Beiträge von Olaf

    Immerhin jammert Zeitz nicht rum, obwohl er allen Grund dazu hätte (wie andere natürlich auch). Seit August 2003 ist er im Dauereinsatz, Bundesliga, Europa- und DHB-Pokal, EM-Vorbereitung, EM, Bundesliga, Europa- und DHB-Pokal, Olympia-Vorbereitung, Bundesliga, Europa- und DHB-Pokal, WM-Vorbereitung, WM und es geht direkt weiter.

    Ich denke, ein junger Spieler darf sich da mal eine Auszeit gönnen und nicht mit dem sozialistischen Zukunftsgelöbnis der Nation Besserung geloben. Er ist ein Querkopf und das ist auch gut so.

    war da nicht mal was von einem Kieler Konzepz zu lesen "Deutsch-schwedische Mischung" und "deutsche Nationalspieler" in Kiel?

    Nu kommen wieder vier Außerfriesische und mit Harry Preiß geht ein NM-Spieler. Schön, dass es einige Superstars nach Kiel zieht, aber ich würde schon gerne noch einige deutsche Nationalhelden neben Henning Fritz und Christian The Brain Zeitz im THW-Trikot sehen

    ich denke, der 9. Platz ist nicht sein Problem, sondern der Umgang der Medien mit diesem Platz. Bei seiner unverhohlene Kritik an Zeitz fühlt er sich mißverstanden. Wenn Heiner Brand nicht eine Reihe von Spielen verlieren darf, dann hat es aus seiner Sicht keinen Sinn, weiter zu machen, denn bis zur Heim-WM wird es noch einige Niederlagen geben. Wenn bei der nächsten EM wieder ein zu hoher Erwartungsdruck der Öffentlichkeit da ist, fürchtet er, dass er nicht das Goldene Team aufbauen kann.

    Aber damit muss er leben, das ergeht jedem Bundesligaklub Jahr für Jahr so, auch wenn die unter anderen Voraussetzungen arbeiten.

    dein letzter Satz ist sehr interessant. Denn dies traf ja bisher regelmäßig auf das deutsche Team zu. Du gehörst zwar nicht zu den Leuten, die ein wenig zu euphorisch ihr eigenes Team betrachten, aber genau das wurde ja bei den beiden Finalerfolgen der Kroaten aus der rot-weißen Ecke gerne ausgeblendet..

    Ich habe leider nur die letzten 25 Minuten auf TV7 gesehen, da war das Spiel ja längst entschieden. Der kroatische Torwart war der größte Schwachpunkt, soweit ich das beurteilen kann. Nichts, gar nichts hat er halten können. Dazu teilweise zerfahrene Angriffsaktionen der Kroaten....so hätten sie mal in Athen spielen sollen ;)

    Ein sehr einseitiges und langweiliges Finale. Spanien hat es endlich geschafft, Glückwunsch an die Iberer.

    ich finde, die Mannschaft hat sich hervorragend verkauft. Wenn man gesehen hat, wie die Franzosen heute gegen Kroatien untergegangen sind (und das in einem Halbfinale! - so ist die deutsche Mannschaft noch nie gegen die Kroaten gescheitert), dann war das, was die Jungs da geleistet haben, aller Ehren wert. Man hat doch gemerkt, dass die Big Points nicht gemacht wurden, weil die Erfahrung fehlt. Da war dann eben manchmal auch Pech dabei.

    Und die "Goldene Generation" war im Angriff teilweise sehr viel schlechter als diese neue Truppe. Endlich gab es mal wieder gepfefferte Rückraum-Würfe, die ihr Ziel fanden (ok, bei Zeitz sah das nicht besonders doll aus), die Abwehr war eigentlich auch ordentlich, Roggisch hat da eine gute Figur gemacht. Mit einem Henning Fritz im Tor, der eben doch ein paar Unhaltbare mehr entschärft, wäre sicher eine Überraschung gegen das eine oder andere Team möglich gewesen.

    Alles in allem eine positive WM, die vorher immer als Durchgangsstation für 2007 bezeichnet wurde. Genauso wird es auch bei der EM 2006 sein, da kann man dann aber sicher schon einige Fortschritte mehr sehen.

    Ein nicht unwesentlicher Faktor scheint mir auch das aktive Hallenpublikum zu sein.

