Beiträge von Marc

    In der Tat..dfas Team benötigt einne international erfahrenen Trainer...ohne den wird man auch in Zukunft Schiffbruch erleiden


    Ich halte Prokop schon für durchaus lernwillig und auf längere Sicht anpassungs- und optimierungsbereit. Das steht ja eigentlich auch nicht zur Diskussion.

    Die Frage ist halt, ob der DHB und Handballdeutschland ihm die Zeit geben (können), im Zweifel die aktuelle Spielergeneration für diesen Lernprozess des Trainers zu opfern.
    In meinen Augen wäre dies reine Selbstzerstörung des Potentials, denn 2, 3 Großturniere bräuchte das Minimum um dann vielleicht noch 4, 5 Großturniere Medaillen zu erreichen.
    Danach würde er ja eh nach Japan gehen. :rolleyes:

    IMHO macht das nur Sinn, wenn man derzeit bei quasi null stünde, sich also derzeit auf Niveau 2014 befinden würde und eine Erfolgs-Epoche wie Frankreich unter Onesta anpeilen würde.

    Man kann das Ergebnis auch anders bewerten: die Mannschaft hat immerhin das "Viertelfinale" erreicht, weil sie trotz aller konzeptionellen Konzeptlosigkeit aus individuell sehr guten Spielern besteht, deren Minimum wir in diesem Turnier erlebt haben.


    Prokop gilt als extrem akribischer Taktiker mit ausgeprägtem Hang zur Videoanalyse. Wie taktisch versiert er sein kann, zeigten Leipzigs Bundesliga-Handballer unter seiner Verantwortung in verlässlicher Regelmäßigkeit. Beim SC DHfK schaffte es Prokop, eine Mannschaft zu formen, die meistens besser war als die Summe ihrer Einzelspieler – ein Grund dafür, dass sich der DHB nach Sigurdssons plötzlichem Wechsel nach Japan um die Dienste des gebürtigen Kötheners bemühte."[/i]


    Und genau das ist für die vom Spielermaterial beste deutsche Mannschaft ever der vollkommen falsche Ansatz gewesen.

    Somit hat sich eigentlich der DHB verzockt, weniger Prokop, indem das eigentliche Anforderungsprofi für die vorhandenen Spielerl ignoriert wurde.
    Ein sehr erfahrener Mann wäre hier das Mittel der Wahl gewesen.

    In jeder anderen Mannschaft würde man sich bei solchen Fehleranhäufungen auch mal gegenseitig ins Gebet nehmen. Hier kann also irgendwie die Chemie nicht hundertprozentig gestimmt haben. Hier stimmte was nicht!!!

    Natürlich stimmt da was nicht!

    Und die bis dato gemachten Aussagen der Spieler sind gut gemeint und absolut loyal wie man es für einen Profi - gerade auf Nationalmannschaftsebene - erwartet, aber beim besten Willen können das nicht beide Seiten der Medaille sein.

    Hier wurde doch immer mal wieder aus wohl internen Kanälen eingestreut, dass das Verhältnis Spieler-Trainer durchaus ein bisschen schwierig sei!? Kann ich mir jedenfalls absolut vorstellen und würde mir wohl auch nicht anders gehen.

    Man braucht sich ja nur mal die Auszeiten des gesamten Turniers anschauen und auch das muntere Durchwechseln analysieren, das fast schon Testspiel-/Lehrgangscharakter hatte.

    Ganz offensichtlich, hat da jemand ein glasklares Konzept vor Augen, da will es jemand sehr, sehr gut machen. Nur leider auch einen ganz schönen Tunnelblick, der in vielen Momenten des Turniers den Fokus auf das Wesentliche, das Einfache klar vermissen lies.
    Und das merken die Spieler und quittieren es, absolut verständlicherweise, mit einer Unsicherheit nach der anderen.

    Ich würde mich auch nicht wundern, wenn der Erfolgstrainer Prokop aus Leipzig ein anderer ist, als der BT Prokop. Anders kann ich mir auch nicht das Kollektivversagen seiner Leipziger Jungs erklären, die ja trotz allem keine unterirdischen Handballer sind. Jedenfalls bei weitem nicht so schwach, wie sie sich die meiste Zeit in Kroatien präsentiert haben.

