Beiträge von Summer85

    Naja, aber so im Rhein-Ruhr-Gebiet gibt es ja jetzt schon genug große Arenen und Hallen. Sogar eher zu viele: Köln Arena, Philipshalle Düsseldorf, dann die Halle an der Messe in Düsseldorf, Mercatorhalle Duisburg, König-Pilsener-Arena Oberhausen, Grugahalle Essen, dann die neue Halle in Bochum, Westfalenhalle Dortmund, dann noch die "Arena auf Schalke", wenn man sie denn als Indoorhalle sehen möchte.

    Darf ich ein bißchen die Kapazitäten korrigieren?
    Bei Handballspielen Köln Arena 19.000 Zuschauer (war ein bißchen sehr hochgestapelt von dir :D )
    Hamburg Color-Line Arena: ca. 13.000-14.000
    Grugahalle: 6000 (5300 ist nur der Unterrang)
    Arena Oberhausen: 10.000-11.000

    Und das morgen in der WAZ:

    Tusem verabschiedet sich mit überzeugender Leistung



    #5Respekt. Der Tusem hat sich nach den jüngsten Rückschlägen eindrucksvoll zurück gemeldet. Überraschend deutlich beherrschten die Essener das Derby der Altmeister gegen den VfL Gummersbach in der Kölnarena und gewannen verdient mit 34:31 (17:15).

    Eine überzeugende Leistung zum Jahresabschluss, die hoffen lässt. Und das vor der imposanten Kulisse von mehr als 16 000 Zuschauern. Ein wirklich passender Rahmen für den dritten Auswärtssieg des Tusem.

    Die Handballer von der Margarethenhöhe standen nach den jüngsten Fehlschlägen erheblich unter Druck, der VfL Gummersbach dagegen nutzte die Thermik des Erfolgs und hat zum Höhenflug angesetzt. Eine ideale Konstellation für einen spannenden Handball-Nachmittag. Das fand auch Stefan Hecker. Der 43-jährige Oldie, mehr als ein Jahrzehnt beim Tusem umjubelt und seit zwei Jahren in Diensten des Gastgebers, tippte natürlich auf Sieg seines VfL, aber knapp würde es werden, womit er sich mit den Experten so ziemlich einig war.

    Doch dass die gigantische Kulisse der Kölnarena nicht gleichzeitig Erfolgsgarant für die Gummersbacher ist, zeigt das nackte Zahlenwerk. Von insgesamt sieben Auftritten bisher, einschließlich der vergangenen Saison, haben die Oberbergischen dort erst zweimal gewonnen. Und diese miese Bilanz hat Bestand.

    Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff musste der Hallensprecher, von Beginn an als eifriger Einpeitscher am Mikro, das Volk schon ein bisschen aufmuntern. "Ein Heimspiel für den VfL Gummersbach, auf geht´s!", forderte er Unterstützung ein. 15:10 führte der Tusem und hatte den Gegner ziemlich gut im Griff. Das spürten die VfL-Fans. Flink und konzentriert war die Deckungsarbeit von Beginn an, und Chrischa Hannawald war ein hervorragender Rückhalt. Er stach mit 13 Paraden allein vor dem Wechsel seinen Konkurrenten gegenüber klar aus. Stankiewicz hielt zweimal, Wiechers danach wehrte drei Bälle ab. Ein offensichtlicher Vorteil für den Tusem.

    Eine Viertelstunde lang, bis zum 8:8, hielten die Gummersbacher dennoch mit, obwohl sie sich schon in dieser Anfangsphase reichlich mühen mussten, um zum Erfolg zu kommen. Ihre Kombinationen und Angriffsversuche blieben natürlich nicht fehlerfrei. Da spürte man schnell so etwas wie Verunsicherung. Die Gegenstöße liefen präzise, die Pässe an den Kreis auf Torgowanow waren ebenfalls ein probates Mittel, die Außen Sigurdsson und Schmetz schlossen erfolgreich ab, und Patti Johannesson in der Mitte zeigte sich ebenfalls stark verbessert. Die agilen Essener zogen locker davon auf 16:10 (26.).

    Gummersbach wurde nervös. Trainer Hasanefendic motzte und kassierte Gelb, die finsteren Gesichter der Spieler sprachen Bände. Nichts funktionierte, außer der Moral. Also setzten die Gastgeber noch einmal an zur Aufholjagd und schafften zur Pause immerhin ein 15:17. Damit war alles offen für den zweiten Durchgang.

