in jedem Fall eine geniale Idee.
Beiträge von Olaf
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das meldet dpa heute mittag:
SC Magdeburg geht neue Wege: Spiele-Versteigerung im Internet
Magdeburg - Der SC Magdeburg geht neue Wege in der Vermarktung. Als erster Handball-Bundesligist versteigert der Champions-League-Sieger Freundschaftsspiele. Ab (morgigen) Freitag (17.00 Uhr) können alle Interessierten über einen Zeitraum von zehn Tagen beim Internet-Auktionshaus "ebay" Begegnungen mit dem Bundesliga-Dritten meistbietend erwerben.
Die Spiele wollen die Magdeburger mit allen Nationalspielern bestreiten. Das Mindestgebot liegt bei einem Euro. Die Einnahmen sollen zur Förderung des Nachwuchssports beim SC Magdeburg verwendet werden. "Ich freue mich auf ein Spiel gegen Unbekannt, aber ich sage gleich: Auch gegen Unbekannt werden wir nur auf Sieg spielen", verspricht Manager Bernd-Uwe Hildebrandt auf der Internetseite.
Derweil sehen die Magdeburger dem Ost-Duell am (morgigen) Freitag (19.30 Uhr) gegen den ThSV Eisenach gelassen entgegen. Trainer Alfred Gislason kann gegen die in finanziellen Problemen steckenden Thüringer seine beste Formation auf das Parkett der Bördelandhalle schicken. "Alle sind gesund", sagte Pressesprecher Siegfried Wagener am Donnerstag. Zugleich bestätigte er, dass die Vereinsführung und Nationalmannschafts-Linksaußen Stefan Kretzschmar im Gespräch über eine Verlängerung des am 30. Juni 2004 auslaufenden Vertrages sind. (dpa)
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naja kurzfristig ist ein dehnbarer Begriff. Die Liga fordert von den Sendern, dass die sich 8 Wochen vorher anmelden. Ob man das mit der Grugahalle dann geregelt kriegt, weiß ich nicht. Laut WDR lief es jedenfalls so ab: Anfrage an TuSEM, prompte Antwort: Nein. Demzufolge wurde der Wunsch nicht mal überprüft.
Und es ist keine persönliche Antipathie, Schorn hat mir nix getan. Es geht einfach darum, dass er aus meiner Sicht dem Handball als Ganzes eher schadet.
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da gibt es auch meistens nur halbgare Andeutungen zu hören, die erst zusammengesetzt ein Bild ergeben.
Ein konkretes Beispiel:
wie in dem längeren Bericht vom Dienstag zu lesen, soll (ich war nicht dabei, habe es aber von einem Vereinsmanager so erzählt bekommen) Schorn zu Fynn Holpert gesagt haben: Willst Du etwa, dass Uwe Schwenker sich den Erfolg auch zugute halten kann?
Es geht ihm also nicht um den eigentlichen Erfolg eines TV-Vertrages, sondern darum, dass Uwe Schenker den nicht erringen soll.
Wenn ein Sender wie der WDR an den TuSEM herantritt, mit der Bitte um Spielverlegung, damit man das Spiel übertragen kann, kam seitens Schorn immer die Aussage: Wir verlegen nicht.
Das mag konsequent sein, bedeutet aber, dass der WDR ein Spiel nicht zeigen kann, und das in Zeiten, wo Handball im Fernsehen Mangelware war. Schorn meinte, so sagte man mir im WDR, nicht vom angestammten Sonntag weg zu können. Das ist aus meiner Sicht zu kurz gesprungen.
Daraus ergibt sich für mich u.a., dass er der Fernsehpräsenz nicht die Priorität einräumt, wie die meisten anderen Vereinsbosse. Solange er nur seinen TuSEm damit "schädigt", ist es sein Bier. Wenn es aber um ein Gesamtkonzept geht, muss auch ein Schorn kompromissbereit sein.
Derzeit steht die Frage im Raum, wie man allgemein die Spielpläne fernsehgerechter gestalten kann. Was meinst Du, was Essen dazu sagt?
Das man in diesem dunklen Geschät nicht jeden Namen nennen kann (jedenfalls nicht so öffentlich wie in diesem Forum) ist klar, denke ich. Das kann man mal in einem Thekengespräch machen. Und auch die Herren Manager sagen öffentlich ja öfter mal andere Dinge - aus taktischen oder diplomatischen Gründen - als sie es hinter vorgehaltener Hand tun. Da muss man dann schon vorsichtig sein.