    Das Konzept der "Leipziger Achse" ist in diesem Turnier gnadenlos gescheitert und zog sich durch das gesamte Turnier wie ein roter Faden. Selbst bis zur allerletzten Spielszene.
    Viel mehr gibt es zu diesem Turnier eigentlich nicht zu sagen.

    Ich hoffe die Verantwortlichen werden die richtigen Lehren aus diesem gescheiterten Experiment ziehen.

    Stark wie die Tschechen das Spiel noch gedreht haben. :bigok:
    Am Ende verdient gewonnen. Auch wenn ich bei zwei, drei Entscheidungen der SR gegen Tschechien in der Schlußphase nicht unbedingt mitgehe. Trotzdem Hut ab, dass beide von sich aus die letzte Szene nochmal anschauen wollten und dann IMHO korrekt auf 7m entschieden.

    Und mit Kasparek mal wieder einen neuen Spieler auf der Liste... ;)

    Zumal Zarabec dann schon eine volle Saison hinter sich hätte, Deutsch spricht, die Liga aus einer anderen Perspektive kennt samt CL und sich auch in Kiel ziemlich schnell eingelebt hat. Nicht ohne Grund hat ein Kracher wie Mandalinic bloß erstmal einen Vertrag bis 2018 bekommen.

    Das ganze Nominierungstheater ist das eine, das entscheidende derzeit aber die fehlende eingespielte Alternative auf RM.
    Weber war länger verletzt, Drux sehr lange verletzt und auch in der Liga noch längst nicht wieder auf seinem Normalniveau, Pieczkowski laborierte schon seit November? an seiner Schulter. Die Schwächung ist also nicht erst seit Turnierstart bekannt.
    Dass also wenigstens einer davon das ganze Turnier mit 100% (physisch wie sportlich) würde durchziehen können, war doch allein schon recht unrealistisch und abzusehen.
    Hinzu kommt noch, dass alle drei unterschiedliche Spielweisen haben, wenn nicht sogar die Mitte nur ihre 1b-Position ist.

    Als dann Pieczkowski definitiv ausfiel, hätte der BT besser mal mehr mit Michalczik und/oder Kneule probiert - oder zumindest Janke (der ja offensichtlich unabhängig der Island-Spiele eh gesetzt war) einspielen lassen.

    Jetzt fällt Drux definitiv aus und Weber zündet als reiner Spielmacher (für mich verständlicherweise) nicht so richtig.

    Auch ich würde Michalczik nun gerne als Joker nachnominiert sehen, aber um ihn jetzt "kalt" einbauen zu können, hätte man ihm im Vorfeld mal mehr Spielzeit geben sollen.

    ...und dann noch zum direkten Konkurrenten nach Nettelstedt.

    Ich hätte ihn gerne mal bei einem Verein gesehen, wo er gesetzt spielen müsste. Aber wahrscheinlich ist genau das auch der Punkt der ihn wieder für einige mit diesem Bedarf uninteressant macht, da er dafür eigentlich nicht der Spielertyp ist.

    Über weite Strecken(bewußt?) schwach spielende Dänen kaufen den siegessicher agierenden, aber fahrig spielenden Deutschen am Ende doch noch den Schneid ab, indem sie bloß im richtigen Moment ihre Überzahl konsequent ausspielen und dann einfach mit 7. Mann weitermachen.
    Ich lach mich schlapp. :lol:
    Vor allem auch so überraschend von Dänemark. :rolleyes: Gut gemacht, Nicolaj! :bigok:

    Die deutsche Mannschaft ist noch längst nicht wieder auf Kurs. Unverständlich für mich auch die Art und Weise der Reaktionen am Ende des Spiels. Was haben die bitte erwartet??? 40 Minuten mal in halbwegs Normalform ackern und damit Dänemark im Sack haben, oder was!? :nein:
    Prokops "die kacken sich einl" bei 17:17 schon ziemlich überheblich für einen BT nach dem bisherigen Turnier und Gleichstand. Die Quittung dafür folgte dann auf dem Fuße. :baeh:

