Beiträge von Marc

    Kann es sein, dass man beim VFL einen Abstieg überhaupt nicht in Erwägung zieht?
    Letzes Jahr war man in einer ähnlichen Situation und hat am vorletzten Spieltag in Hüttenberg gewonnen.

    Sie haben sich einfach viel zu sehr und viel zu lange auf das "im Zweifel gibt es immer noch zwei Mannschaften die schlechter sind als wir" versteift. Wurde ihnen ja auch von aussen mehr als deutlich suggeriert. Selbst hier im Forum, blättert mal einige Monate zurück.
    Dann der nominell bessere Kader als in der Vorsaison und die wie gesagt die angenommen, eher schwächeren Gegner.
    Es sah ja lange auch so aus, als würde das diesmal so passen.

    Ich persönlich habe aber schon damit gerechnet, dass Bietigheim und insbesondere die Eulen nochmal zurückkommen würden.
    Einmal aus Respekt, aber auch, weil dort im Hintergrund mit dem vorhandenen Material gut und in Ruhe gearbeitet wird, war das jetzt nicht vollkommen weltfremd. Und die Saison-Endphase hat ja bekanntlich gerne mal Pokalcharakter.

    Unterm Strich ist der VfL nochmal 2-4 Punkte schlechter als in der Vorsaison und der nächste in der Tabelle bereits 10 Punkte weg. Gerade letzteres ist bei allem Respekt vor Bietigheim und den Eulen einfach zu wenig. Platz 9-15 sind einfach eine halbe Ligenstärke entrückt. Das muss man auch einfach mal realistisch sehen.


    Sonntagabend sind wir alle schlauer ;)


    Nicht wirklich.
    Dann ist lediglich geklärt, wo der VfL in der Saison 2019/20 sportlich auflaufen wird.

    Das wirklich interessante und spannende, die Gesamtsituation des VfL, wird uns noch ewig beschäftigen. Gut so.

    Na das wäre doch nun wahrlich keine Überraschung!
    Wenn der VfL absteigen sollte, ist (muss) Schindler in GM Geschichte (sein).
    Alles andere würde seine Aussendarstellung "wir schaffen das, der Abstieg ist kein Thema" ad absurdum führen und wäre für die Zukunft nicht mehr tragbar.

    Das ist auch nichts persönliches, daran müsste sich jeder in seiner Position und gleichen Aussage messen lassen und im Zweifel nunmal die Konsequenzen tragen.
    Wenn man, mit dem Rücken zur Wand, meint diese offensive Kommunikationslinie fahren zu müssen, ist das im Falle des Scheiterns einfach alternativlos. Immer.

    Diese Linie fährt man aber rein logisch auch nur, wenn man für Variante B eh nicht mehr im Sattel sitzen würde.
    Von daher, wie gesagt, alles die ganz normalen Mechanismen des Geschäfts.

    Ich sag mal so, sollte das Pendel am Sonntag tatsächlich gegen Gummersbach ausschlagen und der Handballgott den Abstieg beschlossen haben, hoffe ich wenigstens, dass die Konstellation Eulen bleiben drin und der VfL sowie Bietigheim steigen ab, eintreten wird.

    ...der HSV des Handballs mit dem Unterschied, dass der VFL keinen Kühne parat hat.

    Wieviel steckt Kühne pro Jahr in den HSV bzw. hat nachgeschossen und wieviel die Gummersbacher Mäzene?
    Im Verhältnis zum Etat bzw. den Summen Fußball vs. Handball sehe da wenig Unterschied.

    Ich halte Prost immer noch für einen absoluten Top-Torhüter der der halben Liga weiterhelfen würde. Leider aber in Göppingen zuletzt oft hinter dem (verständlich) gepushten deutschen Eigengewächs Rebmann hinten an stand.
    Habe mich schon gewundert dass er sich überhaupt die Schweizer Liga antun muss, aber jetzt Wilhelmshaven!? 8o
    Sind die Erstligaaufsteiger bzw. potentiellen Aufstiegskandidaten im nächsten Jahr denn alle so gut im Tor besetzt?

    Genau aus diesem Grund macht man es ja, um keine Wettbewerbsverzerrung am letzten Spieltag zu schaffen.
    Ich finde es gut dass es so ist wie es ist. Und wenn es dadurch spannender wird, umso besser. Für den neutralen TV-Zuschauer ist es ja eh egal, da er sich eh die Konferenz anschaut.

    Trotzdem war sein Einsatz, seine Entschlossenheit und sein gezeigter Wille auffällig positiv und stach in der Mannschaft des VfL in diesem wichtigen Spiel klar hervor!
    Es ist schon bezeichnend, wenn ein 20-jähriger Newcomer ohne vorige Bundesligaerfahrung und erst seit Greve überhaupt spielt, eigentlich immer zu den besten auf der Platte gehört.

