommen wird.
    Genausowenig ist es doch aber in Ordnung, die Kollateralschäden beiseite zu schieben und nur die Corona Bekämpfung voranzutreiben.
    Allein in Deutschland 50.000 bis 70.000 verschobene/nicht durchgeführte Krebsoperationen. Das allein wird sehr vielen Lebenszeit und -Qualität kosten.
    Global gesehen sind wichtige Impfkampagnien weggebrochen, die Tuberkulosebekämpfung, durch die wirtschaftlichen Folgen werden Hunderte Millionen in Armut und Hunger getrieben.
    Eine Milliarde Heranwachsende bekommen derzeit keine Bildung.
    Armut und/oder fehlende Bildung sind erwiesenermaßen lebenszeitverkürzend.
    Da den richtigen Weg zu finden, ist sehr schwer, sofern es überhaupt einen gibt.

    Insel Boris macht nun nach seinem Nahtod Erlebnis Diät und ist plötzlich für die Zuckersteuer, die er vor seiner Covid-19 Erkrankung für Unfug hielt. Nun weiß man beim ihm natürlich nicht, wie ernsthaft er das meint.

    Eine Stunde am Tag sich in der frischen Luft bewegen ist wertvoll für die Lungen, die Schleimhäute und das Immunsystem. Das kann schnell den Unterschied machen, ob man sich überhaupt ansteckt, einen milden Verlauf hat oder eben nicht.
    Mit entsprechender Lebensstil Umstellung könnten viele in 3 bis 6 Monaten ihr Diabetes loswerden und sind damit raus aus der Risikogruppe. Und zwar aus einigen Risikogruppen.
    Und den bösen Pharma- und Industriefraß-Unternehmen würde man damit auch noch ein Schnippchen schlagen. ;)

    Was hat man bisher unternommen in Deutschland, um die Anzahl der Menschen in Risikogruppen zu verringern?
    Aus der Distanz betrachtet,
    passiert ja eher das Gegenteil.

    Selbst der Boris von der Insel unternimmt ja was, an sich selbst und Steuern und Werbeverboten für Fastfood.