später, jan 
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Original von UF Sven
Olaf: Im Grunde genommen ist der Support der eigenen Mannschaft schon primär, dass ist richtig. Nur, wirkt das ganze auf den Gegner eher weniger. Wenn der Gegner von vornherein weiß, was ihn erwartet, dann hat das wesentlich mehr Wirkung. Bestes Beispiel ist das Spiel gegen Montpellier, wo die Franzosen von der ersten Minute an bei jedem Angriff von 6500 Leuten ausgepfiffen wurden. Wenn man da still ist oder anfängt Karneval zu feiern, dann geht das Spiel 30:26 aus und alles ist toll.
Da stimme ich Dir zu, das sind die besonderen Fälle, wo die Halle brennen muss, damit überhaupt eine Chance besteht.
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Original von UF Sven
Ich denke auch nicht, dass unsere Haltung pubertär wirkt. Jeder hat seine eigene Meinung und sicher ist es OK, dass jeder sie vertritt. Wir nehmen auch Verbesserungsvorschläge auf, sofern sie denn umsetzbar sind.
Wie es auf mich wirkt, kann ich schon einschätzen. Habe ja bewußt die Formulierung so gewählt. Pubertär wirkt es, wenn der Spruch "Es ist mir egal, was Ihr von mir denkt" zur Doktrin erhoben wird und Kern allen Handelns ausmacht. Motto: Hauptsache kein Mainstream. Das man seinen Weg geht und sich nicht verbiegen läßt, halte ich für erstrebenswert.
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Original von UF Sven
Nur warum muss ich immer auf andere schauen? Damit nimmt man sich die letzte Unabhängigkeit, die man hat und deshalb müssen wir uns von keinem verbiegen lassen. Mir ist es wirklich egal, ob mich einer in Pfullingen mag oder ob ein Essener unsere Gesänge mag oder wie ne Choreo bei einem aus Lemgo ankommt. Wir machen das für den Verein und nicht für andere. Das hat was mit Stolz und Unabhängigkeit zu tun und solange wir morgens noch in den Spiegel gucken können ist die Welt für mich in Ordnung. Das soll nicht heißen, dass wir den Seitenblick verlieren. Wir beobachten schon, was neben uns passiert. Ich denke mal, dass ich in diesem Forum wohl jemand bin, dessen Meinung wohl am wenigsten von anderen Leuten unterstützt wird. Aber genau das ist mir egal. Ich habe meine eigene Sichtweise und ich änder mich nicht, weil 300 Leute sagen, dass ich es anders machen muss.
Du pflegst halt einen etwas direkteren Ton, die Argumentation dahinter muss man sich erst zusammensuchen. Das wirkt übrigens auch. Dahingehend, dass Dir an einer Diskussion nicht gelegen ist, sondern es nur um die eigene Meinungsäußerung geht. Der Spruch, Pfullingen habe nix in der 1. Liga zu suchen, wird erst jetzt langsam erklärbar.
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Original von UF Sven
Mittlerweile gibt es uns seit 5 Jahren, wir hatten mit Repressionen, Hallenverboten und anderen Dingen zu kämpfen. In dieser Zeit haben wir gelernt unseren eigenen Weg zu gehen. Dass dieser nicht bei der breiten Masse ankommt, ist uns durchaus bewusst. Aber das wollen wir ja auch gar nicht. Wir haben uns unseren heutigen Stand hart erarbeitet und viele Dinge passieren einfach, ohne, dass jemand weiß, dass wir dahinter stecken. Wir haben mehr Einfluss als du glaubst und genau das ist der Punkt. Wir wissen damit umzugehen und treten nicht alles in der Öffentlichkeit breit. Wir müssen uns nicht für solche Sachen feiern lassen. dafür genießen wir eben besondere Vorteile.
Klappern gehört zum Handwerk 
Ich bleibe dabei: Eure Bemühungen, mehr Farbe in die Hallen zu tragen und eine Fan-Kultur zu etablieren, finde ich unterstützenswert. Thorsten Storm wird das ähnlich sehen.
Durch Euren selbstgefälligen Haß (vielleicht zu stark das Wort, aber Du wirst wissen, was ich meine), reißt Ihr aber mit dem Hintern das ein, was Ihr vorher mühsam aufgebaut habt. Was wäre so schlecht, für das Geleistete gefeiert zu werden? Zuviel Mainstream? Macht Anerkennung besoffen?
Ich hoffe, Du mißverstehst mein Gelaber nicht als sozialpädagogischen Versuch eines Weltverbesserers. Ich finde die Diskussion über Eure Ziele sehr interessant und würde mir wünschen, dass man sich darüber mal ernsthaft und vorurteilsfrei unterhalten kann. Auch als Kieler 