    Ich habe gestern das Spiel der Tunesier gegen Rußland im Fernsehen gesehen. Die Zuschauer haben einen Alarm gemacht, gesungen wie in Wembley, die ganze Zeit gestanden...ein ansich völlig unspannendes Spiel wurde dadurch ein Riesenspektakel, zumal die Tunesier dann im Rausch auch noch zu zaubern anfingen. Das war Spaßhandball pur.

    So etwas überträgt sich über die Medien oder die Mundpropaganda weiter, verstärkt sich quasi von alleine.

    Und das Schöne daran: Wir haben das selber in der Hand, für Fest-Stimmung in den Hallen zu sorgen.

    der Ruf nach mehr Sendezeit...

    es geht doch eher um den Ruf nach einer zuverlässigen Sendezeit. Ich jedenfalls möchte nicht regelmäßig zittern müssen, ob ich von einem großen Turnier oder einen großen Bundesligaspiel Bilder sehen kann oder nicht.

    Durch den neuen Vertrag der EHF über infront ist die Championsleague erstmals eine Pflichtveranstaltung für die deutschen Sender (auch wenn man da das Wort "Sendeverpflichtung" gar nicht gerne hört). Niemand sollte glauben, dass wir fast jedes Heimpsiel der deutschen Klubs im Fernsehen sehen konnten auf den guten Willen der Sender beruht. Hier wurden Verträge so gestaltet, dass es nicht anders geht, etwas, was bspw der DFB perfekt beherrscht.

    Ich muss nicht jede Woche ein Livespiel sehen, mir würde eine Zusammenfassung der wichtigsten Spiele reichen, Da weiß ich dann aber, dass ich (potenziell) umfassend über das Ligageschehen informiert bin. Die wichtigsten Spiele kann es gerne Live geben, aber dafür sollte man nicht zuviel investieren.

    Das mit dem Erfolg ist ein wesentlicher Punkt, der bei meinen gesprächen mit den Sendern immer wieder hervorgehoben wurde. "Wenn die Nationalmannschaft endlich einen großen Titel holt, wäre Handball im Fernsehen kein Problem mehr" hieß es damals. Der Titel ist seit Slowenien da, das Fernsehproblem besteht weiterhin, also kann das nicht der alleinige Grund sein.

    Eine Handball-Sportschau ist sicherlich eine verwegene Forderung. Meine Vorstellung geht eher in die Richtung, eine Nicht-Fußball-Sportschau zu installieren. Dieses Format könnte die populären Sportarten mit regelmäßigem Spielbetrieb wie Eishockey, Basketball und Handball zum Inhalt haben. Alle drei verstehen sich ja als Konkurrenz untereinander (weil sich an Fußball eh keiner rantraut), könnten zusammen aber vielleicht mehr erreichen...

    Frankreich macht nur dann Sinn, wenn Tunesien und Griechenland vorher nicht gewinnen. Das bedeutet: eine halbe Stunde vor dem Anpfiff hätte das erst festgestanden. Bei dem anderen Spiel ist hingegen Spannung garantiert, denn es ist in jedem Fall ein Endspiel um die Halbfinalteilnahme. Es sind morgen in jedem Fall zwei absolute Knaller, die wir da sehen können.

    Während einer Livereportage passieren nunmal ein paar Versprecher oder auch völlig schrottige Sätze. Daran sollte man sich nun wirklich nicht hochziehen. Uwe Semrau wußte nicht mehr, wo Loke spielt, kann passieren. Klaus Schwarze hatte auch schon schlechtere Tage, da wirkte er förmlich verwirrt, aber nie so schlimm wie Herr Emig. In diesen Tagen und auch bei Olympia hat er mir klasse gefallen. Er bringt Sätze, die einen Sportreporter legendär machen und auch in der NAchbetrachtung ein Spiel emotional erlebbar machen. Unvergessen Schwarzes "Graaaaaaaaafenhorst, das gibts doch gar nicht" beim CL-Halbfinale SCM - FleHa oder sein "Was machen die nur wieder mit uns?" beim Viertelfinale von Athen

    Und sein gestriger Spruch über Zeitz zeigt sein ganzes Herzblut, dass er am Handball stecken hat.

    Regelkenntnisse sind so eine Sache. Der werfe den ersten Stein....

