Beiträge von Marc

    Auf RR hat AG Wiede und Weinhold zur Verfügung.

    Ist das so?
    Weinhold wird zu Olympia 35 und war auch mehr verletzt als mal eine Saison beschwerdefrei.
    Wiede ebenso, nur leider jünger.

    Sicherlich werden die nochmal ein Turnier spielen wenn kurzfristig alles passt, aber allein in ihrem eigenen Interesse dürften die mit ihrer Vereinsmannschaft physisch maximal ausgelastet sein, wollen sie noch ein bisschen spielen.

    Für den Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für so ein Ziel wie Olympia oder EM 2024, sehe ich diese Spieler leider nicht mehr, geschweige denn für Olympia 2021 als tragende Säulen.

    Bezüglich des Trainers würde ich noch etwas ergänzen wollen. Gislason bleibt seiner Linie treu. Ich denke die Verantwortlichen wussten, was sie da einkaufen und haben diesen Weg auch mit Absicht gewählt.(...)
    Ich glaube aber, das Gislason bestimmt ein guter Vereinstrainer war, aber kein guter Nationalmannschaftstrainer = Turniertrainer ist. Das dauerhafte Festhalten an "seiner" Stamm 7 wird über die Länge eines Turniers für die Spieler ein Belastungsproblem (Vorausgesetzt man kommt in die Finals).

    Deswegen, für mich absolut keine Überraschung wie AG aufstellt und wechselt, wenn auch ich gehofft hatte, dass er bei diesem Job von seiner Linie abweichen würde.
    Gerade bei der obligatorischen Verletztensituation im deutschen Handball wäre es auf Dauer fahrlässig, das nicht zu tun und eine eingespielte B und C Mannschaft zu haben. Ermüdung während des Turniers halte ich da noch nichtmal für das wichtigste Argument, soweit man bei Turnierstart überhaupt die besten der besten (einsatzfähigen) vor Ort hat und diese eingespielt sind.

    Ich fürchte beim DHB lebt man aber immer noch zu sehr in der Vorstellung, dass die Qualität und das Potential des verfügbaren Spielermaterials (doofes Wort) deutlich höher ist und zuletzt bloß nicht nachhaltig und konsequent abgerufen wurde.


    Es ist erstaunlich still in Handball-Deutschland diesbezüglich.


    Es ist in Handball-Deutschland genau so still wie in Wirtschafts-Deutschland.
    Wer bis jetzt den Finger heben musste (mit Ausnahme ganz weniger Branchen), der stand auch schon vor der Pandemie auf einem einzigen, sehr wackeligen Bein.

    Dass man also wenig bis nichts hört, ist erstmal gut. Zeigt es doch, dass die Lizenzierungsverfahren nicht nur Scheinveranstaltungen sind.
    Die wirklichen wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich erst im ersten Wirtschaftsjahr nach der Pandemie zeigen. Sowohl gesamtwirtschaftlich wie auch im Profisport.
    Den Breitensport nicht zu vergessen!

    Ich frage mich, wofür Gislason Stutzke mitgenommen hat. Schlechter als so manch anderer Rechtshänder hätte er es mit Sicherheit nicht gemacht!

    Trainingsspieler und Ersatz vom Ersatz. Ähnlich Metzner und Preuss.
    Ich persönlich hätte mich gefreut, wenn Stutzke, Michalczyk, Knorr, Metzner, Preuss die beiden letzten Spiele gesetzt gewesen wären.

    Das passt aber nicht zum Anspruch von Handballdeutschland an sich selbst, an die Medien, wo man als allerstes die Wahrscheinlichkeit zu verlieren, um jeden Preis vermeiden muss.
    Ein großer Fehler wie ich finde.

    Wie Kretzsche gestern erzählte, ist Michalczyk wohl wahnsinnig enttäuscht darüber wie wenig Spielzeit er im Turnier bekam.

    Hinzu kommt noch dass Alfred eben seine Stamm 7 hat. Das war immer schon so und wird sich auch ohne personelle Not nicht ändern. Warum hätte sonst ein angeschlagener Häfner in einem unbedeutenden Spiel oder Golla quasi das ganze Turnier durchspielen müssen? Deren Vereinstrainer dürften das jedenfalls sehr wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Nicht.


    Zuerst mal wird er sicher angefragt weil er Kapitän ist und nicht weil man sich Zunder erhofft.

    Grundsätzlich ja, aber im Turnierverlauf (und auch schon vorher) ist das nach meinem Empfinden ganz offensichtlich nicht nur wegen des Kapitänsamtes geschehen.
    Und es wird ja durchaus auch nach Spiel/Vorkommnissen/Auffälligkeiten angefragt und nicht grundsätzlich nach Amt in der Mannschaft, oder nach demjenigen der die Wogen glättet (Bitter).

