sag mal, Meikel, Du als alter FC-Anhänger: Ist Morten damals beim FC an der Mannschaft gescheitert oder die Mannschaft an Morten? Ansich war doch sein damaliges Pressing-System nix verkehrtes...
Beiträge von Olaf
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Hans Meyer muss ran
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gefunden im Abendblatt als Randnotiz:
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Von seiner Entmachtung durch die Handball-Bundesliga könne keine Rede sein, sagt deren scheidender Chef Heinz Jacobsen. Weil der HSV den Kieler als Beiratsvorsitzenden gewinnen möchte, war Jacobsens Rolle bei der Vergabe der Lizenz in Frage gestellt worden. Interimsnachfolger Bernd-Uwe Hildebrandt hatte ihn daraufhin vom Lizenzierungsverfahren ausgeschlossen - was Jacobsen so nicht gelten lässt: "Ich werde zwar die Auflagenkontrolle beim HSV nicht durchführen, ansonsten das Verfahren wie gewünscht bis Ende Juli abschließen." Dass er bei der Lizenzentscheidung Ende Mai den HSV bevorteilt habe, sei ein unhaltbarer Vorwurf: "Wir sind rechtlich an die Empfehlung des Gutachterausschusses gebunden und haben uns daran gehalten." Der designierte HSV-Manager Dierk Schmäschke kündigte rechtliche Schritte für den Fall an, dass an der Lizenzentscheidung gerüttelt wird.Was heißt denn das jetzt? Das Verfahren bis Ende Juli abschließen in allen Dingen, die den HSV nicht betreffen? Verstehe einer dieses Durcheinander....
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alleine wegen Beckmann hätte ich es den Holländern noch gegönnt.
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Du hast vollkommen Recht, wie sind wir überhaupt darauf gekommen?
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auf der Seite der Spielerbänke. Zugang über den Umlauf im dritten Rang. Dadurch war die Sicht von den Sitzplätzen in einem Dreieck vom Häuschenrand bis fast zur Säule hoch auf dreiviertel des Tores nicht gegeben. Natürlich links und rechts vom Häuschen. In meiner Erinnerung ist es rot, kann natürlich auch blau gewesen sein

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jenny wird uns sicher aufklären können. Gegen die Pfeiler wird man aber insgesamt nichts machen können, mit denen muss man wohl leben, millionen-umbau hin oder her.
EDIT: schon geschehen. Aber Du weißt, was ich damit meinte, oder? Willfragen, das gabs doch mal? Nicht, dass mich Wahnvorstellungen treiben...
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und was ist mit dem roten Sprecher- oder Technikhäuschen im 3 Rang? Links und rechts davon fehlte damals auch der Blick auf eines der Tore...
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Die Bohmann-Lösung ist absolut richtig, er steht, denke ich, nicht im Verdacht, irgendeiner Fraktion zugehörig zu sein. Seine bisherige Profillosigkeit ist jetzt ein Segen. Aus meiner Sicht hat er mit der mutigen Entscheidung, Jacobsen die Lizenz-Beaufsichtigung zu entziehen, einen Punktgewinn erzielt.
Helge kritisiert übrigens jedes Jahr das Lizenzverfahren. Und er wird es sicherlich solange tun, bis es endlich ohne den Verdacht der Mauscheleien abläuft. Bin guter Hoffnung, dass er also bald Ruhe gibt

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Stimmt die Version des HSV, hat sich Jacobsen völlig korrekt verhalten. Ob er es im Vorstand hätte thematisieren müssen, will ich nicht beurteilen, wäre es aber später zu einem Engagement beim HSV gekommen, wäre das sehr hilfreich gewesen. um nicht im Nachhinein die jetzige Diskussion haben zu müssen (wobei ich nicht weiß, ob er sich dem Vorstand gegenüber geäußert hat, vermutlich nicht, BUH scheint ja ebenso überrascht worden zu sein am Wochenende wie alle anderen auch).
BUHS Äußerungen haben wir ja schon hier zerpflückt und als Unsinn abgetan. In der HBL-Erklärung steht da zwar nichts Konkretes zu, da aber das weitere Verfahren beschrieben ist und dort nichts über BUHs gedachten Weg steht, ist davon auszugehen, dass es kein erneutes Aufrollen des Verfahrens gibt.