    Doch auch die Spieler von Juri Schewzow reagierten. Endlich demonstrierten sie Geschlossenheit, zeigten weiterhin Geduld und Disziplin. Der Lohn: Beim 24:17 (38.) waren die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Hannawald hatte zuvor einen Siebenmeter von Houlet entschärft (36.) und beim 27:23 (46.) traf der gleiche Spieler nur den Pfosten.

    Der Rekordmeister versuchte es mit einer aggressiveren Deckungsarbeit, doch der zuletzt so holprige Tusem-Angriff funktionierte zuverlässig. Ein Bespiel: Lapcevic erzielte per Gegenstoß das 26:30 (53.), wenige Sekunden später vollstreckte der Essener Sigurdsson nahezu mühelos zum 31:26. Die Anwort kam prompt. Das war auch bitter nötig, denn die Fans des VfL hatten noch nicht aufgegeben. Jedem Treffer folgte ein ohrenbetäubender Aufschrei. Da heißt es, Nerven zu behalten. Und das tat der Tusem, wirkte abgeklärt und nutzte die gegnerischen Schwächen, die unübersehbar waren.

    Auf diesen Erfolg lässt sich aufbauen. Das allerdings erst wieder Anfang Februar des nächsten Jahres, weil nun erstmal der WM-Titel in Portugal ausgespielt wird.

    Tusem: Hannawald, Larsson, Velyky (4/1), Roggisch (1), Johannesson (5), Schmetz (7/3), Lauritzen, Sigurdsson (8 ), Torgowanow (5), Cazal (3), Szilagyi (1).

    29.12.2002 Von Rolf Hantel Handball

    Das steht morgen in der Neuen Ruhr Zeitung:
    Befreiungsschlag vor Riesenkulisse



    HANDBALL / Nach dem Flop von Flensburg war Tusem gegen Gummersbach top beim 34:31. Chrischa Hannawald überragend.

    Torhüter-Legende Stefan Hecker tippte vorher auf eine klare eins zugunsten des VfL. Doch die Rechnung hatte er ohne den Tusem gemacht. Mit 34:31 (17:15) feierte der Essener Handball-Bundesligist seinen dritten Auswärtssieg, der nach dem Flop von Flensburg einem Befreiungsschlag glich. Das Tusem-Freudenknäuel tanzte ausgelassen von der riesigen Kulisse von 16 463 Zuschauern in der Kölnarena und feierte Torhüter Chrischa Hannawald, der eine Riesen-Partie gezeigt hatte.

    Mit einem Blitzstart untermauerten die Essener wilde Entschlossenheit, dringend benötigte Pluspunkte zu sammeln und damit einen entspannten Jahreswechsel einzuläuten. Bedanken konnten sich die Revier-Handballer einerseits bei ihrem Torhüter Chrischa Hannawald, der an seine grandiose Leistung von Flensburg anknüpfen konnte. Und beim VfL-Torhüter Jan Stankiewicz, der in den ersten 20 Minuten keinen Ball zu fassen bekam.

    Dadurch mogelte der Tusem so einige Bälle in die Maschen, die vor einer Woche in Flensburg niemals ihr Ziel erreicht hätten. Weil es im Essener Rückraum schon seit Wochen nicht besonders gut läuft, zieht man beim Tusem die Karte am Kreis mit dem überragenden Pino Torgowanow und über den pfeilschnellen Linksaußen Sigurdsson, der von der Fehlerquote des VfL profitierte und sich mit Schnellangriffen profilierte.

    Der Tusem baute seinen Vorsprung bis zur 25. Minute leistungsgerecht auf 16:10 aus. Gestützt auf den glänzend haltenden Hannawald und eine aggressive Abwehr düpierten die Margarethenhöher die Gastgeber, die bei ihrem achten Auftritt in der Kölnarena ihre Erfolgsserie vom Dezember fortsetzen wollten. Doch die Oberbergischen wirkten recht einfallslos und der hochgelobte Handballer des Jahres, Yoon, war bei Patti Johannesson in den besten Abwehrhänden. Die größte Gefahr ging noch von Ivan Lapcevic im linken Rückraum, der im ersten Abschnitt viermal traf.

    Hasanefendic nahm entnervt eine Auszeit

    Entnervt nahm VfL Gummersbach Trainer Hasanefendic eine Auszeit und wechselte vor allen Dingen den Torhüter. Mit Henning Wiechers lief es eindeutig besser und auf drängende Bitten des Hallensprechers machten auch die eingefleischten Fans des VfL mit, die angesichts der Essener Überlegenheit schon ziemlich verstummt waren.