Aber wenn man dann 1 und 1 zusammenzählt, erhält man schon ein fast vollständiges Bild.
Jeder darf Schorn mögen, habe ich kein Problem mit, nur aus meiner Sicht spielt er innerhalb der Liga eine üble Rolle. Subjektive Meinung. Mehr nicht.
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Na ja, KSV-Jens, ich habe so meine Feindbilder, da gehört Schorn ganz bestimmt zu, Jacobsen auch. Und in diesem Fall positioniere ich mich ausnahmsweise auch mal eindeutig, anstatt in diplomatisches Geplänkel zu verfallen. Denn eines kann ich überhaupt nicht vertragen: wenn man aus Gehässigkeit oder Machtgeilheit Entscheidungen blockiert oder verhindert. Beides trifft auf Schorn und Jacobsen zu.
Schwenkers Rücktritt kam ja nicht von heute auf morgen. Und sein Gang an die Öffentlichkeit kann man nur so verstehen, dass es ein letztes deutliches Zeichen ist, um etwas zu ändern. Jetzt müssen eben einige Leute Farbe bekennen, die sich sonst lieber im Hintergrund halten. Ich bedaure den angerichteten Schaden sehr, aber offenbar geht es sonst überhaupt nicht mehr weiter.
Aus einigen Ligaecken war jetzt die Tage zu hören, dass man versuchen wolle, Schwenker und Jacobsen eine Brücke zu bauen, damit der Zoff wieder abkühlen könne. Davon kann ich aber nichts halten. Denn eines ist klar geworden. Mit Jacobsen geht es nicht weiter.
Die Wahrheit ist immer irgendwo dazwischen, klar. Auch ein Schwenker hat in diesem Verfahren nicht nur eine saubere Weste. Wie auch?. Er kriegt aus der Wirtschaft zu hören, dass man mit Leuten wie X und Y nicht arbeiten könne, gleiches gibt es aus Medienkreisen zu hören. Gleichzeitig kann er Jacobsen aber nicht einfach kalt entmachten. Es gibt zwar eine starke Anti-Jacobsen-Koalition, andere halten sich aber lieber diplomatisch zurück und sagen, man schaue mal und werde sich kurzfristig pro oder contra äußern. Und wieder andere können einfach Schwenker nicht leiden.
Krämer sagte gestern zu mir, es wäre doch keinem eine Zacke aus der Krone gefallen, wenn man die Projektgruppe zu Ende verhandeln hätte lassen. Dass Jacobsen dann unterschreiben muss, steht ja außer Frage. Wieso wollte plötzlich er den Verhandlungsführer mimen? Weil er sah, dass es erfolgreiche Verhandlungen sein könnten?
Oder nimm Klaus Schorn. Was er für Essen tut oder lässt, muss er da verantworten. Was er aber für die Bundesliga tut oder lässt, hat schon andere Auswirkungen. Und wenn es ihm nur darum geht, dem Schwenker den Erfolg nicht zu gönnen (den Schwenker ja auch in seinem Brief eindeutig Krämer zuordnet – also nicht als moralisches Feigenblatt benutzt), dann sind wir an einem Punkt angekommen, wo man nur noch sagen kann: Schorn, setzen und Klappe halten. Er hat ja kein Interesse an mehr Fernsehen, Post und RWE zahlen genug. Wenn der WDR mal angefragt hatte, ob ein TuSEM-Spiel auf Samstag, 15.00 Uhr gelegt werden könne, kam immer eine Ablehnung. Mein Eindruck ist ganz einfach, dass Schorn sich daran aufgeilt, wenn er anderen in die Suppe spucken kann.
Da vergeht mir auch jedes Verständnis und ich weigere mich, da auch noch objektiv dranzugehen. Was diese Leute mal wieder verhindert haben, löst bei mir blanke Wut aus.
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ZitatLese ich das vom Schwenker, denke ich, oh der Jacobsen ist der böse Bube. Lese ich das vom Jacobsen, denke ich, oh der Schwenker ist der böse Bube.