Das Dierk Schmäschke derart vehement eine Solidarität innerhalb der Liga einfordert, finde ich hingegen schon merkwürdig, mindestens unpassend. Der HSV ist bei dem Lizenzverfahren verdammt gut bei weg gekommen, da sollte man sich derartige Anwürfe sparen. Solidarisch hat sich der HSV jedenfalls nicht verhalten, als er ohne Liquidität Weltstars en masse holte.
Und der Vorwurf an BUH, er würde nun etwas in Frage stellen, was er selber beschlossen habe: BUH selber habe ja laut Abendblatt sich der Stimme enthalten, womit er diesbezüglich zumindest nicht angreifbar ist.
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Im Anschluss an die Presseerklärung des HSV hat die HBL wiederum reagiert und verbreitet folgenden Text:
Der Vorstand der Handball Bundesliga e.V. hat sich darauf verständigt, dass die Auflagenkontrolle beim Lizensierungsverfahren des HSV Hamburg durch den Geschäftsführer der HBL Frank Bohmann weiterverfolgt wird. Dieser Schritt erfolgte zur Vermeidung von Interessenskollisionen und auf Beschluß des Vorstandes in Übereinstimmung mit Heinz Jacobsen.
Der Vorstand wird zur nächsten planmäßigen Sitzung Beschlüsse über die noch offen stehenden Lizenzierungverfahren herbeiführen. Die Erfüllung der Lizenzierungsauflagen des HSV Hamburg wird durch Frank Bohmann und den Gutachterausschuss geprüft und dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt.
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der HSV geht in die Offensive und schildert die Sachlage aus seiner Sicht:
HSV-Berater Dierk Schmäschke zum „Thema Heinz Jacobsen“
Bezugnehmend auf die von Bundesligavertretern in den letzten Tagen direkt oder indirekt formulierten Befangenheitsvorwürfe gegen den scheidenden Ligaausschussvorsitzenden Heinz Jacobsen äußerte sich HSV-Berater Dierk Schmäschke am Mittwochnachmittag:
“Die ausgesprochenen und angedeuteten Unterstellungen und das Verhalten gegenüber Heinz Jacobsen sind beschämend und stillos. Der HSV hat einmalig bei Heinz Jacobsen zu dem Zeitpunkt, als er den Verzicht auf eine weitere Kandidatur verkündet hat, angefragt, ob er sich eine Tätigkeit in Hamburg nach seiner Dienstzeit bei der HBL vorstellen könnte. Heinz Jacobsen hat ein Gespräch zu diesem Thema und zu diesem Zeitpunkt sofort rigoros abgelehnt und sich weitere Nachfragen bis Ende Juli diesen Jahres strengstens verbeten. Es hat daraufhin zwischen Heinz Jacobsen und dem HSV definitiv keine Gespräche mehr zu diesem Thema gegeben. Der HSV wehrt sich mit aller Macht gegen die Verdächtigungen, dass der Verein durch eine „Personalie Jacobsen“ Vorteile im Lizenzierungsverfahren erwirken wollte. Auch hier werden wieder einmal bewusst Informationen gestreut, um einzelne Personen und Vereine zu diskreditieren. Diese Form des Umgangs mit Heinz Jacobsen empfinden wir als extrem ungerechtfertigt und verwerflich. Wenn hier von Befangenheit gesprochen wird, so fordere ich alle Vereine auf, die jetzt oder in absehbarer Zeit Interesse an Hamburger Spielern haben, sich sofort aus dem laufenden Verfahren zurückzuziehen, denn sie hätten Interesse dem HSV in diesem Verfahren zu schaden. Es gibt keine durchgängige Solidarität in der Liga, dass konnte nicht eindrucksvoller belegt werden. Der HSV hat die harten Lizenzauflagen anstandslos akzeptiert und ist auf dem Weg, diese transparent zu erfüllen. Jetzt stellen Personen, die diese Auflagen mit beschlossen haben, ihre eigenen Entscheidungen in Frage und fordern über die Presse sogar neue Gutachter. Dies ist ein Schlag ins Gesicht des Gutachterausschusses. Sollte es jetzt nachträglich zu Änderungen kommen, wird sich der HSV Handball mit Sicherheit zivilrechtliche Schritte vorbehalten.“
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das wäre ja nun der Oberhammer, wenn man jetzt das gesamte Lizensierungsverfahren noch einmal aufrollen wollte. Ich hoffe, BUH ist sich über die Konsequenzen bewußt.
Das zeigt aber möglicherweise auch, dass offenbar einige Entscheidungen mit dem heutigen Wissen in einem anderen Licht erscheinen. Ein Hoch auf das Sommerloch!
