Beiträge von Emmes

    hSV Eisenach mit 30:30 Remis beim heimstarken TV Kornwestheim

    Die Turbulenzen der vergangenen Woche - Rücktritt von Runar Sigtryggsson als Trainer ("Ich habe die Karten den Verantwortlichen offen gelegt", so der 32-jährige Isländer) - hat der ThSV Eisenach gut verkraftet. Beim heimstarken TV Kornwestheim entführten die Wartburgstädter um Torhüter, Kapitän und momentanen Spielertrainer Karsten Lehmann beim 30:30 (18:16) einen Punkt, setzten ihre kleine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage fort, untermauerten Tabellenrang 5. Thomas König, der Trainer der Gastgeber, und Thomas Dröge, der sportliche Berater des ThSV Eisenach, sprachen im Anschluß übereinstimmend von einem leistungsgerechten Unentschieden. "Wir hatten in der ersen Halbzeit Probleme mit dem körperbetonten schnellen Spiel der Hausherren", bekannte Thomas Dröge. 18 Gegentreffer während der ersten 30 Minuten unterstreichen die Schwachstelle. Im zweiten Abschnitt stellten sich die Eisenacher, die nur einen Torhüter und 9 Feldspieler (davon Youngster Robert Weiß nur wenige Sekunden) zum Einsatz brachten, besser darauf ein. Runar Sigtryggsson wurde zum ruhenden und stabilisierenden Pool in der Abwehr, überzeugte über weite Strecken auch in der Offensive als Regiespieler. Wenn sich der Ex-Trainer mit Ex-Kapitän Danijel Grgic zum Duett fanden, brannte es lichterloh vor dem Kornwestheimer Kasten. Der 19-jährige Stefan Kneer, ebenso wie auf Kornwestheimer Seite Timo Salzer, gerade von einem Lehrgang und zwei Länderspielen der Junioren-Nationalmannschaft zu ihren Vereinen zurückgekehrte, explodierte regelrecht im linken Rückraum. Mit je neun Treffern markierten der Youngster und der zwei Tage zuvor 28 Jahre jung gewordene Grgic den Großteil der Treffer ihrer Mannschaft.

    ThSV-Abwehr zunächst nicht sattelfest

    Zunächst sah es jedoch wenig verheißungsvoll für die Thüringer aus. Die Erfolgsformation der letzten Wochen wurde von den Gastgebern zum 5:1 (6.Min.) gehörig durcheinander gewürfelt. Erst als Philipp Karbe in der Deckung Krisztian Szep-Kis ablöste, Runar Sigtryggsson die Schaltstelle besetzte, Danijiel Grgic an den Kreis rückte, zog Sicherheit in die Eisenacher Aktionen ein. Mit Volldampf wuchtete Stefan Kneer zum 6:6 Ausgleich ein (10.). So richtig in Fahrt, legten die Gäste zum 6:9 (Sigtryggsson, 12.) nach. Doch der Torschütze mußte kurz danach zum zweiten Mal für zwei Minuten auf die Bank. Die Unparteiischen Kramer/Zahn legten den Gästen eine Vielzahl "fauler Eier" ins Nest, was die Eisenacher Aktiven und ihrer kleiner Anhang zur Weißglut brachten. In Überzahl erreichte Kornwestheim auch wieder Übergewicht. Die rechte Angriffsseite des ThSV Eisenach mit Ronny Göhl und Krisztian Szep-Kis offenbarte zudem Ladehemmung. Kornwestheims guter Torhüter Thomas Schweizer war nach gehaltenen Bällen immer wieder Ausgangspunkt für Tempogegenstöße, wie zum 10:9 (Fina, 16.). In 4:6 Unterzahl geriet der ThSV gar mit drei Treffern (18:15, 30.) in Rückstand.

    Kneer und Grgic treffen zum Remis

    Ein 21:18 (35.). für die Hausherren verwandelten die Eisenacher in ein 21:22 (41.). Danijel Grgic brillierte mit seinem Wurfreportoire. Doch die rechte Angriffsseite blieb zu blaß. Zu viel lastete auf den Schultern der linken Seite. Kornwestheims Keeper Thomas Schweizer hatte sich bestens auf Krisztian Szep-Kis eingestellt. Drei "Fahrkarten" des Ungarn in Folge, die Gastgeber gingen durch den nun auftauenden Benjamin Matschke mit 26:24 (50.) in Vorhand. Doch Danijel Grgic, nun wieder in der Regierolle, Havard Augensen besetzte die Kreisposition, ließ seine Farben hoffen. Andrej Kastelic versenkte vom Punkt zum 28:28 Ausgleich (55.). Ronny Göhl setzte das Leder nach an den Pfosten, im Gegenzug war Matthias Hinz beim 30:28 für den TV Kornwestheim völlig frei (57.). Den möglichen Sieg vor Augen bewahrten die Einheimischen nicht die nötige Ruhe. Stefan Kneer und Danjiel Grgic überwanden Thomas Schweizer zum 30:30 Ausgleich. In der Schlußminute hatten beide Teams den Siegtreffer auf der Hand, doch die Torhüter ließen sich nicht mehr überwinden.

    Am Sonntag, 03.04.05 empfängt der ThSV Eisenach um 16.00 Uhr mit Bayer Dormagen eines der Spitzenteams der Liga. Auch dann soll die Serie fortgesetzt werden.......!

