Beiträge von Marc

    So wie heute Bietigheim über weite Strecken, vor allem aber die Eulen mal wieder den Abstiegskampf angenommen, gekämpft, gepusht und mit Köpfchen gespielt haben, imponiert mir. :Hail:
    Wenn ich die Leistung der Gummersbacher dagegen halte, dann wäre danach ein Abstieg von Gummersbach absolut verdient.

    Ich fürchte aber den Gefallen mit dem Unentschieden werden sowohl Gummersbach wie auch Bietigheim den Eulen nicht tun, auch wenn mich das insbesondere für Ben Matschke sehr freuen würde.

    Nun kleben die alten Schulden immer noch zäh wie Honig, ob sie schlimm sind oder nicht, bremsen sie die Entwicklung, man kämpft ums nackte Überleben - wenn schon nicht finanziell, dann offensichtlich doch sportlich.
    Ich finde, es ist ein Trauerspiel und sehe dabei kein Ende.


    Wer den VfL auf diesem Niveau (also Profihandball, 1. Liga) weiterhin erleben möchte, wird sich mit der Gratwanderung des status quo, also zwischen finanziellem und sportlichen Exitus, als einzig realistisch machbare Lösung anfreunden müssen.
    Das sehe ich auch alternativlos.

    Ich persönlich finde dies mittlerweile aber äußerst ermüdend, verfolge das Auf und noch mehr Ab aber auch schon die fast 30 Jahre aus nächster Nähe.
    Von daher fände ich es schon „spannend“, wenn mal was grundlegend „neues“ passieren würde. Vor allem wie die entsprechenden Leute daraufhin (re)agieren und besonders wer und wie es sich daraufhin entwickelt.

    Ich hoffe dass das derzeitige Taumeln der Löwen Ansporn genug ist, heute nicht noch lockerer aufzutreten als gegen den VfL.
    Denn ohne Aussicht auf Platz 3 hätte ich mir das spätestens für heute durchaus vorstellen können.

    Viele Vereine kämpfen ums überleben, die Vereinsdichte ist in den letzten paar Jahren exorbitant gesunken. Viele Spielgemeinschaften kamen dazu, denen aber ein Unterbau fehlt. Geh mal einige Seiten zurück und lese den von mir geteilten Artikel von Oberberg-Aktuell. Da wird dir die Realität ein bisschen vor Augen geführt.


    So siehts aus.
    Und selbst die "Aushängeschilder" knapsen ohne Ende und müssen jeden Euro erkämpfen damit sie den Spielbetrieb auch im Unterbau am Leben halten können, was schwerer ist als man denkt.
    Das ganze ist ein Zuschussgeschäft, von Wirtschaftlichkeit absolut keine Spur.
    Am Ende wird das ganze aber im Sinne des Breitensports und mit viel Einsatz von ein paar ehrenamtlichen Enthusiasten doch irgendwie Jahr für Jahr aber nur mit viel Geschickt und Erfahrung Leben gehalten.

    Sportlich sieht das ja nicht schlecht aus und von Aussen träumen dann ein paar von Regionalliga, 3. Liga und vielleicht sogar mittel- bis langfristig mehr.
    Träumereien von Aussenstehenden, die Realität sieht leider anders aus.
    Da sind schon so einige gescheitert bzw. waren sehr schnell wieder weg, die mal was ganz großes aufziehen wollten.

    Und deswegen wird das neue blumige Vermarktungskonzept des VfL, um mal wieder die Brücke zum VfL zu schlagen, von den meisten die die Gummersbacher Handballwelt kennen, eben nicht mit viel Hurra angenommen.

    Ich war und bin immer noch ein einsamer Verfechter der Insolvenz mit forciertem Neuanfang. Ist natürlich unternehmerisch nicht redlich, aber was wäre die Alternative!?
    Ja, den Glau des status quo so lange zu reiten, bis...
    Mit diesen immensen Schulden im Nacken, wird man jedenfalls von Saison zu Saison weiter krauchen müssen und noch Jahre, eher Jahrzehnte, mit dieser schweren Bürde ums Überleben kämpfen. Ob das ewig gut geht, wage ich zu bezweifeln.

    Selbst wenn mal ein potenter externer Geldgeber gefunden würde, der einen soliden siebenstelligen Betrag locker machen könnte, so hätte dieser gleichzeitig auch sportliche Ansprüche, die dann wiederum das Thema Schuldenabbau keinen deut verbessern würden, als bisher auch. Zudem erwarte ich, dass dann die Lokalen ihre Einlagen auch zurückschrauben dürften.

