DHK Flensborg hat zwei Gesichter
Handball. Aufsteiger Polizei SV Rostock bezwang DHK verdient mit 35:28 (19:12)-Toren.
ROSTOCK. Der DHK Flensborg bleibt in der Handball-Regionalliga der Männer die Mannschaft mit zwei Gesichtern. Daheim eine Macht und ein Team, auswärts dagegen ohne Biss und ohne mannschaftliche Geschlossenheit. So präsentierte sich das Team aus dem Norden Schleswig-Holsteins auch gestern in Rostock beim Aufsteiger PSV und kassierte eine gerechte und verdiente 28:35-Niederlage.
Schon nach drei Minuten lagen die Gäste 0:3 hinten, erst allmählich rappelten sich die Jungs von Trainer Rainer Cordes auf. Beide Mannschaften veranstalteten in der Folgezeit ein munteres Scheibenschießen, warfen quasi aus allen Lagen. Doch nur mit mäßigem Erfolg.
Auf beiden Seiten wurden die Angriffe selten lange ausgespielt, was sich in zahlreichen Fehlern und Fehlwürfen wiederspiegelte. Doch der PSV machte es etwas besser, hatte mit Bernd Brümmer im Tor und Linksaußen Torsten Frahm (fünf Treffer in Halbzeit eins) zwei überragende Akteure im Team.
Lautrup überragend
Bei den Flensburgern dagegen lastete zuviel Verantwortung auf den Schultern von Kim Lautrup, der zwar 17 (!) Mal erfolgreich war, aber eben als einziger DHK-Spieler echte Torgefahr ausstrahlte.
Ansonsten war es um Flensburg gerade im Rückraum und auf den Außen nicht besonders gut bestellt. Zwischen der 12. und 26. Minute gelangen dem Cordes-Team nur drei Treffer, die aber aus Strafwürfen resultierten. Als Lautrup dann Treffer Nummer zehn markierte, war der PSV bereits auf 16:10 enteilt.
Leichtes Spiel
Wie leicht es die Flensburger den Rostockern machten, zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit.
Rostock hatte Anwurf und schon nach vier Sekunden traf Peter Roloff überfallartig zum 20:12. Überhaupt war die DHK-Abwehr selten Herr der Lage, gestattete dem PSV regelmäßig den zweiten Versuch (Abpraller). Etwas Hoffnung keimte bei den Gästen dann Mitte der zweiten Hälfte auf, als sich die Rostocker vor gut 300 Zuschauern eine kleine Auszeit gönnten und der DHK noch einmal auf 19:22 herankam.
Vorentscheidung
Doch schnell fingen sich die Hausherren wieder und machten sogar in zweifacher Unterzahl ihr Tor (24:30/ 52.).
Spätestens nach dem 27:31 in der 55. Minute war die Messe für den DHK gelesen, stand eine weitere Auswärtsniederlage zu Buche. »Wir bleiben die Mannschaft mit den zwei Gesichtern. Zu Hause präsentieren wir uns als Team, auswärts stellen wir uns regelrecht dämlich an«, zeigte sich Trainer Cordes nach dem Spiel ratlos.
Flensburg ist nach dem Abgang von Anton Lakisa auswärts immer noch verunsichert, sucht die Form, die die Mannschaft im Vorjahr so stark machte. Die Träume von der zweiten Bundesliga waren ohnehin geplatzt, die Hoffnungen auf einen Platz in der oberen Tabellenregionen kann der DHK zudem vorerst ad acta legen.
DHK Flensborg: Schultz, Meyer - Gräber 2, Johannsen, Kraack, Lautrup 17/7, Goldbeck, Stapelfeld 3, Himborn 1, Peters 3, Fischer, Schmalfeldt 2