    STATISTIK

    TV Kornwestheim: Schweizer; C. Hinz (3), Fina (5/1), Matschke (6), M. Bauer (1), Brandt (2), Salzer (7). J. Bauer (2), Burkhart (1), M. Hinz (1), Rose (2), Klaus, Dietrich, Krotz

    ThSV Eisenach: Lehmann, Herold (n.e.); Kneer (9), Sigtryggsson (2), Karbe (1), Augensen, Latchimy (n.e.), Emmelmann (n.e.), Grgic (9), Göhl (1), Kastelic (4/2), Szep-Kis (4), Weiß,

    Zeitstrafen: Kornwestheim 4 x 2 Min. - Eisenach 7 x 2 Min3

    Siebenmeter: Kornwestheim 1/1 - Eisenach 2/2

    Schiedsrichter: Kramer/Zahn (Offenburg)

    Zuschauer: 1000 in der Sporthalle Ost, Kornwestheim


    TH.LEVKNECHT

    Nach Sigryggsson-Rücktritt leitet Kapitän Lehmann vorübergehend das Training


    Nach dem 7. Spieltag der laufenden Saison, nach einem Desaster am 23.10.04 bei der HBW Balingen-Weilstetten, trennte sich der ThSV Eisenach von Trainer Zlatko Feric. Der erst zu Saisonbeginn vom Erstbundesligisten SG Wallau-Massenheim in die Wartburgstadt gekommene 32-jährige isländische Nationalspieler Runar Sigtryggsson übernahm Verantwortung, schlüpfte in die schwierige Rolle eines Spielertrainers. Mühsam ging es bergauf. Die permanente Auswärtsschwäche gab auch Runar Sigtryggsson manches Rätsel auf, verhinderte ein Angreifen auf die Spitzenplätze in der 2. Bundesliga Süd. Doch zunehmend wurde seine Handschrift sichtbar. Die Spielkultur der Mannschaft auf dem Parkett verbreitete Spaß in den eigenen Reihen, ebenso Spaß bei den Zuschauern. Rückschläge, wie das Desaster bei der HSG Gensungen-Felsberg, warfen den ThSV Eisenach dennoch nicht aus der Bahn. Vier Siege, ein Remis in den folgenden fünf Spielen bestätigten den stetigen Leistungssprung. Das Team kletterte auf Tabellenplatz 5. Der 40:31 Sieg im Handball-Klassiker beim EHV Aue war sicherlich ein absoluter Highlight. Am vergangenen Spieltag fegten die Schützlinge von Runar Sigtryggsson den TV Hüttenberg beim 43:29 regelrecht vom Parkett der Werner-Aßmann-Halle.

    Doch die Freude über das Schützenfest war nur kurz. Runar Sigtryggsson erklärte bei der anschließenden Pressekonferenz überraschend seinen Rücktritt als Trainer. "Ich habe die Mannschaft übernommen, als sie im Tabellenkeller, faktisch im Abstiegskampf war. Derzeit rangieren wir auf Platz 5 mit knappen Rückstand zu Friesenheim. Ich arbeite täglich ab 8.00 Uhr für den Verein. Das ist auch mein Leben. Ich bin nicht zufrieden, was im Umfeld passiert. Viele Tropfen haben das Glas zum Überlaufen gebracht. Viele Gründe sind ausschlaggebend für diesen Schritt. Ich werde dem ThSV bis Saisonende als Spieler, nicht mehr als Trainer, zur Verfügung stehen", traf es die Verantwortlichen wie aus heiterem Himmel. Günter Oßwald, der Aufsichtsratsvorsitzende, von der Entscheidung völlig überrumpelt, machte nochmals deutlich, daß der Aufsichtsrat von der Arbeit Runar Sigtryggsson`s voll überzeugt ist. "Wir wollen natürlich die Gründe für diesen Schritt erfahren, diese ebenso analysieren.. Ich hätte mir gewünscht, Runar Sigtryggsson hätte mit mir Kontakt aufgenommen, wenn es Probleme, Unstimmigkeiten gibt", sagte Günter Oßwald.

    Am Montagfrüh trafen sich im Mühlhäuser Firmensitz von Günter Oßwald ("Federn-Oßwald") neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden selbst die Geschäftsführerin der ThSV-Marketing-GmbH Barbara Schwabenthal, der sportliche Berater Thomas Dröge und Jürgen "Bongo" Beck, im Aufsichtsrat die sportlichen Aspekte federführend vertretend, zur Beratung der weiteren Schritte treffen.

    Übergangsweise wird bis zum nächsten Auswärtsspiel am Ostermontag, 28.03.05 beim TV Kornwestheim Kapitän Karsten Lehmann die Leitung des Trainings übernehmen. Die Verantwortlichen des ThSV Eisenach arbeiten an der Lösung der offenen Frage, wollen diese bis nach dem Osterfest einer Klärung zumindest bis zum Saisonende zuführen.


    TH.LEVKNECHT

    Immer wieder mal treffen sich die Experten der IHF-Regel- und Schiedsrichterkommission (RSK), um die ein oder andere bisherige Vorgabe abzuändern. Die anstehenden Neuerungen sind nicht so umfangreich wie in den Vorjahren, erklärte der soeben in El Gouna/Ägypten gewählte RSK-Präsident Christer Ahl (USA) den Delegierten des IHF-Kongresses. Insofern löste die satzungsgemäß vorgeschriebene Bekanntgabe der Regeländerungen keine größeren Verwunderungen aus. Der zuständige IHF-Rat hatte schon in seiner Sitzung am 24./25. September in Kuwait die speziellen Regeländerungen beschlossen. Sie treten am 1. August 2005 verbindlich für alle Mitgliedsverbände der Internationalen Handball Federation in Kraft. Theoretisch könnten bekannt gegebene Regeländerungen aber auch schon von einem Verband sofort für gültig erklärt werden.


