Zitat
Original von Hereticus
Das Gelände war trotzdem zu klein. Auslöser der Katastrophe war die Situation des Staus in dem Raum zwischen den Tunneln. Da ist kein Platz für zigtausende Menschen und aus den Tunneln strömten weitere nach. Es gab keinen Ausweg außer dem Weg auf das Gelände, und der war versperrt worden. Irgendwann dreht dann eben jemand durch, wenn er/sie über eine Stunde in so einem Gedränge eingesperrt ist, und dann geht's rund.
Herr Sauerland hat übrigens scheinbar (Pressebericht) das Bauordnungsamt via Herrn Rabe (das war der andere sprachlose Held bei der PK ganz links) abbügeln lassen, als dieses das Sicherheitskonzept ablehnen wollte. Großes Kino, ganz ganz groß.
Natürlich war es zu klein. Ohne Frage. Winrich Granitzka, ehem. Vorsitzender CDU-Fraktion Köln sowie ehem. Polizeipräsident von Köln sagte gestern Abend in einer WDR Sondersendung das:
"Sie können ruhig vier Menschen pro Quadratmeter in so einer Situation nehmen, wir haben hier in Köln sechs Menschen gehabt und haben gesagt, jetzt wird es gefährlich, jetzt müssen wir was ändern."
Der Güterbahnhof hat angeblich eine Größe von 250.000 m2.
Bei 1-2 Personen kommt man also auf die immer wieder genannten und als zulässig befundenen 250.000-500.000 Besucher. Bei Granitzkas genannten vier pro m2 hätten 1 Millionen "problemlos" aufs Gelände gepasst. Eine wichtige Frage wäre nun, wieviele Personen waren auf der Loveparade? Der Veranstalter sagte am Samstag Mittag 1,4 Millionen. Die Polizei hingegen hält diese Zahl für unwahrscheinlich, soviele Menschen hätten in der Zeit mit Bus, Bahn, .... gar nicht anreisen können. Zum Vergleich, letzte Woche verteilen sich auf der gut gefüllten A40 3 Millionen Menschen auf 60 km Autobahn. Und das der Veranstalter die Besucherzahl der Loveparade nach oben rundet, sollte auch klar sein. Realistisch könnten wohl 1 Million Besucher sein.
Wie gesagt, laut Winrich Granitzka wäre das sogar kein großes Problem gewesen. Theoretisch. Allerdings muss man sich fragen, wie die Aussagen von ihm einzuordnen sind. Zur Zeit macht es ja den EIndruck, als wenn sich Veranstalter, die Stadt Duisburg sowie die Polizei gegenseitig die Schuld zu schieben, und auf wesen Seite sich der ehemalige Polizeipräsident Granitzka schlägt, sollte klar sein.