Moin Moin,
ich habe den Thread-Titel verallgemeinert, damit es nicht so nach Werbung klingt. ![]()
Vielleicht kommen ja noch mehr WM-Bücher auf den Markt, die hier vorgestellt werden können.
Moin Moin,
ich habe den Thread-Titel verallgemeinert, damit es nicht so nach Werbung klingt. ![]()
Vielleicht kommen ja noch mehr WM-Bücher auf den Markt, die hier vorgestellt werden können.
Hier habe ich was gefunden, obwohl die Quelle mit Vorsicht zu genießen ist (Bild):
http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/2007…den-aerger.html
Zitat:
ZitatLaut „Sport-Bild“ verdienen die DHB-Spieler zusammen 183 000 Euro im Monat. Zum Vergleich: Werders Nationalstürmer Miro Klose (28) kassiert geschätzte 233 000 Euro pro Monat. Macht rund 2,8 Mio im Jahr!
Topverdiener der DHB-Auswahl ist Pascal Hens (26). „Pommes“ hat einen Privat-Vertrag mit Ausrüster Kempa (ca. 35 000 Euro pro Jahr), bekommt vom HSV 18 000 Euro Gehalt. Seine Freundin Angela (25): „Wenn man hört, was Fußballer verdienen, täte ihnen eine Million weniger nicht weh.“
Mini-Verdiener der Handballer ist Lars Kaufmann (Wetzlar) mit 6500 Euro. Viel Geld für den Durchschnitts-Deutschen. Aber bei dieser tollen WM ist klar: Unsere Handball-Helden sind jeden Cent wert! Für den WM-Titel gäbe es übrigens „mickrige“ 15 000 Euro Prämie. Klinsis Jungs kassierten für Platz drei 100 000 Euro pro Kopf!
Hallo dolo,
bitte aussagekrägtige Überschriften verwenden, danke. ![]()
Moin Moin,
die Flensborg Avis befaßt sich heute mit dem endgültigen Wechsel des Norwegers Frank Løke zur SG Flensburg-Handewitt:
ZitatAlles anzeigenAufgeschoben ist nicht aufgehoben
Handball. Frank Løke wechselt definitiv im Sommer 2008 zur SG Flensburg-Handewitt.
FLENSBURG. Die Weltmeisterschaft ist seit Sonntag Geschichte und mit ihr auch die große Spielerbörse, bei der sich Trainer und Manager von Europas Topklubs um zukünftige Superstars für ihre Vereine bemühen konnten. Bei der SG Flensburg-Handewitt hat sich laut Manager Thorsten Storm in den WM-Tagen "nichts Neues" ereignet und somit ist weiterhin die Frage nach einem möglichen Nachfolger von Joachim Boldsen auf der Spielmacher-Position die interessanteste "Baustelle".
Die Position, auf der beim Deutschen Vizemeister derzeit die größte Planungssicherheit herrscht, ist die des Kreisläufers. Mit dem dänischen und norwegischen Nationalmannschaftsduo Michael V. Knudsen und Johnny Jensen wird die SG bis zum Ende der Saison 2007/2008 spielen. Danach zieht es Jensen zurück in seine Heimat und er macht Platz für seinen Nationalmannschaftskollegen Frank Løke, der dann neben Knudsen die Rolle des Kreisläufers ausfüllen wird.
Løke wurde im Sommer 2006 von der SG verpflichtet und zunächst für eine Saison an die Grashoppers Zürich in der Schweiz ausgeliehen. Als Johnny Jensen sich Ende des vergangen Jahres dazu entschied, eine weiteres Jahr in der Fördestadt zu bleiben, sah Løke aktuell keine Perspektive im hohen Norden und signalisierte sein Interesse, ein weiteres Jahr in der Schweiz bleiben zu wollen.
"Wir haben uns schnell geeinigt und da Zürich ihn auch gerne behalten wollte, haben wir uns darauf verständigt, dass Frank im Sommer 2008 zur SG kommt", sagte Storm. Der Norweger, der heute seinen 27. Geburtstag feiert, ist demnach ab dem 1. Juli des kommenden Jahres mit einem Drei-Jahresvertrag bei der SG ausgestattet.