    Detlev Zenk (01.01.2005)

    Die anstehenden Veränderungen im allgemeinen Überblick

    1. Freiwurfausführung nach Ende der Spielzeit

    Das übliche Prozedere verspricht zwar Spannung, doch selten springt ein Erfolg für die Ball besitzende Mannschaft heraus, auch weil die Abwehrformation schnell noch mit den längsten Spielern gebildet wird. Auf Ablehnung stieß bei der RSK der berühmte Kreis oder das Drängen um den späteren Werfer, da ohnehin nur ein Spieler den Ball halten dürfe und die anderen Spieler keine andere Funktion haben. Die Konsequenz der Überlegungen: Zur Ausführung des Freiwurfes nach Ende der Spielzeit darf ab nächster Saison nur noch die wurfausführende Mannschaft einen Spieler einwechseln. Die Mitspieler des Werfers müssen sich in einem Abstand von mindestens drei Metern zu ihrem Mannschaftskollegen befinden. Das abwehrende Team darf also keine Spieler mehr wechseln.

    2. Anhalten der Uhr bei Spielunterbrechung

    Plötzlich steht der Zeitnehmer auf und pfeift, etwa bei Team-Time-out oder Auswechselfehlern. Doch angesichts des Lärms überhören gelegentlich Schiedsrichter und Spieler den Pfiff, das Spiel nimmt seinen Lauf. Dies führt zu Verwirrung und Streit über die korrekte Spielzeit, da die Spielzeituhr nicht angehalten wurde. Dies wird mit der Regeländerung abgeschafft: "Bei Time-out entscheidet normalerweise der Schiedsrichter, wann die Uhr anzuhalten und wieder in Gang zu setzen ist. Erfolgt die Spielunterbrechung jedoch durch Pfiff des Zeitnehmers, darf dieser die Uhr anhalten."

    3. 14 Spieler

    Formal wurden für IHF-Wettbewerbe seit längerem 14 Spieler zugelassen, dies war aber noch nicht Bestandteil der Spielregeln. Künftig heißt die Regel: "Eine Mannschaft besteht aus bis zu 14 Spielern." In der Bundesliga gilt die Regelung schon, ist bislang aber mit der besonderen Berücksichtigung von mindestens zwei Spielern unter 23 Jahren verbunden.

    4. Angemessene Bestrafung, wenn ein Spieler nicht im Spielprotokoll eingetragen ist

    Traditionsgemäß ist die Bestrafung für einen Spieler, der nicht im Spielprotokoll eingetragen ist, hart: er wird disqualifiziert. Dabei, so die RSK, handelt es sich doch um einen administrativen Fehler. Die Bestrafung sei unverhältnismäßig hoch, auch im Vergleich zu den normalen Gründen für eine Disqualifikation. Da der Mannschaftsverantwortliche den Fehler begangen habe, müsse auch der bestraft werden. Schließlich sei es nicht gewollt, dass jeder einzelne Spieler prüfen muss, ob er im Protokoll aufgeführt ist. Die Regeländerung: "Der Mannschaftsverantwortliche muss dafür Sorge tragen, dass nur teilnahmeberechtigte Spieler die Spielfläche betreten. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung muss wie unsportliches Verhalten des Mannschaftsverantwortlichen betrachtet und deshalb ... progressiv bestraft werden." Er würde also im günstigsten Falle, wenn er nicht zuvor gegen andere Regeln verstoßen hat, mit einer gelben Karte davon kommen.

    5. Piercing

    Die bisherigen Regeln nennen Beispiele von verschiedenen Gegenständen (Armbänder, Ringe, Uhren), die üblicherweise beim Spiel verboten sind, weil sie für andere Spieler eine Gefährdung darstellen können. Die "neue" Mode Piercing wird noch nicht in den Regeln aufgeführt, soll jetzt aber hinzugefügt werden. Die Rede ist von "sichtbarem Piercing-Schmuck" - nicht betroffen sind also Schmuckstücke unter der Spielkleidung oder im Mund. In Analogie zu Ringen und Ohrringen gilt es als vereinbart, dass Piercings abgenommen oder ordnungsgemäß getapt werden müssen.

    6. Ein "kleiner" Stoß zur "falschen" Zeit

    In der Regel 8:5 werden Regelwidrigkeiten behandelt, welche die Gesundheit des Gegners gefährden und mit Disqualifikation bestraft werden sollen. Üblicherweise geht es um Tätlichkeiten und schwere Zusammenstöße (zum Beispiel einen Spieler stoßen oder schlagen, Beinstellen, einen Spieler umreißen). Die RSK hat derweil beobachtet, dass "die Spieler leider zunehmend zu Meistern im Angreifen des Gegners ohne größeren Zusammenstoß werden. Aber genau in dem Moment, wo der Gegner - insbesondere im Sprung oder Lauf - völlig schutzlos und nichtsahnend ist, können sie mit einer kleinen Berührung zu einem schweren und ungeschützten Sturz beitragen." Dies soll nun verstärkt mit spezifischen Erwähnungen in Regel 8:5 und 8:3 unterbunden werden. "Die Gefährdung des Gegners - und nicht der scheinbar unbedeutende Körperkontakt ? ist ein leitender Aspekt bei der Entscheidung, ob diese Situation zu Disqualifikation führt oder nicht."

    7. Berichtigung eines Widerspruchs

    Bei einem Freiwurf, Siebenmeter, Einwurf und Anwurf darf der Werfer den Ball wieder berühren, nachdem dieser vom gegnerischen Tor abgeprallt ist (auch wenn der Ball keinen anderen Spieler berührt hat). Beim Abwurf ist dies bislang nicht berücksichtigt. Künftig soll dies aber der Fall sein und wird entsprechend ins Regelwerk eingebaut.

