Beiträge von Olaf

    Hätte die SG die sich bietenden Chancen genutzt, wäre ein Sieg am Ende durchaus möglich gewesen. Aber nach der einzigen Führung und der starken Schiedsrichterhilfe kam es zu katastrophalen Fehlern der Flensburger. Das Wort Nervenschwäche wollte ich ja eigentlich nie wieder im Zusammenhang mit Flensburg gebrauchen, aber gestern schienen einige schon mehr mit anderen Dingen beschäftigt zu sein. Man hatte sogar das Gefühl - wenn man so auf die Bank schaute - dass man sich irgendwie von den Schiris benachteiligt fühlte.

    Hat mit Frust nix zu tun, spätestens nach 4 Niederlagen in Folge gewöhnt man sich sogar daran. ;)

    Flensburg ist nicht an sich selbst gescheitert, die Gummersbacher Abwehr war einfach zu gut. In der 1. HZ brauchte die SG im Schnitt fast 4 Minuten für ein Tor, kein Durchkommen oder Stoney in Bestform.

    In Halbzeit 2 waren die Gummersbacher viel in Unterzahl, Stoney nicht mehr ganz so sicher, Flensburg aber nicht in der Form, wo man das Gefühl hatte, die packen das. Unkalkulierbar waren da nur die Entscheidungen von Becker/Hack.

    Insgesamt ist das Ergebis zu knapp, Flensburg spielte wenig meisterlich und hat sich durch die vielen komischen Szenen sicher keine neuen Freunde gemacht. Aber aus Kieler Sicht kenne ich sowas ja schon...

    Das Düsseldorfer Ergebnis wurde übrigens auch in der Kölnarena durchgegeben, mit dem schönen Satz, dass sich darüber sicherlich Richard Ratka besonders freuen würde. Gab in Köln (!) sogar vereinzelt Jubel über den Düsseldorfer Sieg...

    Die Flensburger Spieler haben sich mal wieder wenig Freunde gemacht mit ihrem Auftritt in der Kölnarena. Jensen, Liejewski, Boldsen...aboslut unfaire Attacken, die aber in den seltensten Fällen vom Schirigespann geahndet wurden, offenbar deshalb, weil die VfL-Spieler einfach nicht hinfallen wollten oder laut Aua schrien (was man auf Flensburger Seite sehr gut beherrscht).

    Als der Siebenmeterwurf am linken Innenpfosten landete und von dort schnurstracks im rechten Seitenaus landete, war das Spiel eigentlich schon gewonnen. Aber plötzlich liefen 3 SG-Spieler zum Schiedsrichter, weil wohl der eine der Herren zunächst auf Tor entschieden hatte, der andere aber auf Einwurf. Böse Zungen behaupteten hinterher, die SGler haben um die Anerkennung des Tores gefleht, damit man doch noch ne Chance gehabt hätte. Rein mathematisch-physikalisch konnte der Ball jedenfalls nicht im Tor gewesen sein. Unfassbar, wie die Beckers und Hacks dieser Welt die SG zurück in Spiel gebracht haben.

    Mit normalen Schiedsrichtern gewinnt Gummersbach dieses Spiel locker mit 5-6 Toren, Flensburg verlor das Torhüterduell eindeutig, Lars Christiansen ein Schatten seiner selbst und Traktor Boldsen fällt immer mehr durch Einlagen auf, die eines Deutschen Meisters unwürdig sind. Lackovic hat mir recht gut gefallen, aber ein Jeppesen ist er natürlich noch nicht. Mit LKJ hätte die SG in der Kölnarena sicherlich nach der ersten Führung (18:17) das Ding noch gedreht.

