Beiträge von Olaf

    sehe ich genauso. Ein Endspiel - zumindest in der CL.

    Das problem dabei ist aber, einen neutralen Spielort zu finden, an dem die Halle ausverkauft sein wird. Magdeburg-Veszprem in Portugal oder in Belgien (spielen die da handball?) wäre vielleicht nicht so der Renner.

    der bericht auf zdf soll sogar recht gut gewesen sein, hab den leider auch nicht gesehen. als ich dann im ndr nach 45 minuten fußball diesen witz von sportberichterstattung gesehen habe, blieb mir echt die spucke weg. dann soll der ndr lieber ganz auf handball verzichten und seine sendung "fußball im norden" nennen.

    ersma muß das zdf dran glauben. ihre 60 sekunden handball im sportstudio sind für mich der größte witz des wochenendes. knapp dahinter folgt der ndr, der am sonntagabend die partie nordhorn - essen mit ebenfalls 60 sekunden abgespeist hat. der spielbericht war so was von übel. keinerlei hinweise auf den spielverlauf, lediglich nichtssagende torszenen. schwach...gaaaaaanz schwach, lieber ndr.

    ich werde mal bei der ard eine anfrage machen, was das denn soll, nur die zweite hälfte zu zeigen....

    weiß eigentlich noch jemand, was genau vor 2 jahren passiert ist? wieso der vfl in der liga verblieben ist und zwei mannschaften zusätzlich aufgestiegen sind?

    ich kriege die ganzen zusammenhänge nicht mehr ganz hin, aber bevor hier von beschiss die rede ist, würde ich diejenigen bitten, die solches verbreiten, hier mal aufzulisten, was eigentlich damals los war.

    meines wissens wurden die relegationsspiele schon ausgetragen, als über die klage des vfl noch nicht entschieden war (es ging ums lizensierungsverfahren).

    dem vfl wurde dann in der tat in einer art gnadenakt die lizenz erteilt. sportlich war gummersbach aber bundesligist, es ging lediglich um die finanzen. der dhb wollte nach den finanziellen bankrotten der vorjahre ein weiteres fiasko des handballs verhindern. denn der vfl gummersbach ist nach wie vor DER verein im deutschen handball, der am bekanntesten ist (zu vfl-zeiten waren bei ard und zdf regelmäßig handballberichte zu sehen). der name gummersbach zieht auch bei nicht-handball-interessierten.

    ein abstieg des vfl - insbesondere aus finanziellen gründen - hätte damals die gesamte bundesliga noch tiefer in den keller gerissen und wir wären nicht da, wo wir heute stehen. nach den vielen gesprächen, die ich die letzten wochen mit medienvertretern geführt habe, ist mir dieses ziemlich klar geworden.

    vielleicht rechtfertigt dies nicht den gnadenakt des dhb, da andere vereine sang- und klanglos in der bedeutungslosigkeit veschwunden sind.

    nun, da es finanziell um den vfl erstmals seit einem jahrzent wieder gut aussieht, scheint es sportlich bergab zu gehen. eine späte rache? ich hoffe, der vfl schafft es noch.

    mag ja sein, dass vereinzelt rumgeheult wird, weil der thw verloren hat. und dass manche das spiel deshalb anders beurteilen, als es objektiv vielleicht richtig wäre.

    wie zu hören war (semrau, kretsche), gab es "vereinzelt" Pfiffe und Buhrufe in der Halle, als Hennig reinkam. Nun ja, wahrscheinlich die gleiche Dimension wie bei Nenad, als er in Kiel auflief.

    Als Henning nach dem Zusammenprall dann aber vom Publikum lautstark angefeuert wurde, war ne prima Aktion. Nach den Rufen "Scheiß THW" in der ersten Halbzeit (kann da jemand nicht verlieren? Zu dem Zeitpunkt war Kiel haushoch überlegen) hatte ich schon arge Befürchtungen.

    Gesunde Härte ist das eine, grobe Unsportlichkeit das andere. Aber als Kieler Anhänger darf man natürlich nicht die vielen Dinge vergessen, die es so in den letzten jahren gab, man erinnere sich nur an das Foul von Lövgren im letzten Jahr in der Bördelandhalle, mit dem er den Sieg des SCM verhindert hatte. War absolut unfair, damals.