Ruwen Möller
Hallo minze91,
herzlich willkommen in der HAndballecke, auch die kann geholfen werden:
http://www.amazon.de/Ladioo-Peter-W…ie=UTF8&s=music
(Nein, ich krieg kein' Lohn von Amazon. ;))
Hallo,
noch mehr Berichte über den Rückzug der Nordfriesen:
ZitatAlles anzeigenErschienen im Flensburger Tageblatt vom 05.02.2007:
Spieler nach dem Regionalliga-Aus völlig geknicktUm sich nach der sportlichen Pleite nicht auch noch ein finanzielles Desaster einzuhandeln, hat die „Sportbetriebs GmbH HSG Nord-NF“ ihre erste Handball- Mannschaft aus dem laufenden Spielbetrieb der Regionalliga zurückgezogen. Damit stehen die Nordfriesen als ersten Absteiger fest.
Niebüll – „Wir bedauern diesen Schritt“, erklärte Teammanager Fred Karstens von der HSG Nord-NF. Er nannte eine Vielzahl von Gründen, die am Dienstag vergangener Woche in dem Entschluss mündeten, aus der Handball-Regionalliga auszusteigen. Der Entschluss brachte zunächst die Gerüchteküche ins Brodeln. Das HSG-Management teilte erst auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass das Team aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen wird. Die Mannschaft wurde am Donnerstag nach dem Training informiert. Als der Lichtschalter in der Süderlügumer Sporthalle nach dem letzten und wie gewöhnlich schwach besuchten Training auf „Aus“ gestellt wurde, war das gleichzeitig das „Aus“ für das Regionalliga-Team, das die Entscheidung völlig geknickt hinnahm.
„Es war abzusehen“, sagte Mannschaftsbetreuer Holger Rapraeger, der anstelle eines Trainers auf der Bank saß und einmal mehr den personellen Mangel zu verwalten hatte, unter dem das Team litt. „Schade“, pflichtete ihm seine Kollegin Angelika Janke bei. „Ich fühle mich unendlich traurig“, sagte Spielertrainer Björn Schlichting, den sie wegen seiner Kämpfernatur „Kampfschwein“ nennen. „Es musste wohl sein“, relativierte Mannschaftssprecher Lars Hansen das Ausmaß der Entscheidung, nach der die Westküste künftig auf Handball der dritthöchsten deutschen Spielklasse verzichten und sich künftig mit unterklassiger Magerkost begnügen muss.
Fred Karstens brachte eines der Hauptprobleme auf den Punkt. Der Geschäftsführung der Sportbetriebs-GmbH war es nicht gelungen, den auf 80 000 Euro bezifferten Saisonetat auszugleichen. Das restliche Programm – unter anderem mit (600, 700 km langen und teuren) Fahrten nach Usedom und Cottbus hätte ein 25 000 Euro tiefes Loch in den Etat gerissen. Dem gegenüber machen sich die 2700 Euro Strafgeld fürs vorzeitige Ausscheiden wie Peanuts aus. Die Sponsorenszene war ausgepresst wie eine Zitrone. „Mehr war nicht drin“, sagte Karstens, der neidvoll zur Konkurrenz blickte.
Zu diesen Problemen gesellte sich das sportliche Fiasko. Das zeichnete sich bereits in der vergangenen Saison ab, als die „Meisterrunde“ knapp verpasst und die „Abstiegsrunde“ mit einem blauen Auge überstanden wurde. Die laufende Saison begann nach kurzem positiven Aufflackern mit dem Ausstieg von Trainer „Mücke“ Carlsen nach nur einem Monat. Das Spielertrainer-Duo Jörg Henningsen/Björn Schlichting reduzierte sich auf Letzteren, zumal Ersterer auch noch seinen Hut nahm und sich mitten in einem Match empfahl. Zu allem Unglück musste Kai Thielebein mitten in einem tollen Lauf eine Auszeit nehmen und fand nach der Rückkehr nicht mehr zu seiner alten Form. Mit Anders Okholm war das so eine Sache: Mal kam er, mal nicht – meistens aber nicht und wenn, dann weit unter Form. Es kam Eins zum Andern. Das Torwart-Problem brachte das sportliche Fass zum Überlaufen – und Niederlagen mit 39, 40 Gegentoren. „Bei einer Regionalligamannschaft muss mehr dahinter stehen“, übte Björn Schlichting Kritik auch am Umfeld, das es nicht schaffte, einen Trainer zu verpflichten.
