Beiträge von Olaf

    jaja, die Hamburger Presse.

    am Dienstag haben zwei Topteams Europas gegeneinander gespielt. Beide Mannschaften sind mit Weltstars gespickt, das Spiel endete knapp.

    In Hamburg wird nun Stimmung gegen Zeitz gemacht, der sich angeblich vor seiner nationalen Aufgabe gedrückt hat (angebliche Schulterverletzung, was für eine Unterstellung!) und plump nauf die Schiedsrichter eingedroschen. Die offensive Hamburger Abwehr, die Ahlm während des ganzen Spiels mit Engtanz beschäftigt hat, hat geklammert und gezogen und bei den Methes viel Nachsicht erhalten. So sind doch die Fakten.

    Nationalspieler in den eigenen Reihen zu haben, bedeutet viel für das Image. Die Nationalmannschaft ist DAS Aushängeschild der Liga, nicht Flensburg, nicht Kiel und nicht der HSV. Genau darum schickt man seine Spieler gerne zu Heiner Brand, weil es dafür sorgt, dass auch in die eigene Halle mehr Zuschauer kommen. Wenn Zeitz, der seit Januar 2004 bei keinem Spiel gefehlt hat, sich einmal um seine Schulter kümmern will, wird in Hamburg gleich die große Keule rausgeholt. Unfassbar!. Insbesondere unfassbar von Bob Hanning. Unterste Schublade, niveaulos und nicht tolerabel.

    Es war am Dienstag ein packendes Spiel, der Spielverlauf war mitreißend und absolute Werbung für den Handball. Spielerisch musste man auf einiges verzichten, bei den Abwehrreihen aber kein Wunder. Wieso Hanning dann öffentlich und ungefragt seine Messer wetzen muss, wird mir ein Rätsel bleiben. Das ist ein billiges Spiel mit den Medien und das weiß er auch ganz genau.

    Magdeburgs Abwehr ist aber ein Rübengeflecht, weshalb ich den Ausgang des Spiels für völlig offen halte. Die Spieler von Gummersbach stehen nach dem Rauswurf von Ratka in der Pflicht und werden sich sicherlich den Hintern aufreißen, um zu beweisen, dass sie keine Gurkentruppe sind und die Trainerentlassung richtig war. Vorteil Gummersbach. Magdeburg genießt hingegen den Vorteil Heimrecht im Rückspiel und sah in der Vergangenheit in der Kölnarena nie schlecht aus. Es werden zwei enge Spiele, aber wer ins Finale zieht ist Kaffeesatzleserei.

    Essen nimmt immer die abgelegten Trainer von Lemgo, insofern geht Mudrow wohl zum TuSEM. Dass Gummersbach an Petko interessiert ist, kann ich mir gut vorstellen, aber er ist gerade dabei, in Göppingen etwas Großes aufzubauen. Da muss der VfL schon sehr viel Geld bieten...

    Ein sensationell kämpfender HSV, der seinen Fans ein Riesenspiel in de rzweiten Halbzeit gezeigt hat, ein THW, der 35 Minuten soliden Handball zeigte, dann aber völlig aus dem Tritt kam, eine 15-minütige-Schlussphase, die spannungsgeladen, emotional und packend war...ein oberaffengeiles Spiel!

    Sechs Sekunden zwischen Himmel und Hölle. HSV mit sagenhaften Kempa mit dem Ausgleich, schnelle Mitte, wie ich sie so noch nie gesehen habe, obwohl Ahlm von zwei HSVern bedrängt wird (um mal einer Legendenbildung vorzubeugen), ein Zuckerpaß auf den links laufenden Lundström, ein Oberzuckerpaß auf den heraneilenden Zeitz auf der rechten Seite, Sprung und Tooooooor!

    Das sind Szenen, die einem lange im Kopf bleiben werden. Für die einen tragisch, für die anderen das Höchste der Gefühle. Für den THW war das ein weiterer Bigpoint. Sollte Kiel Meister werden, haben sie sich den Titel schwer erarbeitet, Flensburg hat letztes Jahr locker den Titel geholt und überzeugte dabei auch immer spielerisch.

    Nun bin ich sehr gespannt auf den 20. April. Ob Magdeburg den Kielern noch ein Bein stellen kann? Spiele der beiden in der Bördelandhalle waren eigentlich bisher selten an Dramatik zu überbieten.

    er wurde nicht entlassen, sein Vertrag wurde einfach nicht verlängert. Mag auf das Gleiche hinauslaufen, ist aber ein feiner Unterschied. Es gab in seinem Vertrag eine Option, dass er automatisch verlängert wird, wenn der VfL einen Europapokalplatz erreicht. Diese Option wurde irgendwann wieder gestrichen.

    später, jan ;)

    Zitat

    Original von UF Sven
    Olaf: Im Grunde genommen ist der Support der eigenen Mannschaft schon primär, dass ist richtig. Nur, wirkt das ganze auf den Gegner eher weniger. Wenn der Gegner von vornherein weiß, was ihn erwartet, dann hat das wesentlich mehr Wirkung. Bestes Beispiel ist das Spiel gegen Montpellier, wo die Franzosen von der ersten Minute an bei jedem Angriff von 6500 Leuten ausgepfiffen wurden. Wenn man da still ist oder anfängt Karneval zu feiern, dann geht das Spiel 30:26 aus und alles ist toll.


