In der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und in der Neuen Ruhr Zeitung gibt`s heute weitere Berichte zum Auftritt des TUSEM in Oberhausen gegen den Wilhelmshavener HV, ich poste mal ein paar Ausschnitte:
WAZ, 29.12.2003:
"[...] Der Erfolg soll auch die Arbeit von Tusem-Chef Klaus Schorn erleichtern, der eifirg bemüht ist, die finanzielle Lage des Bundesligisten ins Lot zu bringen. Der Auftritt in der Oberhausener Arena könnte ihm durchaus behilflich sein. Die Arena-Verantwortlichen sehen in dem Bundesligisten einen lukrativen Partner und waren stets ein engagierter und aufmerksamer Gastgeber.
Deshalb war für sie nachträglich Bescherung. Klaus Schorn hatte ihnen ein Highlight versprochen und präsentierte es nun frei Haus: Das Viertelfinal-Rückspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen Drott Halmstad wird am 21./22. Februar in Oberhausen ausgetragen. Das Auditorium vernahm es und applaudierte. Offenbar hatte auch ihnen der Abend dort gefallen."
Und ein weiterer Bericht aus der WAZ, diesmal komplett übernommen:
"Die Chance nutzen
Schlangen vor den Kassenhäuschen, das gibt es nicht alle Tage beim Tusem. Nun war die Partie gegen Wilhelmshaven auf dem Papier nicht gerade ein Knaller, aber es kamen 4000 Fans in die Arena nach Oberhausen. Und das am 2.Weihnachtstag.
Die Handballer waren zufrieden, der Hausherr ebenfalls, die Fans nach dem souveränen Sieg sowieso. Der Gastauftritt darf einmal mehr als rundum gelungen bezeichnet werden.
Gleichwohl provoziert er Nachdenklichkeit. Nach dem Abpfiff waren sich fast alle Beteiligten einig: In der Grugahalle hätte der Tusem nie und nimmer diese Zuschauerzahl erreicht. Warum eigentlich nicht? Es ist ein Phänomen der Essener Sportszene, warum die Leistung der Handballer in der Heimatstadt nur derart dürftig honoriert wird.
Wüsste der Tusem eine Antwort, könnte er reagieren. Aber offenbar gibt es in dieser Frage ebenfalls kaum Resonanz. Aber Fakt ist: Wer das Volk interessiert, wird interessant für Sponsoren. Also gilt es, sich auf den Geschmack des Publikums einzustellen.
Und das ist wohl am ehesten in einer modernen Sportstätte möglich. Gegen Wilhelmshaven war es zu spüren: Obwohl die Arena nur halb gefüllt war, kam doch Stimmung auf. Das mag an dem flotten Spielchen gelegen haben, allerdings könnte auch möglich sein, dass auf den Rängen eine Blutauffrischung stattgefunden hat.
Das Europapokal-Viertelfinale wird nun ebenfalls in der Arena steigen, obwohl die Grugahalle frei sein wird. Klaus Schorn, der die Grugahalle stets als Klub-Heimat proklamiert, fürchtet Kritik, doch die erste Reaktion war positiv. Und das ist gut so. Für die Handballer ist es eine Chance, neue Fans zu finden.
"Ich vermisse auch die Halle am Hallo", räumt Torwart Jesper Larsson ein. Die Nähe zu den Fans, die dichte Atmosphäre dort, das hat was. Nur, auch in Stoppenberg ist der Tusem bisher nicht angekommen. Die Amateur-Kicker indes sind ganz heiß darauf, Mitte Januar dort die Endrunde der Stadtmeisterschaften auszutragen. Sie wissen: Dann ist die Hütte richtig voll."
Ausschnitt aus der Neuen Ruhr Zeitung:
[...] "Außerdem gaben die Margarethenhöher mit ihrem dritten Sieg beim vierten Gastspiel in der Arena ihrem Abteilungsleiter Klaus Schorn ein weiteres wichtiges Argument an die Hand, um den Traditionsverein sicher durch die Rückrunde und das kommende Jahr zu bringen.
Der 69-Jährige ließ es sich nicht nehmen, das Wort noch einmal öffentlich zur brisanten Situation zu ergreifen. "Es gibt Verträge und es gibt, wie in fast jedem Lebensbereich, auch Nebenabsprachen, an die man sich auch halten muss. Vertrauen war immer das Fundament für mein berufliches und privates Handeln. Ich erwarte, erhoffe und erwünsche mir das für die Gespräche, in die wir gehen, um unsere Ziele zu erreichen."
Für den Neuaufbau einer Mannschaft brauche man Geduld und eben auch Geld. Der Tusem liege mit seinem Etat im unteren Drittel der Handball-Bundesliga. "Wir haben gesund geplant und das auf solider Basis."
Schorn bedankte sich bei den Sponsoren, die ihr Wort gehalten und den Verein finanziell unterstützt haben und appellierte an diejenigen, die bei ihm persönlich und dem Verein im Wort stehen, sich an das Gegebene auch zu halten.
Mit den Planungen ist der Tusem-Boss bereits beim Viertelfinale im Europapokal im Februar. Per Handschlag besiegelte er das Versprechen, das Spiel am Karnevalssonntag (22. Februar) in der Arena Oberhausen gegen den schwedischen Vertreter Drott Halmstad auszutragen. "Wir werden unsere Zusagen halten!" [...]
Sieht so aus als ob Schorn versucht mit der Arena Oberhausen neue Zuschauer und auch neue Sponsoren an Land zu ziehen.