Beiträge von Marc

    Nur damit man die Grundlage des Einspruchs besser einschätzen kann:

    Gummersbach hat Ballbesitz mit 5 Feldspielern (Simon Ernst mit Zeitstrafe auf der Bank), Gummersbach nimmt eine Auszeit. Zu dem Zeitpunkt noch 1 Sekunde Unterzahl, sprich 0:01 auf der TV-Zeitstrafenuhr. Vor Wiederanpfiff stehen 5 Feldspieler auf der Platte, auch Simon Ernst. Anpfiff. Gummersbach beginnt den Angriff. 2 Sekunden später vervollständigt von Gruchalla.


    Im Kopf hat sich der Nichtabstieg (?) festgesetzt, das lähmt die Mannschaft spätestens, wenn es in den spielentscheidenden Minuten um "die Wurst" geht. (Wie weiland gegen Neuhausen: Der THW wird es schon richten...)

    Der VfL hat 4x mit einem Tor gewonnen, 3x dabei glücklich. Zweimal Unentschieden gegen Hannover.
    Das sind mindestens 6, fast 8 Punkte aus Spielen auf Augenhöhe die man minimal ins Ziel gebracht hat, ansonsten würde der VfL dicke im Abstiegskampf stecken, ohne dennoch keine spielerisch vollkommen andere Saison abgeliefert zu haben.
    Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen und auch als Verein analysieren und dementsprechend einschreiten.
    Daher ist dieser Stillstand seit einem gefühlten halben Jahr wegen "wir können eh nicht mehr absteigen" für mich vollkommen indiskutabel und brandgefährlich.

    Punkte für den VfL würden mich aus diesem Spiel arg wundern. Ich rechne mit einem deutlichen Sieg der Lemgoer.
    In dem Fall würde es mich auch nicht sonderlich stören, soweit man dadurch dem Lemgoer Klassenerhalt behilflich sein könnte.

    Hauptsache Hottis Wurschtelverein geht möglichst schnell wieder in Liga2. :head:

    War kein schönes Spiel.
    Am Ende hat es der VfL dreimal nicht geschafft das Spiel zu entscheiden: Anfang Hälfte 1 (wäre auch vermessen), Anfang Hälfte 2 (ungewöhnlich für den VfL dass sie gut aus der Kabine kommen) und letztendlich 10 Minuten vor Schluß.
    Kurz vor Ende war das die typische Angst vorm Gewinnen: Hannover konnte nicht mehr, der VfL wollte nicht mehr. Irgendwie.
    Gerechtes Unentschieden, aber verschenkter Punkt des VfL imho.
    Ich fand, Hannover war heute für zu Hause ungewöhnlich schlagbar.

    Auch überraschend viele Zuschauer für quasi unter der Woche und Ferienzeit.
    Aber ich verfolge auch nicht viele Spiele der Recken, daher kann ich das nicht einschätzen.

    Fast in Bestbesetzung - ohne Schindler, der zufällig auch Kapitän ist. :hi:

    Schindler ist doch erst seit zwei Spielen nicht mehr körperlich auf der Platte. ?(
    Die Schwierigkeiten fingen mMn viel früher an und sind nicht einzig und allein einem fehlenden Leader zuzurechnen.

    Und Schindler in Ehren, aber das darf nicht der Grund sein für technische Fehler am laufenden Band, fehlender Zug zum Tor, fehlender Biss in der Abwehr usw.
    Zumal man auf der Mitte spielerisch mehr als gut besetzt ist UND bereits in der Vorbereitung im Januar absehen konnte, dass Schindler durchaus ausfallen wird.

    Wenn man mal zurückblickt, hat der VfL sehr viele Punktgewinne über den Torwart entschieden. Heißt: das Niveau der Feldspieler reicht dafür nicht aus. Sind Lichtlein und Co nicht weltklasse, reichts selten. Sind sie okay (wie am WE ja durchaus) bringt das nichts.
    Der Mindener Torhüter fand in der ersten Hälfte praktisch gar nicht statt und in der zweiten hätte es auch ein Feldspieler getan. Und dennoch war man chancenlos.