    Ein großes Lob muss ich mal Richard Ratka aussprechen. Seine Ein- und Auswechslungen haben alle Hand und Fuß, er hat natürlich besonders im Rückraum sehr viele Möglichkeiten. Hatte ich vor der Saison angesichts des harten Auftaktprogramms noch die Befürchtung, dass er nach 3 Spieltagen in der Kritik stehen könnte, beweist er sich als absoluter Toptrainer. Klasse Mann!

    wenn Herr Lackovic der THW-Geschäftsstelle am Telefon zusagt, den vorliegenden Vertrag zu unterschreiben, wenn der Spielerberater dann - korrekterweise - den anderen Mitbewerbern absagt, wenn dann Herr Storm das nicht akzeptieren will, dann liegt hier ein Fall vor, wo man Storm sicherlich nicht vertragsrechtlich etwas vorwerfen kann, aber es hat zumindest einen faden Beigeschmack.

    Am Mittwoch kam die mündliche Zusage, der THW ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass Lackovic den Vertrag unterschrieben hat (er lag natürlich noch nicht im Original in Kiel vor). Bis Freitag Mittag hat Storm im Hintergrund geackert, um den Deal mit dem THW zum Platzen zu bringen. Es ist ihm letztlich ja auch gelungen.

    Das ist etwas, was man ihm etwas moralinsauer vorwerfen kann.

    das pikante Detail bei diesem Tranfer ist aber, dass lackovic dem THW mündlich zugesagt hatte, woraufhin Lackos Spielerberater den anderne Klubs abgesagt hatte, woraufhin T.Storm nochmal kräftig die Geldbörse aufgetan hat. Das - und nix anderes - wurde kritisiert.

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    Original von gorgohr
    auch wenn es "sakastisch" "ironisch" oder wie auch immer ist.mir gefallen diese sprüche nicht.basta.denn sie sind vielleicht in diesem board und so nur "so " gemeint.aber anscheinend gang und gebe wenn man keine argumente mehr hat.

    achja..viedeorekorder hatten wir allerdings auch und keine schlechten und es gab sogar die passenden kassetten dazu,es gab natürlich pizza,gab es den Golf hier zu kaufen (wer es sich dann leisten konnte oder gute verwandte hatte),telefoniert habe ich auch mit nen musikfreund in bremen,spanien interessiert mich heute noch nicht mal die bohne,viel anders sieht zumindest die stralsunder innen stadt auch nicht aus.und nach bautzen konnte man kommen sicher...aber für ne schippe?? *grins* :baeh: :hi: naja ich meine es ja auch nur...IRONISCH

    nix für ungut.

    es drückt eher das große Mißverständnis aus, dass zwischen den beiden Teilen dieses Landes herrscht. Helge kennt den wilden Osten gut genug, um solche Sprüche machen zu können, wer den Arbeiter-und Bauernstaat nicht kennengelernt hat, sollte sich diesbezüglich natürlich eher zurückhalten.

    Aber durch diese provokanten Fragen kommt man vielleicht wieder zurück zum Ursprung. Und Ostalgie hin oder her, die materiellen Lebensverhältnisse ansich haben sich verbessert. Jetzt dieses Land in die rechte Sudelecke zu wählen, entbehrt jeder Grundlage. Ausgerechnet die abgehalfterten Strunzköpfe aus dem Westen machen nun in Sachsen eine späte Karriere.

    Ne, das entwickelt sich zur Daily-Soap...

    Onkel Klimek mag nicht mehr, schreibt der NDR.

    Zitat

    Klimek vor Ausstieg beim HSV Handball

    Handball-Boss Winfried Klimek hat am Dienstag das Ultimatum für die Zahlung der Hallenmiete verstreichen lassen. Damit ist ungewiss, ob der HSV Hamburg am Sonntag sein Bundesliga-Punktspiel gegen TuSEM Essen in der Color Line Arena austragen kann. Klimek, der in der Krititk steht, hat - wie er sagt - mit dem Handball abgeschlossen. Er habe keine Visionen mehr und werde kurzfristig zurücktreten. Hallen-Geschäftsführer Uwe Frommhold gibt dem HSV Handball noch eine Chance. Eine Entscheidung werde heute nicht fallen, sagte er zu NDR 90,3. Es werde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, damit das Spiel am Sonntag gegen Essen doch noch angepfiffen werden kann. Heinz Jacobsen, der neue Handball-Vorsitzende, ist denn auch optimistisch. Er geht davon aus, dass gespielt werden kann. Sein Optimismus hat einen Namen: Jürgen Hunke. Der frühere Präsident des Fußball-Bundesligisten HSV könnte die fällige Hallenmiete von rund 27.000 Euro zahlen.