    Nur: Das Unrecht des einen rechtfertigt nicht das Unrecht des anderen.

    Und Stiebler hat gestern zugelangt, dass die Wände wackeln, Abati mit seinen dicken Pfoten in fremder Leute gesicht ist auch nicht gerade schön.

    Wie gesagt, mir ging bei diesem Spiel hauptsächlich Kretsche auf die Nerven. Am Magdeburger Sieg gibts nix zu deuteln. Und bis zur 45. sah ich auch nur eine erhöhte Aggressivität in der Abwehr, die eindeutig die Wende in dem Spiel brachte. Aber irgendwann hörts einfach auf. Ich hoffe, Du stimmst mir da zu.

    Zitat

    Original von CiJay86
    So far, und redet es nicht schlecht. Der Sieg geht voll in Ordnung und es war auch ein Spiel mit allen drum und dran ! Olaf, ich kann dich im gewissen Masse verstehen, aber bitte nicht so niveaulos wie Kretzsche, denn wir heissen nicht so und sehen doch nicht so aus :D

    CYA
    Christian


    ich wills gar nicht schlecht reden, magdeburg hat in der ersten hälfte der zweiten halbzeit den THW überrollt. das war grandios, wie magdeburg da gespielt hat.

    da du in der halle warst, hast du die ausfälle von kretsche nicht gehört. das hat mich echt aufgeregt, was der da von sich gegeben hat. bei aller rivalität sollte man fair bleiben können. und seine sprüche waren allerunterste schublade. widerlich

    der sieg des scm war absolut verdient, keine frage, die schiris waren dabei keine echte hilfe für magdeburg. aber abati hätte die eine oder andere 2 min-strafe verdient gehabt. spielt der immer so rüpelhaft?

    zu kretsche nochmal: er mag ein großer handballer sein, aber auf interviews oder moderation sollte er gerne verzichten. ich will solche sprüche auch nicht entschuldigen, weil er eben ein paradiesvogel oder was auch immer ist. wer im fernsehen solche kanonen abschießt, verspielt jeden kredit.

    olsson fand ich übrigens heute ausgesprochen untheatralisch. da hätte sich mehr gelegenheit zum inszenierten fallen geboten.

    Zitat

    Original von Kathy
    Ich finde eigentlich, dass Stefan Kretzschmar gerade jemand ist, der durch seine Art auffällt und somit vielleicht auch dem Handball weiterhilft! Dass er oft daneben greift, was seine Äußerungen angeht ist hinlänglich bekannt, aber ihn deswegen aus dem verkehr zu ziehen, finde ich weit übertrieben!!! 8o

    gerade weil er ein solcher jemand ist, hat er diesbezüglich die schnauze zu halten. is ja schön, dass er wallau ganz toll findet, tue ich auch, weils ne junge deutsche mannschaft ist, die teilweise beeindruckenden handball spielt.

    aber derart stimmung gegen einen verein zu machen, gegen einzelne spieler ("wer ja mal ein wunder, wenn wislander nicht meckert"), dass kann er gerne für sich behalten.

    es ist bitter, dass er glaubt, so einen kinderkack nötig zu haben. ich hoffe, brandt schmeißt ihn raus. ich finde ein solches verhalten untragbar.

    und man kann das mit sicherheit nicht väterlich wohlwollend begutachten, nach dem motto, er ist halt so. auch ein kretsche sollte langsam wissen, was man mit einem mikro alles anrichtne kann.

    er hat definitiv das gekloppe als etwas legitimes gerechtfertigt. und das kann es ja nun echt nicht sein...

    glückwünsche werde ich nach so einem spiel nicht verteilen. die ersten 45 minuten waren wirklich toller handball aber was dann kam...

    gaudin hatte in der zweiten hälfte (bzw. die ersten 15 min derselben) eine sehr gut zupackende abwehr vor sich. in dieser phase haben sie dem thw den schneid abgekauft. olsson war plötzlich harmlos, wislander offenbar physisch am ende und preiß ist eben noch nicht routiniert genug. scheffler war in meinen augen ein totalausfall. insofern ist ein sieg des scm vollkommen in ordnung.