Ich persönlich glaube, daß beide sich die Dinge so zurechtlegen, wie es ihnen paßt.Das glaube ich eher nicht. Wenn man es von der sachlichen Ebene betrachtet, hat Uwe Schwenker eindeutig recht. Es gab ein Mandat für die Projektgruppe, es gab viele viel versprechende Gespräche und es gab einen Bericht an den Ligaausschuss über den Stand der Dinge (was Jacobsen ja verneint – weil da nicht der genaue, detaillierte Inhalt drin steht, wie es ein Jacobsen gerne hätte).
Jacobsen wollte sich bereits Anfang Januar zum Verhandlungsführer aufschwingen, weil er wusste, dass Schwenker an seinem Stuhl sägt. Und das ist jetzt die Beziehungsebene. Die beiden können einfach nicht miteinander, nach 20 Jahren hassen die sich immer noch.
Und nur mal nebenbei: mit Jacobsen als Chefunterhändler wäre nicht ein so gutes Ergebnis herausgekommen, wie es im März besprochen worden ist. Es fanden – was Jacobsen überhaupt nicht realisiert hat – Gespräche auf höchster Intendantenebene statt, vorbei an allen Fernsehgremien, die eigentlich bei so was zu beteiligen sind. Ein Verdienst von Krämer.
Und dann kommt da Jacobsen und sagt: nein, wir müssen mit SportA verhandeln. Schwenker ist der Meinung, dass man mit SportA den Vertrag machen kann, aber die Gespräche muss man mit Leuten führen, die im Geschäft drin sind, also den ARD-Sportchefs. Für Jacobsen war immer nur wichtig, dass er den Vertrag unterschreiben darf. Und inhaltlich wollte er dann plötzlich auch mitreden, weil er einfach Angst hatte, er könnte ausgebootet werden.
Daran ist der große TV-Vertrag gescheitert und ich wage keine Prognose, was jetzt für ein Schrott dabei herauskommt..
Der schwarze Peter liegt bei Jacobsen. Schwenker hat mit seinem Rücktritt einen letzten Versuch unternommen, die Spaßbremse Jacobsen aus allen Ämtern zu fegen. Das er dafür aus entsprechenden Ecken wieder einen auf die Nuss kriegt, ist klar. Manche können ja gar nicht anders, als in ihm den bösen Manager zu sehen.
Es gibt eine simple Erkenntnis im Leben: Wenn der Kuchen größer wird, werden auch die Stücke für alle größer. In der Bundesliga glauben aber einige, sie müssten sich ihr derzeit kleineres Stück bewahren, damit andere nicht mehr bekommen.
Ich stecke seit gut einem halben Jahr in dieser Materie drin, und mittlerweile wünsche ich mir, ich hätte noch die Illusion, das die Liga von kompetenten Leuten geleitet wird. Was da an Machtspielen abläuft, fern jeder Sachlichkeit, ist unerträglich.
Deshalb nehme ich auch keine Rücksicht mehr und plauder kräftig mein fundiertes Halbwissen aus. Ross und Reiter müssden genannt werden, auch wenn Meister Jacobsen mir jetzt ebenfalls mit rechtlichen Schritten drohen sollte.Jacobsen ist der böse Bube.
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ich hatte heute Abend noch Gelegenheit gehabt, ein Interview mit hans Peter Krämer zu führen. Das rundet die Sache ein wenig ab:
http://www.content-service.de/cgi-bin/displa…Apr232006062003
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die dürfen aber nur spielen, wenn sie vorher noch für keinen anderen landesverband gespielt haben. das ist der entscheidende punkt, der auch im handball gelten sollte
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ich hatte erwartet, dass er bereits zur Halbzeit entlassen wird...
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bei Handball.world.com gibt es einen sehr schönen Kommentar zu dieser Thematik
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Nordhorn hat nur eine Chance zu überleben, wenn man den Umzug nach hannvoer macht, denn Geld ist in NOH keins mehr vorhanden. Unter den derzeitigen Umständen würde man wohl die Lizenz nicht bekommen.
Fragt sich für mich derzeit nur: Wer übernimmt die Schulden?
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NDR, Hallo Niedersachsen
Folgende Themen sind für die heutige Sendung geplant:
Mittwoch 23.04.03 19.30 - 20.00 Uhr
Wiederholung im Nachtprogramm
und morgen 10.30 UhrGeplante Themen:
- HSG Nordhorn zieht um nach Hannover
- Erfolgreiche Internet-Agentur
WM-Team in Hannover-Badenstedt- Niedersachsen-Rundfahrt
1.Etappe/Einzelzeitfahren
Wolfsburg - Goslar- Blutenpracht im Alten Land
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also heute überträgt das DSF Handball. Wie es bei den CL-Finalspielen aussieht, ist noch offen. Laut Auskunft DSF wird von Spiel zu Spiel verhandelt.