    Da stimme ich Dir zu, das sind die besonderen Fälle, wo die Halle brennen muss, damit überhaupt eine Chance besteht.

    Zitat

    Original von UF Sven
    Ich denke auch nicht, dass unsere Haltung pubertär wirkt. Jeder hat seine eigene Meinung und sicher ist es OK, dass jeder sie vertritt. Wir nehmen auch Verbesserungsvorschläge auf, sofern sie denn umsetzbar sind.

    Wie es auf mich wirkt, kann ich schon einschätzen. Habe ja bewußt die Formulierung so gewählt. Pubertär wirkt es, wenn der Spruch "Es ist mir egal, was Ihr von mir denkt" zur Doktrin erhoben wird und Kern allen Handelns ausmacht. Motto: Hauptsache kein Mainstream. Das man seinen Weg geht und sich nicht verbiegen läßt, halte ich für erstrebenswert.

    Zitat

    Original von UF Sven
    Nur warum muss ich immer auf andere schauen? Damit nimmt man sich die letzte Unabhängigkeit, die man hat und deshalb müssen wir uns von keinem verbiegen lassen. Mir ist es wirklich egal, ob mich einer in Pfullingen mag oder ob ein Essener unsere Gesänge mag oder wie ne Choreo bei einem aus Lemgo ankommt. Wir machen das für den Verein und nicht für andere. Das hat was mit Stolz und Unabhängigkeit zu tun und solange wir morgens noch in den Spiegel gucken können ist die Welt für mich in Ordnung. Das soll nicht heißen, dass wir den Seitenblick verlieren. Wir beobachten schon, was neben uns passiert. Ich denke mal, dass ich in diesem Forum wohl jemand bin, dessen Meinung wohl am wenigsten von anderen Leuten unterstützt wird. Aber genau das ist mir egal. Ich habe meine eigene Sichtweise und ich änder mich nicht, weil 300 Leute sagen, dass ich es anders machen muss.

    Du pflegst halt einen etwas direkteren Ton, die Argumentation dahinter muss man sich erst zusammensuchen. Das wirkt übrigens auch. Dahingehend, dass Dir an einer Diskussion nicht gelegen ist, sondern es nur um die eigene Meinungsäußerung geht. Der Spruch, Pfullingen habe nix in der 1. Liga zu suchen, wird erst jetzt langsam erklärbar.

    Zitat

    Original von UF Sven
    Mittlerweile gibt es uns seit 5 Jahren, wir hatten mit Repressionen, Hallenverboten und anderen Dingen zu kämpfen. In dieser Zeit haben wir gelernt unseren eigenen Weg zu gehen. Dass dieser nicht bei der breiten Masse ankommt, ist uns durchaus bewusst. Aber das wollen wir ja auch gar nicht. Wir haben uns unseren heutigen Stand hart erarbeitet und viele Dinge passieren einfach, ohne, dass jemand weiß, dass wir dahinter stecken. Wir haben mehr Einfluss als du glaubst und genau das ist der Punkt. Wir wissen damit umzugehen und treten nicht alles in der Öffentlichkeit breit. Wir müssen uns nicht für solche Sachen feiern lassen. dafür genießen wir eben besondere Vorteile.

    Klappern gehört zum Handwerk ;)

    Ich bleibe dabei: Eure Bemühungen, mehr Farbe in die Hallen zu tragen und eine Fan-Kultur zu etablieren, finde ich unterstützenswert. Thorsten Storm wird das ähnlich sehen.

    Durch Euren selbstgefälligen Haß (vielleicht zu stark das Wort, aber Du wirst wissen, was ich meine), reißt Ihr aber mit dem Hintern das ein, was Ihr vorher mühsam aufgebaut habt. Was wäre so schlecht, für das Geleistete gefeiert zu werden? Zuviel Mainstream? Macht Anerkennung besoffen?

    Ich hoffe, Du mißverstehst mein Gelaber nicht als sozialpädagogischen Versuch eines Weltverbesserers. Ich finde die Diskussion über Eure Ziele sehr interessant und würde mir wünschen, dass man sich darüber mal ernsthaft und vorurteilsfrei unterhalten kann. Auch als Kieler ;)

    Deswegen bist Du ja auch ein Ultra, Sven. Ich habe Dein Interview in der Stadionwelt gelesen und fand das grundsätzlich gar nicht verkehrt, was Du da so erzählst. Eure Choreo-Bemühungen finde ich sehr beachtlich und unbedingt nachahmenswert.

