Ab 26. April 1986 für 10 Tage nach London (wo man von der damaligen Atomkraftwerkspanik in Deutschland nix mitbekommen hat). Kosten: 650 DM
Beiträge von Olaf
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Die FAZ hat mal bei Uwe Schwenker genauer hingehört. Der Beste TV-Vertrag aller Zeiten ist demnach dann doch eher Besitzstandswahrung.
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Handball im Ersten, im Zweiten und im DrittenVon Frank Heike, Hamburg
Die Zufriedenheit ist aus den Worten von Frank Bohmann herauszuhören. Monatelang hatten der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL) und die Mitglieder der Fernsehkommission der Liga mit verschiedenen Vermarktern und Sendern verhandelt, um dem deutschen Handball auch in den kommenden Jahren einen festen Platz auf den Bildschirmen zu sichern.
Dabei ging es vor allem darum, daß der Handball im Jahr vor der Weltmeisterschaft nicht im Bezahlfernsehen verschwindet, sondern weiterhin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen läuft. „Das war unsere Grundvoraussetzung“, sagt Bohmann, „wir brauchen eine starke Präsenz im frei empfangbaren Fernsehen.“
Nachverhandlungen mit dem DSF
Die ist nun gesichert, denn am Tag des saisoneröffnenden Spiels um den Supercup am Dienstag abend in München zwischen dem deutschen Meister THW Kiel und dem Pokalsieger HSV Hamburg unterzeichnete Bohmann die Verträge für die HBL mit der SportA als Rechte-Agentur der Sender ARD und ZDF sowie dem Sportrechte-Vermarkter „Sportfive“. Die alten Verträge waren ausgelaufen, die neuen gehen über fünf Jahre und bringen der HBL einen „deutlich siebenstelligen Betrag“, wie Bohmann dieser Zeitung sagte.
Handball aus Bundesliga, Europapokal und Pokal wird also auch in dieser Spielzeit im Ersten, Zweiten und (vor allen) in den dritten Programmen laufen. Durch den Zugriff von Sportfive gibt es nun die Möglichkeit, daß Handball im Bezahlfernsehen gesendet wird - vielleicht im von vielen Handballfans gewünschten und erhofften Magazinformat nach dem Motto „alle Spiele, alle Tore“. Sportfive verfügt neben den Bezahlfernsehrechten auch über die Auslandsrechte am deutschen Handball.
Bewegte Bilder von 170 der 306 Bundesligaspiele
Bohmann ist davon überzeugt, daß skandinavische, kroatische oder spanische Sender an Spielen der Bundesliga interessiert sind, weil hier viele ihrer Stars spielen. „Hier sind wir jetzt sehr viel besser aufgestellt“, sagt er. Die Grundlage dieses größeren Angebots sind bewegte Bilder von 170 der 306 Bundesligaspiele: so ist es geplant, und das wäre mit großem Abstand neuer Rekord bei den produzierten Fernsehbildern. Das bringt gerade die kleineren Klubs in die Lage, nicht nur einmal im Jahr gegen den THW Kiel (oder gar nicht) im Fernsehen zu sein und sich und ihre Sponsoren zu präsentieren, sondern wesentlich häufiger.
Etwa eine halbe Million Euro läßt sich die SportA den Handball kosten, 200.000 Euro kommen von „Sportfive“, dem Vernehmen nach 300.000 Euro fordert die HBL vom möglichen dritten Partner - dem Deutschen Sportfernsehen (DSF). Doch hier hakt es. Am Dienstag in München verhandelte Bohmann weiter mit dem DSF; man sei noch „ein gutes Stück voneinander entfernt“, sagte er und deutete an, daß man zunächst ohne den bewährten Live-Partner in die Serie gehen werde.
DSF will 40 Spiele live
Ein Vereinsvertreter wie Uwe Schwenker vom THW Kiel, Mitglied der TV-Kommission, wies allerdings schon in der vergangenen Woche darauf hin, daß die Verlegung des Bundesligaspiels HSV Hamburg gegen THW Kiel vom nächsten Mittwoch auf den Dienstag (den bewährten DSF-Live-Tag) ein deutliches Signal für einen baldigen Abschluß sei. So weit wollte Bohmann nicht gehen. Das DSF möchte 40 Spiele live übertragen.