EDIT:
Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass das passiert. BUH mag sich das wünschen, das ist aber schon rechtlich völlig ausgeschlossen
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heute im Hamburger Abendblatt erschien folgendes:
Handball: Bundesliga entmachtet Jacobsen
Hamburg - Gestern Nachmittag entsandte Winfried M. Klimek, Geschäftsführer des HSV Hamburg, einen Kurier an den Gutachterausschuss der Handball-Bundesliga in Kiel. Im Gepäck: Ein Testat über die gesicherte Liquidität des Vereins, den zuletzt Verbindlichkeiten von gut zwei Millionen Euro drückten. Auf Grundlage dieser Unterlagen, so hofft man, soll die Empfehlung an den Ligaausschuss ergehen, die Auflagen für die Lizenz als erfüllt anzusehen - der drohende Abzug von bis zu acht Punkten wäre abgewendet.
"Ich gehe nach Rücksprache mit den Wirtschaftsprüfern fest davon aus, dass alle Auflagen erfüllt sind", sagte Klimek. Doch mit einer raschen Entscheidung ist nicht zu rechnen. Heinz Jacobsen, dessen Amtszeit als Ligavorsitzender heute abläuft, wurde entgegen der bisherigen Planung gestern vom Lizenzierungsverfahren ausgeschlossen und durch Geschäftsführer Frank Bohmann ersetzt. Der HBL-Vorstand reagierte damit auf die Pläne des HSV, Jacobsen als Vorsitzenden des neuen Beirats an den Club zu binden.
"Ich will Herrn Jacobsen nichts unterstellen, aber er hat sich aus dem Verfahren herauszuhalten", erklärte Magdeburgs Geschäftsführer Bernd-Uwe Hildebrandt, der den HBL-Vorsitz kommissarisch übernimmt. Zuvor hatte nach Kiels Manager Uwe Schwenker auch Thorsten Storm, Geschäftsführer von Meister Flensburg-Handewitt, Jacobsen nahegelegt, "sein Amt bei der HBL ruhen zu lassen, wenn er zum HSV gehen will, um jegliche Spekulationen auszuschließen".
Diese Entscheidung wird Jacobsen nun abgenommen - und der Fall HSV womöglich ganz neu aufgerollt. Anstatt die Empfehlung des Gutachterausschusses vorbehaltlos abzunicken, will Hildebrandt die HSV-Dokumente noch einmal einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer vorlegen; sogar die Altunterlagen, auf deren Basis die Lizenz erteilt worden war, sollen erneut gesichtet werden. Hildebrandt: "Das Thema HSV ist noch lange nicht zu Ende."
Der neue HBL-Chef hatte sich wie Zweitliga-Beisitzer Ralf Uhding, früherer Manager des VfL Fredenbeck, bei der Vergabe der Lizenz an die Hamburger Ende Mai der Stimme enthalten, die anderen fünf Mitglieder des Ligaausschusses hatten zugestimmt. "Ich habe nichts gegen das Projekt HSV, aber die Zahlen, die auf dem Tisch lagen, waren für mich nicht nachvollziehbar", so Hildebrandt.
Klimek ("Ich habe die Eifersüchteleien satt") wähnt bei alldem Neider am Werk: "Dass Wettbewerber im Vorstand über einen urteilen, ist schon ein einmaliger Zustand. Herr Jacobsen hat es nicht verdient, so angezweifelt zu werden." bj/leo
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Zitat
Original von wintermute
Also ich finde, das ganze wird hier etwas zu sehr auf die persönliche Schiene gefahren. Das bringt doch nich weiter.Stimmt, war aber für den Moment mal nötig.
ZitatOriginal von wintermute
Zu dieser Problematik gab es an anderer Stelle schon mal eine Diskussion. Schwenker ist natürlich ein schauer Bursche, der niemals sagen würde: "Ich glaube, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.", weil er dadurch auch angreifbar wird. Deshalb verpackt er es eben etwas anders, trifft aber im Prinzip dieselbe Aussage und bleibt selbst weiter aus dem Schussfeld. Das Thema hat aber trotzdem er öffentlich auf den Tisch gebracht.Welches Thema hat er öffentlich auf den Tisch gepackt? Jacobsen zum HSV? Das war ja nun das Hamburger Abendblatt, das am Samstag diese Nachricht vermeldete. Die haben während ihrer Recherchen auch Schwenker um eine Stellungnahme gebeten (logo, wenn es was zu Jacobsen zu berichten gibt, hört man sich immer Schwenkers Meinung an, gibt der Story die rechte Würze). Er sagte, so steht es zu lesen, dass das Raum für Spekulationen ließe. Dass er dazu sicherlich noch ganz andere Dinge äußern könnte, ist klar, aber das hat er nirgends öffentlich getan.