Dem Management mit Jürgen Hamer und Fred Karstens ist jedoch kein Vorwurf zu machen. Nach dem Tod Hamers stand Karstens so ziemlich alleine da – und das auch noch mit seiner angeschlagenen Gesundheit. Für den Fall eines Klassenerhalts hatte er Signale aus Tondern, dass Spieler wie Kim Larsen zurück kehren und dazu noch ein Trainer kommen würden. Weil es die Mannschaft sportlich nicht packte, zerschlug sich auch das Wiederaufleben einer „deutsch-dänischen Allianz“, die zeitweise (vor allem mit John Madsen) so erfolgreich war. Karstens gibt sich kämpferisch und wird der HSG weiterhin zur Verfügung stehen, nachdem er bereits den Handball-Förderkreis Süderlügum seit 24 Jahren leitet.
Die „GmbH“ indes wird schon in den nächsten Tagen aufgelöst, heißt es aus dem Management. Die Handball-Spielgemeinschaft der Vereine MTV Leck, TSV Süderlügum und TSV Rotweiß Niebüll bleibt bestehen. Zur nächsten Saison ist ein Neuaufbau geplant. Die jüngeren Spieler haben schon jetzt ihre Zusage signalisiert. Die „Alten“ sind teilweise noch am Überlegen. Björn Schlichting wird aufhören, Lars Hansen macht weiter, Kim Will ist schon weg.
Zur Saison 2007/08 tritt die HSG Nord-NF in der Oberliga an, in die sie 1995 aufgestiegen war und nach zwei Jahren mit Trainer Peter Rickertsen den Sprung in die Regionalliga geschafft hatte, in der sie bis heute zu den dienstältesten Teams dieser Spielklasse zählte – und nicht weniger als neun Trainer „verbrauchte“: nach Piefke Nicolaisen, Peter Rickertsen, Dirk Rauin, Dieter Lenz, Olaf Rogge, Martin Tank, Thomas Blasczyk, „Mücke“ Carlsen und Björn Schlichting.
Dieter Wrege
ZitatAlles anzeigenErschienen in der Flensborg Avis vom 05.02.2007:
Nordfriesen ziehen die ReißleineHandball. HSG Nord NF hat die Regionalliga-Mannschaft mit sofortiger Wirkung abgemeldet.
NIEBÜLL. "Es sind finanzielle Gründe, die uns bewogen haben, die Mannschaft sofort vom Regionalliga-Spielbetrieb abzumelden. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber alles andere konnten wir nicht länger verantworten", sagte Lars Hansen. Dem Kapitän der HSG Nord-NF fällt es merklich schwer den unerwarteten Rückzug des Aushängeschildes der norfriesischen HSG zu erläutern.
Nach achtjähriger Zugehörigkeit zur dritthöchsten Spielklasse verschwindet die HSG, die abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierte, von der großen Amateurbühne und wird als erster von fünf Regelabsteiger in die Oberliga Schleswig-Holstein eingestuft. "Dort wollen wir uns zunächst etablieren, neue Strukuren schaffen und mit einem jungen Team einen Neuanfang starten", erläutert Hansen die Planungen für die Zukunft.
"Wir haben unsere Finanzen prüfen lassen. Wenn man dann die Einnahmen und Ausgaben, die bis zum Saisonende anfallen, aufrechnet, hätten sie sich nicht gedeckt. Da mussten wir reagieren und haben Nägel mit Köpfe gemacht", so Hansen.