Für die Vereine ist vor allem die von SportA in Aussicht gestellte umfangreichere Live- und Magazin-Berichterstattung in den dritten Programmen erfreulich. Durch die veränderte Rechte-Lage (Fußballbilder am Sonntag erst von 23 Uhr an) haben Formate wie der norddeutsche „Sportclub live“ plötzlich Zeit zu füllen, in die der Handball gerade im starken Norden gut paßt.
Knapp 50.000 Euro pro Verein
Schwenker sprach zwar vom besten Fernsehvertrag aller Zeiten, sagte im kleineren Kreis aber, im Grunde habe sich wenig verändert, es sei lediglich der Besitzstand gewahrt. Ihn stört vor allem, wie wenig Geld bei den Klubs ankommt. Bisher waren das im Jahr 23.000 Euro, in Zukunft wird es mehr sein, etwa das Doppelte, doch die von Schwenker angestrebte „deutlich sechsstellige“ Einnahme bleibt ein fernes Ziel.
Anmerkung: die sportA-Verträge mMn über 3 Jahre mit Option auf 2 Jahre Verlängerung -
so schnell wird das auch nicht gehen. So ein Sender muss ja erstmal im Hintergrund aufgebaut werden, man braucht ein praktikables Bezahlsystem usw. Es gibt Leute, die rechnen noch in diesem Jahr mit einem Sendestart, ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen.
Das ist der Sachstand, wie ich ihn mal für handballimfernsehen.de zusammengefasst habe (aus diversen Quellen und Gesprächen)
TV-Vertrag
23.08.2006Bester TV-Vertrag aller Zeiten kommt auf Raten
Es soll der beste TV-Vertrag aller Zeiten werden, doch bisher steht nur die Unterschrift der Rechteagentur von ARD und ZDF, sportA, unter dem Papier. "Wir zahlen mehr für weniger Rechte", sagte gestern in München ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf auf einer Pressekonferenz der HBL, auf der man eigentlich auch die Hamburger Agentur sportfive und das DSF als Partner vorstellen wollte. Während mit sportfive nur noch Kleinigkeiten zu klären seien und zumindest der Vermarktungsvertrag unter Dach und Fach ist, scheint es einen tiefen Graben zwischen der HBL und dem DSF zu geben.
"Laufende Verhandlungen", so wehrt Frank Bohmann Fragen zum Stand der Dinge ab. Das DSF war bisher der zuverlässigste Partner der Bundesliga, zeigte fast jeden Dienstag ein Live-Spiel aus der Bundesliga und dem DHB-Pokal, dazu das weniger zuschauerwirksamen AllStar-Spiel und den Supercup und sorgte damit als einziger Sender für Kontinuität. 30 Spiele waren es in der abgelaufenen Saison, doch in der neuen, der 30. Spielzeit der Bundesliga, könnte es bei der Übertragung des Supercups bleiben.Denn es geht unter anderem auch ums Geld. 300.000 Euro, so vermeldete das in Sachen TV-Vertrag stets gut unterrichtete Handelsblatt am Montag, wolle die HBL vom DSF für die Übertragungsrechte der Wochenspiele haben. Bisher finanzierte die HBL die Livespiele quasi selber, da man dem DSF mit dem Sparkassenverband als Presenter der Übertragungen einen potenten Sponsor vermittelte.
Merkwürdig ist jedoch, dass man sich gegenüber der sportA verpflichtet hat, künftig dafür zu sorgen, dass die Topklubs, die bisher häufig an den Wochenenden im Europapokal im Einsatz sind, an eben jenen Wochenenden Ligaspiele absolvieren zu lassen. Die internationalen Spiele sollen auf den Mittwoch gelegt werden. Das DSF hätte dann aber weniger Auswahl für sein Programm und müsste auf Spiele der Topklubs verzichten. Hohe Kosten für weniger Inhalt, das ist für das DSF als werbefinanzierter Sender eher uninteressant.