    Ich finde es jedenfalls gut, dass die alten Zeiten der FUßballübertragungen vorbei sind, wo man minutenlang die Namen der angespielten Spieler hörte...Beckenbauer [Pause] auf Schwarzenbeck [Pause] zuuuuu [Pause] Overath [Pause] [Pause] [Pause] Müller [Pause] [Pause] Tor...

    na, da wollen wir doch mal zählen...

    einer, der nörgelt, dass der witz ja nur abgeschrieben sei

    drei, die sagen, dass das doch egal wäre

    1 der sagt, dass heutzutage kopiert wird und nicht mehr abgeschrieben

    1, der sich rechtfertigt, dass er es ganz woanders gefunden hätte

    1, der auf den Umstand hinweist, dass man sich gerade den Regeln des Witzes entsprechend verhält und entschuldigend darauf hinweist, jetzt auf keinen Falls als Klugscheißer gelten zu wollen...

    ...was ich hiermit tue

    Nach dem letzten Newsletter erhielt ich vereinzelt - sicher nicht unberechtigte - Kritik ob der einseitigen Bejubelung des DSF. Ich will mich gerne der Diskussion stellen und auch kundtun, dass es durchaus unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt. Ich neige zwar manchmal zur Meinungsmache, möchte aber bei diesem Wichtigen Thema ein möglichst breites Spektrum der Ansichten erfahren und den vielen engagierten Unterstützern die Möglichkeit geben, ihre Sicht darzulegen.

    Ich will einmal kurz die Hintergründe erläutern.

    Zunächst die Sicht auf die Fernsehsender:

    Aus den letzten Jahren haben wir die Erfahrung ziehen können, dass sich die ARD recht gut um Handball bemüht, während das ZDF mit diesem Sport nichts anzufangen weiß. Die Erfolge der Nationalmannschaft haben seit 2002 dazu geführt, dass immer mehr TV-Zuschauer eingeschaltet haben, wenn Handball lief. Das DSF profitierte bei der EM 2002 in Schweden davon, zwei Jahre später bei der EM in Slowenien mit fünf Millionen Final-Zuschauern sorgte der Handball sogar für die zweithöchste Sehbeteiligung in der Sender-Geschichte.

    Auch die ARD und das ZDF konnten bei der WM 2003 in Portugal durch hervorragende Einschaltquoten überzeugt werden, Olympia bot erneut eine Steigerung, insbesondere das Viertelfinale gegen Spanien und das Finale gegen Kroatien sorgten mit einer Sehbeteiligung von fast 50% für einsame Rekorde.

    Während aber bei Olympia das gesamte Programm von ARD und ZDF auf den Sport ausgerichtet ist und dann übertragen wird, wenn es der Veranstalter vorschreibt (unter gewisser Berücksichtigung der besonderen nationalen Wünsche - in Deutschland legte man bei der letzten Olympiade Wert darauf, dass Leichtathletik und Schwimmen zur Prime-Time durchgeführt werden), ist es bei allen Mannschaftssportarten, die nicht Fußball sind, bei ARD und ZDF ein Muss, dass nur Spiele übertragen werden, die vor 18.00 Uhr zu Ende sind. Im DSF muss man darauf keine Rücksicht nehmen, man sendet statt Konserven sowieso lieber Live-Sport.

    Bedingt durch die Tatsache, dass in der Bundesliga die meisten Weltstars des Handballs ihr Geld verdienen, hat der Handballfan hierzulande auch "Adoptions.öglichkeiten". Wenn das deutsche Team nicht erfolgreich ist, kann der Fan umswitchen auf ein zwietes Lieblingsteam, dem man die Daumen drückn will. Irgendein Lieblingsspieler des eigenen Vereins tummelt sich in den verschiedenen Nationalteams allemal. Es rechtfertigt also, auch Spiele ohne deutsche Beteiligung auszustrahlen.

    Die Masterfrage also lautet: müssen es die B-Sportarten hinnehmen, dass sie bei den öffentlich-rechtlichen nur für das Nachmittagsprogramm taugen?

    Die Sicht auf den Veranstalter:

    Eine Handball-WM bringt, wiederum anders als im Fußball, der veranstaltenden Nation selten internationales Prestige, Aufmerksamkeit oder gar einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nutella klebt keinen Handball aufs Glas, die Postbank eröffnet kein Handball-Super-Sonder-Konto und Mars macht auch ohne Handball mobil.

    Kostendeckend muss die Durchführung einer derartigen Veranstaltung sein. Daher werden möglichst wenige Spielorte ausgewählt, der Zeitraum einer WM ist auf ein Minimum gestaucht und die Gesundheit der Spieler eher zweitrangig.