    Die Dänen unterstreichen mit diesem Spiel weiterhin ihre Klasse. Auch an wirklich schlechten Tagen wie heute reichen ein paar helle Momente plus ein paar minimale Dreher an der Taktik-Stellschraube und sie holen sich den Sieg. :klatschen:

    Was ein desolater Auftritt der norwegischen Torhüter. 8o

    Nach heute rückt jedenfalls für mich ein Endspiel Kroatien gegen Frankreich verstärkt in den Fokus.
    Die Stimmung und allgemein der Heimbonus wird die Kroaten ab jetzt auch weiter ins Finale tragen. Das war schon mehr als nur der 8. Mann.
    Frankreich ist sowieso durch.


    Ich fand schon das sie nach einer offenen ersten Halbzeit (wo man aber den Eindruck hatte das die Slowenen am Limit und die Dänen im vierten Gang waren) in der zweiten sehr dominiert haben. Das die Slowenen sich nicht aufgeben, wissend das es wahrscheinlich ihre letzte Chance war...das sollte doch klar sein. Slowenien ist zu gut als das man davonziehen kann und gleichzeitig macht es für Dänemark auch gar keinen Sinn so viel Kraft darin zu vergeuden.

    Das war gegen Spanien ja ganz ähnlich. Da haben sie noch viel klarer dominiert, aber die Spanier waren nie ganz weg. Da ich das Tschechien-Spiel wirklich als Ausrutscher sehe (auch wenn diese zwei Punkte sicher fehlen könnten), ist für mich Dänemark momentan schon sehr stark einzuschätzen.

    Okay, unter "klasse gespielt" verstehe ich einen attraktiven, hochklassigen Handball. Nur genau so viel wie nötig zu investieren und das Potential stellenweise anzudeuten, aber den Gegner trotzdem zu besiegen, ist für mich nichts, wo ich als Zuschauer aus dem Häuschen gerate.
    Kraftsparender Taktikhandball hat mich unter den Top-Teams noch nie fasziniert.
    Da schaue ich mir lieber Mannschaften an, die immer 60 Minuten mit Dampf das spielen (spielen müssen) was sie können und am Ende ab und zu für Überraschungen sorgen.

    Irgendwie gibts das bei dieser EM aber nicht. Island war früher immer ein Kandidat für sowas. Oder Ungarn.
    Tschechien war bis gestern potentieller Nachfolger, aber gut 10 Minuten ohne Tor sind dann doch zu unbeständig.
    ...selbst gegen die deutsche Mannschaft. :P

    Ich bin ehrlich, ich sehe lieber eine Mannschaft die ihre 6 Spiele (Vor- und Hauptrunde) gewinnt und dann im Halbfinale gegen einen (noch) besseren Gegner ausscheidet, als eine Mannschaft die mit 2 Punkten in die Hauptrunde einzieht, dort gerade eben so das Halbfinale erreicht und im Halbfinale und Finale dann (aufgrund gesparter Kräfte) ein Feuerwerk abbrennt.

    Als Dänen-Fan würde ich das "klasse gespielt" jetzt nicht unterschreiben wollen.
    Allein dass sie die Slowenen wieder ins Spiel gebracht haben.

    Sie haben ihre ohne Frage immer wieder ihre sehr hohe Qualität aufblitzen lassen wann es nötig wurde, aber dass sie von A bis Z einen Olympiasieger-würdigen Auftritt gestern, wie schon im Turnierverlauf hingelegt haben und gegen starke Slowenen immer solide in Führung lagen, habe ich nicht gesehen.

    Im Gegensatz zu Deutschland haben sie aber nicht nur Qualität im Kader, sondern können diese offensichtlich auch punktuell einsetzen wenn gefordert. Ich hatte nicht den Eindruck, als würden sie das Spiel noch herschenken. Das wirkte dafür alles zu kontrolliert-locker. Das macht im Ggs. zu Deutschland (aber auch Spanien) den Unterschied.