Beiträge von Marc

    Gute Besserung!

    Ging leider total unter.
    Im Spiel habe ich das allerdings auch direkt vermutet, als er unter Schmerzen liegen blieb und von dort dann trotzdem selbst in die Kabine humpelte.
    Das machen normal nur die, die aus eigener Erfahrung wissen was gerade passiert ist und den Schock der Mannschaft nicht antun wollen. Ähnlich Simon Ernst bei seinem dritten Riss, der ja auch während des Spiels keinem aufgefallen ist.

    Im ersten Moment klang es für mich eindeutig nach: er hat zwei unterschriftsreife Verträge (mehr macht auch eigentlich keinen Sinn) und an einen davon wird er sich binden. Der eine eben MD, der andere Vertrag dürfte eine VVL mit Leipzig sein.
    Dass es ihn emotional beschäftigt (und das nicht erst seit gestern) wieder in die Heimat zu wechseln, konnte man Webers Statements klar entnehmen, finde ich.

    Allerdings bleibt die Aussage mit dem Berater und Kretzsches Warnung nichts falsches zu machen. Das klingt beides eher nicht nach Magdeburg.

    Rein personell (Position, deutscher Nationalspieler) würde ich Melsungen auch eher erwarten als den SCM.

    Auf RR hat AG Wiede und Weinhold zur Verfügung.

    Ist das so?
    Weinhold wird zu Olympia 35 und war auch mehr verletzt als mal eine Saison beschwerdefrei.
    Wiede ebenso, nur leider jünger.

    Sicherlich werden die nochmal ein Turnier spielen wenn kurzfristig alles passt, aber allein in ihrem eigenen Interesse dürften die mit ihrer Vereinsmannschaft physisch maximal ausgelastet sein, wollen sie noch ein bisschen spielen.

    Für den Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für so ein Ziel wie Olympia oder EM 2024, sehe ich diese Spieler leider nicht mehr, geschweige denn für Olympia 2021 als tragende Säulen.

    Bezüglich des Trainers würde ich noch etwas ergänzen wollen. Gislason bleibt seiner Linie treu. Ich denke die Verantwortlichen wussten, was sie da einkaufen und haben diesen Weg auch mit Absicht gewählt.(...)
    Ich glaube aber, das Gislason bestimmt ein guter Vereinstrainer war, aber kein guter Nationalmannschaftstrainer = Turniertrainer ist. Das dauerhafte Festhalten an "seiner" Stamm 7 wird über die Länge eines Turniers für die Spieler ein Belastungsproblem (Vorausgesetzt man kommt in die Finals).

    Deswegen, für mich absolut keine Überraschung wie AG aufstellt und wechselt, wenn auch ich gehofft hatte, dass er bei diesem Job von seiner Linie abweichen würde.
    Gerade bei der obligatorischen Verletztensituation im deutschen Handball wäre es auf Dauer fahrlässig, das nicht zu tun und eine eingespielte B und C Mannschaft zu haben. Ermüdung während des Turniers halte ich da noch nichtmal für das wichtigste Argument, soweit man bei Turnierstart überhaupt die besten der besten (einsatzfähigen) vor Ort hat und diese eingespielt sind.

    Ich fürchte beim DHB lebt man aber immer noch zu sehr in der Vorstellung, dass die Qualität und das Potential des verfügbaren Spielermaterials (doofes Wort) deutlich höher ist und zuletzt bloß nicht nachhaltig und konsequent abgerufen wurde.


    Es ist erstaunlich still in Handball-Deutschland diesbezüglich.


    Es ist in Handball-Deutschland genau so still wie in Wirtschafts-Deutschland.
    Wer bis jetzt den Finger heben musste (mit Ausnahme ganz weniger Branchen), der stand auch schon vor der Pandemie auf einem einzigen, sehr wackeligen Bein.

    Dass man also wenig bis nichts hört, ist erstmal gut. Zeigt es doch, dass die Lizenzierungsverfahren nicht nur Scheinveranstaltungen sind.
    Die wirklichen wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich erst im ersten Wirtschaftsjahr nach der Pandemie zeigen. Sowohl gesamtwirtschaftlich wie auch im Profisport.
    Den Breitensport nicht zu vergessen!

    Ich frage mich, wofür Gislason Stutzke mitgenommen hat. Schlechter als so manch anderer Rechtshänder hätte er es mit Sicherheit nicht gemacht!

    Trainingsspieler und Ersatz vom Ersatz. Ähnlich Metzner und Preuss.
    Ich persönlich hätte mich gefreut, wenn Stutzke, Michalczyk, Knorr, Metzner, Preuss die beiden letzten Spiele gesetzt gewesen wären.

    Das passt aber nicht zum Anspruch von Handballdeutschland an sich selbst, an die Medien, wo man als allerstes die Wahrscheinlichkeit zu verlieren, um jeden Preis vermeiden muss.
    Ein großer Fehler wie ich finde.

    Wie Kretzsche gestern erzählte, ist Michalczyk wohl wahnsinnig enttäuscht darüber wie wenig Spielzeit er im Turnier bekam.