    Ich fürchte ja schon länger dass man die Saison sehr realistisch mit 0:18 bzw. 2:16 Punkte abschließen könnte.
    Auch wenn man die Saison punktemäßig in jedem Fall "ganz gut" beenden wird, so hinterlässt das sportliche Abschneiden im letzten Saisondrittel dennoch so meine Zweifel als wären sie "auf einem guten Weg". Ginge man mit einem Sack voller Niederlagen in die Pause, wäre das ein Desaster und würde den Druck auf die nächste Saison enorm steigern. Zumal man sich ja naturgemäß steigern will, zudem der Kader unverändert bleibt.

    Eine Mannschaft mit Potential und positiver Entwicklung steigert sich im Lauf der Saison und wird nicht gegen Ende (und in Bestbestzung!) deutlich schwächer - vor allem weil die Verletzungssorgen im Vergleich zur Konkurrenz nahezu nicht vorhanden sind und waren.

    Die Saison des VfL erinnert mich ein wenig an eine Saison einer Mannschaft in Aufstiegseuphorie. Anfangs nimmt man noch den Drive mit, später tut man sich selbst gegen Mannschaften auf Augenhöhe sehr, sehr schwer. Irgendwie ist die Luft raus, die Leichtigkeit, das Freche.
    Paderborn lässt grüßen.

    Sehe ich nicht so. DIe leistungsmäßige Stufe (bereits) ab Platz 5/6 nach unten ist schon deutlich erklatanter als in den letzten Jahren. Daher ist auch der Abstiegskampf breiter.
    Allein die Spiele die Mannschaften aus dem punktemäßig gesicherten Mittelfeld nur ganz knapp gewonnen haben sind gefühlt einiges mehr geworden.
    Die Mannschaften auf den Abstiegsrängen sind mMn nicht stärker geworden als in den Jahren zuvor, sondern die Mannschaften im Mittelfeld schwächer und damit für Mannschaften aus den unteren Regionen an einem guten Tag schlagbar. Früher hat es dazu den einen Tag im Jahr gebraucht.

    die Stimmung war gut


    Wie bitte? Die Stimmung war für Schwalbe-Arena Verhältnisse erbärmlich.

    Der VfL kann einfach zur Zeit nicht mehr, Minden hat das gespielt was sie können. Von Schiebung habe ich da nichts gesehen.
    Dass der VfL seit der WM-Pause nicht die einem einstelligen Tabellenplatz angemessene Leistung bringt, ist doch nix neues. Minden brauchte einfach nur eintüten. Das hätte sogar Bietigheim gestern in GM geschafft.

    Diese Saison verläuft einfach unnormal (oder das ist einfach die neue Situation im deutschen Handball). Das leistungsmäßige Mittelfeld der HBL ist praktisch nicht existent.

    Aus diesen Varianten sollte man auch nach Christoph Schindlers Rückkehr mehr Nutzen ziehen.


    Darauf bin ich am meisten gespannt!

    Ansonsten hat Santos genügend Kredit, da er es wie kein Zweiter versteht, einen Fehler bei nächster Gelegenheit durch eine gute Aktion zu egalisieren. Das passiert praktisch in jedem Spiel und zeugt einfach von Charakter. :Hail:

    Genau das meinte ich mit den hohen Ansprüchen...vor 2 Jahren wäre man heilfroh gewesen, wenn man bei FAG einen Punkt geholt hätte...

    ...natürlich muss man immer bestrebt sein sich auch spielerischwei ter zu entwickeln aber manchmal mussmana uch mit dem nackten Ergebnis zufrieden sein

    Grundsätzlich bin ich ein strikter Verfechter des Spielens. Ergebnisse sind für mich sekundär. Spielt man einen sauberen, engagierten Handball und verliert am Ende mit 5 gegen sehr starke und ebenso auf Höhe ihrer Leistungsfähigkeit spielende Göppinger, ist das für mich im Grundsatz wesentlich mehr wert, als eine Partie die durch technische Fehler und Unkonzentriertheit bestimmt wird und am Ende beide zufrieden nach Hause gehen.
    So ist halt meine Einstellung zum Handball seit fast 30 Jahren.

