Beiträge von Summer85

    Ok, dann will ich nichts sagen.
    Ich sage ja nicht, dass es in Gummersbach schlechter ist als bei uns.
    Aber so perfekt ist es ja nun auch nicht :D

    Wenn wirklich so viele auf eigene Faust gefahren sind, dann sage ich HUT AB und RESPEKT!!!

    Bis zur nächsten Saison, Sonntag kann ich leider net kommen :rolleyes:

    Was das ganze Unentschieden des TUSEM jetzt noch schlimmer macht, habe ich gerade erst gesehen: beim Tippspiel auf bundesligainfo.de habe ich 30:29 auf den TUSEM getippt... ;(

    Zitat

    Original von Meikel
    Bin gerade aus Oberahusen zurück. War insgesamt kein gutes Spiel, der VfL hat nicht einmal geführt und letztlich glücklich einen Punkt entführt.
    Am Schluss gab es nach einer Parade von Ege keinen Freiwurf sondern Einwurf, und da müssen die Schiris (die vorher dreimla Time-Out hatten) nun mal nicht die Uhr anhalten! Und ein Handgemenge konnte ich auch nicht so richtig erkennen.

    Die Schiris haben bestimmt Fehler gemacht, aber bedeutend weniger als beide Teams. Es war übrigens immer gerade die Mannschaft mit den Schiris am hadern, die auf dem Platz gar nichts zustande brachte. Zufall?
    Essen am Anfang besser und dann immer mit 2-3 Toren bis kurz vor Schluss vorne. Da der TUSEM aber nur mit 7 Feldspielern durchgespielt hat, fehlte zum Schluss merklich die Kraft. Stark bei Essen Velyky und Sigurdsson.

    Gummersbach in der ersten Halbzeit in der Abwehr mager, Tore fast nur von Houlet oder Yoon (trotz einiger Fehlwürfe stark, auch im Anspiel). Zum Schluss dann etwas spritziger und mit einem besser werdenden Ege im Tor.

    In den letzten Minuten hätte beide Mannschaften gewinnen können. Velyky hat noch einen Siebenmeter gegen Wiechers verworfen, Houlet und Burdet zweimal bei Unentschieden mit Schrittfehler den Ball verloren. Der letzte Kempa-Trick auf Sigurdsson endete bei Ege.

    Stimmung war zum Schluss okay, das Spiel lebte halt von der Dramatik, Zuschauer waren es etwa 5.000, davon ca. 1.000 Fans aus Gummersbach, die sich auch sehr lautstrak bemerkbar machten.

    Das hört sich schon qualifiziert an ;)
    Konnte es leider nicht sehen und habe da den "TUSEM-Leuten" vertraut ;)

    Zitat

    Original von SANDY
    :hi: @ summer85
    sorry, aber deine Kommentare sind irgendwie unqualifiziert...
    ist nicht böse gemeint, denke du bist gerade mit Wut im Bauch heim gekommen... die von dir geschilderten Situationen kann ich nicht beurteilen, denn ich war nicht beim Spiel und trage auch keine Vereinsbrille....

    Prost und liebe Grüsse
    SANDY

    Hey, ich habe nichts getrunken :D

    Habe auch nicht den Anspruch qualifizierte Aussagen zu treffen.

    Ich will dem Vfl bei Leibe nichts, war ja schon oft genug in der Köln Arena zu Gast, auch mit bezahlten Karten (wirklich Olaf... :) )

    Komm doch her, wenn du was willst :lol:

    Nein, aber das ist die Abwehr, bevor der Angriff kommt, a la: ach, wir sind so geile Fans, weil wir mit so vielen Leuten zum Auswärtsspiel fahren. :lol:

    Der TUSEM spielt gegen die Kreissparkasse Köln mit den beiden Außendienstmitarbeitern Fleischer/Rieber leider nur unentschieden.
    Auschlaggebend dafür, war ein Freiwurf für den TUSEM in den letzten Sekunden, anstatt die Zeit anzuhalten, lassen die beiden neuen Mitarbeiter des Monats die Zeit runterlaufen.
    Anschließend gab`s ein Handgemenge mit Spielern und Verantwortlichen, u.a. auch HaDe Schmitz. Die beiden Herren konnten sich aber schnell in die Kabine verziehen.