Hängt also von RTL ab, ob die senden wollen oder nicht
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das ist mein beitrag zu diesem Thema...
entnommen von handballimfernsehen.de und als Kommentar zu verstehen
Uwe Schwenker tritt aus Ligaauschuss aus - TV-Vertrag ade?
Dienstag, 22. April 2003
Die Ligainternen Querelen haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Uwe Schwenker, Leiter der Projektgruppe TV-Vertrag des Ligaauschusses, tritt von seinem Amt zurück. Offenbar hat er die ewigen Diskussionen um Zuständigkeiten in dem Ausschuss satt.
Uwe Schwenker hatte zusammen mit Gummersbachs Manager Carsten Sauer für konstruktive Gespräche mit Vertretern der ARD gesorgt und war noch Anfang des Jahres zuversichtlich, dass in der nächsten Saison die TV-Präsenz des Handballs deutlich erhöht werden könnte.
Auf einem Ligaauschusstreffen in Dortmund am 17. Januar kam es jedoch zu einem ersten Eklat. Uwe Schwenkers Intimfeind Heinz Jacobsen wollte die Verhandlungsführung an sich reißen, um nicht direkt mit der ARD, sondern über die mittlerweile mit weniger Kompetenzen ausgestattete Sportrechteagentur der öffentlich-rechtlichen Sender, SportA, zu verhandeln. Damit wäre, was viele verhindern wollten, auch das ZDF wieder mit im Boot um die TV-Rechte gewesen. Das ZDF hat im bisherigen TV-Vertrag Live-Übertragungen an Sonntagen regelmäßig verhindert, um seine Sendung "Sportreportage" nicht zu gefährden.
Jacobsen machte sich selbst zum Verhandlungsführer
Als Uwe Schwenker aus Zeitgründen an einer Ende März abgehaltenen Sitzung des Ligaausschusses nicht teilnehmen konnte, so wird berichtet, soll Heinz Jacobsen im Anschluss an die Versammlung ARD und ZDF schriftlich seine Verhandlungsführerschaft mitgeteilt haben. Schwenker war somit kalt ausgebootet worden.
Das brachte offenbar das Fass zum überlaufen, denn schon seit gemeinsamen Kieler Tagen besteht zwischen Jacobsen und Schwenker kein freundschaftliches Verhältnis mehr. Zu oft erwies sich der wenig pragmatische Jacobsen als Hindernis für eine bessere Präsentation des Handballs. Als direkte Folge des Jacobsenschen Vorstoßes hat sich die Projektgruppe aufgelöst. Weit fortgeschrittene Gespräche sind somit mangels Ansprechpartner im Grunde hinfällig geworden.
Zuletzt ergriff Essens Manager Klaus Schorn Partei für Jacobsen und beklagte intern wie öffentlich das von Schwenker angeblich ausgeübte Mobbing gegenüber dem Ligaausschuss-Vorsitzenden. Ein seit langem schwelender Generationenkonflikt zwischen den Liga-Managern kam somit ans Licht der Öffentlichkeit.
Die TV-Sender wollen Hanbdall besser präsentieren
Und genau dieser Zwist, von wem auch immer ausgelöst, führt nun wahrscheinlich zu der Situation, dass ein vollmundig angekündigter neuer TV-Vertrag mit einer gegenüber dem Stand von vor einem Jahr signifikant erhöhten Fernsehpräsenz nicht zustande kommen wird. Nach der letzten großen gemeinsamen Zusammenkunft von Fernsehvertretern und Ligamanagern war man sich einig, dass für eine vermehrte Übertragung in den Dritten Programmen der ARD an Samstagen auch Topspiele stattfinden müssen. Die TV-Verantwortlichen wollten dann dafür sorgen, dass Spiele wie THW Kiel - SC Magdeburg zeitgleich sowohl im MDR als auch NDR live übertragen werden, um eine möglichst hohe Verbreitung zu erreichen.