    aber als der thw sich nahc den 45 min nicht abschütteln ließ sondern wieder in führung ging, wars vorbei mit handball. abati überpüfte mehrmals die rasur seiner gegenspieler, die ellenbogen der magdeburger machten den bauchmuskeltest (den ersten zusammenstoß mit dem torwart wetre ich als abolut unbeabsichtigt, aber wenn es 1 minute erneut passiert..., ich will dem jungen bennet wiegert nix unterstellen, aber dann war es wenigstens tölpelhaft, so dar ein zu gehen, wenn kurz vorher hennig fritz derart verletzt wurde)

    zum schluß war es ein einziges gekloppe. mag ja sein, dass das ein mittel gegen den thw ist. wäre aber traurig für die liga.

    sowas kann er sich ja meinetwegen denken, ne pflicht zum thw-mögen gibts ja zum glück nicht. aber der knabe is nationalspieler und in gewisser weise auch aushängeschild des deutschen handballs. wenn er im vorinterview sagt, der thw sei unsympahtisch, dann mag man das als meinung so stehen lassen.

    wenn er eine überharte spielweise gegen den thw aber legitim findet, dann grenzt das an eine derart widerliche denkweise, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit sportlicher fairness zu tun hat.

    der typ ist nicht nur peinlich, der gehört aus dem verkehr gezogen.

    Zitat

    Original von Juliane
    Wir haben das gleiche Spiel gesehen. ICh meinte auch nicht über alle Entscheidungen,sondern über vereinzelte. (z.B. Zeitspiel, wo der Arm ne halbe Ewigkeit oben war, aber ne gepfiffen wurde...)

    zeitspiel is ne höchst subjektive kiste. wenn der angriff innerhalb 10 sec immer wieder durch freiwurf abgebrochen wird, dann muß er den nächsten angriff laufen lassen.

    aber ich bin etwas sehr sauer über den spielverlauf, was meine einschätzungen vielleicht zu subjektiv werden läßt. magdeburg hat heute in der zweitem halbzeit einen derart harten handball gespielt, dass einem die freude an diesem sport vergehen kann.

    hinzu kamen die obertölpelhaften und sagenhaft unfairen kommentare des herrn K. hab dazu aber schon in einem anderen thread meinen kommentar abgegeben.

    haben wir das gleiche spiel gesehen?

    die einzige fehlentscheidung war in der schlußphase, als gaudin am ball dran war, schiri dies aber anders sah, und wenige sekunden später, als gaudin nicht dran war, schiri aber genau das gesehen haben wollte.


    die 4 mim für nenad waren absolut berechtigt. bei soviel brutalität im spiel hätten die noch viel härter durchgreifen müssen.

    ein selten brutales spiel

    aber diese brutalität brachte magdeburg den sieg.

    kretsche als co-kommentator ist ja wohl unter aller kanone

    "Übermäßige Härte ist gegen Kiel absolut gerechtfertigt"

    Ja, wo lebt der denn?

    seine antipathie gegenüber kiel hat er ja mehrmals zum ausdruck gebracht, dies aber ulkigerweise mit den vielen meisterschaften der letzten jahre begründet.

    schon 1994 (kiel war gerade das ewiger-zweiter-syndrom los) hat kretsche zu mir gesagt: "ich hasse den thw." der mann muß komplexe haben...

    also, dsf, kretsche war hoffentlich das letzte mal bei euch zu gast

    absolut gerechtfertigt...allerdings hätte auch Martin Schwalb diese Ehrung bekommen können, denn was er letztes jahr aus dem jungen team rausgeholt hat, war absolut beachtlich.

    aber gislasson ist aufgrund der vielen erfolge, die er mit dem scm gefeiert hat, sicherlich der "richtige"

    Zitat

    Original von Clickfish
    Gibt es eigentlich schon Zuschauerzahlen bzw. Einschätzungen für das Spiel zwischen Solingen und Lemgo?


    mein letzter stand - zwei wochen vor dem spiel - war: 4.000 verkaufte karten

    Beim DSB steht dies zu diesem Thema zu lesen. Um es mal zusammenzufassen. Es läuft darauf hinaus, dass die öffentlich-rechtlichen einen Sportkanal ins Leben rufen sollen, zumindest will Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, diese Diskussion führen.