    Nochmal was anderes:
    Es ist kein Merkmal von einer guten Fankultur, dass man für lau zum Auswärtsspiel fährt. Das wird in 300 Jahren keine Leistung sein mit der man sich brüsten kann!!!
    Vielleicht sollte die Kreissparkasse mal ne Auswärtsfahrt in die Eugen-Hass-Halle sponsoren.... :lol:

    In den Medien und auf der Vfl Gummersbach-Homepage steht heute, dass der Vfl Gummersbach bisher noch nie ein Auswärtsspiel während der Aktion "Heimspiel" verloren hat.
    Das Spiel in der Grugahalle am Freitag, den 6.9.2002 19.30 Uhr war doch auch so ein Spiel. Damals war der Endstand: Essen - Gummersbach: 31:28 (12:14).

    Wer weiss genaueres? :rolleyes:

    Zitat

    Original von Micha
    Wenn du bei O2 online einen Vertrag abschließt, bekommst du monatlich bis zu 125 SMS umsonst.

    Habe auch so einen, das ist echt klasse.
    Einziger Nachteil ist, dass man die Anschlussgebühr bezahlen muss, das fällt ja im Handel meistens weg.
    Und vor Ostern gibt es bestimmt wieder eine Aktion, ich habe meinen Vertrag z.B. kurz vor Weihnachten abgeschlossen, da gab`s drei Monate Grundgebührenfrei.

    Wie siehts denn aus mit dem Spielort im nächsten Jahr?
    Wieder in Ratingen und die Topspiele dann in der Phillipshalle?

    Werde denke ich öfter mal dem TUSEM dann fremdgehen, arbeite ab August ja auch schließlich in Düsseldorf. :D

    Diesen Bericht fand ich gestern in der Revier Sport (extra abgetippt :D):

    Trommeln gegen die Grabesstille: "Geht doch"

    Das Tier im Fan: "Elche", Rentner, fliegende Zähne

    Essen (RS). Randale! Die gibt es beim Handball-Bundesligisten TUSEM Essen nicht. Früher einmal in den
    richtig glorreichen Zeiten mit Kult-Keeper Stefan Hecker oder dem mit einem Zauberhändchen und innigen
    Lokalpresskontakten ausgestatteten "Scholle" Fraatz saßen Rüttenscheider Kneipen-Millieu-Größen am Rand
    und attackierten schon Mal ein Schiri-Gespann mit dem Regenschirm, wenn das nicht so wollte, wie die
    Fans. Das gibt es nicht mehr.
    Dafür gibt es aber den Fanclub "die Elche", der auf den Rängen ausgestattet mit Pauken, tapfer gegen die
    Grugahallen-Stille ankämpft. "TUSEM - bumm, bumm, bumm - TUSEM" tönt es. Wenn ein Tor fällt sogar ein:
    "Geht doch!" Dazu wird auch noch ein Schal mit gleichem Aufdruck gehisst. Schade nur, dass sich das
    Fanlager irgendwann zerstritt und unabhängig voneinander "schlachtenbummelt".
    Geunkt wird, dass an jedem Heimspiel-Tag ein voll akklimatisierter Luxus-Bus mit Liegesitzen vor dem
    nobel-schicken Steeler Pensionärs-Palast "Kaiser Otto-Residenz" vorfährt, dort die härtesten Anhänger
    einsammelt. Ein mächtig strenger Ordnungsdienst achtet dann mit Argusaugen darauf, dass keine Gegenstände
    - wie dritte Zähne - auf das Spielfeld geworfen werden. Man muss aufpassen: Das ist ganz bissiges
    Völkchen.
    Manchmal kommt man zur Überzeugung, es geht weniger um das sportliche Ereignis TUSEM Essen, das man
    besucht, um mitzufiebern, um anzufeuern, obwohl durch die Truppe von Coach Iouri Chetzov ohne Zweifel
    auch prima Darbietungen abgeliefert werden. Tatsächlich ist es doch so: Die Mutter wird an die Hand
    genommen, man zeigt, was man hat. Am Samstag ist der Friseur-Termin, am Sonntag will man gut aussehen.
    Und wenn man später einen Besucher nach dem Resultat fragt, kriegt man als Antwort: "Och, das habe ich
    vergessen, aber schön war es." Na dann...
    og