    So müssen bei einem 24er-Teilnehmerfeld innerhalb von 14 Tagen an insgesamt nur 4 Spielorten eine Unmenge an Spielen absolviert werden, was schlicht bedeutet, die Anwurfzeiten auch auf für TV-Zuschauer ungünstige Zeiten zu legen. Folglich beginnt bereits Monate vor einer WM oder EM das Geschacher um die Anwurfzeiten durch die nationalen TV-Stationen. Bei ARD und ZDF wußte man eine geraume Zeit vor dieser WM gar nicht, wer denn eigentlich der richtige Ansprechpartner ist (wobei offen bleiben muss, ob der Fehler bei den Sendern oder der IHF zu suchen ist). Die werbefinanzierten Sender wünschen sich für "ihre" Nationalmannschaft eine möglichst späte Anwurfzeit, ARD und ZDF sind - wie oben beschrieben - daran überhaupt nicht interessiert.

    Der Vermarkter wiederum ist froh, die TV-Rechte zu Höchstpreisen zu verkaufen. Freie Zugänglichkeit der Übertragungen spielen da keine übergeordnete Rolle.

    Der Qualitätsaspekt

    Die Art und Weise, wie beispielsweise das DSF mit minimalem Aufwand die EM 2004 übertragen hat, genügt sicherlich nicht den hohen Ansprüchen eines Premiere-verwöhnten Zuschauers. Es fehlten neben einem EM-Studio auch Stimmungsberichte aus dem deutschen Lager, Einschätzungen der anderen Gruppen, Zusammenfassungen mehrere Spiele. Es gab "lediglich" Liveübertragungen von insgesamt 18 Spielen.

    Bei der ARD haben wir immerhin einen Expertentisch, ein paar Interviews und einstimmende Kurzbeiträge auf die anstehende Liveübertragung. Die ARD macht dies professioneller als das ZDF, aber informiert über die WM ist man auch öffentlich-rechtlich eher schlecht. Wenn man jedenfalls als Handballfan Maßstäbe anlegt, die dem Mindeststandard von Fußballübertragungen genügen sollen. Ein Fußballspiel wird mittlerweile von ARD und ZDF auf fünf Stunden in die Länge gezogen, hochbezahlte Äh- und Öh-Sager geben ohne Pause ihre sinnentleerten Antworten auf noch viel sinnlosere Fragen ab. Die Übertragung von Fußballspielen ist mittlerweile nah an die Nervgrenze gestoßen, wenn nicht gar längst überschritten. Ok, das war jetzt ziemlich subjektiv, aber wieso wird von meinen Gebührengeldern ein Franz Beckenbauer fürstlich entlohnt, wenn der sittliche Nährwert seiner Einschätzungen nahe Null tendieren?

    Das Umfeld

    Das DSF ist zwar durch die Fußball-Bundesliga erheblich aufgewertet worden, ist aber nach wie vor ein Sender, der es in der "Tradition" von Trash-Sendern a lá Neun Live noch nicht ganz aus den Kinderschuhen geschafft hat. Seriös ist jedenfalls nicht das erste, was einem zum DSF einfällt.

    Das ist bei der ARD und - mit Abstrichen auch beim ZDF - natürlich ganz anders. Hier bietet sich dem Sport ein Topumfeld, um sich auch Gelegenheitszuschauern zu präsentieren.

    Was folgt daraus?

    Die Frage hätte ich auch gerne einmal kompetent beantwortet. Einerseits darf man sich im DSF über viele Übertragungen freuen. Dies ist für die Handballfans wunderbar und reicht den meisten auch völlig aus. Um den Handball - gerade erst aus dem Dornröschenschlaf erwacht - nicht wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen, benötigt man nicht nur eine breite Plattform, sondern auch ein entsprechendes Umfeld. Während das DSF die Plattform liefert, bieten die Gebührensender das Umfeld. Insofern ist die bisher einmalige Kooperation zwischen ARD/ZDF und DSF ein erster, wichtiger Schritt, um beide Ziele zu erreichen.