    DSB-Initiative bringt Schwung in die medienpolitische Diskussion
    20.03.2002 15.01Uhr
    Seit Jahren dreht sich die Diskussion im Kreis. Die Sportverbände beklagen mangelnde Vielfalt bei der Abbildung des Sports in den öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen und verweisen auf den Staatsauftrag zur sogenannten Grundversorgung. Die Programm-Verantwortlichen reden den Einschaltquoten das Wort und behaupten, die Konzentration auf massenattraktive Sportarten sei vom Gebührenzahler verlangt.

    Auch die Diskussionsrunde in der Mainzer Staatskanzlei, zu der der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Kurt Beck, kürzlich Vertreter von Sportorganisationen, Rundfunkräten und Medien eingeladen hatte, schien in diesem ewigen Disput nichts Neues zu bringen. Bis der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, neue, denkbare Wege aufzeigte, als er sagte: "Das Präsidium des Deutschen Sportbundes hat nach Vorarbeiten der DSB-Medienkommission unter Professor Günther von Lojewski an der Spitze gerade beschlossen, die Möglichkeiten eines eigenen Sport-TV-Kanals intensiver zu beleuchten. Wir ha-ben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben."

    Diese Anregung hat Ministerpräsident Kurt Beck spontan aufgegriffen. Für ihn sei die Schaffung eines öffentlich-rechtlichen Sportkanals – analog des Kulturkanals Phoenix – denkbar: "Ich bin bereit, dazu eine medienpolitische Diskussion zu führen. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass so etwas politisch umgesetzt werden kann." Manfred von Richthofen hatte zuvor betont, dass sein Vorstoß weder als Drohung noch als Resignation gegenüber ARD und ZDF zu bewerten sei: "Ich nenne es Belebung des Geschäfts, an dessen Seriosität ich auch in Zukunft nicht zweifeln möchte."

    Der DSB-Präsident hatte im Laufe der Debatte an die Traum-Einschaltquoten erinnert, die die Olympischen Winterspiele von Salt Lake City ARD und ZDF beschert und "sogar die vielgeschmähten Randsportarten ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt haben". Das habe doch gezeigt, welch unverbrauchtes Potenzial in vielen Sportarten steckt, die noch nicht überprofessionalisiert und überkommerzialisiert sind. Von Richthofens Forderungen: "Sportarten selbst für Minderheiten können nicht dauerhaft und flächendeckend ausgeblendet werden. Sie haben ihre Daseinsberechtigung auch im Fernsehen. Außerdem muss die Bedeutung des Sports für die Gesundheit herausgestellt werden, und in einer Zeit eines aggressiven Verhaltens von jungen Menschen und einer Ich-Bezogenheit müssen Werte des Sports wie Fairness und Toleranz vermittelt werden." Der rheinland-pfälzische Innenminister Walter Zuber kritisierte bei den Fernsehsendern eine "Tendenz zur Verflachung und Boulevardisierung". Es könne nicht sein, dass der Moderator wichtiger ist als das sportliche Ereignis oder dessen Hintergründe.

    Die Fernseh-Sportschefs Michael Antwerpes (Südwestrundfunk) und Wolf-Dieter Poschmann (ZDF) hielten dagegen. "Ich kenne nicht einen Sportverband, dem es jetzt schlechter geht als vor zehn Jahren", meinte Poschmann bezogen darauf, dass selbst kleine Verbände über den sogenannten 32-er-Vertrag Geld von ARD und ZDF bekommen. Und Antwerpes befürchtete, dass das Fernsehen häufig zum Spielball der Kommerzialisierung gemacht werde: "Es kann nicht unsere Aufgabe sein, gewisse Veranstaltungen am Leben zu erhalten." Beide forderten aber die Sportverbände auf, die Kontakte noch intensiver zu gestalten, noch öfter miteinander zu reden.

    Die Bilanz des Tages zog der gastgebende Ministerpräsident Kurt Beck. Es müsse auch künftig eine vielfältige Sportberichterstattung in ARD und ZDF gewährleistet sein, mit der auch sportliche Werte vermittelt werden, andererseits dürfe auch der Unterhaltungsaspekt nicht zu kurz kommen. Keinesfalls solle an der Programmautonomie der Fernsehmacher gerüttelt werden. Wichtig sei es, die Brücke zwischen Leistungssport und Breitensport und damit die Lebendigkeit des Breitensports zu erhalten. Schließlich solle die Möglichkeit eines öffentlich-rechtlichen Sportkanals auf jeden Fall intensiv diskutiert werden.