Das mit dem Wechsel der Trägergesellschaft wurde in allen Artikeln über den HSV immer wieder hervorgehoben...
Beiträge von Olaf
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so berichtet dasu befreundete Ausland über den Fall HSV.
Neue Züricher Zeitung:
Im Tollhaus hanseatischer Kaufleute
Vor dem Ende des Handball-Abenteuers in Hamburg?
K. Bl. Hamburg, 9. Dezember
Dass sportliche Triumphe nicht gleichzeitig geschäftliche Erfolge bewirken, ist die erste Erkenntnis aus der unübersichtlichen Gemengelage um den HSV Hamburg, den Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Denn dem finanziell angeschlagenen Verein drohen jetzt wegen Verstosses gegen die Lizenzauflagen bis zu acht Punkte Abzug sowie eine hohe Geldstrafe. Womöglich erfolgt sogar der Lizenzentzug. Verhandelt werden soll darüber am 15. Dezember, und zwar im Vorstand der Handball-Bundesliga (HBL), jedoch erst nach Vorlage einer testierten Bilanz, die zuvor ein Wirtschaftsprüfer als einwandfrei und unbedenklich eingestuft haben muss.
Dem vorangegangen war ein Stück aus dem Tollhaus, das unter ehrbaren hanseatischen Kaufleuten derart drastisch nicht einmal ansatzweise denkbar schien. Am letzten Freitag hatte die Lübecker Staatsanwaltschaft in einer Blitzaktion den HSV-Hauptgesellschafter Winfried Klimek an dessen Lübecker Schreibtisch verhaftet. Oberstaatsanwalt Werner Spohr wirft ihm Bankrott, Insolvenzverschleppung in sechs Fällen, Bilanzfälschung in zwei Fällen, Betrug zum Nachteil von Banken, Factoring-Unternehmen und Lieferanten in 13 Fällen sowie Untreue vor. Während der vierjährigen Ermittlungen wurden 65 Durchsuchungen durchgeführt und 1500 Aktenordner Beweismaterial sichergestellt. Ein Prozess gegen Klimek, so sachverständige Wirtschaftsanwälte, dürfte eine kleine Ewigkeit dauern.
Zumal obendrein die wirtschaftliche Trägergesellschaft der HSV-Handballer, die Omni Sport GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer Klimek aus Haftungsgründen auch weiterhin bleibt, mittlerweile rund zwei Millionen Euro Schulden angehäuft hat. Bis zum Saisonende wird sich diese Schuldenlast noch um weitere 750 000 Euro erhöhen - mindestens. Denn allein 270 000 Euro sind allmonatlich an Spielergehältern fällig; die Miete der Hamburger Color-Arena für einen Spieltag wiederum beläuft sich auf 56 000 Euro. Den Handballern bleiben, falls denn 6400 Zuschauer kommen, nur 16 000 Euro Gewinn - abzüglich Steuern. Das alles liest sich nicht gerade wie die Bilanz einer erfolgreichen Gesellschaft.
Sportlich ist der Handballverein aus der Millionenstadt an der Elbe derzeit den Klubs aus den kleinen Orten überlegen. Wobei die Handball- Abteilung des norddeutschen Traditionsvereins HSV, vor zweieinhalb Jahren aus dem schleswig- holsteinischen Bundesligaklub Lübeck-Schwartau hervorgegangen, von den renommierten Nachbarklubs THW Kiel und Flensburg stets mit Argwohn beäugt wurde. Vor allem wegen der dubiosen Tätigkeiten der HSV-Trägergesellschaft. Auch deshalb, so heisst es im Vorstand der Handball- Bundesliga, hätten die Hamburger für die Spielzeit 2004/05 nur unter strengsten Auflagen eine Lizenz erhalten.
Wenig beeindruckt hat den Bundesliga-Vorstand, dass nun, Knall auf Fall, aber dennoch notariell beglaubigt, in der Omni Sport GmbH & Co. KG die Gesellschafter wechselten, weiter die Ankündigung, dass Klimek irgendwann 1,9 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen für den HSV abzweigen und dass sich gar der eine oder andere Gläubiger aus purer Handball-Leidenschaft mit seinen berechtigten Forderungen zurückhalten werde. Nach den Statuten darf eine Trägergesellschaft innerhalb einer laufenden Saison ohnehin nicht ausgewechselt werden. Hält man sich allein daran, dürfte am 15. Dezember das Handball-Abenteuer von Hamburg zu Ende gehen.