    Das offizielle Ziel war das Viertelfinale und das wurde verpasst. Wobei man dafür an Ungarn oder Spanien hätte vorbeikommen müssen. Das war mit dieser Besetzung nicht zwingend erwartbar, zumal Spanien und Ungarn eingespielte Mannschaften haben.

    Es gab ja durchaus schon mal Konstellationen, wo Mannschaften mit vier/fünf Minuspunkten ins Viertelfinale einzogen, oder am Ende sogar weiter. Ein bisschen hat man sicher auch auf noch viel mehr Überraschungen (vor allem negative) gehofft.
    Ungarn hat man wohl erst im Turnierverlauf so stark gesehen, da hat man im Vorfeld auf mehr als bloß ein 40:60 Spiel gesetzt.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass das Spiel weniger in der Vorrunde alles andere als geholfen hat und vielleicht sogar die Gruppe insgesamt zu leicht war. Ein Gegner vom Kaliber Polen oder Brasilien in der Vorrunde und die Mannschaft wäre jetzt zumindest sportlich wesentlich weiter. Ob am Ende erfolgreicher, praktisch egal.

    Die wurden doch sonst immer zur absoluten Weltklasse hochsterilisiert und wenn es nicht lief waren es Tagesausrutscher.


    Jetzt mal ernsthaft, Gensheimer wird doch nicht ohne Grund in jedem Spiel angefragt - und interessanterweise auch vom DHB zum Interview freigegeben.
    Da erwartete man sich ein bisschen Zunder.
    Seine Unzufriedenheit ist doch nicht erst seit diesem Turnier für jeden offensichtlich. Da legt man halt gern den Finger in die Wunde, erst recht wenn es sportlich nicht läuft.
    Wenn es sportlich nicht läuft, werden Buhmänner immer und immer wieder gesucht. Wenn es sportlich läuft, Helden gesucht und ins unermessliche gepusht.

    Kohlbacher hat sich in der Zeit nach 2016 nur wenig weiterentwickelt. Ich sehe ihn aktuell hinter Golla auf Position 4, wenn man Abwehr/Angriff bewertet.
    Golla war sehr früh, sehr weit und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn das so bleibt, dann sehe ich eher einen neuen hinzukommen, als dass es irgendwann mal das Duo Golla/Kohlbacher geben wird, wenn Wienczek/Pekeler endgültig aufhören - vorausgesetzt die Auswahl ist verletzungsfrei verfügbar.

    Jeder KM kann als Torschütze nur dann erfolgreich wirken kann, wenn er ein Anspiel erhält. Und da seh ich Golla vor Kohlbacher, letzterer profitiert in der HBL von einem der besten Mittelmänner

    Ein KM füllt im Angriff nicht nur die Rolle des Torewerfers aus. Es ist sogar eher nur die Nebenaufgabe, gerade wenn man keine Individualisten vom Schlage Sagosen oder Hansen in seinen Reihen hat, zählt das Blockstellen halt essentiell. Und dabei ist das Duo Wienczek/Pekeler einfach sehr, sehr gut, derzeit praktisch unersetzbar.

    quasi das was Deutschland im Grunde nicht liefern kann, hat eben Schweden trotz der Ausfälle.

    Ausser vielleicht Ekberg und m.E. Lukas Nilsson fallen mir keine Ausfälle/Absagen ein, die die jeweilige Spiel-Position an sich nennenswert schwächen.
    Auf Nielsen und Nilsson am Kreis kann man verzichten bzw. sind nicht erst durch den Turnierverlauf kompensiert worden, genauso wie bei Apelgren.

    Schweden muss auf keiner Position zaubern, um ihre Ausfälle zu kompensieren.

    Es macht schon Sinn, als Hamburg sich diese Saison auf den Aufstieg zu fokussieren und im Falle des Aufstiegs auch namhaft zu verstärken, um dann sehr wahrscheinlich die Klasse zu halten. Ein Aushängeschild wie Bitter hilft da sicherlich immens, auch andere namhafte Spieler zu verpflichten.

    In den nächsten 2, 3 Jahren dürfte der Wettbewerb, sowohl um den Klassenerhalt aus Liga 1, als auch den Aufstieg in Liga 1 ein ziemlich großer sein. Wenn man also den Aufstieg diese Saison schafft und sich nächste etabliert, wäre das taktisch nicht unklug.

    Im ersten Spiel eines Turniers habe ich noch nie sehr guten Handball vom deutschen Team (und vielen anderen, namhaften Teams auch) gesehen. Ganz gleich gegen welchen unterklassigen Gegner es auch ging.

    Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass die deutschen mit einem stärkeren Gegner in der Qualifikation/Vorbereitung (idealerweise gegen zwei unterschiedliche Gegner) und einem durchgeführten zweiten Vorrundenspiel dann gegen Ungarn und Spanien besser/sicherer gespielt hätten bzw. die Mannschaft in der Konstellation deutlich weiter wäre.

    Wieder so ein typisches "alles ist wieder schön" Lullispiel ohne Wert. :wall:
    Dass Brasilien heute eine Klasse schlechter war (auch weil es für sie um nichts mehr ging) darüber spricht nach einem soliden Sieg keiner.

    Baur auch grundlos voll des Lobes. Hat wohl von seinen DHB Buddies einen Einlauf bekommen. :lol:

    Immerhin haben Knorr, Metzner und Michalczyk heute ordentlich Spielzeit bekommen und konnten sich einspielen! :klatschen:

    So sieht das jetzt ziemlich nach einer Buhmannrolle für Wolff aus...


    Wenn er wirklich das ist, was er meint zu sein, dann wird er in Zukunft durch konstant starke Leistungen in der Nationalmannschaft das Gewesene vergessen machen.

    Abwarten und ihn ab sofort daran messen . soweit er die Fassung behält und ab jetzt einfach mal ein Jahr die Klappe hält.

    Sicher wäre das Spiel der deutschen mit den drei Kielern besser, die haben aberer andere Verpflichtungen..


    Deutschland muss sich einfach breiter aufstellen, damit bei lediglich drei Absagen nicht alles zusammenbricht.
    So lange keine deutschen Spieler auf den Königspositionen im Rückraum Stammspieler in ihren Vereinen im Bereich CL Plätze sind, wird sich das auf NM Niveau nicht nachhaltig ändern.
    Nicht jeder sehr gute BL-Spieler hat halt so ein handballerisches Talent wie ein Strobl, der auch bei nur 2. Liga-Spielpraxis, in der NM dann auf Abruf weltklasse Niveau spielen kann.

    Deutschland spielt halt im Zweifel immer Sicherheitshandball. Seit Jahren.
    Und gerade bei diesem Turnier hätten sie mal frei aufspielen können.

    Man kann sich scheinbar keine deutlichen Niederlagen leisten, selbst oder gerade wenn man das Viertelfinale nicht erreicht. Da zählt anscheinend jeder Platz.

    Stellt euch mal vor, sie würden gegen Brasilien und Polen nur mit Stutzke, Metzner, Knorr und Michalczyk spielen (was ich im Sinne des Lernens sehr begrüßen würde) und damit untergehen. 8o

    Ich kann auch dieses seit Jahren gepredigte "auf der Torhüterposition braucht sich Deutschland absolut keine Sorgen machen, da sind sie weltklasse aufgestellt, egal wer spielt" nicht mehr hören. :wall:

    Deutschland hat schon lange nicht mehr die stärksten Torhüter und schon gar nicht im Duo oder Trio! :hi:
    Jogi mit seinen 100 Jahren auf dem Buckel hat sich letztes Jahr freundlicherweise bereiterklärt nochmal als Backup zu helfen. Dem gebührt absolut Dank und Anerkennung.
    Trotzdem ist er klar die Nummer 1a, weil er im Rahmen seiner Möglichkeiten liefert, wenn es drauf ankommt. Aber sowas darf dennoch nicht Anspruch des DHB sein, dass ein Senior wie er den Laden alleine schmeißt.

    Kühn sollte einfach nicht mehr nominiert werden. Grauenvoll. Er hat sich in den letzten 3 Jahren null weiterentwickelt und ist eher zum Unsicherheitsfaktor geworden.

    Böhm ist auch ein Schatten seiner selbst - auch in der Liga. Hatte mal eine gute Saison wo er sich damals in den Kreis der Nationalmannschaft gespielt hat, aber das wars dann auch.

    Häfner ist irgendwie durch (so wie Drux in den letzten Großturnieren) und ehrlicherweise derzeit für max. 20 Minuten eine Option - und das interessanterweise mehr aus der Distanz denn aus seinem 1:1.

    Firnhaber ist auf diesem Niveau Int. Härte einfach noch längst nicht soweit den Mittelblock zu stellen. Da fehlt einfach massig Routine, die er halt über die Liga in Erlangen auch nicht sammeln kann.

    Im Endeffekt trifft das auch auf Böhm und Häfner zu: wenn man zur Stamm-7 der Nationalmannschaft gehört und liefern muss, ist die Liga-Routine auf Burgdorf-Niveau nicht ausreichend, um das dann in den 6, 8 Turnierspielen in der NM möglichst fehlerlos abzurufen.