Das "Urgewächs" aus Niebüll hat die gesamte Handball-Entwicklung der letzten Jahrezehnte im nördlichen Nordfriesland am eigenen Leib miterlebt und hält den aus sportlicher Sicht "traurigen" Schritt für unumgänglich "Wir mussten die Reißleine ziehen. Denn nur so stehen wir jetzt finanziell betrachtet mit Plus-Minus-Null da. Ansonsten hätten uns die laufenden Kosten für Fahrten, Hallenmiete und so weiter tief ins Minus geführt. Und das wollten wir unseren Gesellschaftern nicht zumuten. Zumal die rein sportliche Situation nicht gerade eine Besserung erwarten ließ."
Die Sportbetriebs-GmbH, in der die 1. Herren-Mannschaft eingebettet war, wird aufgelöst. Ebenso zerfällt das Team ins seine Bestandteile. Laut Hansen werden einige Spieler sofort den Verein verlassen, andere die Karriere beenden oder in der zweiten und dritten HSG-Mannschaft weitermachen.
Für den laufenden Spielbetrieb bedeutet der Rückzug der HSG folgendes: Alle Spiele der HSG werden annulliert. Während sich zum Beispiel der DHK Flensborg durchaus freuen darf, da die beiden Minuspunkte aus dem Hinspiel gestrichen werden, ärgert sich die SG Flensburg-Handewitt II sicherlich, da dem Hahn-Team vier Pluspunkte abhanden kommen. Auch der HSG Kropp-Tetenhusen "kostet" der Rückzug der HSG zwei Pluspunkte, was gerade im Abstiegskampf besonders schmerzt. Allerdings teilen die Kropper dieses Schicksal mit nahezu allen unmittelbaren Kontrahenten.
Zwei Plus- und zwei Minuspunkte werden schließlich auch der HSG Tarp-Wanderup aberkannt, wobei sich allerdings an der Tabellenplazierung nichts geändert hat.
Volker Metzger
Aus dem hohen Norden:
ZitatHandballer krönen Traum-WM mit Titel
Die deutschen Handballer sind Weltmeister. Vor einer atemberaubenden Kulisse in Köln und Millionen Fans an den TV-Geräten gewann das Team das Finale gegen Polen – und holte sich nach 29 Jahren wieder den Titel.
Köln/sh:z – „Teufelskerl“ Henning Fritz dirigierte mit zwei Krücken in der Hand und einer goldenen Krone auf dem Kopf die gewaltige „La Ola“, die Ovationen der Fans wollten kein Ende nehmen. Nur Bundestrainer Heiner Brand musste vor dem Jubelsturm erstmal in Ruhe durchatmen: Getragen von der schwarz-rot-goldenen Begeisterungswelle und trotz einer Verletzung von Fritz nach 35 Minuten haben Deutschlands Handball-Helden Geschichte geschrieben und sich mit dem WM-Gold belohnt. Das Team von „Kaiser“ Brand besiegte im Finale Polen mit 29:24 (17:13) und sorgte im Tollhaus Köln-Arena für den dritten Weltmeisterschafts-Titel einer deutschen Mannschaft nach 1938 und 1978 und machte den Trainer fast sprachlos: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Vor drei Wochen habe ich es für unmöglich gehalten, was jetzt passiert ist. Dass das Turnier so gelaufen ist, werde ich erst sehr viel später kapieren“, meinte Heiner Brand.
(Quelle: Flensburger Tageblatt)
ZitatAlles anzeigenWeltmeister Deutschland feiert beste WM aller Zeiten
Köln/sh:z – Das Wintermärchen wurde wahr – die WM im eigenen Land hat sich als Turnier der Superlative erwiesen und die Hoffnung auf eine Zeitenwende im deutschen Handball geweckt. Sowohl in finanzieller als auch in sportlicher Hinsicht wurden selbst die kühnsten Prognosen übertroffen und vom 29:24-Finalsieg der deutschen Mannschaft gestern gegen Polen gekrönt.