Die Journalisten werden daraufhin Jacobsen mit dem Satz von Schwenker konfrontiert haben, worauf Jacobsen dann seine drei Sätze in die Notizblöcke sprach, also "Typisch Schwenker", "unter der Gürtellinie" und "will ja nur Hens und Jansen".
Dass Schwenker schlau genug ist, die Vorwürfe der Vetternwirtschaft nicht öffentlich zu erheben, ist richtig, aber mit Deiner Formulierung machst Du ihn wieder zur treibenden Kraft in dieser Sache.
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nach Waldorfs Replik folgt nun meine

KSV-Jens
Deine endlich mal in klare Worte gefasste Meinung kam ja schon öfter in Nebensätzen durch. Bisher bot sich aber leider keine Gelegenheit, darauf zu reagieren.Als Du Timo einen langen Vortrag gehalten hast, habe ich schon gestutzt, da Du - so erschien es mir - ein umfangreiches Profil zu ihm und seinen Beiträgen archiviert zu haben schienst. Aber das kommt mir wie Kasten-Denken vor. Wenn Olaf was zu Schorn und Essen sagt, weißt Du, dass da seine persönliche Animosität zu Schorn durchkommt und per se eine Instrumentalisierung sein muss. Kritisches Lesen eines Beitrages ist das zwar auch, aber in seiner extremsten Form. Gleiches gilt natürlich noch viel mehr, wenn ich mal wieder Stimmung gegen die Person Jacobsen mache.
Aber wie wertest Du - beispielsweise - jetzt die Tatsache, dass Jacobsen im Abendblatt verbreitet, dass er keine Lust auf derartige Anwürfe hat (Welche eigentlich? Der Schwenker-Satz "das lässt Raum für Spekulationen" ist kein Anwurf sondern der berechtigte Hinweis auf einen Interessenkonflikt - und mehr hat er dem Abendblatt nicht gesagt, der Rest war Interpretation) und sich deshalb nicht mehr, wie es eigentlich vorgesehen war, mit der Lizensierung bis Ende Juli beschäftigen mag?
Ich lese daraus, dass die Liga beschlossen hat, dass Jacobsen mit diesem Thema nichts mehr zu tun haben darf. Völlig richtige Entscheidung aus meiner Sicht, aber wenn ich das schreibe, erscheint bei Dir die Warnlampe "Olafs Feindbild" und Du würdest es so sehen wollen, wie Jacobsen es gesagt hat.
Also lösen wir uns mal von unseren persönlichen Differenzen mit gewissen Leuten in der Liga und untereinander und betrachten es weitgehend wertneutral:
Uwe Schwenker wollte für die Linksaußenposition als Ersatz für Niko Jacobsen den HSVer Toto Jansen. Es gab konkrete Angebote für den Fall, dass der HSV keine Lizenz bekommt, denn nur dann hätte man Toto aus seinem bestehenden Vertrag bekommen können. Hens wollte man in Kiel komischerweise schon öfter haben, aber der hatte ja selber schon länger abgewunken. Es ging also defacto nur um Toto.
Jetzt könnte man meinen, dass Uwe Schwenker aus diesem Grunde alles daran setzt, den HSV zugrunde zu richten oder wenigstens dabei zu helfen (ziemlich kleingeistige Herangehensweise wäre das). Man muss dabei wissen, dass ein Vertrag mit Lundström längst in der Schublade lag und nur vom THW gegengezeichnet werden musste. Man wartete aber, ob sich in Sachen Toto noch etwas tun würde, weil ein deutscher Nationalspieler gegenüber einem schwedischen als die bessere Alternative galt. Plan A und Plan B sozusagen.
Irgendwann kurz vor dem FinalFour hat ein Journalist in der Süddeutschen Zeitung das veröffentlicht, was seit Januar jeder längst wusste. Es sah schlecht um den HSV aus, Lizenz nach den Regeln der Zunft nicht erteilbar.