    8. Einwurf statt Freiwurf, wenn der Ball die Decke berührt hat

    Vor drei Jahren wurde der Schiedsrichterwurf abgeschafft. Wenn der Ball die Decke über der Spielfläche berührt hat, wird das Spiel mit einem Freiwurf für die Mannschaft, die den Ball nicht zuletzt berührt hat, wieder aufgenommen. Manchmal führt dies rein zufällig zu einem ungerechten und ungewollten Vorteil für die Mannschaft, die den Freiwurf erhält - zum Beispiel, wenn die ausführende Mannschaft sich ungehindert vor dem gegnerischen Tor befindet. Mit der Regeländerung wird das Spiel mit Ein- statt Freiwurf weitergeführt. Die RSK: "Somit haben beide Mannschaften die Möglichkeit, sich auf den Wurf vorzubereiten."

    9. Freiwurfausführung im Torraum für Regelwidrigkeiten im Torraum

    Ein Freiwurf etwa wegen Betreten des Torraums wird zunehmend als unattraktive Verzögerung betrachtet, wenn der Torwart den Ball holen und dann mit dem Leder zu einer vielleicht 10-15 Meter quer gegenüberliegenden Stelle unmittelbar außerhalb des Torraums laufen muss. Das Verbot für den Torwart, den Freiwurf in seinem Hoheitsgebiet auszuführen, entspringt einer alten Tradition und ist nicht wirklich zu rechtfertigen. Nach Auffassung der IHF-Kommission sollte der Torwart zudem den Freiwurf wie den Abwurf ausführen können, ohne Berücksichtigung besonderer Einschränkungen.

    10. Einheitliche Bestrafung auch während der Halbzeitpause

    Das umfassende Regelwerk kennt doch noch Lücken. So haben Schiedsrichter derzeit während der Halbzeitpause nur die Möglichkeit, für Vergehen von Mannschaftsoffiziellen (oder auch Spielern) die gelbe oder aber rote Karte zu zeigen. Nun werden die besonderen Regeln für die Pause gestrichen. Zur "Spielzeit" zählen dann die Verlängerungen, Time-outs und Halbzeitpausen.

    11. Time-out beim Siebenmeterwurf ist nicht verbindlich

    War man seinerzeit zu dem Schluss gekommen, dass zuviel Spielzeit beim Siebenmeterwurf verloren gehe und das verbindliche Time-out fairer sei, soll diese Entscheidung rückgängig gemacht werden. Die Erfahrung habe nämlich gezeigt, dass mit dem Pflicht-Time-out "die insgesamt benötigte Zeit für ein Spiel lediglich unnötig verlängert wird." Künftig sollen die Schiedsrichter wieder "ihr gewohntes Urteilsvermögen bezüglich der Notwendigkeit eines Time-outs walten lassen. Die Uhr soll nur dann angehalten werden, wenn ohne Spielunterbrechung ein unberechtigter Nachteil für eine Mannschaft entstünde - zum Beispiel bei einem Torwartwechsel.


    Handball-World.

    Punkt 11 wird für heise Diskussionen sorgen.

    Ansonsten nichts besonderes.

    Juliane
    soweit ich mitbekommen habe,gaben sich einige Werrataler daneben benommen. Oder hast du was anderes gesehen?


    Aus dem Werrataler Forum folgendes....

    Zitat:
    Aber ich denke, auch mit ihm hätten wir leider keine Chance gehabt. Immer wenn es schien, als dass wir dran gewesen wären, haben die eine Schippe zugelegt. Beim 10:17 dachte sich schon es gibt ne Klatsche. Naja, vier Tore klingt gut, auch wenn es und das gebe ich nur ungern zu - auch mehr gegen uns hätte werden können. Gute Stimmung. Nur schade das zwei drei von uns ausgerastet sind (während und nach dem Spiel). Das ist echt Mist für unseren Ruf.
    Ansonsten frohes Fest und hoffen wir mal, dass sich die Hiobsbotschaften nicht häufen.

    Eisenach. (tlz/lev)

    Handball-Zweitligist ThSV Eisenach sorgte gestern Abend in der Werner-Aßmann-Halle für eine Überraschung und schlug den Spitzenreiter der Südgruppe. Die Thüringer besiegten die MSG Melsungen-Böddiger mit 28:26 (14:13).

    Die Hausherren hielten gegen den Ligakrösus nicht nur im ersten Abschnitt voll dagegen. Dabei lag der Favorit früh in Führung. Beim 4:2 (6.) und 6:4 (12.) hatte sich der Zweitliga-Spitzenreiter einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Doch der ThSV kam auch dank des Teufelskerls im Kasten, Dragan Jerkovic, zurück ins Spiel. In der 17. Minute lagen die Hausherren durch einen verwandelten Siebenmeter von Andrej Kastelic erstmals mit 8:7 in Führung. Die Fans waren vom Tempo-Handball ihrer Mannschaft beeindruckt. In der 23. Minute hatte Danijel Grgic auf 11:9 erhöht. Kurz vor dem Wechsel musste jedoch der Ungar Krisztian Szep-Kis verletzt vom Parkett. Er hatte sich eine schwere Schulterverletzung zugezogen und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Mit 14:13 für den Gastgeber wurden dann die Seiten gewechselt.

    Die Gäste, gespickt mit tschechischen Nationalspielern, kamen auch in der zweiten Halbzeit nicht besser ins Spiel. ThSV-Spielertrainer Runar Sigtryggsson meinte schon vor der Partie: "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sich über 60 Minuten auch als Mannschaft präsentiert." Und dem wurden seine Jungs über die gesamte Spielzeit voll gerecht.