Anzunehmen ist auch, dass das DSF die aufkommende Konkurrenz durch den angedachten digitalen Pay-TV-Sportkanal von sportfive fürchten könnte, der den Namen "Sport digital" tragen soll. Dass man im Hause DSF alles andere als erfreut ist über den Vertrag der HBL mit der Hamburger Agentur, zeigt auch, dass Frank Bohmann zwar nach dem Supercup in München geblieben ist, aber offenbar zunächst kein Gesprächstermin beim DSF zustande kam. Offenbar will der Sender erst einmal die Verhandlungen ruhen lassen und damit den Druck auf die HBL erhöhen.
Ob das DSF am Ende das größere Standvermögen bewiesen hat, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass die HBL weiterhin gerne mit dem DSF zusammenarbeiten will. "Mir liegt sehr viel am DSF", sagt Frank Bohmann, denn der Sender sorgte für Kontinuität in der Berichterstattung. Etwas, was insbesondere bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht gegeben war.
Ausweitung der Reichweite bei ARD und ZDF
Diese sollen künftig 40 Spiele produzieren, in Ausnahmefällen bis zu 50. Dabei wollen die gebührenfinanzierten Sender auch etwas für eine Erhöhung der Reichweite tun. Sprich: Berichte über die Handball-Bundesliga auch im Hauptprogramm bei ARD und ZDF. Eine Erhöhung der live übertragenen Spiele ist derzeit eher unwahrscheinlich, zumal sich die sportA zu keiner Sendeverpflichtung hinreißen lässt.
Ausdrückliches Ziel der HBL ist es, eine größere Präsenz in der Nachberichterstattung zu bekommen.. Die Regionalsender benötigen an Sonntagen Füllmasse zur Überbrückung der Zeit bis 23:00 Uhr, denn erst dann dürfen sie über den Bundesliga-Fußball berichten. Aber auch in der ARD-Sportschau oder in der ZDF-Sportreportage soll Handball einen festen Platz bekommen.
Mit sportfive soll erstmals eine Pay-TV-Komponente geschaffen werden. Der Hamburger Vermarkter mit dem Spezialgebiet Fußball ist unter anderem auch Partner der IHF und hat für 33 Millionen Euro die TV-Rechte an den Weltmeisterschaften bis zum Jahr 2009 erworben. Zudem sind sie die Marketingrechte-Inhaber der EHF- Champions League ab dem Achtelfinale.
Im Gespräch ist ein Angebot für Handballfans, die für etwa 2 Euro pro Spiel Livespiele anschauen können. Fünf Spiele an jedem Handball-Wochenende will sportfive in Zusammenarbeit mit dem Studio Hamburg produzieren. Bisher verkündete die HBL allerdings nur einen Marketingvertrag, der eine Zusammenarbeit in Sachen Weiterververtung, Auslandsverwertung und Ligavermarktung . Vor allem Sender in Frankreich, Schweden und Kroatien haben aufgrund der vielen in der Bundesliga spielenden Nationalspieler aus diesen Ländern starkes Interesse an Bildern aus Deutschland signalisiert. Zudem soll sportfive die Suche nach einem Ligasponsor vorantreiben.
Zum Bereich Pay-TV will die HBL erst öffentlich Stellung beziehen, wenn der Vertrag mit dem DSF unterzeichnet ist, zumal es dabei Wechselwirkungen zu beachten gibt. Noch aber existiert kein digitaler Sender, außerdem hat sportfive noch keine Sportredaktion, geschweige denn Handballexperten. "Da wartet für alle Beteiligten noch viel Arbeit", sagte Frank Bohmann gegenüber handballimfernsehen.de, der betonte, dass man mit sportfive schon länger als ein Jahr über eine mögliche Zusammenarbeit spreche und nicht erst im Rahmen der Vertragsverhandlungen zusammengekommen sei. Bereits im Jahr 2003 signalisierte sportfive großes Interesse am Bundesliga-Handball.
In der aktuellen Ausgabe der „Sport-Bild“ ist die Rede von einem 10-Jahres-Vertrag mit sportfive. Die fünf Wochenendspiele sollen, so die Sport-Bild, gegen Gebühr neben dem Digitalkanal auch im Internet ausgestrahlt werden. Geschäftsführer Robert Müller von Vultejus sagte der Zeitung: „Wir werden eine Handball-Plattform aufbauen, auf der alle Spiele gezeigt werden, die nicht im herkömmlichen TV laufen.“ Künftig will Sportfive auch andere Sportarten über den Digitalkanal fertig produziert vertreiben.