    Naja, so schlecht ist Frau Hannen von der Neuen Ruhr Zeitung ja nun auch wieder nicht ;). Heute findet man dort einen Bericht über das Leben von Johannesson in Spanien mit Familenfoto.

    "Pattis schwerer Grenzübertritt

    "HANDBALL / Ehemaliger Tusem-Kapitän Johannesson und seine Familie vermissen ihre Freunde in Essen. Sprachprobleme.

    Der Blick von hier oben aus den grünen Hügeln von Hondarribia auf den aufgewühlten Atlantik ist wirklich atemberaubend, er reicht bis hinüber nach Frankreich. Grenzen zu überschreiten ist für Patrekur Johannesson ja nichts Neues. Zuerst der Riesenschritt von Island nach Essen zum Tusem. Acht Jahre Ruhrgebiet. Dann im letzten Sommer der Umzug ins Baskenland zu Bidasoa Irun. Eine neue, sehr fremde Welt.

    Fluchtgedanken wieder verdrängt

    "Das war ein echter Schock. Alles war anders. Und alles anders, als wir es uns gedacht hatten", berichten Rachel und Patti bei unserem Wiedersehen offen und ehrlich. Die Fluchtgedanken kamen schon nach wenigen Wochen, wurden aber trotzig-tapfer wieder verdrängt. Patti hatte Probleme an seinem neuen Arbeitsplatz, Rachel mit dem Alltag. Nach dem Umzug in das großzügige Haus eines belgischen Ehepaares mit Garten und Pool entspannte sich die Lage. Aber von Zufriedenheit noch keine Spur.

    Johannesson im Clinch mit dem laschen Trainer und der unstrukturierten Spielweise, Rachel im Kampf gegen Langeweile und Vereinsamung. Morgens brachte die attraktive Brünette die beiden Kinder Baldur (6) und Johannes (4) zur deutschen Schule ins 20 Kilometer entfernte San Sebastian, am Nachmittag holte sie die beiden wieder ab. Schularbeiten beaufsichtigen, Abendessen vorbereiten. Und immer warten.

    Spätschicht im Training

    Ihren Mann bekam sie erst spät am Abend gegen halb elf Uhr nach dem zweiten Training zu sehen. Am Anfang wartete sie auf Patti. Aber die späte Kost "schmeckte" ihr gar nicht. "Eigentlich wollte ich nur für meine Männer da sein, aber ich bin vor Einsamkeit verrückt geworden", gesteht Rachel. Ihr Entschluss, an der Uni von San Sebastian das Grafik- und Designstudium fortzusetzen, entpuppte sich als wichtiger Schritt aus der Isolation.

    Während Patti in seinem Landsmann Helmar Felixsson eine große Sprachhilfe fand, mussten sich Rachel und ihre Kinder auf eigene Faust durchschlagen. Ihre Versuche, Kontakt zur spanischen Nachbarschaft aufzunehmen, endeten in einer sprachlichen und menschlichen Sackgasse. "Die Leute hier leben in sehr engen Familienzirkeln. Als Fremder hast Du keinen Zutritt", lautet das bittere Fazit nach fast einem Jahr.

    Schon gar nicht, wenn man kein Baskisch spricht. Der Pflichtsprache, auch in der Schule. Englisch - krasse Fehlanzeige. Französisch ja, aber da heißt es für die Isländerin "rien ne vas plus". Umso wichtiger war die Kontaktpflege zu Familie und Freunden auf Island und in Deutschland per Internet oder Handy.