    Wenn man aber das Hickhack um diese WM bei den öffentlich-rechtlichen Sendern mitbekommen hat, die bis eine Woche vor der WM keinen Plan hatten, wie sie alleine schon die Vorrundenspiele präsentieren wollten, wenn man hautnah mitbekommt, wie bis wenige Stunden vor dem ersten Spiel der Hauptrunde völlig unklar war, wie es weitergehen sollte, dann fragt man sich einige unanständige Dinge. Der Spielplan ist sicher nicht förderlich, der Austragungs-Modus tut sein übriges. Sicherlich herrschte bei den Programmplanern auch die nicht ganz unberechtigte Vermutung, dass die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM keine große Rolle spielen würde. Daher war man sich spätestens nach den vielen Rücktritten und den fünf verletzungsbedingten Absagen intern längst einig, dass diese Handball-WM in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen würde. Durch den Wettskandal im Fußball kam es ja schließlich sogar ohne Zutun der Handballer dazu.

    Eines ist in jedem Fall klar: Die Medien befruchten sich selber. Die auflagenstarken Zeitungen berichten, das Fernsehen sendet, die Zeitungen berichten noch mehr, das Fernsehens sendet noch mehr, denn in den Sendern gibt es eine eigene Abteilung, die einen Pressespiegel zusammenstellt, und die Leute lesen es und schauen es sich an. Trash wie die Dschungel-Show oder die ersten Staffeln von Big-Brother oder der Casting-Wahn haben es so zu Rekord-Einschaltquoten gebracht. Handball ist weitgehend Skandalfrei, ergo uninteressant. Ein zu großer Skandal wäre aber wiederum mehr als schädlich, dazu ist Handball noch nicht tief genug verwurzelt. Dem Fußball wird dieser Wettskandal, der eigentlich ein Medienspektakel ist, nichts anhaben können. Jedenfalls nichts Grundsätzliches.

    Es ist für künftige Handballturniere vielleicht der richtige Weg, wenn sich der DHB zusammen mit ARD und DSF lange vorher an einen Tisch setzen und eine Strategie aushandeln. Wenn dann noch die IHF und die EHF weniger an Klüngel interessiert sind als an einem wirklichen Voranschreiten der Sportart Handball, könnte sich der Sport positiv entwickeln. Unter den jetzigen Bedingungen sage ich heute eine Rückkehr des Handballs in den Dornröschenschlaf voraus.

    Erste Vorschläge liegen bereits auf dem Tisch: Man will endlich Qualifikationsrunden für die EM und WM veranstalten, diese Turniere finden dafür nur noch alle 4 Jahre statt, das Turnier soll an mehreren Orten und an mehr Tagen stattfinden. Wenn diese Vorschläge die Zustimmung der Gremien finden (was bei den derzeitigen Stimmverhältnissen längst nicht sicher ist), dann kann auch das Fernsehen erheblich besser eingebunden werden. Eine Entzerrung tut sicherlich Not...

    Ich würde diese Diskussion gerne weiterführen und habe dazu in der Handballecke ein Thema eröffnet, in dem dies möglich ist. Eine weitere Idee ist eine Online-Podiumsdiskussion zu diesem Thema, denn es geht letztlich um "Quo vadis Handball?". Hierzu werde ich versuchen, einige prominente Entscheidungsträger aus den Vereinen/dem Verband und den Sendern zu einer Diskussionsrunde zusammenzuführen, in der öffentlich das Thema erörtert werden kann. Ich verspreche mir davon ein Mehr an Transparenz und vielleicht sogar Verständis auf Seiten der Offiziellen und der Fans. Mal sehen, ob man sowas durchführen kann... Mehr dazu hoffentlich in wenigen Wochen.

    Zunächst möchte ich aber alle Newsletterempfänger dazu aufrufen, in der Handballecke die Diskussion zu führen: Wo ist der Handball im Fernsehen am besten aufgehoben? Welche Schritte oder Maßnahmen braucht es, damit Handball seinen Platz als Mannschaftssportart Nummer 2 hinter Fußball festigen und ausbauen kann? Was erwarten wir von der WM im eigenen Land?

    Ich freue mich auf die Vermehrung der Erkenntnisse ;)

    Viele Grüße
    Olaf Nolden

    Heizungen in tunesischen Hallen wären wirklich Unsinn gewesen. Wer kann denn mit so einem Kälteeinbruch rechnen. Dass 10 Grad Hallenemperatur für Spitzensport schädlich sind, weiß ich nicht, Fußballer frieren öfter mal, haben dazu Wind und Regen.

    Und wenn man die Schalke-Arena bis 2007 nicht beheizen kann, möchte ich die deutsche Delegation erleben...