    Auch nach Wiederbeginn ließen sich die Eisenacher vom bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter nicht aus der Ruhe bringen und blieben ihrer Linie treu. Der ThSV war an diesem Abend die klar bessere Mannschaft. Auch als Stefan Kneer nach seiner dritten Zeitstrafe vom Feld geschickt wurde, kippte die Partie nicht (44.). Beim Stand von 25:24 für die Hausherren schnappte sich Spielertrainer Sigtryggsson den Ball und verwandelte zum 26:24. Eine starke Partie beim Gastgeber bot neben dem herausragenden Jerkovic auch Ronny Göhl, der es auf sechs Tore brachte. Mit tosendem Beifall wurde der Sieger von den Anhängern noch lange gefeiert.

    Eisenach: Jerkovic, Lehmann, Kneer (1), Sigtryggsson (4/1), Augensen (3), Riehn, Ehrhardt, Latchimy (2), Grgic (4/1), Göhl (6), Kastelic (7/3), Szep-Kis (1). Siebenmeter: ThSV: 5/5, Melsungen: 6/3. Zeitstrafen: ThSV: 6, Melsungen: 4. Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg). Zuschauer: 1500.
    26.11.2004

    Spielertrainer Runar Sigtryggsson zur Lage

    Turbulente Tage beim ThSV Eisenach. Nach der peinlichen Pleite am 7. Spieltag in Balingen, 6:8 Punkte und Tabellenplatz 11, ist der Traum vom Wiederaufstieg in weite, weite Ferne gerückt. Die Verantwortlichen sahen Handlungsbedarf, diskutierten einzuleitende Maßnahmen mehrere Tage. Neben der sportlichen Talfahrt sind durch fehlende Sponsorenzahlungen und weniger Zuschauer auch wirtschaftliche Defizite zu beachten.

    Vor zwei Pflichtspielen binnen weniger Tage in heimischer Halle, am Samstag, 30.10.04 um 19.30 Uhr gastiert zum Punktspiel der EHV Aue, am Dienstag, 02.11.04 ebenfalls um 19.30 Uhr in der 3. DHB-Pokal-Hauptrunde Erstbundesligist HSG D/M Wetzlar, trennten sich die Wartburgstädter von ihrem Trainer Zlatko Feric. Der Kroate hatte erst im Januar dieses Jahres die Nachfolge von Peter Rost auf der Trainerbank angetreten. Der32-jährige isländische Nationalspieler Runar Sigtryggsson, erst unmittelbar nach den Olympischen Spielen zum ThSV Eisenach gestoßen, zuvor beim Erstligisten SG Wallau/Massenheim unter Vertrag, übernimmt ab sofort die Rolle eines Spielertrainers beim ThSV Eisenach.

    Wir sprachen mit dem international erfahrenen abwehrstarken Rückraumspieler zu seinen neuen Aufgaben:

    Auf ein Wort Runar Sigtryggsson

    Seit Mittwochmittag Spielertrainer des ThSV Eisenach

    Überrascht von der Entwicklung beim ThSV Eisenach?

    Was mich betrifft, Ja. In die Besprechung am Mittwochvormittag bin ich, wie die anderen Spieler auch, mit einer Ungewißheit gegangen. Was die Verantwortlichen in den beiden Tagen zuvor besprochen hatten, war nicht bekannt. Bruchstücke waren aus den Medien zu erfahren. Dann die Mitteilung über die Trennung von Zlatko Feric und die Frage an mich, ob ich in die Rolle eines Spielertrainers schlüpfe. Ich hatte nicht viel Zeit zum Überlegen. Ich habe relativ rasch zugesagt.


    Was bewog Sie die nicht einfache Aufgabe eines Spielertrainers in dieser komplizierten Situation zu übernehmen?

    Eine einfache Aufgabe ist es wahrlich nicht. Aber ich stelle mich dieser, weil ich überzeugt bin, hier in Eisenach etwas bewegen zu können, mit der Mannschaft, den Verantwortlichen und den Fans gemeinsam das Schiff wieder in eine erfolgreichere Richtung steuern zu können. Ich weiß sehr wohl, dafür müssen wir alle tüchtig in die Hände spucken. Es wird ein steiniger Weg, für die Mannschaft und für mich. Aber ich traue mir diese "Kärnerarbeit" zu. Ich komme mit den erfahrenen Spielern, die die Leistungsträger sein müssen, klar. Mit der Mannschaft werde ich alles versuchen, die sportliche Talsohle zu verlassen!

    Was werden Sie vorrangig sein, Spieler oder Trainer?

    Schwerpunkt werden die Traineraufgaben bilden.


    Wo sehen Sie als direkt beteiligter Spieler die Ursachen für die derzeitige sportliche Misere?

    Das ist nicht einfach zu beantworten. Dafür sind sicherlich viele Ursachen, viele Umstände zu nennen. Eine Anhäufung vielschichtiger Ursachen führte meines Erachtens zu dieser unbefriedigenden Bilanz mit 6:8 Punkten und Tabellenplatz 11. Die Spieler sind mit sich selbst nicht zufrieden. Sie wollen gute Leistungen abliefern, doch es klappt einfach nicht. Die Unzufriedenheit über die schlechten Resultate vornehmlich in den Auswärtsspielen macht allen zu schaffen. Wir müssen endlich in eine Erfolgsspur gelangen, das nötige Selbstvertrauen mit überzeugenden Heimauftritten tanken. Mit dem Heimspiel gegen den EHV Aue, einem "Ostderby", wollen wir diesen Weg einschlagen.


    Aber wo wollen Sie den Hebel ansetzen, um eine Wende auf dem Parkett zu erreichen?