    So gesehen ist der aktuelle Weg der einzig gangbare: die lokalen Geldgeber sichern das Überleben für eine gerade so BL-taugliche Mannschaft und die Schulden werden Jahr für Jahr, wenn auch nur gering, abgebaut.
    So lange das sportlich auch gut geht, okay. Aber sobald es sportlich mal nicht gut ausgehen sollte, dürfte auch der Rest ins Wanken geraten. Da bin ich mir recht sicher.

    Naja aber selbst nach einer Insolvenz wäre man zwar wieder schuldenfrei aber hätte wohl trotzdem noch mit gewissen erwartungsdruck von den Fans zu kämpfen. Wäre es da nicht vielleicht eine Alternative mit neuem namen neu zu starten?


    Der Erwartungsdruck wird immer da sein, so lange es der VfL ist. Und das dürfte auch ein wichtiger Input sein, warum der VfL noch existiert und nicht bereits verschwunden ist.
    Ist es nicht mehr der VfL, wird das Interesse deutlich bis hin zur Bedeutungslosigkeit abnehmen, egal wie sportlich gut diese Mannschaft auch sein würde.
    Profihandball in Gummersbach funktioniert nur noch, weil es der traditionsreiche VfL ist, nicht weil generell Bedarf/Interesse und damit die entsprechenden Kapazitäten für Profihandball vorhanden sind und nur bedient werden müssen.
    Ich bin da realistisch: eine Handballmannschaft ohne Historie, rein lokal finanziert auf der "grünen Wiese" entstanden, würde in Gummersbach/Oberberg bestenfalls für die 3. Liga funktionieren.

    Kommt es mir nur so vor oder hat Fäth immer dann einen sehr limitierten Tag, wenn er gebraucht wird?
    Ich habe von ihm schon ewig kein wichtiges Spiel gesehen, wo er von der 1. bis 60. Minute komplett überzeugt hat.
    Sein typischer Null-Emotion-Handball tut sein Übriges noch dazu, dass seine Personalie obsolet erscheint.

    Na weil Vereine doch gezwungen sind jede Saison Schulden abzubauen so wie ich das verstanden hab.... Wenn dies eingehalten wird ist es doch irgendwie unlogisch dass ein Verein im Folgejahr finanziell noch schlechter da steht als davor.

    Erstmal muss überhaupt das Geld verbindlich eingenommen werden. Daran scheitert es ja ganz offensichtlich, insbesondere für die Lizenz für Liga 2.

    Haben die dort was vor?

    Man hört von vielen Seiten, dass der portugiesische Handball auf dem Vormarsch ist.
    Habe das Gefühl dass die sich auch gegenseitig pushen und aufgrund der jüngsten Vergangenheit ihre realistische Chance wittern.
    Die verkündeten (und noch zu verkündenden) Wechsel passen dazu.

    Wenn ordentlich bezahlt wird, man international immerhin ins F4 kommen kann und vielleicht mittelfristig auch mal in die engere Finalphase der CL (gegen Veszprem ist man jedenfalls auch nicht im Untergang ausgeschieden und die Gruppenphase von Sporting war auch ziemlich gut), man aber ansonsten ziemlich ausserhalb des Fokus und damit Drucks spielen kann, stelle ich mir das als Spieler dort schon recht spannend vor.

    Mit -2 Punkten? Also mit 2 Punkten Rückstand? Du traust also Bietigheim einen Sieg gegen den SCM zu? ?(8o


    Ja durchaus. Zwei Lulligegner innerhalb einer Wochen sind für den SCM zu viel. Donnerstag wird noch gerade so klappen, aber Mittwoch drauf werden sie die Konzentration nicht mehr aufrecht halten können.

    Vielleicht kommt auch alles ganz anders.
    Man wird sehen.

    Ich befürchte folgendes:

    GM verliert mit 10 bis 15 Toren und SGB gewinnt mit 8 bis 10 Toren.

    Beides nicht unwahrscheinlich und dann war es das. GM holt Auswärts keinen Punkt mehr und ob es gegen FAG reicht, wage ich mehr als zu bezweifeln.....


    Das wär schon extrem. Aber selbst eine 6, 8 Tore Niederlage und ein knapper Sieg der Bietigheimer Samstag gegen Lemgo wären "nicht gut".

    Stand heute sagt mir mein Gefühl: Gummersbach fährt mit -2 Punkten aber immer noch besserem Torverhältnis am letzten Spieltag nach Bietigheim.

    Aber das kann spätestens Samstagabend schon wieder anders aussehen.
    Spanend bleibt es allemal. :head:

    Danke für die Mühe! :respekt:
    Ich hoffe, du ziehst aus dieser Arbeit auch einen gewissen Nutzen!?

    In Gummersbach ist es seit ein paar Jahren so, dass man mit der Bundesliga-Dauerkarte auch die Spiele der 2. Mannschaft besuchen kann. Ohne diese Regelung wären die Zuschauerzahlen wohl noch geringer.