    Die sechsminütige Flaute im Gummersbacher Angriff war überstanden, nachdem Rechtsaußen Fernandez die Aufholjagd eröffnete. Der Tusem-Vorsprung schmolz schnell zusammen, auch, weil der VfL jetzt wieder mit einem Torhüter spielte. Der Tusem vermochte nachzulegen und hielt den VfL wieder auf Abstand (20:16).

    Mitten auf der Tribüne drückten die Ex-Essener Mark Dragunski und auch Volker Michel die Daumen, der mit grellblond gefärbten Haaren gute Laune verbreitete. Auf dem Parkett spielte sich der Tusem den Flensburg-Frust von der Seele und stürzte die Gummersbacher von einer Verlegenheit in die nächste. Von dem Selbstbewusstein, das man vom VfL nach einer grandiosen Erfolgsserie erwarten durfte, war keine Spur zu sehen.

    Und die berühmte "Sonntagslaune" war den VfL-Fans durch den Tusem schnell gründlich verdorben. Nach dem Treffer von Rechtsaußen Mark Schmetz zur 25:18-Führung in der 39. Minute träumten die angereisten Tusem-Fans vom dritten Auswärtssieg.

    Ab der 45. Minute mussten die Essener auf Abwehrspieler Oliver Roggisch verzichten, der seine dritte Zeitstrafe kassierte. Aber der gefürchtete Einbruch der Essener blieb diesmal aus. Sie legten nach.

    Beim VfL brachte auch ein erneuter Torwart-Wechsel in der letzten Viertelstunde nicht den erhofften Effekt. Der Tusem spielte seine stärkste Karte, Linksaußen Sigurdsson, konsequent aus.

    Zitat

    Original von Virus2511
    Weder Tusem noch VfL haben überzeugend gespielt. Essen hatte glück, dass Gummersbach noch schlechter war als sie selbst. Kompliment auch an dieser Stelle an die Schiedsrichter, die trotz der vielen weißen Mäuse auf dem Spielfeld, die sie gesehen haben, das Spiel zu ende geführt haben. Auch einen Gruß an die Essener Spieler, die seeehhhhhhr fair gespielt haben.

    Sauer? :D
    Ich denke man sollte auf Essener Seite Hannawald besonders loben. Cazal hat in einer Situation auch ein tolles Auge gehabt.
    Naja, wenn ihr alle bekommenden Siebenmeter reingemacht hätte und nicht wie Yoon einen schön verballert, wers vielleicht mehr für euch geworden.
    Ich denke, dass Essen heute Klasse gezeigt hat, so ein Spiel zu gewinnen. War nix mit Bonus Köln Arena...

    Bin anscheinend schneller zu Hause als die Gummersbacher :D .

    War ein tolles Spiel vom TUSEM, besonders die kleine Tanzeinlage von Essens Co-Trainer Szargezey am Ende hat mir gefallen.
    16000 ist zwar ne tolle Zahl, richtige dolle Stimmung ist aber (leider) nie aufgekommen, da Essen immer geführt hat.
    Auch lustig Its my life von Bon Jovi bei Toren zu spielen, da ist auch Applaus dabei.
    Nochmal ein Kompliment an das tolle Intro am Anfang, allein das macht einen Besuch in der Köln Arena wird.
    Das war heute mein 4. Besuch bei nem Handballspiel in der Köln Arena und wohl auch nicht der letzte.

    Gibt ja auch noch die Leute von den Outsidern (s. charly65), so wenig seid ihr doch auch nicht.
    Ich sitze mit zwei Kollegen in 629.

    In der BILD-Zeitung gabs heute einen großen Artikel zum Spiel...habe ihn fast übersehen, da ich wie sonst einen klitzekleinen Beitrag im Sportteil gesucht habe... :D

    Zitat

    Original von spitzenhandball.de
    Aktuelle Zahlen:

    Für den Unterrang gibt es noch maximal 150 Karten


    Verkauft bis jetzt 14.700 (27.12. - 18 Uhr)

    sieht so aus als würden es über 16.000 Zuschauer werden

    Da sind dann die drei Karten von mir auch schon dabei... :D

    Wird bestimmt lustig.

    Also drei Dinge:
    <br />
    <br />- TUSEM - Lemgo in der Arena Oberhausen. So viele Leute, so eine geile Stimmung, so ein geiles Spiel
    <br />
    <br />- Vfl - SCM war von der Stimmung her atemberaubend
    <br />
    <br />-EM-Finale: Spannung pur...leider mit schlechtem Ende für die Deutschen.

