Der deutsche Rückraum ist bis auf ganz wenige Ausnahmen, z.B. als praktisch alles zu gelingen schien-2016 ,schon seit über 10 Jahren ein Drama und körperlich und wurftechnisch weit weg von der Weltspitze. In jedem Anrgiff ist das große Zittern angesagt. Das lähmt den Rest des Spiels ungemein.
Wenn man sich den Welthandball an der Spitze anschaut, dann brauchen wir körperlich 2, 3 Heymanns und von der Spielintelligenz und vom Wurf 2, 3 Ernst/Knorrs. Am besten in jeweils einer Person.
Der einzige Spieler der bei uns dies über das Turnier gesehen halbwegs ausfüllen konnte, war Steffen Weinhold. Ein heute fast 35-jähriger und über die letzten 10 Jahre gefühlt Dauerangeschlagener. Das ist für eine Handball-Nation wie Deutschland ein Trauerspiel.
Hier muss was geschehen und zwar nachhaltig, wenn man sieht welches Potential wir dennoch hatten! Das wird sich auch nicht in 1, 2, 3 Jahren grundlegend ändern, aber wenn nie angefangen wird in diese Richtung zu fördern, dann wird das halt auch nie etwas, sondern die 5, 6 Leute die überhaupt diese Kriterien und Maßstäbe erfüllen, sind dann halt verletzt oder fallen 50:50 wegen Tagesform aus, weil sie zwar die Anlagen haben, aber nicht die Belastbarkeit besitzen.
Den Bedarf hätte man aber auch schon vor über 10 Jahren sehen können und müssen, insbesondere wenn im Hintergrund der Vereinsbetrieb immer höher, weiter, schneller strebt.
Oder eben das Spielsystem so umstellen, dass man auch ohne Rückraumschützen auf die Tore kommt, die für Weltspitze reichen.
Aber wenn z.B. schon Häfner und Kastening im Nationalteam spielen, als seien sie nicht 36 Spiele nebeneinander auf der Platte gestanden, dann wird sich da auch nie was ändern können, bei den vielleicht 8-10 Spielen im Jahr, wo sich alle sehen.