Nina Wörz hat in den ersten Spielen eigentlich recht gut gespielt. Mit dem Frankreich-Spiel kam dann auch bei ihr der für alle unerklärliche Einbruch: Fehlpässe, schwache Torschüsse, Langsamkeit, Überforderung bei allen Kapiteln.
In vielen Situationen hatte sich die Variante mit Nina Wörz am Kreis als sehr erfolgreich gezeigt.
Das Geheimnis des Erfolges beim Handball liegt oft in der Fähigkeit des Trainers, Spielzüge anzuordnen welche die gegnerische Mannschaft überraschen. Im Schweden-Spiel ist das noch gut gelungen. Im Frankreich-Spiel sind die Impulse besonders von Nina Wörz und Anja Althaus ausgeblieben. Die Schüsse aufs Tor waren zu unkonzentriert, die Fehlpässe haben uns alle fast zum Wahnsinn gebracht. Eine Ideenlosigkeit ohne Gleichen hatte sich bei unseren Mädels breitgemacht-während sich die Französinnen in einen Rausch spielten.
Im Rusland-Spiel war der Einbruch nicht so eindeutig wie gegen Frankreich. Unter dem Strich war die Toredifferenz aber doch beträchtlich.
Österreich hat tatsächlich Weltklasse-Spielerinnen (Subke, Engel, Spiridon) und einige Zweitligaspielerinnen aus der deutschen Bundesliga (Scheffknecht, Magelinskas, Stumvol-Schwestern, Budecevic)) und einige junge Spielerinnen aus der österreichischen Liga. Am Ende ist die Synergie wichtig. Was macht man aus den zur Verfügung stehenden Spielerinnen. Herbert Müller kann gut motivieren, das weiss man. Leider hat er das Angebot des DHB nach der Kündigung von Emrich nicht angenommen. Deutschland hat sich gegen Österreich schwer getan.
Trotzdem sollte Osmann weitermachen und seinen Spielerinnen mehr Vertrauen und Selbstvertrauen einflössen. Letztlich ist der Handball modern der erfolgreich ist.