    Ich will zurück zu den ureigensten Eisenacher Handballtugenden, die diese Mannschaft über Jahre auszeichneten und stark machten: Kämpfen von Anfang bis Ende, in jedem Spiel. Ich denke, das wollen und das haben unsere Zuschauer, unsere Sponsoren, verdient. Hierzu werde ich Einzel- und Gruppengespräche führen. Wir müssen zu einem typisch Eisenacher Spiel, auch in taktischen und spieltechnischen Dingen, kommen. Das wird eine schwere aber auch lohnenswerte Aufgabe. Keiner, Mannschaft, Vorstand, Sponsoren und die Fans, sind mit der derzeitigen Situation zufrieden. Doch nur gemeinsam kommen wir aus dieser Lage heraus. Ich hoffe, bereits am Samstag kann die Mannschaft die neuen Vorgaben umsetzen. Ich hoffe auch, trotz der Enttäuschungen, unsere Anhänger stehen uns in dieser schwierigen Situation zur Seite.

    TH.LEVKNECHT

    Eindeutig für mich die Nr1

    Mike Oldfield "Tubular Bells"


    Schon seit etlichen Jahren wollte Mike Oldfield "Tubular Bells" neu einspielen, nun endlich sind alle vertraglichen Verpflichtungen aus dem Weg geräumt, die ihn daran hinderten. Immerhin ein verständlicher Wunsch: nie wieder hat Oldfield derart die Musik-Welt bewegt wie mit diesem Album von 1973, das sich insgesamt 16 Millionen mal verkaufte, und ohne das es Ambient, Trance und New Age so nicht geben würde.

    Bereits Anfang der 70er begann Oldfield mit den Vorbereitungen für seinen weltberühmten Alleingang. Nach drei Jahren intensiver Arbeit an "Tubular Bells" präsentiert er im Mai 1973 ein imposantes Werk, das aus mehr als 2300 (!) Overdubs besteht. Viele Labels halten das für übertrieben, zu anspruchsvoll und schwer verkäuflich! Nur Virgin kann sich damit anfreunden, und veröffentlicht damit das bis heute erfolgreichste Album der Firmengeschichte.

    Eisenach verpflichtet slowenischen Nationalspieler Kastelic
    Handball-Zweitbundesligist ThSV Eisenach hat am (heutigen) Freitag in einer Blitzaktion den slowenischen Nationalspieler Andrej Kastelic verpflichtet. Der 32 Jahre alte Linksaußen war in diesem Jahr für Slowenien sowohl bei der Europameisterschaft als auch den Olympischen Spielen im Einsatz und seit 1998 bei allen Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften dabei.
    Kastelic wechselt vom Champions-League-Teilnehmer Pula in die Wartburgstadt. Allerdings muss der 1,85 m große 151-malige Nationalspieler am Samstag beim Heimspiel der Eisenacher gegen die SG Willstätt/Schutterwald (19.30 Uhr) zum Saisonauftakt noch zuschauen, da der Verein wegen der Kürze der Zeit vom Deutschen Handball-Bund noch keine Spielgenehmigung für den Slowenen erhielt. Möglich wurde der Blitz-Transfer durch einen neuen Sponsor, der die Kosten für Kastelic übernimmt.
    Quelle:Handball-World

    Kann jemand was über den Spieler sagen?
    Ich kann mich garnicht errinnern.....

    Teilnahme am 6. HC /Mercure-Cup in Suhl abgebrochen

    Handballzweitbundesligist ThSV Eisenach ereilte am Sonnabend Mittag ein neuerlicher Schock. Das Team war gerade zum zweiten Spieltag des 6. Internationalen HC/Mercure-Cup in der Suhler Sporthalle Wolfsgrube eingetroffen. Mit der Partie gegen Zweitligist SV Anhalt Bernburg wollten die Wartburgstädter das Turnier fortsetzen. Inmitten seiner Mannschaftskameraden im Sportlertrakt brach plötzlich Linksaußen Philipp Karbe zusammen. Der eiligst herbeigerufene Notarzt veranlaßte die sofortige Einlieferung des 25-jährigen Sportlers mit Verdacht auf Schlaganfall ins Klinikum Suhl. Fassungslos und schockiert reagierten Mannschaft, Trainer und Betreuer. Mannschaftsleiter Ralf Illert begleitete Philipp Karbe im Notarztwagen ins Krankenhaus. "Unter diesem Schock können wir nicht zur Tagesordnung übergehen und Handball spielen", so der einhellige Tenor im ThSV-Lager. Die Eisenacher sagten daraufhin ihre weitere Teilnahme am Turnier ab. Die Organisatoren des Turniers und die beteiligten Teams zeigten für diesen Schritt volles Verständnis. Alle guten Wünsche für Philipp Karbe begleiteten das ThSV-Team bei der anschließenden Fahrt ins Krankenhaus. Trainer Zlatko Feric und Physiotherapeut Martin Münzberg begaben sich umgehend zu ihrem kranken Spieler. Die Untersuchungen bestätigten den Verdacht eines Schlaganfalls. In Eisenach erreichte die Mannschaft dann die Nachricht, ihr Kamerad befinde sich auf dem Weg der Besserung. Leichtes Aufatmen. Die Gedanken der ThSV-Crew bleiben freilich bei ihrem Teamkollegen Philipp Karbe.

    Erst wenige Tage zuvor erlitt Nachwuchstorhüter Stefan Schwurack einen schweren Fahrradunfall. Der 18-jährige zog sich nach einem Freibadbesuch durch einen Sturz ohne fremdes Einwirken eine Fraktur der Halswirbel zu. Er mußte mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Bad Berka eingeliefert werden. Er wurde inzwischen dort operiert und befindet sich auf dem Wege der Genesung.

    Der ThSV Eisenach wünscht Philipp Karbe und Stefan Schwurack vollständige Genesung. Alle guten Wünsche begleiten die jungen Sportler. "In solchen Situationen merkt man, wie unwichtig Handball sein kann", so tief betroffen die Verantwortlichen des ThSV Eisenach.

