Zitat
Original von ALF
Freundschaft!
Ein wichtiger Punkt sind die exortbitant hohen Steuersätze, über die ja die Sozialversicherungssysteme finanziert werden. In Deutschland sind die Steuersätze um einiges geringer und die Abgaben sind gedeckelt.
Vor Jahren war auch mal ein Bereicht im HandballMagazin dazu.
Dem kann ich als in Schweden lebend getrost widersprechen.
Bei meiner letzten Arbeitsstelle in D war netto rund die Hälfte über, also nach Steuern, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Sozialversicherung.
Hier zahle ich 31% Steuern und das war´s. Rechne ich die um 6% höhere Mehrwertsteuer dazu (allerdings nicht auf Lebensmittel) sind´s etwas mehr.
Um den Handball im schwedischen Interesse mal zu verorten, was man aber so genau nicht kann, läuft der weitestgehend unter ferner liefen.
Erst kommt Fußball, dann kommt Fußball, dann kommt noch mal Fußball, dann kommt Golf, dann Eishockey, Bandy, Innebandy (zu deutsch Uni-Hockey), Tennis, Ski nordisch, Ski alpin, Biathlon, Schwimmen, Leichtathletik, Speedway ...
Handball würde ich übers Jahr gesehen knapp vor Innebandy setzen.
Dazu gibt es noch regionale Unterschiede. "Handballhochburgen" sind Göteborg und Lund, in Stockholm trotz der Erfolge von Hammarby bedeutungslos und im Norrland interessiert das keine Sau.
Die Sportstars sind Ibrahimovic, Henrik Larsson, Fredrik Lundberg, Susanna Kallur, Peter Forsberg, Carolina Klüft, Charlotte Kalla, Anja Persson, irgendwelche Golfer(innen).
Wislander oder Lövgren kennt hier in Stockholm kaum jemand.
Um so höher muss man die schwedische Nachwuchsarbeit werten, dass die trotz geringem öffentlichen Interesse so viele Talente hervorbringen.