Es wurde bekannt, dass auch Gummersbach gerne die HSV-Franzosen in den eigenen Reihen sähe, dass Bob einen Wechsel nicht ausschließen wollte und die Geier insgesamt den HSV im Visier hatten.Die Lizenz wurde dem HSV aber erteilt, mit der Maßgabe, Auflagen zu erfüllen, die aber tatsächlich keine Auflagen sondern Selbstverständlichkeiten sind. Dass Spieler ihre Gehälter zu bekommen haben und der Verein eine gewisse Liquidität vorzuweisen hat, versteht sich ja von selber. Waldorf hat es mal so formuliert. Einem 16-Jährigen, der Auto gefahren ist, die Auflage zu erteilen, erst den Führerschein zu machen um dann wieder fahren zu dürfen, ist nichts anderes als der dezente Hinweis auf Einhaltung von Regeln.
Der Lizenzentzug war damit vom Tisch, als denkbare "Bestrafung" standen nun nur noch Punktabzüge im Raum. Folglich vermeldete der THW Vollzug in Sachen Lundström. Da man entgegen mündlicher Zusagen Lackovic nicht verpflichten konnte, besteht bis heute Bedarf auf RL, weshalb Hens zumindest in den Gazetten immer noch mit dem THW in Verbindung gebracht wird (oder neuerdings der Neu-Magdeburger Bielecki).
Die Erteilung der Lizenz wurde vielfach kritisiert, für den HSV bedeutete es aber die Chance, endlich auf gesunde Füße zu kommen. Als nun bekannt wurde, dass Heinz Jacobsen als Beiratsmitglied im Gespräch ist, haben viele Leute erst einmal ungläubig geschluckt. Denn derjenige, der die Auflageneinhaltung zu überprüfen hat, soll nun plötzlich in naher Zukunft an entscheidender Stelle für den HSV tätig werden. Dass würde in der Politik eine Bild-Welle der Entrüstung hervorrufen. Im Interesse Jacobsens sollte er selber jede Form des möglichen Verdachtes abwenden. Das hat nichts mit Vorverurteilung zu tun, sondern ist definitiv ein Interessenkonflikt, der nicht zu lösen ist. In dem Moment, wo er das Angebot des HSV hatte, hätte er es innerhalb der Liga öffentlich machen müssen. Denn jetzt wird man manche Entscheidung im Lizenzverfahren durchleuchten und daraufhin untersuchen müssen, ob die Entscheidung beeinflusst gewesen sein könnte. Das hätte man sich ersparen sollen.
Jeder, der die Lizenzerteilung für den HSV kritisiert hat, hätte ein gutes eigenes Interesse gehabt, so etwa der TVG, der im Europapokal hätte starten können. Alle diese Leute, die vom Verschwinden des HSV hätten profitieren können (THW, Gummersbach, Großwallstadt) geraten in den Verdacht, dem HSV aus Eigeninteresse etwas Böses zu wollen. Aber Herr Jacobsen darf sagen, dass diejenigen nur kritisieren, weil sie ein Eigeninteresse haben und sieht selber nicht seinen eigenen Interessenkonflikt?
Wenn Du das als Instrumentalisieren eines Forums ansiehst, Jens, dann sei Dir das als Meinung zugestanden, aber ich frage mich, wo mein Interesse daran liegen soll? Ok, Du wirst sicherlich sagen - so wie Du es Timo vorgehalten hast - ich sonne mich gerne in meinen Insiderkenntnissen und erfreue mich an einem Prominentenstatus oder was auch immer. Als jemand, der in Handballkreisen ziemlich bekannt ist, muss ich damit leben, was mich aber nicht daran hindert, weiterhin meine Meinung zu gewissen Abläufen aus meiner höchst subjektiven Sicht zu äußern. Da ich niemanden dazu auffordere, meine Worte in die Welt zu tragen und als allgemeine Wahrheit zu verbreiten, habe ich auch kein schlechtes Gewissen dabei.
Manipulationsvorwürfe sind natürlich ein harter Tobak, der aber mangels Eigeninteresse keinerlei Bedeutung haben kann. Ich habe nichts davon, wenn Jacobsen in einem schlechten Licht steht, zumal er regelmäßig selber dafür sorgt.
Um es noch einmal zusammenzufassen: Als alter Kieler habe ich eine besondere sportliche Rivalität zu Flensburg und Magdeburg, als junger Gummersbacher das gleiche bezüglich Essen. Als Ex-Betreiber einer Initiative für mehr Medienpräsenz des Handballs habe ich eine besondere Rivalität zu jenen, die diesem Ziel im Wege stehen. Dachte ich anfangs noch, das wären die TV-Sender, bin ich im Laufe der Zeit schlauer geworden. Dadurch sind Personen wie Schorn oder Jacobsen in mein Blickfeld gerückt.