    Hinzu kommt noch dass Alfred eben seine Stamm 7 hat. Das war immer schon so und wird sich auch ohne personelle Not nicht ändern. Warum hätte sonst ein angeschlagener Häfner in einem unbedeutenden Spiel oder Golla quasi das ganze Turnier durchspielen müssen? Deren Vereinstrainer dürften das jedenfalls sehr wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Nicht.


    Zuerst mal wird er sicher angefragt weil er Kapitän ist und nicht weil man sich Zunder erhofft.

    Grundsätzlich ja, aber im Turnierverlauf (und auch schon vorher) ist das nach meinem Empfinden ganz offensichtlich nicht nur wegen des Kapitänsamtes geschehen.
    Und es wird ja durchaus auch nach Spiel/Vorkommnissen/Auffälligkeiten angefragt und nicht grundsätzlich nach Amt in der Mannschaft, oder nach demjenigen der die Wogen glättet (Bitter).

    Das offizielle Ziel war das Viertelfinale und das wurde verpasst. Wobei man dafür an Ungarn oder Spanien hätte vorbeikommen müssen. Das war mit dieser Besetzung nicht zwingend erwartbar, zumal Spanien und Ungarn eingespielte Mannschaften haben.

    Es gab ja durchaus schon mal Konstellationen, wo Mannschaften mit vier/fünf Minuspunkten ins Viertelfinale einzogen, oder am Ende sogar weiter. Ein bisschen hat man sicher auch auf noch viel mehr Überraschungen (vor allem negative) gehofft.
    Ungarn hat man wohl erst im Turnierverlauf so stark gesehen, da hat man im Vorfeld auf mehr als bloß ein 40:60 Spiel gesetzt.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass das Spiel weniger in der Vorrunde alles andere als geholfen hat und vielleicht sogar die Gruppe insgesamt zu leicht war. Ein Gegner vom Kaliber Polen oder Brasilien in der Vorrunde und die Mannschaft wäre jetzt zumindest sportlich wesentlich weiter. Ob am Ende erfolgreicher, praktisch egal.

    Die wurden doch sonst immer zur absoluten Weltklasse hochsterilisiert und wenn es nicht lief waren es Tagesausrutscher.


    Jetzt mal ernsthaft, Gensheimer wird doch nicht ohne Grund in jedem Spiel angefragt - und interessanterweise auch vom DHB zum Interview freigegeben.
    Da erwartete man sich ein bisschen Zunder.
    Seine Unzufriedenheit ist doch nicht erst seit diesem Turnier für jeden offensichtlich. Da legt man halt gern den Finger in die Wunde, erst recht wenn es sportlich nicht läuft.
    Wenn es sportlich nicht läuft, werden Buhmänner immer und immer wieder gesucht. Wenn es sportlich läuft, Helden gesucht und ins unermessliche gepusht.

    Kohlbacher hat sich in der Zeit nach 2016 nur wenig weiterentwickelt. Ich sehe ihn aktuell hinter Golla auf Position 4, wenn man Abwehr/Angriff bewertet.
    Golla war sehr früh, sehr weit und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn das so bleibt, dann sehe ich eher einen neuen hinzukommen, als dass es irgendwann mal das Duo Golla/Kohlbacher geben wird, wenn Wienczek/Pekeler endgültig aufhören - vorausgesetzt die Auswahl ist verletzungsfrei verfügbar.

    Jeder KM kann als Torschütze nur dann erfolgreich wirken kann, wenn er ein Anspiel erhält. Und da seh ich Golla vor Kohlbacher, letzterer profitiert in der HBL von einem der besten Mittelmänner

    Ein KM füllt im Angriff nicht nur die Rolle des Torewerfers aus. Es ist sogar eher nur die Nebenaufgabe, gerade wenn man keine Individualisten vom Schlage Sagosen oder Hansen in seinen Reihen hat, zählt das Blockstellen halt essentiell. Und dabei ist das Duo Wienczek/Pekeler einfach sehr, sehr gut, derzeit praktisch unersetzbar.

    quasi das was Deutschland im Grunde nicht liefern kann, hat eben Schweden trotz der Ausfälle.

    Ausser vielleicht Ekberg und m.E. Lukas Nilsson fallen mir keine Ausfälle/Absagen ein, die die jeweilige Spiel-Position an sich nennenswert schwächen.
    Auf Nielsen und Nilsson am Kreis kann man verzichten bzw. sind nicht erst durch den Turnierverlauf kompensiert worden, genauso wie bei Apelgren.

    Schweden muss auf keiner Position zaubern, um ihre Ausfälle zu kompensieren.

    Es macht schon Sinn, als Hamburg sich diese Saison auf den Aufstieg zu fokussieren und im Falle des Aufstiegs auch namhaft zu verstärken, um dann sehr wahrscheinlich die Klasse zu halten. Ein Aushängeschild wie Bitter hilft da sicherlich immens, auch andere namhafte Spieler zu verpflichten.

    In den nächsten 2, 3 Jahren dürfte der Wettbewerb, sowohl um den Klassenerhalt aus Liga 1, als auch den Aufstieg in Liga 1 ein ziemlich großer sein. Wenn man also den Aufstieg diese Saison schafft und sich nächste etabliert, wäre das taktisch nicht unklug.