    Jerkovic, Dragan TW
    Lehmann, Karsten TW
    Kneer, Stefan RL / RM
    Mellack, Stephan RL, RM, LA
    Augensen, Havard KM
    Karbe, Philipp LA
    Vilaniskis, Gintautas RL
    Szep-Kis, Krisztian RR
    Sigtryggsson, Runar RL, RM
    Grgic, Danijel RM
    Göhl, Ronny RA


    Junge Spieler aus dem Oberligateam, wie der aus Sonneberg zurückgekehrte Andre Ludwig, Philipp Emmelmann , Stefan Schwurack und Marcel Liebetrau würden den Kader ergänzen.

    Wie der sportliche Berater des ThSV Eisenach, Thomas Dröge, heute Vormittag auf einer Pressekonferenz bestätigte, verhandelt der ThSV mit dem isländischen Nationalspieler Runar Sigtryggsson über eine künftige Zusammenarbeit. Der 32-Jährige spielte zuletzt bei der SG Wallau-Massenheim. Bei den Hessen kam der Rückraumspieler vorwiegend in der Abwehr zu Einsatz. Runar Sigtryggsson bereitet sich mit der isländischen Nationalmannschaft auf die olympischen Spiele vor. "Wir sind uns bereits ein ganzes Stück näher gekommen und ich hoffe, sehr bald den Vertragsabschluss vermelden zu können!, erklärte Dröge. Der Isländer ist sowohl im linken Rückraum als auch auf der mittleren Aufbauposition einsetzbar.

    Kann mir jemand was zu Sigtryggson sagen (die Wallauer vieleicht)
    Als Spieler ist er mir garnicht so aufgefallen....

    10.05.04. - Verbandssportgericht
    Das Verbandssportgericht hat auf Antrag der spielleitenden Stelle ein Verfahren wegen unsportlichen Verhaltens (RO §1 Ziff. 3) des THSV Eisenach II eingeleitet. Der Mannschaft des THSV Eisenach II wird vorgeworfen, ab der Minute 53 im Spiel gegen HV Sömmerda auf Anweisung des Mannschaftsverantwortlichen nur noch passiv am Spiel teilgenommen zu haben (ohne Abwehrhandlung, Torhüter und Angriff).

    Die Mannschaft fühlte sich durch zweifelhafte Schiedrichterentscheidungen
    benachteiligt.
    Die Abwehr spielte für einige Minuten komplett ohne Körperkontak und der Torhüter stellte sich neben das Tor.

    Was ist dabei rausgekommen?

    Zitat

    Original von Jens

    Geht es dem TuSEM echt so schlecht? Das wird doch alles nix. Da wird das Erreichen eines EC-Platzes aber schwer.


    Hat man in Flensburg, beim Wechsel von J.Jensen aus Eisenach zur SG,auch gesagt,und nun...

    Original von handball-world.com:

    Hart traf es gar den VfL Fredenbeck: Wegen «Verfehlungen im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens» starten die Norddeutschen mit der Hypothek von zwei Punkten Abzug in die Spielzeit 2004/05. «Ich rechne nicht mit Einsprüchen, aber ausschließen kann ich das nicht», meinte HBL-Geschäftsführer Bohmann.

    Nun sieht man es wieder,die kleinen werden mit Punktabzug bestraft auf Grund von " Verfehlungen" und die großen Vereine "verfehlen" die Linzenzauflagen nicht . :pillepalle: :pillepalle:

    Seltsam, seltsam...

    Nie war eine Signatur so passend wie meine momentan :D :D

    Wir Eisenacher können uns ja nicht beschweren. Sah ja im letzten Jahr
    mit der Insolvenz auch nicht rosig bei uns aus.
    Haben zwar die Lizenz erhalten,aber ich war damals schon der Meinung, irgendwann müssen die Lizenzvorgaben beim HBL eingehalten und auch durchgezogen werden.


    Selten war eine Signatur so passend wie meine :D :D

    Eisenach erhält Lizenz ohne Auflage

    BRAUNSCHWEIG - Am Dienstag war bis zum frühen Nachmittag für einige Erst- und Zweitbundesligisten das große Zittern angesagt. Von 9 Uhr an tagte der Lizenzierungsausschuss der Handball-Bundesliga-Vereinigung Männer (HBVM), um über das Wohl und Wehe der Vereine zu entscheiden.
    Beim HSV Hamburg, der SG Wallau-Massenheim und der HSG Nordhorn hatten die jeweiligen Vereinsverantwortlichen wohl einige Schweißperlen auf der Stirn, denn allen drei Vereinen drücken finanzielle Altlasten. Beim HSV Hamburg sollen es 1,5 Millionen fehlende Euro sein, die dem Verein zu schaffen machen.

    Zu den wenigen Bundesligavereinen, die ihre wirtschaftlichen Hausaufgaben sehr ordentlich erfüllt haben, zählte der in die zweite Liga abgestiegene ThSV Eisenach. Die Wartburgstädter hätten ihre Lizenz sogar für die erste Liga ohne weitere Auflagen erhalten. Umso mehr schmerzt noch einmal der Abstieg, der mit einem Sieg in Minden (30:30) hätte verhindert werden können. Doch seit gestern sind die ThSV-Verantwortlichen daran, personell die Weichen für die neue Liga zu stellen.

    Quelle STZ

    Handabll: Eisenach will Lemgo knacken



    Das neu entfachte Handball-Feuer hat auch die Fans in Eisenach erfasst. Im letzten Heimspiel ist die Werner-Aßmann-Halle zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauft. Und nicht wenige wittern die Sensation. Mit einem Sieg gegen den übermächtigen TBV Lemgo hätte der ThSV seine Endstation Sehnsucht fast erreicht: den Klassenerhalt.