Wenn alles so klappt, wie sich die HBL es vorstellt, würden in den kommenden drei bis fünf Jahren 170 von 306 Spielen für das Fernsehen produziert werden. Mit 100 Spielen pro Saison hätte sportfive den größten Anteil, 40 kämen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, weitere 30 lägen beim DSF. Mit jedem Tag, der ohne Ergebnis ins Land zieht, dürfte diese Zahl aber kleiner werden. Bereits am nächsten Dienstag sollte das DSF live aus Hamburg berichten. Das Spiel des THW Kiel beim HSV wurde extra vorgezogen. Doch ohne Vertrag bleiben am kommenden Dienstag die Bildschirme schwarz
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Welt: Ihr Vertrag läuft bis 2009. Was kommt danach?
Serdarusic: Ich werde in zwei Wochen 56, habe Knieprobleme und rauche drei Schachteln Zigaretten am Tag. Was soll ich da noch planen?

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ich meinte mit Testen, dass die Benutzer - also wir Fans - es mal testen können. Dass es vorher einen Sack voll Tests gab, davon gehe ich mal aus. Das ist ja jetzt mal ein Spiel, was einige viele interessiert und in dem es ja auch mal un etwas geht (zumindest um die Erweiterung des Briefkopfes)
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die HBL bietet zu diesem Spiel auch ihren neuen Liveticker an. Da kann man das Teil dann mal unter Echtbedingungen testen.
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es soll ein Pay-per-View-Verfahren sein, wo man die Handballspiele für etwa 2 Euro sehen kann. Wenn das Bezahlverfahren einfach ist, der Receiver nicht mit irgendeiner noch nie dagewesenen Technik hochgerüstet werden muss, kann das durchaus interessant sein für diejenigen, die bisher ein Abo scheuen. Da sportfive die Marketingrechte an der CL hält, wäre es durchaus denkbar, dass die CL-Spiele auch in dem neuen Digital-Kanal laufen. Eine Senderlizenz wurde jedenfalls bei der Landesmedienanstalt Düsseldorf beantragt, heißt es.
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man sollte froh sein, wenn das DSF überhaupt noch zahlen kann. Es gibt Sender, denen geht es besser
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dann hast Du
falsch gerechnet -
Da in der Hamburger Morgenpost heute die öffentliche Demontage von Dierk Schmäschke einen weiteren Höhepunkt feiert, halte ich es mittlerweile auch nicht mehr für ausgeschlossen, dass Theo schon bald in Hamburg anfängt. Dadurch, dass er in Flensburg jetzt seine Nachfolger schon vor die Nase gesetzt bekommt, hat er ja eh nicht mehr so viel zu tun, da kann er dann auch direkt in Hamburg loslegen.
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Weder noch, reine Mathematik
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von einer spannenden Aufgabe. So wie er sich in der Sport-Bild äußert, scheint ihm das wichtig zu sein. Er will keine etablierte Mannschaft übernehmen, sondern etwas aufbauen
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ich glaube kaum, dass sich Heiner Brand von Geld locken lässt.
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Das mit der Wette war doch nur ein Werbegag, um den neuen Sponsor vorzustellen. Das sollte man nun echt niocht wörtlich nehmen.
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Mit der Mannschaft, die die Füchse zusammengezopgen haben, kann man nur aufsteigen wollen. Das sind fast durchweg gestandene Erstligaspieler, die nach Berlin gekommen sind, um aufzusteigen. Da kann es gar kein anderes Ziel geben und Leisetreterei würde schnell als Understatement entlarvt werden.
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hör auf, letztes Jahr hat man mit einer ähnlichen Begründung eine Verlegungsorgie erster Kajüte gestartet
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Original von Kathys Ravange
Na geil, jetzt wird der halbe Spielplan durcheinander gewürfelt
Willkommen in der 1. Liga

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das was Du hier verlinkt hast, ist die Bundesliga-Nachschau.
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vielleicht kommt Ihr mal zurück zum Thema. Über Franzosenpfeifen könnt Ihr sicher im SR-Forum ausgiebig diskutieren, wenn das denn ein Thema sein sollte.