Moderne Hallen, reibungslose Abläufe und die große Begeisterung der Fans setzten neue Maßstäbe. „Wir haben die größte WM in der Geschichte organisiert. Sie war auf allen Gebieten auch die erfolgreichste“, befand DHB-Präsident Ulrich Strombach. Am Ende der 17-tägigen Party mit höchstem Unterhaltungswert wähnte sich der WM-OK-Chef aus Gummersbach gar auf den Spuren von „König Fußball“: „Wir sind mit unserer Arbeit und unserem Produkt in eine Dimension vorgestoßen, die durchaus mit dem Fußball zu vergleichen ist.“
Eine bessere Image-Kampagne hätte sich Strombach nicht wünschen können: Spätestens beim Halbfinal-Krimi gegen Frankreich entdeckten plötzlich Millionen Deutsche ihr Herz für den Handball. Vergleiche mit der Fußball-WM waren angesichts der guten Stimmung im Land und der verblüffenden TV-Einschaltquoten von mehr als zehn Millionen Zusehern allgegenwärtig. Bundestrainer Heiner Brand geriet ins Schwärmen: „Ich habe mich immer gegen den Begriff Wintermärchen gewehrt. Aber was in den vergangenen Spielen passiert ist, ist absolut außergewöhnlich. Das ist für unseren Sport eine tolle Geschichte.“
Ähnlich überschwänglich fiel das Fazit von Hassan Moustafa aus. Der Präsident des Weltverbandes (IHF) erteilte den Organisatoren einen Ritterschlag: „Ich bin hochzufrieden. Die Propaganda-Wirkung dieser WM wird eine weltweite Nachhaltigkeit erzeugen.“
Einzig die Diskussion über die Schiedsrichter sorgte für Misstöne. Sowohl die Slowenen als auch die Spanier und Franzosen fühlten sich in den Spielen gegen den Gastgeber verschaukelt. Für die Schelte brachte Dietrich Späte, Mitglied der IHF-Training- und Methodik-Kommission, jedoch nur wenig Verständnis auf: „Diese Diskussion ist alt. Wir führen sie bei jeder WM. Auch schon in Tunesien 2005 und Frankreich 2001 gab es Beschwerden über angebliche Heim-Schiedsrichter. Das haben viele offenbar vergessen.“
(Quelle: Flensburger Tageblatt)
ZitatAlles anzeigenDie deutschen Spieler in der Einzelkritik
Note 1 für Henning Fritz, Oliver Roggisch und Torsten Jansen
Henning Fritz (106 Paraden): Der Welthandballer von 2004 mauserte sich vom Sorgenkind zum absoluten Leistungsträger. Nach durchwachsener Vorrunde steigerte sich „Fritze“ in eine überragende Form. Besonders in den kritischen Situationen spielte der Kieler wie entfesselt auf. Bitter: Ausgerechnet im Finale verletzte sich Fritz nach 35 Minuten und musste ausscheiden. Note: 1
Johannes Bitter (42 Paraden): Der Blondschopf ist die ideale Ergänzung zum Stammkeeper Fritz und akzeptiert seine Rolle als Nummer zwei ohne Murren. Gönnte sich Fritz eine Verschnaufpause, dann war auf den zukünftigen Hamburger meist Verlass – so auch im Finale, als er in der entscheidenden Phase mit seinen Paraden den polnischen Ausgleich verhinderte. Note: 2
Pascal Hens (47 Tore): Der Rückraumspieler steigerte sich im Laufe des Turniers. Seine Sternstunde hatte „Pommes“ im so wichtigen Spiel gegen Slowenien, als er neun Treffer erzielte. Der 2,03 Meter große Hens bewies auch sein gutes Auge für den Kreisläufer, wirkte aber gegen offensive Deckungen immer noch nicht robust genug. Note: 2-
Oliver Roggisch (1 Tor): Das Kraftpaket erfüllte seine Aufgabe als Abwehrboss mit Bravour, ging aber manchmal noch zu ungestüm zu Werke. Der künftige Kronauer war in kämpferischer Hinsicht und als Stimmungsmacher stets ein Vorbild. Trotz seiner 1,99 m Körpergröße ungemein beweglich. Hundertprozentige Wurfquote: Ein Wurf, ein Tor. Note: 1-
Dominik Klein (18 Tore): Kam auf der Linksaußen-Position nicht am konstant starken Torsten Jansen vorbei. Wenn er seine Chancen bekam, nutzte er sie. Wie in der Schlussphase des Halbfinals, als er drei wichtige Tore erzielte. Ein Mann mit großer Zukunft. Note: 2-