Dass es aber nicht so einfach ist, die Spielpläne fernsehgerecht zu gestalten, wenn man damit 18 Vereine unter einen Hut bringen soll, ist keine neue Erkenntnis. Die Hallen gehören in den seltensten Fällen den Vereinen und aufgrund der Enge der vielen Termine ist es mehr als schwer, halbwegs einheitliche Spieltage zu konstruieren. Während viele Vereine den Samstagabend als Spielzeitpunkt bevorzugen, wollen andere unbedingt an ihrem Sonntagstermin festhalten.
So wird seitens der Fernsehmacher auch einem Uwe Schwenker eine gewisse Naivität vorgeworfen, wenn er glaubte, einheitlichere Spielpläne bereits für die nächste Saison durchsetzen zu können.
Katastrophale Spieltagsgestaltung
Wahrscheinlich war es aber eher der Glaube an eine Grundvernunft, die Schwenker vermuten ließ, dass es innerhalb der Liga ein ureigenes Interesse gäbe, sich gemeinsam besser zu präsentieren. Wenn man sich den diesjährigen Spielplan anschaut, können einem in der Tat Zweifel beschleichen, ob diese Grundvernunft in den Führungsriegen der Liga überhaupt gegeben ist.
So findet der letzte Spieltag am 24. Mai zeitgleich mit dem Ende der Fußball-Bundesliga statt. Angesetzt war die Anwurfzeit für 18.00 Uhr. Wenn man aber überhaupt eine Chance haben will, an so einem Tag ins Fernsehen zu kommen, ist eine Anwurfzeit von 15.00 Uhr die einzige Möglichkeit. Das sollten auch erfahrene Männer wie Stemberg oder Jacobsen wissen, möchte man vermuten. Als das Thema ligaintern besprochen wurde, kam von Essens Manager Schorn die Forderung, so spät wie möglich anzupfeifen, wohl wissend, dass die Dritten Programme eine festgelegte Sportschiene in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr haben, weshalb man schon bei einer Anwurfzeit von etwa 15.30 Uhr dem Zuschauer weder die Meisterfrage noch die Abstiegsfrage innerhalb der Sendezeit hätte beantworten können. Fernsehsender verzichten dann im allgemeinen auf eine Übertragung.
Abmahnung eines Journalisten
Als in der letzten Ausgabe des Handball-Magazins ein Jacobsen-kritischer Bericht von Tim-Oliver Kalle erschien, der im wesentlichen auf einem Artikel des Magazins "Sponsors" beruhte, wirkten eingeübte Reflexe. Kalle erhielt von Jacobsen eine Abmahnung, für einen Journalisten die Höchststrafe. Aber auch ein Klaus Schorn darf in der renommierten Tageszeitung "Die Welt" unwidersprochen Schwenkers Rücktritt fordern und ihm vorwerfen, er schade dem Handball. Ausgerechnet Schorn, der mit seinem Votum die Zentralvermarktung der Bundesliga verhinderte.
Besonders ärgerlich an dem Gezerre der letzten Wochen ist die Tatsache, dass ein honoriger Mann, wie der Sparkassenchef Hans Peter Krämer, nebenbei Aufsichtsratschef des VfL Gummersbach und frisch gewählter Schatzmeister des NOK, der der Liga direkte Kontakte zu höchsten Ebenen der Fernsehanstalten ermöglichte, durch die Querelen diskreditiert wird. Wenn man einen derartigen Mann für den Handball gewinnen kann, darf man ihn nicht einfach vor den Kopf stoßen. Krämer hat im letzten Jahr mehr für den deutschen Handball getan, als alle Ligaausschüsse vorher zusammen.
Es herrscht keine Einigkeit in der Bundesliga, zu viele Vereinsmanager verfolgen ihre eigenen Ziele. Dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr. Warum plötzlich ein Berndt-Uwe Hildebrandt ein positives Votum zu Heinz
Jacobsen erteilt, obwohl er nicht gerade zu dessen Freunden zählt, kann nur politische Gründe haben. Nun ist Magdeburgs Manager zusammen mit Jacobsen in Sachen TV-Vertrag Verhandlungsführer.Armer Frank Bohmann, mag man da denken. Der Marketingexperte, zuletzt Geschäftsführer des Online-Kaufhauses Primusonline, wird keinen leichten Einstieg haben, wenn er am 1. Juni dieses Jahres die Geschäftsführung des neuen Ligaverbandes übernehmen soll. Als Verwalter eines verbesserten TV-Vertrages scheint er jedenfalls nach derzeitigem Stand nicht auftreten zu können. Die Ligavertreter sind fest in Grabenkämpfe verwickelt und Uwe Schwenkers Rückzug in seine Funktion als Manager des THW Kiel, angesichts der schwierigen Lage des Serienmeisters wohl auch von Sponsoren gefordert, wird da vielleicht für ein wenig Abkühlung der Gemüter sorgen. Oder - sicher auch ein Ziel des Rückzuges - als ein letztes Zeichen verstanden werden, das Ruder endlich umzureißen.