    Zukunft des Clubs ungewiss

    Hunke wird ohnehin als Retter gehandelt. Er hat den Veranrtwortlichen schon ein neues Konzept vorgelegt, will aber alte Schulden nicht übernehmen. Der 61-Jährige könnte als neuer Geschäftsführer Winfried Klimek ablösen, der für die Krise verantwortlich gemacht wird. Klimek ist offfenbar zahlungsunfähig. Seine Firma Omni-Sport GmbH soll rund drei Millionen Euro Schulden haben. Die Mietrückstände für die Halle sowie Altlasten aus der vergangenen Saison werden auf 300.000 Euro beziffert. Jacobsen, erst vor wenigen Wochen zum HSV geholt und als Hoffnungsträger gepriesen, strebt eine schnelle Entscheidung an. "Damit es hier langfristig weitergehen kann, müssen wir kurzfristig unsere Probleme beseitigen. Ich hätte mir es hier nicht so schwer vorgestellt. Heute werde ich aber noch nicht resignieren. Aber meine Möglichkeiten sind begrenzt", sagte er NDR Online. Laut Jacobsen "stehen die Chancen 50:50, dass es mit dem Profi-Handball in Hamburg weitergeht".

    gehen ja nicht alle wegen des VfL hin...

    Ein Arbeitskollege von mir (mit Null Beziehung zum Handball) würde gerne mal zum Handball gehen, habe ihm gesagt, dass jetzt Flensburg in die Arena kommt. Er hielt Rücksprache mit seiner Frau, die nur fragte: Spielt Kretsche mit?

    Als ich das verneinen musste, wollten sie nicht in die Kölnarena an diesem Samstag...jaja, so ist das...

    Die Konsequenzen wird die Liga selber ziehen müssen. Ob man den Geschäftsführer noch halten kann, fragt sich derzeit sicherlich schon so mancher. Ob man den HSV mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb ausschließen sollte, wird sicherlich auch heftig diskutiert werden. Das Lizensierungsverfahren hat in jedem Fall in der Sache HSV nicht funktioniert. Mindestens das muss aufgearbeitet werden.

    Gummersbach traue ich durchaus einen Sieg in Kiel zu, sah die letzten beiden Jahre schon danach aus, am Ende fehlte aber bei Gummersbach die Cleverness. Mit den beiden Rückraumreihen ist der VfL viel variabler.

    Lemgo kann ich derzeit nicht so einschätzen. Nordhon mit einem gut aufgelegten Glandorf und Przybecki sowie Filip sollte Lemgo schlagen können. Aber der TBV ist derzeit nicht so ganz ausrechenbar, in alle Richtungen.

    Magdeburg ist gegen Wallau klarer Favorit, aber ich denke, Wallau wird es sehr eng machen können.

    Flensburg hat in der Kölnarena noch nie gewonnen und da man in Flensburg gewillt ist, die Serien zu halten, die man hat, wird das auch so bleiben.

    Die Tussen und Essen werden auswärts siegen, in den anderen Hallen würden mich alles andere als Heimsiege doch sehr überraschen.

    na, nun gibt es nach der Partie ja noch einigen Zoff...