Sebastian Preiß (15 Tore): Der Kreisläufer stieg wegen der Verletzung von Andrej Klimovets zum Stammspieler auf. „Basti“ agierte unauffällig, aber solide. Im Mittelblock mit Oliver Roggisch bewies der Lemgoer seine Qualitäten. Bitter für ihn, dass er ab dem Halbfinale nur auf der Tribüne saß. Note: 3+
Holger Glandorf (30 Tore): Der hoch aufgeschossene Linkshänder ist auf der halbrechten Rückraumposition die ideale Ergänzung zum unberechenbaren Christian Zeitz. Seine Treffer aus der zweiten Reihe halfen der deutschen Mannschaft über manche Schwächephase hinweg. Note: 2
Markus Baur (27 Tore): Für den Kapitän lief es nicht immer rund. Dem Lemgoer Routinier fehlte es gegen defensive Deckungen an Torgefährlichkeit. Zudem wurde er durch eine Wadenzerrung gehandicapt. Als Kopf der Mannschaft und verlängerter Arm von Heiner Brand jedoch unersetzbar. Weiteres Plus: Seine Nervenstärke und Sicherheit vom Siebenmeterpunkt. Note: 3+
Christian Zeitz (33 Tore): Am eigenwilligen Linkshänder mit dem „Hammer“ schieden sich mal wieder die Geister. Doch der mit seiner riskanten Spielweise zwangsweise auf dem Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelnde Kieler ist bei seiner dritten WM-Teilnahme weiter gereift. Auch in der Deckung sehr solide. Note: 2-
Torsten Jansen (37 Tore): Der frischgebackene Vater war die Zuverlässigkeit in Person. Der Linksaußen hatte mit knapp 90 Prozent die beste Trefferquote unter den Stammspielern. Nach einem schwachen Beginn zeigte die Leistungskurve des Hamburgers fortan steil nach oben. Im Finale mit acht Toren bester deutscher Akteur. Sensationell, wie der „kleine Mann“ (1,85 m) in der Deckung seinen Mann stand. Note: 1
Michael Kraus (25 Tore): Der Ersatz-Spielmacher avancierte nach dem vorübergehenden Ausfall von Markus Baur vom Bankdrücker zum gefeierten Helden. Ausgerechnet gegen die wohl beste Deckung der Welt, die der Franzosen, legte der Göppinger seine internationale Reifeprüfung ab. Tolle Dynamik, toller Tordrang. Die Entdeckung des Turniers. Note: 2+
Florian Kehrmann (43 Tore): „Flo“ steigerte sich von Spiel zu Spiel und war Antreiber und Vollstrecker in einer Person. An einen Weltklassemann wie ihn werden allerdings besonders hohe Erwartungen gestellt. Note: 2-
Lars Kaufmann (11 Tore): Der bullige Rückraumspieler sprang als einer der letzten auf den WM-Zug auf. Wirkte bei seinen kurzen Einsätzen bis in die Haarspitzen motiviert. Manchmal noch zu ungestüm, der künftige Lemgoer deutete aber sein Potenzial als Shooter an. Note: 3
Christian Schwarzer (15 Tore): Die Rolle des ältesten WM-Spielers ist nicht hoch genug einzuschätzen. Auf dem Spielfeld genügte der in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nachnominierte „Blacky“ sowohl am gegnerischen Kreis als auch im Abwehrzentrum noch immer höchsten internationalen Ansprüchen. Abseits des Parketts ist er der große Motivator. Note: 2
Andrej Klimovets (1 Tor): Es war nicht die WM des bulligen Kreisläufers der SG Kronau. Bereits im zweiten Spiel verletzte er sich am Oberschenkel. Erst im Halbfinale war „Klimo“ wieder am Ball, ohne allerdings die großen Akzente zu setzen. Wühlte und kämpfte wie immer. Note: 3-
Ohne Wertung wegen zu weniger Einsätze: Carsten Lichtlein und Michael Haaß (1 Tor).HOLGER PETERSEN
(Quelle: Flensburger Tageblatt)
ZitatAlles anzeigenHeiners Helden im Handball-Himmel
Nach einem grandiosen Triumphzug hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft ihr „Wintermärchen“ zu einem Happy End geführt. Mit dem dritten Weltmeister-Titel nach 1938 und 1978 stürzten die Handball-Helden wieder ein ganzes Land in einen WM-Freudentaumel. Mit Feuerwerk und schwarz-rot-goldenen Flaggen feierten gestern überall in Deutschland Fans den beherzten 29:24 (17:13)-Finalsieg über Polen.