    Rein vom Gefühl her kannst du diejenigen, die wirklich nur aufgrund der in der DK der 1. Mannschaft inkludierten Spiele der 2. Mannschaft in der Halle sind, an zwei Händen abzählen.
    Auf der Tribüne sind überwiegend Angehörige, Spieler/Mitglieder des Vereins, Freunde und ein paar wenige Handballinteressierte des Breitensports sowie Begleiter der Auswärtsmannschaft. 3
    Eigentlich schade, weil der Sport der da geboten wird, ein paar hundert - oder zumindest ein paar Dutzend - mehr verdient hätte.

    Um diesem Gebaren weiterhin Raum zu geben?
    Nee, da kann man selbst als Fan eigentlich keinen Daumen für opfern.
    Ich würde es wohlwollend zur Kenntnis nehmen wenn sie absteigen sollten, auch wenn es mir für den Sport leid tun würde.
    Aber abseits vom Sportlichen hätten sie, insbesondere einzelne Personen die man mit dem VfL in Verbindung bringt, es endlich mal verdient.

    Der VfL hat die Lizenz für Liga 2 ja nur unter einer Bedingung bekommen, etwas bis Ende Mai vorzulegen.
    Das können Spielerverträge für eben Liga 2 sein, Sponsorenverträge für Liga 2 usw.
    Diese Lücke muss allerdings zwingend beseitigt werden, ansonsten ist der VfL im Abstiegsfall lizenzlos.

    Betrachten wir es doch mal anders:

    Als Spieler des VfL (oder jedes anderen etablierten Erstligisten) würde ich doch keinen Vertrag mit dem Verein haben wollen, der mich auch für die zweite Liga bindet. Zumindest nicht aus der der Stamm-7.
    Als Verein würde ich keinem Spieler (zu gleichen Konditionen) einen Vertrag auch für Liga 2 geben.

    Als Semi-Profi der Eulen hätte ich dagegen wohl einen Vertrag für Liga 1 und Liga 2 mit einer Ausstiegsklausel.

    Da fängt es doch schon bei den Spielerverträgen an und geht bei den Sponsoren weiter.
    Daher halte ich es für ganz normal, ja fast schon legitim, dass es beim VfL keine solche Plan-B-Lizenzierung gibt.

    Ganz genau.
    Nur bei zwei Kameras (Feld und Führung) wird das dann eng mit den gern gesendeten Closeups die wohl auch von der Führungskamera kommen dürften.
    Wenn ich mir die Aufbauen so anschaue, sehe ich da jedenfalls selten eine zweite daneben. Und dann passiert es ja worüber wir reden, der TG oder schnelle Mitte wird von der Führungskamera nicht erwischt, weil die beim jubelnden TW oder Torschützen ist und die Feldkamera auf der falschen Seite.

    Wenn man es konsequent machen würde, benötigte man mindestens 4 Kameras: Führung, Detail, Spielfeld unten 2x oder alternativ unten 1x und hinter Tor 1x). Das dürfte bei den Top-Spielen so sein, aber nicht beim 13. gegen den 16. bei parallel drei anderen Partien.

    Der Ü-Wagen soll nicht zulassen auf die Zeitlupe oder ein Close-Up im Falle der Schnellen Mitte oder eines langen Passes der Torhüter zu verzichten? Weit hergeholt.


    Das war so nicht gemeint. Ich habe den Eindruck, dass die Zeitlupen oder Randszenen vielmehr dazu dienen, einen Übergang zu schaffen, bis die Kameras wieder auf der Spielaction sind.
    Wenn ich jedoch 4, 5 oder 6 Kameras einsetze und die auch gleichzeitig steuern/beobachten kann, dann habe ich mindestens eine Einstellung auf das aktuelle Spielgeschehen immer zur Auswahl.
    Wenn z.B. ein TG also erst bei 12m eingefangen wird, könnte das schlichtweg daran liegen, dass diese Einstellung gerade nicht vorliegt, oder zumindest nicht verarbeitet werden kann als dass da jemand die Sportart nicht versteht.

    Die Bildregie ist fürchterlich oder zumindest das, was beim Zuschauer ankommt.
    Es sind nichtmal die Zeitlupen. Lange Zeit wurde auch nach einem Tor oder einem Ballwechsel zum Gegner eine Closeup Szene meist vom TW oder Torschützen/Werfer gezeigt und dann der schnelle Anwurf/TG verpasst.

    Ich habe auch den EIndruck, dass die eingesetzte Technik vielfach einfach nicht mehr zulässt, wenn lediglich die kleinen Ü-Wagen mit 2-Kamera-System eingesetzt werden.