    Besucher waren und sind mehr als willkommen in dem vanillegelb getünchten Haus, in das vor wenigen Wochen der weiche und wollknäuelige Welpe "Rex" einzog. Jetzt ist noch mehr Leben in den gemütlichen vier Wänden mit alten Weichholzmöbeln, riesigen Silberleuchtern und Bildern der kreativen Hausherrin.

    Besserung nach Trainerwechsel

    Nach einem Trainerwechsel läuft es endlich für den ehemaligen Tusem-Kapitän zufriedenstellender, auch wenn er seine Tusem-Kumpels noch immer schwer vermisst. "Das war Freundschaft unter Männern. So etwas gibt es hier nicht." An dem kleinen und quirligen Spanier Julian Ruiz, der auch schon als Trainer in Niederwürzbach arbeitete, kann sich Patti so richtig reiben. So, wie er es mag. "Er ist hart, aber direkt. Damit kann ich arbeiten."

    Sein absoluter Lieblingstrainer aber ist und bleibt Iouri Chevtsov. Heutzutage telefonieren sie häufig miteinander. In lockerem Ton. "Wir können uns jetzt mehr sagen, weil ich nicht mehr sein Spieler bin."

    Kontakt hält die Familie auch mit Sigurdssons, Lauritzens, Krebietkes. Am 4. April gibt es ein Wiedersehen in Essen. Rachel und die Kinder fliegen für zehn Tage über Ostern ein. Die Vorfreude ist schon groß. Und die Sorge um den Tusem.

    Patti liest im Internet geradezu gierig alles nach, was er finden kann über die aktuelle Lage des Traditionsvereins. Er gehörte zu den ersten Gratulanten nach dem Einzug ins Europapokal-Halbfinale. Und er gehörte zu den Ersten, die das Aus gegen Portland San Antonio bedauerten. "Portland hat schon ein Top-Team. Aber so darf man nicht verlieren."

    Es gibt viel mehr Freiheiten

    Manchmal sehnt er sich förmlich nach dem Druck in Handball-Deutschland. In der spanischen Liga geht alles einen ganz anderen Gang. Trainiert wird auch zweimal täglich, aber längst nicht so hart oder so taktisch ausgerichtet wie in Alemania. Es gibt viel mehr Freiheiten.

    So, wie sie sie hier vor zwei Jahren noch der französische Nationalspieler Patrick Cazal genoss. "Er wird hier noch immer regelrecht verehrt. Er war der absolute Star und Publikumsliebling." Überall, wo Bidasoa auftauchte, hängt ein Trikot von Cazal. Auch in einer der berühmten Ciderias, wo aus riesigen alten Eichenfässern der prickelnde Apfelwein in Strömen läuft.

    Patti hat oft an seinen ehemaligen Teamkollegen Patrick gedacht. Auf den bis zu 13 Stunden langen Busfahrten zu den Meisterschaftsspielen bis hinunter nach Almeria zum Beispiel ist dafür mehr als ausreichend Zeit. "Ich kann ihn jetzt in vielen Punkten viel besser verstehen. Der Schock nach einem solchen Wechsel ist schwer zu verdauen. Aber man darf sich auch nicht verschanzen, sondern muss auf die Leute zugehen oder sie sogar in den Allerwertesten treten und sich durchsetzen. Wenn er das nicht kann oder der Zeitpunkt dafür verpasst ist, muss er die Konsequenz ziehen und sich was anderes suchen."

    Jahrhundert-Sommer

    Noch ein Jahr will Familie Johannesson an der wilden und auch mondänen Atlantikküste bleiben. Danach geht es wohl zurück auf ihre Heimatinsel. Das Fernweh überkommt sie oft. Gerade auch dann, wenn die Temperatur in Irun auf atemraubende 48 Grad ansteigt, so wie im letzten Jahrhundert-Sommer. "Dafür sind wir Isländer nicht gemacht." Aber für Freundschaften.

    02.04.2004 SABINE HANNEN"