    Martinovic hat sehr gut begonnen, fiel dann aber schnell in seine Defizite zurück, "tolle Tore" machen zu müssen. Einmal Dreher hier und Leger da vergeigt und schon war er abgemeldet.
    Von ihm hätte ich mir über die Saison gesehen eigentlich mehr Verantwortung und Sicherheit erwartet. Aber er braucht offensichtlich sichere Nebenleute um dann in seiner Spielphilosophie erfolgreich zu sein.
    Naja, vielleicht wird er nächste Saison dann woanders durchstarten. ;)

    Zhukov spielt in Relation zu seiner aktuellen Verfassung viel zu viel.
    Falsche Entscheidungen, schlecht genommene würfe etc.
    Hätten wir einen besseren und zuverlässigeren Back Up als Köpp, würde Zhukov im Angriff zumindest nicht mehr so häufig spielen.

    Wenn schon Villgrattner noch nicht kann und Köpp auch keine Alternative mehr ist (aber trotzdem relativ viel spielen durfte), warum bekommt dann bloß Herzig als Rechtshänder aus dem erweiterten Kader die Chance?
    Kann mir nicht vorstellen, dass es gar keine Alternative für Halblinks gibt. Vor allem weil Bialowas ja im Kader war.
    Greve hat gestern eh zu wenig Alternativen gebracht. Daran muss er noch zwingend an sich arbeiten. Ab der 40/45 Minute hatte man bei ihm das Gefühl er wär durch mit dem Spiel. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn er liest, probiert, wechselt und schenkt dem Nachwuchs eh mehr Vertrauen, als jeder andere Trainer vor ihm.

    In Gummersbach ist halt immer noch ein hohes Maß an Überheblichkeit in den Köpfen, dass selbst in so limitierten Partien wie heute, in denen sie eigentlich hätten nur gewinnen können, das große Flattern kommt.
    Dass sie sich dann auch noch an den SR (die bestimmt nicht ihren besten Tag an der Pfeife hatten, aber auch nicht für die klare Niederlage verantwortlich waren) festbeißen, sagt eigentlich alles. :pillepalle:

    Dabei hätten sie heute mit einer ruhigen und abgeklärten Leistung (wie z.B. im Magdeburg-Spiel) alles klar machen können. :wall:

    Die direkten Gegner werfen dagegen wieder mal talles in die Waagschale und stemmen sich ohne Furcht dagegen und spielen dadurch ihren besten Handball.
    So unterschiedlich kann Abtsiegskampf sein.

    So wie heute Bietigheim über weite Strecken, vor allem aber die Eulen mal wieder den Abstiegskampf angenommen, gekämpft, gepusht und mit Köpfchen gespielt haben, imponiert mir. :Hail:
    Wenn ich die Leistung der Gummersbacher dagegen halte, dann wäre danach ein Abstieg von Gummersbach absolut verdient.

    Ich fürchte aber den Gefallen mit dem Unentschieden werden sowohl Gummersbach wie auch Bietigheim den Eulen nicht tun, auch wenn mich das insbesondere für Ben Matschke sehr freuen würde.

    Nun kleben die alten Schulden immer noch zäh wie Honig, ob sie schlimm sind oder nicht, bremsen sie die Entwicklung, man kämpft ums nackte Überleben - wenn schon nicht finanziell, dann offensichtlich doch sportlich.
    Ich finde, es ist ein Trauerspiel und sehe dabei kein Ende.


    Wer den VfL auf diesem Niveau (also Profihandball, 1. Liga) weiterhin erleben möchte, wird sich mit der Gratwanderung des status quo, also zwischen finanziellem und sportlichen Exitus, als einzig realistisch machbare Lösung anfreunden müssen.
    Das sehe ich auch alternativlos.

    Ich persönlich finde dies mittlerweile aber äußerst ermüdend, verfolge das Auf und noch mehr Ab aber auch schon die fast 30 Jahre aus nächster Nähe.
    Von daher fände ich es schon „spannend“, wenn mal was grundlegend „neues“ passieren würde. Vor allem wie die entsprechenden Leute daraufhin (re)agieren und besonders wer und wie es sich daraufhin entwickelt.

    Ich hoffe dass das derzeitige Taumeln der Löwen Ansporn genug ist, heute nicht noch lockerer aufzutreten als gegen den VfL.
    Denn ohne Aussicht auf Platz 3 hätte ich mir das spätestens für heute durchaus vorstellen können.

    Viele Vereine kämpfen ums überleben, die Vereinsdichte ist in den letzten paar Jahren exorbitant gesunken. Viele Spielgemeinschaften kamen dazu, denen aber ein Unterbau fehlt. Geh mal einige Seiten zurück und lese den von mir geteilten Artikel von Oberberg-Aktuell. Da wird dir die Realität ein bisschen vor Augen geführt.