Als Möchtegern-Journalist habe ich natürlich eine gewisse Verantwortung, der ich dadurch gerecht zu werden versuche, dass ich Kommentare als solche kennzeichne. Dass Du ein kritischer Mensch und Leser bist, ist nur zu begrüssen. Aber versuche bitte, mit Fakten dagegen zu halten, anstatt mit Deinen Vermutungen über die Charaktere der Schreiberlinge.
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nix, denn er wird es nicht werden.
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Frisch aus dem Abendblatt:
Handball: Streit um Jacobsen
Hamburg - Eigentlich hatte Heinz Jacobsen sich in Österreich von den Strapazen des Lizenz-Verfahrens erholen wollen. Doch seit bekannt wurde, dass er als Kandidat für den geplanten Aufsichtsrat des HSV Hamburg gilt, hat der Chef der Handball-Bundesliga (HBL) keine Ruhe mehr.
Pikant ist die Personalie Jacobsen deshalb, weil der 63-Jährige noch bis zum 31. Juli für den Abschluss des Lizenzierungs-Verfahrens verantwortlich ist. Der HSV, der heute der HBL seine Liquidität nachweisen muss, um die Lizenzauflagen zu erfüllen, gilt als schwierigster Fall. Uwe Schwenker, Manager des HSV-Ligakonkurrenten THW Kiel, sah sich deshalb zu der Warnung veranlasst, Jacobsens Pläne könnten dem Handball schaden. "Sollte der HSV die Lizenz bekommen und Jacobsen dort einsteigen, ließe das Raum für Spekulationen."
Im Gespräch mit dem Abendblatt legte Schwenker gestern nach. "Jacobsen sollte von seinem Amt bei der HBL Abstand nehmen. Das wäre die sauberste Lösung." Er zweifele nicht an der Loyalität des HBL-Bosses, dennoch habe dieser eine Verantwortung für die gesamte Liga, und die könne durch aufkommende Gerüchte, der HSV sei bei der Lizenzvergabe bevorteilt worden, Schaden nehmen.
Jacobsen, der von drei weiteren Bundesligaclubs Offerten vorliegen hat und sich Anfang August entscheiden möchte, will davon nichts wissen: "Ich habe nie einen Club bevorteilt und werde das auch jetzt nicht tun", sagte er dem Abendblatt. Zudem sei der Liga-Vorstand bei der Lizenzerteilung den verbindlichen Vorgaben des Gutachter-Ausschusses gefolgt und habe einstimmig entschieden. Dies bezweifelt Schwenker: "Ich weiß, dass mindestens zwei der sieben Vorstandsmitglieder nicht dafür waren." Das wiederum erzürnt Jacobsen: "Schwenker versucht, dem HSV zu schaden, um Pascal Hens und Torsten Jansen wegzuholen. Das ist unredlich."
HSV-Trainer Bob Hanning lässt der Streit kalt. "Wichtig ist doch, dass der HSV gerettet ist und wir voll angreifen können." Allerdings mit dem bestehenden Kader: Neuverpflichtungen, so Hanning, seien frühestens in der Winterpause möglich. bj
Ende Abendblatt...
Was für mich wirklich bedauerlich und fern jeder Sachdiskussion ist: Jacobsen weiß sich nicht anders zu helfen, als Schwenker vorzuwerfen, lediglich auf Hens und Jansen aus zu sein und allein deshalb sei jede Kritik aus Kiel unredlich. Dass der Liga-Präsident, der sogar noch über seine Amtszeit hinaus das Lizensierungsverfahren begleiten soll(te), nicht gleichzeitig als Beirat beim am stärksten betroffenen Verein eintreten kann (oder dieser Eintritt demnächst bevorsteht), dürfte ja nun jedem einleuchten. Das dient auch dem Selbstschutz von Jacobsen. Aber nein, der Herr reagiert mal wieder reflexhaft.
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Hat das heute jemand gesehen und kann eine kleine TV-Kritik präsentieren?
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kümmert sich Jacobsen dann als Beiratsmitglied des HSV um die Lizenzen oder als Sonderbeauftragter der Liga? Zahlt also der HSV sein Gehalt (schon) oder die HBL (noch).
Das stinkt mal wieder sowas von zum Himmel....