Große Chance vertan
Es bestand eine große Chance, einen wirklich guten TV-Vertrag auszuhandeln. Der WDR hat bereits in dieser Saison bewiesen, dass er dem Handball trotz schwacher Einschaltquoten einen großen Platz einräumt. Auch der MDR wollte "seinen" SC Magdeburg wieder stärker präsentieren. Sogar der NDR war bereit, dem Handball eine breitere Plattform zu bieten. Die Türen der TV-Anstalten standen und stehen offen.
Ob Heinz Jacobsen es versteht, diese Türen zu durchschreiten, ist zumindest fraglich. In den Fernsehanstalten löst das seit Wochen laufende Gerangel nur noch Kopfschütteln aus. Denn es ist weniger entscheidend, wer als Verhandlungsführer sich den Erfolg ans Revers heften kann, sondern dass es überhaupt einen Erfolg zu vermelden gibt. Wenn es stimmt, was Klaus Schorn als Zitat in den Mund gelegt wird, zeigt dies das ganze Dilemma in wenigen Worten auf: "Willst Du etwa, das Uwe Schwenker sich auch den TV-Vertrag zugute halten kann?", soll Schorn zu Fynn Holpert gesagt haben, heißt es aus Ligakreisen.
Werbende Wirtschaft steht bereit
Selbst der werbenden Wirtschaft ist das amateurhafte Verhalten einiger Liga-Akteure nicht entgangen. Man habe den Mitgliedern der Ligaausschuss-Projektgruppe "Marketing und TV-Vertrag" in persönlichen Gesprächen mitgeteilt, dass der Handball in Deutschland ein riesiges Potenzial habe. 12,5 Millionen Menschen sind Umfragen zufolge sehr stark oder stark an Handball interessiert. Was fehlt, ist eine innovative Führung der Liga, womit unausgesprochen Heinz Jacobsen angesprochen war. Die Wirtschaft stünde bereit, den Handball zu unterstützen, um einen möglicherweise geringeren Preis für die TV-Rechte mehr als abzufangen. Entscheidend sei jedoch Fernsehpräsenz.
Schon beim letzten TV-Vertrag ging so gut wie alles schief. Die Liga wollte ein bestmögliches (finanzielles) Angebot aushandeln und war sich mit dem Privatsender Sat1 fast einig. Gegenüber den interessierten Sendern ARD und ZDF trat man dementsprechend überheblich auf. Als die Verhandlungen mit Sat1 scheiterten, musste die Liga kleinlaut einem Angebot von SportA zustimmen, die Sender ARD und ZDF reagierten mit Liebesentzug, Handball verschwand von der Mattscheibe.
Jacobsen weist Vorwürfe zurück
Droht nun ein ähnliches Desaster? Am 28. Juni tritt der Ligaausschuss erneut zusammen um den neuen Vorsitzenden zu wählen. Derzeitiger Kandidat: Heinz Jacobsen, der nach eigener Aussage trotz gegenteiliger privater Pläne von maßgeblichen Managern zu einem Weitermachen gedrängt wurde. Nun wirft er Schwenker unprofessionelles und kontraproduktives Verhalten vor, da in zwei Monaten eine Ligaversammlung wäre. Auf eine dpa-Anfrage reagierte Jacobsen mal wieder mit Unverständnis und sieht sich in seiner Opferrolle bestätigt.
Gegenüber der dpa sagte Jacobsen: "Die Projektgruppe hatte das Mandat, Vorverhandlungen und Sondierungsgespräche zu führen. Wer sich im Vereinsrecht auskennt, weiß: nur gewählte Vertreter dürfen Verträge unterschreiben. Da ist es doch klar, dass ich die Vertragsinhalte mitverhandeln will", rechtfertige er sein Vorgehen, während Uwe Schwenker von einem klaren Mandat der Liga für Verhandlungen bis zur Unterschriftsreife berichtet.