    Der so wie selbstverständlich dahingesagte Satz "Mit Dauergesang ist es aber schon schwieriger, weil der Gegner ausgepfiffen wird, wenn er in Ballbesitz ist und die eigene Mannschaft in Ballbesitz angefeuert wird", bringt das Grundmißverständnis auf den Punkt. Es wirkt schlicht abstoßend aggressiv, den Gegner ständig niederzubrüllen oder zu -pfeifen. Und das ist absolut überflüssig. Wenn Ihr Euch auf das konzentriert, was Ihr gut könnt, nämlich den Support der eigenen Mannschaft und die optische Unterstützung durch Choreographien, dann seid Ihr Ultras in Flensburg das, was Ihr gerne sein möchtet: Vorreiter der Liga in Sachen Support.

    Dass es Euch egal ist, was andere von Euch denken, zeugt eigentlich nur von einer gewissen Kompromisslosigkeit und wirkt auf mich pubertär, der Sache an sich dient es jedenfalls nicht. Dabei wäre es wichtig, dass sich der Support viel stärker durchsetzt in der Liga. Hallen wie die Kölnarena bieten unfassbare Möglichkeiten, die bei weitem noch nicht genutzt werden.

    Aus der Ferne als Nicht-Betroffener über so einen Fall ein Urteil fällen zu wollen, ist absurd. Zunächst geht es die Frau selber und ihre Eltern etwas an, ebenso ihren Kindern, in Maßen auch den Ehemann.

    Das daraus ein Medienspektakel geworden ist, bei dem es um die Durchsetzung von Interessen, aber nicht um das Schicksal der Frau und ihrer Familie geht, ist ebenso absurd und bestürzend.

    Worum es ja eigentlich geht: die Sterbehilfe, akiv oder passiv. Darf man das?

    In Deutschland haben wir ja - wie so oft - den Schatten der Vergangenheit deutlich sichtbar vor der Nase. Euthanasie! wird da schnell geschrieen. Ich würde das gerne etwas differenzierter betrachten. Jemanden verhungern zu lassen oder ihm per Spritze ins Jenseits zu befördern ist ja grundsätzlich als Mord zu bezeichnen. Jemanden nur noch durch Maschinen am Leben zu halten, ihn mit Kabeln und Schläuchen vollzustopfen, ist grundsätzlich als Quälerei zu bezeichnen. Man läßt den Menschen nicht gehen, obwohl sein Körper längst gegangen ist. Immer in der Hoffnung...

    Dazwischen ist jede Menge Spielraum, den kein Gesetz oder Ethikrat allgemeingültig ausfüllen kann.

    UlfN: Ärzte erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Das sind auch nur Lernende

    ich habe ja auh eigentlich im Chauvi-Forum nichts verloren, mein Frauenbild ist eh niemanden vermittelbar. Zum Chauvis fehlt mir definitiv ein Enzym.

    Ich würde mich bereiterklären, für den Monat April meinen linken Fuß auf einem Foto zur Verfügung zu stellen.

    Ich finde, Ratka ist ein guter Trainer. Ich fürchte jedoch, dass ihm zuviel von Außen reingeredet wird, worunter seine Autorität leidet. Und eine Saison ist sicherlich was wenig, um so einen Kader zur Leistungsgrenze zu bringen. Geduld ist da gefragt

    langfristig?

    Zu Beginn der eingleisigen bundesliga dominierte Großwallstadt im Zweikampf mit Gummersbach. Dass der THW jemals langfristig mit den beidne Klubs mithalten könnte, hat man damals nicht geglaubt.

    Flensburg, in den 90ern knapp dem Abstieg entronnen, hat es langfristig geschafft die Nummer 1 im Lande zu werden.

    Natürlich hat auch Göppingen die Chance, nach ganz oben zu kommen.

    TuSEM Essen schien Ende der 80er unschlagbar, Wallau war Anfang der 90er das Team der Stunde....usw usw

    Wenn soviele Klubs aufrüsten, führt es eventuell dazu, dass man mit 20 Minuspunkten Meister werden kann und nicht mit 14 Miesen schon weg ist. Und es führt dazu, dass die Aussage, wer Meister wird, offener getroffen werden muss oder ambitionierte Klubs wie Gummersbach eine enttäuschende Saison hinlegen. Vielleicht führt es auch zum finanziellen Kollaps der Liga, aber langfristig ist für Göppingen jeder Platz denkbar. Der Verein hat eine riesige Tradition und sämtliche Höhen und Tiefen durchgemacht.