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Original von THW-Abuc
aber diese sachen haben ihm seinen ruf zurecht eingebracht. er hat es immer wieder übertreiben und ist wirklich ein richtig unfairer spieler in der abwehr.
aber selbstverständlich ist er im angriff sehr stark. das hat er vor allem in der letzten saison eindrucksvoll unter beweis gestellt
Aber diese Liste ließe sich doch unbegrenzt fortsetzen...
Wislander stand immer im Kreis
Olsson fiel um wie eine Tüte Milch bei Seegang Marke Bodensee
Jensen haut alles um, was ihm zu Nahe kommt
Peter Krebs sowieso
Martin Schwalb als Spieler war noch um Längen hippeliger als jetzt auf der Trainerbank, was hat der damals für Pfeifkonzerte gehabt...
Yoon läßt sich beim leisesten Windhauch fallen
Boldsen, der mit dem tiefstehenden Kopf, mitten durch die Abwehrreihenusw usw
Das mag ja Pfeifkonzerte nach der Aktion rechtfertigen, in der Halle regiert nunmal die Emotion, aber das ein Spieler bereits vor dem ersten Ballkontakt das Pfeifopfer ist, finde ich zumindest wert, darüber auch mal selbstkritisch nachzudenken (auch seitens Abati, aber welche öffentliche Plattform hat er, um sich zu erklären?). Da, wie nadine und auch meikel es so schön schrieben, wir Handballfans uns als Creme de la Creme des Fantums sehen, frage ich mich, ob diese sich andeutende Entwicklung ungebremst so weiter gehen soll.
Wenn die Mehrheit Joel Abati als unfairen Spieler erlebt, wird da sicher ne Menge dran sein, aber ich finde, Pfeifkonzerte sollte man sich jedesmal neu "verdienen". Andernfalls müsste Stefan Lövgren in Magdeburg eine Welle der Anti-Sympathie über sich ergehen lassen, Just seit gestern in Göppingen oder Boldsen in Köln.
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Original von nadine_76
Mir darfst du mal ausnahmsweise keine Emotionen unterstellen Olaf, ob glaubhaft oder nicht, ich seh die Sache ganz nüchtern und nicht nur mit der SCM-Brille.
Dir unterstelle ich nie Emotionen, nadine. Dein erstes Erscheinen im SCM-Forum fand ich zwar sagenhaft provokant, aber mittlerweile lese ich ausgesprochen gerne Deine Meinung, die die Sachen öfter von einer ganz anderen Seite beleuchten. Horizonterweiternd, sozusagen
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Na, da steckt ja viel Emotion dahinter.
Mich würde zunächst nadines Fragestellung interessieren. Es ist bekannt, dass die Fragestellung die Antworten herausfordern kann, in einem Forum ist aber nach meiner Beobachtung die erste Antwort viel entscheidender.
Meine Meinung zum Thema: Abati lebt mit einem Vorurteil, dass er nicht mehr los wird. Er kann 59 Minuten fair und sauber spielen, eine verunglückte Abwehraktion, bei der sein langer Arm in die Nähe eines Gesichtes kommt, reicht aus, um alle Zuschauer rufen zu lassen: "Ja, so ein unfairer Spieler, haben wir ja immer gewusst, buhhhhhhh!"
Ich denke, es sind zwei Dinge, die ihm diesen Ruf einbrachten.
1. Sein manchmal unkontrollierter verlängerter Arm, die Hand, die den Gegner oberhalb des Halses erwischt. Absicht kann ich mir nicht vorstellen, ist halt anatomisch so bedingt.2. Seine Art, sich nach einer gegnerischen Attacke fallen zu lassen. Es wirkt manchmal so, als überlege er den Bruchteil einer Sekunde, ob und wie er jetzt fallen solle und ZACK, da liegt er. Als Anhänger der eigenen Mannschaft hat man dann natürlich kein Foul gesehen und Abati ist der Schauspieler.
Es gibt wenige, die jedes Bundesligaspiel vom SCM verfolgen können, von den Magdeburgern erwarte ich nicht, dass sie Joel Abati in einem negativen Licht sehen, ich sah Magnus Wislander auch nie im Kreis stehen beim Torwurf.