    Gummersbach hat übrigens die letzten 4 Partien in Göppingen nicht verloren bzw. die 3 vor gestern gewonnen.


    die Ansprüche sind da wohl teilweise sehr hoch...man sollte das als Erfolg werten wenn man bei einer Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel was holt

    Hast du das Spiel gesehen? Scheinbar nicht.
    Das war Not gegen Elend. Nahezu jede halbwegs konzentriert agierende BL Mannschaft hätte an diesem Tag beide Mannschaften mit >5 geschlagen. Göppingen hatte gestern das Glück auf den VfL zu treffen, der VfL das Glück es mit Göppingen zu tun zu haben. Das Spiel war sicherlich nicht stellvertretend für das vorhandene Potential beider Mannschaften, nur sollte man es deswegen gleich vergessen?

    Es geht auch nicht darum dass man ständig umzufrieden wäre. Nur sollte es doch irgendwann mal Anspruch sein, eine erkennbare Linie fortzuführen. Und das geht auch nur, wenn man Dinge die nicht so toll gelaufen sind anspricht.
    Kritik ist schließlich dazu da, auch mal die offensichtlich vorhandenen Probleme herauszustellen. Ansonsten könnten wir ja die Mannschaften einfach wurschteln lassen und regungslos auf der Tribüne sitzen oder noch besser gleich zu Hause bleiben.


    und toll auch die zahlreichen Balleroberungen von Florian von Gruchalla. :bigok:


    Die aber durch zwei, drei äußerst schwache Aktionen wieder aufgewogen wurden. Pari würde ich sagen. ;)
    Aber zahlreich??? ;)


    Bult und Jonsson haben mir heute weniger gefallen, da hätte für meinen Geschmack vorher schon mal gewechselt werden können.


    Der VfL krankt einfach tierisch am Positionsangriff. Wenigstens hat Schröder heute 1:1 ein paar mehr Tore als sonst gemacht. :bigok: Das ist seine Stärke.
    Wenn Santos nicht so flink auf den Beinen wär und Göppingen heute kein wirklich starker Gegner, dann sähe es offensiv echt düster aus.

    Ich hoffe, man wird Kühn in den folgenden "eindeutigeren Spielen" mal mehr als Shooter aufbauen, das da für nächste Saison wenigstens mal Aussicht auf Besserung besteht.


    Ich weiß was Du meinst...aber 0 Punkte sind trotzdem 0 Punkte, egal wie und was...

    Sehe ich anders. Meinetwegen kann "meine" Mannschaft alle Spiele verlieren, so lange der Einsatz stimmt. Dann war der Gegner eben immer einen tick besser und die eigene Mannschaft hat dennoch ihr maximalstes erreicht.
    Leider wurde aber in der Vergangenheit bei einigen Spielen mit unterirdischem Einsatz gespielt und diese somit unnötigerweise abgeschenkt.

    Daher ist eine Leistung wie gestern eine äußerst positive Entwicklung beim VfL, die man anerkennen muss! Bisher haben sie eigentlich immer nur schwach gespielt und verdient aber überraschend verloren. Oder eben gegen Spitzenteams ganz gut gespielt, am Ende natürlich keine Chance gehabt.

    Das einzige Match indem sie ganz gut gespielt haben, aber dennoch nicht gewonnen haben, war meiner Erinnerung nach das Hannover-Heimspiel.

    Sagen wir mal so, es fällt immer schwer eine Niederlage gegen eine Mannschaft hinter einem, egal ob daheim oder auswärts, zu akzeptieren.
    Aber so lange diese knappe Niederlage nach einem kampfbetonten Spiel auf Augenhöhe geschehen ist, vor allem in der 2. Hälfte mit Steigerung!, geht das absolut in Ordnung.

    Unnötige doppelte Punktverluste nach extrem schwachen Spielen wie in Erlangen, in Friesenheim oder in Bietighem sind die, die am Ende schmerzen.