Köln – Um 18.31 Uhr war der große Moment gekommen. Unter ohrenbetäubendem Lärm nahm Kapitän Markus Baur im Tollhaus Kölnarena von Bundespräsident Horst Köhler den Weltpokal entgegen. Um ihn herum brach das totale Chaos aus. Knallende Champagnerflaschen, donnernde Konfettikanonen und ekstatisch kreischende deutsche Handballer. 20 Schnauzbarträger mit goldener Pappkrone auf dem Kopf und Goldmedaille um den Hals gerieten völlig außer Rand und Band. Und die Zuschauer boten den passenden Soundtrack dazu: „We are the champions“, hallte es voller Inbrunst aus 19 000 Kehlen. Unfassbar: Das Wintermärchen war tatsächlich wahr geworden, die Operation Gold 2007 hatte ein glückliches Ende gefunden. Gastgeber Deutschland hatte im Finale Polen mit 29:24 (17:13) besiegt und sich zum Weltmeister gekrönt, zum dritten Mal nach 1938 und 1978. Ein Triumph, der Einzug in die deutsche Sporthistorie nehmen wird.
Schon zuvor, unmittelbar nach dem Schlusspfiff dieses denkwürdigen Endspiels, hatten sich auf dem Spielfeld ähnlich verrückte Szenen abgespielt. Umhüllt von einer riesigen Deutschland-Fahne drehten Kehrmann, Kraus und Co. eine Ehrenrunde nach der nächsten. Sie küssten wildfremde Menschen und genossen den „größten Augenblick“ (Torsten Jansen) ihrer Karriere. Sie hatten das „Spiel ihres Lebens“ gewonnen und das Unmögliche möglich gemacht. Deutschland auf dem Handball-Thron. „Ich habe schon viel erlebt, aber das hier ist das Größte“, jubelte der an Krücken humpelnde Henning Fritz, der zum besten Torhüter der WM gewählt wurde. Wie schon gesagt: Es war einfach unfassbar.
Der völlig unerwartete Titelgewinn war ein Triumph des Teamgeistes, der Leidenschaft und des Siegeswillens. Wie schon in den Spielen zuvor ließ sich die deutsche Auswahl auch im Finale von nichts und niemanden stoppen. Nicht von dem tonnenschweren Erwartungsdruck, nicht von dem wurfstarken polnischen Rückraum, nicht von der Verletzung ihres Torhüter Fritz (35.) und nicht von einer Schwächephase, als sie eine 21:14-Führung binnen kürzester Zeit fast (22:21/45.) komplett verspielte. Stets war in solchen kritischen Momenten ein Akteur mit dem Bundesadler auf der Brust in den Vordergrund getreten, der dann das ganze Team mitriss. Gestern waren es der eingewechselte Keeper Johannes Bitter, später der treffsichere Pascal Hens und am Ende der grandiose Torsten Jansen, die dafür sorgten, dass das schwarz-rot-goldene Freudenfest starten konnte. „Alle Spieler waren bereit, alles, aber wirklich auch alles für ihr großes Ziel zu geben. Das macht mich so stolz“, sagte Bundestrainer Heiner Brand.