Die Hoffnung bei der Eröffnung dieses Themas war, das vielleicht ein wenig selbstkritisches Beleuchten der eigenen Verhaltensweisen zum Ausdruck kommt. Wird gepfiffen und gejohlt, weil er früher mal was Unfeines gemacht hat, oder weil er aktuell in diesem Spiel eine unsaubere Aktion hatte? Pfiife von der ersten Sekunde an, dienen dazu, einen Spieler zu verunsichern. Das Publikum wundert sich dann komischerweise, wenn dieser Spieler nach einer gelungenen Aktion "provozierende" Gesten macht.
Moral will ich gar nicht ins Spiel bringen, aber es deutet sich zumindest eine Art Kesseltreiben gegen den Spieler Abati an. Es iat ja auch ein "Riesenspaß", wenn man gemeinsam einen Spieler die Nerven rauben kann. Zuletzt eindrucksvoll in Flensburg gelungen, als Zeitz das Pfeifopfer war.
Sinn und Zweck dieses Themas ist es nicht, dass ab sofort überall Plakate à la "Mein Freund ist Abati" hängen, aber eventuell gibt man ja sogar einem Liebling der Massen wie ihm eine Chance. Ich habe tatsächlich Spiele von ihm gesehen, da war nichts zu sehen von Theatralik oder Händchen-ins-Gesicht-klatschen.
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Joel Abati scheitn derzeit in allen Hallen die Pfeifeslust der Zuschauer herauszufordern. Nach der Treibjagd in Flensburg, für die sich Storm entschuldigte, und dem Pfeifkonzert in Kiel vor 2 Wochen, wurde Abati gestern in Göppingen während jeder Ballberührung ausgepfiffen. Er mußte, so heißt es, nach dem Spiel sogar unter Polizeischutz aus der Halle geführt werden.
Da fragt man sich natürlich, ob Abati sich diese Schmähungen tatsächlich durch seine Spielweise erarbeitet hat, wie vielerorts behauptet wird, oder ob seine Hautfarbe vielleicht doch eine Rolle spielt (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann)
Meine Frage an die Runde: Würdet Ihr Abati als Unsympath bezeichnen, der es verdient hat, ständig ausgebuht und ausgepfffen zu werden? Hat Abati ein Imageproblem in Deutschland? Oder sind Pfiffe usw gegen ihn völlig ok?
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ein Großwallstädter!!!!! Hier????
Herzlich Willkommen und Glückwunsch zum Sieg
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es war ja auch die Rede davon, dass ein Herr Westphalen treuhänderisch Anteile von Klimek übernimmt.
Klimek soll ja nun aus "haftungsrechtlichen" Gründen Geschäftsfüher bleiben....versucht da ein Herr Buhr, sich durch die Hintertür zu schleichen.
Ich durchschaue ja schon lange nicht mehr, was da eigentlich läuft, aber wenn ich das recht überblicke, wird die Liga dem HSV nicht die Lizenz in dieser Saison entziehen. Allenfalls Punktabzüge werden vorgenommen.
Trotzdem kann es zum Rückzug des HSV kommen, wenn bis zum 15.12. nicht eine gewisse Summe nachgewiesen wird, weil dann die OmniSport insolvent sein wird (?). Ein Wechsel des wirtschaftlichen Trägers in der Saison ist satzungsgemäß ausgeschlossen, demzufolge müsste der HSV sich zurückziehen, wenn OmniSport über die Wupper geht.
Den dramatischen Worten von de Buhr und Jacobsen entnehme ich, dass man dringend Geld benötigt, um genau dieses Szenario zu vermeiden.
Kann mir mal jemand erklären, was da abläuft? Wie kann Fynn Holpert sagen, die Lizenzerteilung wäre rechtens gewesen, wenn der Verein keine 4 Monate später vor der Pleite steht? Denn genau dafür war das Lizenzverfahren doch gedacht, um zu verhindern, dass Klubs während der lfd Saison zurückziehen müssen....