    Szilagyi hatte aber nur einen recht kurzen Vertrag (zwei Jahre).
    <br />Johannesson sollte mal reinklotzen, ansonsten wirds nichts mit ner Verlängerung des Vertrages bzw. falls er wechseln will, will ihn keiner haben...
    <br />
    <br />Ich denke, dass wenn es im Februar Niederlagen in Eisenach & Kiel und zu Hause gegen Magdeburg gibt fliegt Schewzow. Und von dieser Niederlagenserie kann man nach dem derzeitigen Zustand der Mannschaft wohl ausgehen... <img src=images/smilies/nein.gif border=0>

    Wo sitzt ihr denn so am Sonntag?
    <br />Ich werde am Freitag meine Karten kaufen. (Ich spekuliere so mit 626/627.
    <br />Über den Elche-Fanclub waren die mir zu teuer, die sitzen wohl 217 (also erste Kategorie).

    Neue Ruhr Zeitung 24.12.2002

    TUSEM INTERN Schewzow-Truppe steht unter Druck

    In der Tabelle hat sich noch nichts getan. Der vierte Platz ist dem Tusem schon seit Wochen sicher, trotz der Rückschläge. Aber es wird enger für den Essener Handball-Bundesligisten, der im alten Jahr noch einmal gefordert wird. Und zwar heftig. Am Sonntag (Anwurf 15 Uhr) in der Köln-Arena vom VfL Gummersbach. Deshalb fällt die Feiertagspause ganz kurz aus. Am gestrigen Montag gab es noch eine Trainingseinheit. Die nächste ist bereits für den zweiten Weihnachtstag angesetzt.

    * Auf der Tusem-Wunschliste steht natürlich ein Sieg über den VfL, der zuletzt Pfullingen in Grund und Boden spielte. Aber zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffte an der Förde nicht das erste Mal in dieser Saison ein großer Spalt. Ohne Punkte im Gepäck hatten die Essener Handballer im eiligst reparierten Luxus-Bus die rutschige Rückreise ins Revier angetreten. Alle Jahre wieder sind sie die eigenen Spielverderber für gute Festlaune.

    * Auch bei der mannschaftsinternen Weihnachts-Wichtelei am Sonntagabend lag die Pleite noch schwer im Magen. Während der Tusem-Tross Präsente tauschte und das Stimmungstief bekämpfte, mühte sich Macher Klaus Schorn in einer anderen exklusiven Runde um Sponsoren-Pflege. Fest steht, dass sein unter Höchstspannung stehender Geduldsfaden kurz vor dem Reißen ist. Das war schon beim schwachen Heimspiel gegen Pfullingen unüberhörbar. "Was soll ich denn noch alles kaufen", hatte Schorn auf das Spielfeld Richtung Trainerbank gerufen und dazu wild mit Blick auf die Rückraumreihe gestikuliert. "Ich kann kämpfen und ich kann positiv denken. Aber ich bin mit manchen Entwicklungen nicht einverstanden und die Frage ist, wie lange ich mir das noch ansehen kann." Auf welche Personen sich das bezieht, bleibt zunächst sein Geheimnis. Nähere Nachfrage wird abgeblockt. Es soll nicht noch mehr Feiertags-Stress in die Öffentlichkeit getragen werden.

    * Unruhe steckt ohnehin genug in der Truppe. Zwei Verträge laufen aus. Der von Kapitän Patti Johannesson und der von Viktor Szilagyi.

    * Zumindest hatten die Margarethenhöher ihren Boss mit der Leistung der ersten zwanzig Minuten bei der Partie in Flensburg ein bisschen beschwichtigt. "Ich habe da eine sehr kämpferische Einstellung gesehen. Der Rest ging auf das Konto von Holpert, der nach seinem Gespräch mit dem Bundestrainer motiviert war bis zum geht-nicht-mehr. Wir hatten zehn todsichere Chancen, die nicht verwertet wurden. Und das alte Siebenmeter-Problem", so der Tusem-Boss im Gespräch mit der NRZ.

    * Keine Frage, dass der Tusem gegen Gummersbach unter Zugzwang steht. VfL-Trainer Sead Hasanefendic war häufig Gast in der Grugahalle und spionierte den Tusem gründlich aus. Die Oberbergischen sind dem Tusem fast schon auf die Pelle gerückt. Die Essener werden ihre Haut teuer verkaufen müssen, wenn ihnen nicht noch das Fell über die Ohren gezogen werden soll vor der langen WM-Pause. (saha)