Der „Handball-Kaiser“ wurde buchstäblich gekrönt, und zwar von Ehefrau Christel persönlich, die ihm eine Pappkrone aufsetzte, bevor er von Hens und Kehrmann auf den Schultern durch die Halle getragen wurde. Auch ihm war in diesem Moment bewusst geworden: Seine Handballer haben bei dieser WM viel gewonnen. Die Goldmedaille, neun von zehn Spielen, das Ticket für Olympia in Peking 2008 und die WM in Kroatien 2009, umgerechnet 77 000 Euro Siegesprämie von der IHF, 15000 Euro Erfolgsprämie vom DHB und – was ihre wertvollste Beute ist – die Herzen von Millionen Landsleuten. Und was ihn besonders freute: Am Ende dieser fantastischen 17 Tage gab es neben seiner Mannschaft einen weiteren großen Sieger: den Handball.
In der Karnevalshochburg Köln wurde anschließend die Nacht wurde zum Tag gemacht. Handball-Deutschland wie es singt und lacht. Noch hunderte Mal ertönte in irgendwelchen Kneipen das „Viva Colonia“ oder der WM-Song „Wenn nicht jetzt wann dann?“. Eine Frage, die die Brand-Buben seit gestern endgültig beantwortet haben
(Quelle: Flensburger Tageblatt)
Ein Finale Deutschland - Dänemark hätten meine Nerven wahrscheinlich sowieso nicht ausgehalten, so haben die Dänen das kleine Finale gewonnen und die Deutschen das Große. Perfekt!
ZitatOriginal von Teamgeist
wo bleiben denn neue Einträge von "fieser fettsack" und "kabongo"?
Neues vom Erstgenannten findest du hier. Viel Vergnügen. ![]()
ZitatOriginal von fieser fettsack
Gratualtion an den Schiris
ihr habt echt mit herz und leidenschaft gepfiffen und so den Deutschen den Titel gesichert.
Ja, das waren wohl die besten Franzosen im gesamten Turnier. ![]()
Handball ist nach Hause gekommen! ![]()
Herzlichen Glückwunsch an die deutsche Mannschaft und natürlich auch an die Polen und die Dänen! Die großen (und stolzen) Handballnationen Frankreich, Kroatien, Rußland und Spanien wurden klar deklassiert.
Hallo,
gib doch mal bei sis-handball.de in der Suche "Kiel" und "Verein/Verband" ein, dann bekommst du die Kieler Vereine angezeigt. Oder über die Seite des KHV Kiel.
ZitatOriginal von Alphadex
Dänemark möge gewinnen!
Oechsler vor, noch ein Tor, olé olé olé!!!
Das traue ich Anders sogar zu, schließlich hat er sich im Halbfinale für das wichtige Spiel um Platz 3 geschont, wie auch einige seiner Mannschaftskameraden.
Ich hoffe, sie nutzen die Gelegenheit, um nochmal zu zeigen, was sie wirklich können. ![]()
ZitatOriginal von UlfN
9 Monate davor: Danyel Gérard - Butterfly nur geringfügig besser.![]()
Der Titel ist doch ideal zum Kuscheln. ![]()
Bee Gees - Massachusetts
Viel wichtiger ist doch aber, was 9 Monate vorher gehört wurde, oder? ![]()
ZitatOriginal von Manolito
Lijewski : is 23 oder 24 und spielt in FLE scho ne Weile HAMMER Handball
Hallo Manolito,
ich muß dich kurz korrigieren, der Flensburger Lijewski, Marcin, ist schon 29 Jahre alt. Sein Bruder Krzysztof ist 23 Jahre alt, spielt aber beim HSV Hamburg.
Die beiden hast du wohl durcheinander gebracht. ![]()
ZitatOriginal von Butzi0815
Na deswegen vielleicht...
Spitzenquote für Handball
Interessanter sind ja die Quoten vom DSF, hat die jemand? Olaf?
Keine Ursache, buihans, bleib uns treu und empfehle uns weiter. ![]()