    Erstmal ein Kommentar aus den Kieler Nachrichten

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    Meister-Fans nicht meisterlichWenn Nils Weißenberg zu seiner Trompete greift, dann trägt man in der Campushalle Gänsehaut. Ein eindringliches Solo begleitet das Trikot mit der Rückennummer acht auf seiner Reise zum Hallendach. Die Acht als symbolische Verbeugung vor den Fans - dem achten Mann. Stark auch die Fankurve direkt hinter dem Tor. 2000 Ölsardinen. Das erinnert an Eishockeystadien. Witzig auch der Löwe, der gar keiner ist. Rot und mit Hörnern - aber wer den THW Kiel aufspießen will, der braucht eben Hörner. Von der Verpackung könnte sich die Kieler Ostseehalle die eine oder andere Scheibe abschneiden. Von dem Inhalt allerdings nicht. Was die Anhänger der SG Flensburg im Derby gegen den gehassten THW Kiel veranstalteten, war ärmlich und niveaulos. Eine Mannschaft schon mit einem Pfeifkonzert zu begrüßen, ist unsportlich. Einen einzelnen Spieler wie Christian Zeitz minutenlang auszupfeiffen gar peinlich. Eines Meisters unwürdig war auch das überschaubare Liedgut. Wer sich nur Strophen wie "Zeitz, Du Arschloch" oder den Standardsong für Schiedsrichter "Ihr seit scheiße wie der THW" grölen kann, sollte Geld für einen vernünftigen Musikunterricht sammeln. Besser als das Singen gelang den Fans das Werfen. Gleich mehrfach musste die Partie unterbrochen werden, weil von den Rängen Becher und Kugelschreiber auf den Platz flogen. Nur wer viel Phantasie hat, kann sich ausmalen, was bei einem Kieler Sieg passiert wäre.
    (Ein Kommentar von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 20.09.2004)

    Und dann noch etwas aus der Rubrik: Wir machen Absprachen und halten uns nicht dran...

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    Schwenker über Flensburg "Banner-Politik" verärgertBandenwerbung der SG soll nicht den gemeinsamen Absprachen der Bundesliga-Klubs entsprechenAls Uwe Schwenker die Campushalle betrat, stieg ihm beim Anblick der Werbebanner auf und rund um das Spielfeld die Zornesröte ins Gesicht. "Das ist eine Sauerei", schimpfte der THW-Manager über sein Flensburger Pendant Thorsten Storm. "Wir haben uns in der Liga auf einheitliche Fernseh- und Werberichtlinien geeinigt. Davon ist hier aber nichts zu erkennen." So seien unter anderem die Banner neben den Toren viel zu groß. Dadurch, so Schwenker, könne die SG bei ihren Sponsoren mehr Geld einnehmen als die Konkurrenz. "Außerdem bekomme ich Ärger mit meinen Sponsoren, wenn die sehen, was in Flensburg möglich ist." Schwenker kündigte an, sich künftig auch nicht mehr an Absprachen zu halten. Ärger gab es auch um die Preise der Eintrittskarten. Erstmals verlangt die SG Flensburg für die Spiele gegen Magdeburg, Lemgo, Hamburg und Kiel einen Topzuschlag für die Sitzplätze. So kostet eine Karte der ersten Kategorie statt 33 nun 44 Euro. "Das ist bei der wirtschaftlichen Lage derzeit das falsche Signal", meinte Schwenker, der insgesamt 130 Karten aus dem THW-Kontingent zurück schickte. "Das ist einmalig in Kiel, dass diese Tickets keiner wollte. Aber sie nicht zu kaufen, war das richtige Signal." Das Gros der Karten waren allerdings Stehplätze ohne Top- Zuschläge, die Kieler Fans aus anderen Gründen nicht wollten. "Es wollen immer weniger Leute nach Flensburg, weil wir da nur angepöbelt werden", meinte Frank Henke vom Fanklub Schwarz Weiß. Von der Richtigkeit der Top-Zuschläge ist dagegen Rolf Martinsen vom Ticketcenter der SG Flensburg überzeugt. "Vielleicht müssen wir den Preis überdenken. Aber Zuschläge sind üblich und unsere Fans zahlen die auch überall." Auch Thorsten Storm kann die Aufregung nicht verstehen. Schließlich wären bei 5200 Dauerkartenbesitzern und 800 Stehplätzen ohne Top-Zuschlag nur knapp 300 Tickets betroffen. "Wir haben die Zuschläge auch eingeführt, damit sich mehr Leute eine Dauerkarte kaufen. Das hat geklappt."
    (Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 20.09.2004)