Naja, es sind schon Offizielle für weit weniger zurückgetreten.
Aber wäre es das, was den deutschen Handball aus diesem Dilemma führen würde? Sicherlich nicht!
Aus diesen Fehlern sollten alle Parteien für die Zukunft lernen: der Ausrichter (der ja nunmal unsinnigerweise mehrere Wettbewerbe mit unterschiedlichen Regeln durchführt), das Kampfgericht und die SR (Regeldifferenzen noch präsenter auf dem Schirm zu haben) und am Schluss natürlich auch die teilnehmenden Vereine bzw. zumindest die Mannschaftsverantwortlichen, die diese falsche Regelanwendung ja schließlich auch vor Ort justament hätten anmahnen können.
Soweit beide leidtragenden Parteien, die RNL und die MT Melsungen, mit dieser Neuansetzung nun leben können, sollte man nicht krampfhaft nach irgendwelchen Schuldigen - in welcher Person auch immer - suchen.
Letztendlich war es wie ein Spiel, das "regulär" mit einem Unentschieden nach 60 Minuten geendet wär und beginnt nun in zweiter Ansetzung wieder mit einem Unentschieden.
Viel ungerechter wäre es doch, wenn die RNL eins hinten gewesen wären, durch den 7m den Ausgleich erzielt hätten und in der Verlängerung das Spiel auch noch (deutlich) gewonnen hätten. Oder die Entscheidung einige Sekunden früher im Spiel gekommen wär und die benachteiligte Mannschaft dennoch gewonnen hätte.
btw. Wann gab es zuletzt auf dieser sportlichen Ebene einen berechtigten Protest der auch bis zum Wiederholungsspiel durchgewinkt wurde? Ich kann mich da eigentlich nur an das Phantomtor im BL-Spiel HSG Düsseldorf vs. Rhein Neckar Löwen
vor gut 10 Jahren erinnern.