Ein Trauerspiel, dass möglicherweise am 28. Juni ein Ende finden wird. Für einen neuen TV-Vertrag stehen die Zeichen jedoch nun schlechter denn je. Es bleibt abzuwarten, wie andere Manager der Bundesliga auf Schwenkers Rücktritt reagieren. Es gibt mindestens fünf Manager, die auf keinem Fall bereit sind, mit Jacobsen weiter zu arbeiten. Bleibt die Frage, ob sie sich öffentlich dazu bekennen.
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es kommt noch heftiger...das ist nur die Spitze des berühmten Eisberges. Nach den aufgrund der Meldungen geführten Gespräche heute, sehe ich für viele Bereiche schwarz.
Die nächste Ligaausschuss-Sitzung, auf der Personen gewählt werden sollen, wird der Hammer werden. Wäre gerne dabei...
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was heißt Galgenhumor? Es hat sich einfach die Erkenntnis durchgesetzt, dass das eine wichtige Niederlage war

Aber willi: der TuSEM kann es dem VfL am Ende der Saison ja schön vermasseln und festlegen, dass man lieber EHF-Cup spielt. Dann gibt es eben ein Entscheidungsspiel zwischen Göppingen und Wallau. Für den VfL gibt es nach den dunklen Jahren schlimmeres, als jetzt nicht in den EHF-Cup einzuziehen. Dass es den Verein noch gibt, ist eigentlich ein Wunder.
Außerdem muss man neidlos anerkennen, dass der SCM gestern und in all den Jahren zuvor die bessere Mannschaft war.
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genau so ist es. Erreicht Essen einen CL-Platz, gibt es ein Entscheidungsspiel zwischen Wallau und Göppingen um den Einzug in den Pokalsiegerwettbewerb. Bleibt Essen 4., ziehen der 5. (NOH) und der 6. (GM) in den EHF-Cup ein.
Alles hängt dann jedoch davon ab, ob Essen sich für den Pokalsiegerwettbewerb entscheidet. Der VfL ist somit vom Goodwill der Essener abhängig. Wenn Essen lieber EHF-Cup spielen will, dann muss eben das Entscheidungsspiel zwischen den Pokal-Halbfinalverlierern her.
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gestern in der Kölnarena waren Fans des FC Magdeburg, offenbar Exil-Magdeburger aus Köln. Die waren Hackenvoll und sangen eben jene Prolo-Lieder, die die Fußball-Fans so drauf haben.
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absolut verdienter Sieg der Magdeburger, die mit einer konzentrierten Leistung (jedenfalls bis zur 40. Minute) einen sicheren Sieg eingefahren haben. Sehr gute Abwehrarbeit, gegen die die unbeweglichen Gummersbacher nie ein Mittel fanden. Beim 12-20 war das Debakel da. Dass Gummersbach sich noch mal herankämpfen konnte auf 22-24, zeugt von Kampfkraft, wobei Yoon aus meiner Sicht der einzige war, der sich wirklich mit aller Kraft gegen die Niederlage wehrte. Der Rest der Truppe schien mir überfordert.
Torwart Stankiewiecz hat mit ner Quote von etwa 22% auch schon bessere Tage gesehen, hat abe in der Anfangsphase einige freie Bälle abwehren können.
Gegenüber Friedrich brachte es immerhin auf 45%, angesichts des "Torhüterproblems" des SCM ne ansehnliche Quote.
Der SCM hat das Spiel in der Abwehr gewonnen und sich durch leichte Überheblichkeit fast noch in Bedrängnis bringen lassen.
Aber seien wir mal ehrlich: Aus Gummersbacher Sicht wäre ein Sieg heute fatal gewesen, hätte man Essen doch damit dem dritten Platz erheblich näher gebracht. So reicht weiterhin Platz 6 für den EHF-Cup. Und ob Kiel das noch schafft, kann ich nicht so recht glauben.
Habe sehr viele nette Magdeburger gestern kennengelernt, eine tolle Fantruppe, die eine super Stimmung in die Arena brachten. Erst als der VfL wieder dran war, kam Heimspielathmosphäre auf.
Trotz Niederlage "meines" VfL ein sehr gelungener Abend.
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stemberg...noch so ein selbstdarsteller
in der Kölnarena hat er es mal geschafft, durch Drücken eines falschen Knopfes die Hallenuhr zum Ausfallen zu kriegen. Die gesamte zweite Halbzeit lief ohne Hallenuhr.