    So siehts aus.
    Und selbst die "Aushängeschilder" knapsen ohne Ende und müssen jeden Euro erkämpfen damit sie den Spielbetrieb auch im Unterbau am Leben halten können, was schwerer ist als man denkt.
    Das ganze ist ein Zuschussgeschäft, von Wirtschaftlichkeit absolut keine Spur.
    Am Ende wird das ganze aber im Sinne des Breitensports und mit viel Einsatz von ein paar ehrenamtlichen Enthusiasten doch irgendwie Jahr für Jahr aber nur mit viel Geschickt und Erfahrung Leben gehalten.

    Sportlich sieht das ja nicht schlecht aus und von Aussen träumen dann ein paar von Regionalliga, 3. Liga und vielleicht sogar mittel- bis langfristig mehr.
    Träumereien von Aussenstehenden, die Realität sieht leider anders aus.
    Da sind schon so einige gescheitert bzw. waren sehr schnell wieder weg, die mal was ganz großes aufziehen wollten.

    Und deswegen wird das neue blumige Vermarktungskonzept des VfL, um mal wieder die Brücke zum VfL zu schlagen, von den meisten die die Gummersbacher Handballwelt kennen, eben nicht mit viel Hurra angenommen.

    Ich war und bin immer noch ein einsamer Verfechter der Insolvenz mit forciertem Neuanfang. Ist natürlich unternehmerisch nicht redlich, aber was wäre die Alternative!?
    Ja, den Glau des status quo so lange zu reiten, bis...
    Mit diesen immensen Schulden im Nacken, wird man jedenfalls von Saison zu Saison weiter krauchen müssen und noch Jahre, eher Jahrzehnte, mit dieser schweren Bürde ums Überleben kämpfen. Ob das ewig gut geht, wage ich zu bezweifeln.

    Selbst wenn mal ein potenter externer Geldgeber gefunden würde, der einen soliden siebenstelligen Betrag locker machen könnte, so hätte dieser gleichzeitig auch sportliche Ansprüche, die dann wiederum das Thema Schuldenabbau keinen deut verbessern würden, als bisher auch. Zudem erwarte ich, dass dann die Lokalen ihre Einlagen auch zurückschrauben dürften.

    So gesehen ist der aktuelle Weg der einzig gangbare: die lokalen Geldgeber sichern das Überleben für eine gerade so BL-taugliche Mannschaft und die Schulden werden Jahr für Jahr, wenn auch nur gering, abgebaut.
    So lange das sportlich auch gut geht, okay. Aber sobald es sportlich mal nicht gut ausgehen sollte, dürfte auch der Rest ins Wanken geraten. Da bin ich mir recht sicher.

    Naja aber selbst nach einer Insolvenz wäre man zwar wieder schuldenfrei aber hätte wohl trotzdem noch mit gewissen erwartungsdruck von den Fans zu kämpfen. Wäre es da nicht vielleicht eine Alternative mit neuem namen neu zu starten?


    Der Erwartungsdruck wird immer da sein, so lange es der VfL ist. Und das dürfte auch ein wichtiger Input sein, warum der VfL noch existiert und nicht bereits verschwunden ist.
    Ist es nicht mehr der VfL, wird das Interesse deutlich bis hin zur Bedeutungslosigkeit abnehmen, egal wie sportlich gut diese Mannschaft auch sein würde.
    Profihandball in Gummersbach funktioniert nur noch, weil es der traditionsreiche VfL ist, nicht weil generell Bedarf/Interesse und damit die entsprechenden Kapazitäten für Profihandball vorhanden sind und nur bedient werden müssen.
    Ich bin da realistisch: eine Handballmannschaft ohne Historie, rein lokal finanziert auf der "grünen Wiese" entstanden, würde in Gummersbach/Oberberg bestenfalls für die 3. Liga funktionieren.

    Kommt es mir nur so vor oder hat Fäth immer dann einen sehr limitierten Tag, wenn er gebraucht wird?
    Ich habe von ihm schon ewig kein wichtiges Spiel gesehen, wo er von der 1. bis 60. Minute komplett überzeugt hat.
    Sein typischer Null-Emotion-Handball tut sein Übriges noch dazu, dass seine Personalie obsolet erscheint.

    Na weil Vereine doch gezwungen sind jede Saison Schulden abzubauen so wie ich das verstanden hab.... Wenn dies eingehalten wird ist es doch irgendwie unlogisch dass ein Verein im Folgejahr finanziell noch schlechter da steht als davor.

    Erstmal muss überhaupt das Geld verbindlich eingenommen werden. Daran scheitert es ja ganz offensichtlich, insbesondere für die Lizenz für Liga 2.