Ihr habt alle recht wenn ihr sagt, dass wenn man sein Hobby zum Beruf macht, man doch seinen Traumberuf gefunden hat.
Ich sehe das ebenfalls so.
Auf der anderen Seite gibt es auch negative Seiten im Handballgeschäft.
Ein nicht zu unterschätzender Nachteil ist, dass man sich im harten Profigeschäft dermaßen die Knochen ramponiert.
Jedenfalls war das zu meiner aktiven Zeit noch so. Vor kurzem hat ein Kollege mit 33, nach 12 Jahren BL und RL, ganz aufhören müssen. Selbst für seinen Heimatverein in der Verbandsliga wollte er spielen, aber es ging nicht mehr.
Da kann man wirklich froh sein, wenn man, wie in meinem Fall, über Jahre seinen Spaß hatte, seinen Traum erfüllt hat, aber auch irgendwann einen Schlußstrich gezogen hat um auch mit 35 noch gerade gehen zu können und ohne Rückenprobleme morgens aufstehen zu können.
Heute mag es im Bereich der Physis für die Jungen Spieler alles besser sein. Die physische Betreuung ist besser denn je und frühen Anzeichen kann bereits erfolgreich entgegengearbeitet werden.
Da fragt man sich für welchen Preis? Ein 0-8-15 Handballprofi kann mit seinem Einkommen während seiner Karriere nie reich werden bzw. sich seine 30 Jahre nach der Karriere damit finanzieren.
Man kann zwar einen schönen und gehobenen Lebensstandart führen, muss dafür aber ganz schön ackern.
Gottseidank sind viele so klug und schaffen sich ein zweites Standbein, um auch nach der aktiven Zeit noch leben zu können und nicht als unterbezahlter Trainer bei einem kleinen Verein enden zu müssen.
Man sieht das an vielen Spielern (viele Ausländer), die mit Ende 30 noch RL spielen müssen um wenigstens 1500€ Cash auf die Kralle im Monat zu bekommen.
Marc