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Bertrand Gille geht mit dem Klingelbeutel über die Mönckebergstraße...Pascal Hens steht an den Landungsbrücken und entlockt den Touristen einen Euro...Zustände wie im alten Rom
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Aus der MoPo
Ehrlich legte de Buhr einen Grund für die finanzielle Schieflage des Klubs dar. So würden rund 20 Prozent der bisher durchschnittlichen 6200 Heimspiel-Besucher keinen Eintritt zahlen, die Kosten für ein Spiel in der Color Line Arena betrügen 56000 Euro, bei 6400 Fans bleiben nur 16000 Euro in der Kasse. Obwohl in Alsterdorf bei 4000 Fans 26000 Euro überbleiben, wolle man aber weiter in der Arena bleiben. Hoffentlich länger als bis zum 15. Dezember ...
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wenn der bericht von lars bargmann stimmt, hat Wallau immer noch einen Fehler gemacht und Köndringen sich zu einem Fehler überreden lassen. Und es ist ja für einen Regionalligisten auch interessant, vielen Spielern die Möglichkeit zu geben, mal gegen einen Bundesligisten anzutreten.
Sehr vertrackte Sache....Wallaus möglicher Widerspruch hätte sicher keine Chance, aber Köndringen könnte evtl damit durchkommen, auch wenn Sputnik sagt, dass man das nicht wolle.
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ich nehme an, die Bögen müssen alle nach Dortmund geschickt werden....per Post. Vielleicht auch nur auf Anforderung, und es hat einen Hinweis gegeben, dass da was nicht in Ordnung war...vermute ich mal
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das ist doch eine feine Idee, Nordhorn und Wallau spielen in Köndringen/Teningen um die goldene Zitrone. So kann man aus diesem Patzer sogar noch eine nette Geschichte machen. Die IG Handball würde die goldene Zitrone als Siegerpokal zur Verfügung stellen (natürlich keine echtes Gold).
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wenn es einen Abzug gibt, dann bewegt er sich im Raum ab 2 bis 8 Punkten. Aber man will ja erst mal wieder abwarten... .
Entweder ist die Sachlage verdammt kompliziert und nur ein Mensch im universum durchschaut das, oder es werden willkürlich Fristen gesetzt und nicht eingehalten. Was hat man jetzt erreicht? Wieder eine Woche Zeit.
Sorry, ich verstehe das nicht...
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da beide Teams mit 14 Spielern angetreten sind, war der Nachteil eigentlich nicht gegeben. Wiederholungsspiel lassen die Statuten wohl nicht zu, wäre aber sinnvoller gewesen. Ob das nun Dummheit oder sonstwas war, peinlich berührt ist man in Wallau sichrlich sehr, noch ist keine offizielle Stellungnahme des Vereins zu lesen. Immerhin steht auch für Wallau viel Geld auf dem Spiel, das man nun leichtfertig vergeben hat.
Wenn die HBL man immer so konsequent durchgreifen würde....
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wurden denn von Euch noch zwei nachgetragen? Das wäre ja richtig mistig, sonst wäret Ihr jetzt im Viertelfinale
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tja, bei der HBL wird jetzt durchgegriffen....
die Regelungen sind aber eindeutig, hätte man bei den Vereine wissen können. Fatal wäre es aber, wenn alle 8 Klubs mit 14 Spielern gespielt hätten (es reicht aber wohl, wenn soviele auf dem Spielberichtsbogen eingetragen sind). Dann wäre das Final Four einfah mal so ausgefallen...oder angenommen, nur der THW Kiel hätte, weil der Kader nicht so groß ist, nur mit 12 Mann gespielt...Zack, bist Du DHB-Pokalsieger...
Da beide Mannschaften gegen die Regel verstoßen haben, könnte man das Spiel ja eigentlich wiederholen
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Herzlichen Glückwunsch nach Nordhorn, kampflos ins FinalFour eingezogen....
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uiuiui... Das ist doch gar nicht seine Art, oder? Die Überschrift ist ja auch der Hammer; stocksauer auf die Fans...so ein Kracher ist Dünkirchen ja nun auch nicht
aber zumindest für mich ist da was Wahres dran: in Köln hätte ich mir das Spiel sicherlich angeguckt, aber dafür nach GM hoch zu düsen? neeee
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dass die ARD überträgt, ist wohl klar, unklar ist, welche Spiele usw. Unklar ist ebenfalls noch das Engagement des ZDF (obwohl die Aussage lautetete, alle DHB-Spiele live) und inwieweit das DSF beteiligt wird.