    Es kam einfach alles zusammen an der Wartburg. Die Freude über den Auswärtssieg in Wetzlar, der Sprung auf den 16. Tabellenplatz, die jähe Hiobsbotschaft von Trainer Ferics Erkrankung, das improvisierte Training dieser Tage. Aufregungen, die manche in einer ganzen Saison nicht erleben.

    Und nun kommt am Sonntag (15 Uhr) Titelverteidiger Lemgo in die Aßmann-Halle und mit ihm die halbe Nationalmannschaft. Stephan, Baur, Zerbe, Schwarzer, Ramota, Kehrmann - alles Europameister.

    Ein ungleiches Duell.

    Mag sein, sagt Karsten Lehmann, doch gerade solche Spiele werden oft im Kopf entschieden. Und darum sieht Eisenachs Torhüter sogar die Chance, aus dem Trainer-Notstand moralisches Kapital zu schlagen. Weil alle Spieler um ihre gestiegene Verantwortung wissen und so die Chance bestehe, dass jeder "eine Schippe drauflegt".

    Mittlerweile steht fest, dass Ex-Kapitän und Aufsichtsratsmitglied Jürgen Beck als Feric-Vertreter am Sonntag von Edmund Nositschka assistiert wird. Keine schlechte Konstellation: Der einstige Haudegen von Motor Eisenach, inzwischen für den Jugendbereich des ThSV verantwortlich, hat an der Seite von Beck hunderte von DDR-Oberligaspielen bestritten.

    Vielleicht taugt überhaupt die Erinnerung als guter Begleiter in diesem ersten von zwei Endspielen gegen den Abstieg. Denn das Pflaster der Katzenaue empfinden die hochdotierten Lemgoer seit jeher als heiß und gefährlich. In den bisherigen sechs Spielen kassierte Eisenach erst zwei Niederlagen und feierte selbst zwei starke Siege. Den letzten vor Jahresfrist bei ähnlich ungünstigen Prämissen: Unter dem drohenden Fallbeil der Insolvenz kämpfte der ThSV den TBV mit 29:28 nieder.

    Noch einmal eine solche Handballsensation und vermutlich wäre Eisenach aller Abstiegssorgen ledig. "Mit zwei Punkten hätten wir den Relegationsplatz sicher", glaubt Aufsichtsratschef Günter Oßwald und auch Neu-Manager Thomas Dröge hofft, "dass wir als Außenseiter zwei Zähler holen". Heimspiel ist schließlich Heimspiel, obwohl alle wissen, dass sie eine Woche später in Minden noch einen "zweiten Aufschlag" besitzen. Auch für dieses Spiel ist das Interesse schon jetzt riesengroß. Vorsorglich hat der Verein in Minden 300 Karten geordert, die am Sonntag im Foyer angeboten werden.

    Doch die nächste Chance ist immer die beste. Selbst wenn es die schwerste ist. Denn auch für die Gäste geht es um viel. Die Lipperländer, derzeit Vierter, wollen unbedingt noch auf Platz drei vorrücken, der die Teilnahme an der Champions League garantiert. Einen Sieg in Eisenach vorausgesetzt, könnte sich auch Lemgo am Schlusstag ein Finale liefern: mit Magdeburg um eben jenen dritten Rang.

    Angezogene Handbremsen kann sich also keiner erlauben. Zum einen wird das Spiel in Ausschnitten im mdr-Fernsehen übertragen (ab 16.30 Uhr), zum anderen gehört gerade die schnelle Mitte zum Markenzeichen des Lemgoer Spiels. Dem will Eisenach mit viel Leidenschaft, wenig Fehlern und taktischer Disziplin begegnen.

    Bei aller Ungewissheit - Personalfragen stellen sich beim ThSV nicht. Das berühmte "Never change a winning team" wird auch Beck beherzigen. Schon mangels echter Alternativen. Einzig auf der Planstelle zwischen den Pfosten war gestern noch offen, wer von zwei guten Bewerbern den Vorzug erhält: der in Wetzlar überragende Lehmann oder der wiedergenesene Stammkeeper Dragan Jerkovic.

    Zwei andere Personalien hat derweil der Deutsche Handball-Bund korrigiert. Statt des ursprünglich angesetzten Schiedsrichter-Duetts Ehlers/Schnare pfeifen Matthias Brauer und Kay Holm das Spiel. Erstere lagen in der Vorwoche beim Spiel Nordhorn gegen Pfullingen so heftig daneben, dass der Verband reagieren musste.
    Freilich versagt im Falle Brauer/Holm das gute Omen der Erinnerung. Bei deren letzten Besuch in Eisenach rettete der ThSV mit Mühe ein 24:24 gegen Pfullingen. Andererseits gliche ein solches Resultat gegen Lemgo fast einem Sieg.

    Und: Die Erinnerung an Ehlers/Schnare wäre noch ungemütlicher gewesen. Denn die Kölner waren vor zweieinhalb Jahren am bislang letzten Sieg der Lemgoer in Eisenach tatkräftig beteiligt. Mit skandalö-sen Pfiffen, die damals ebenfalls bis in die Verbandsspitze erhört worden waren. Und auf Ball-Skandale hat niemand Lust.
    Schon gar nicht die Eisenacher in diesem ganz besonderen Spiel. Einem Heimspiel, das ihr letztes ist und nach dem trotzdem nicht Schluss sein soll.

    13.05.2004 Von Axel EGER
    Quelle:
    http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.sport.vo…t=TA&dbserver=1

    Oktober 2001 Bericht auf der HP zum Spiel.
    Die Fans waren natürlich noch aufgebrachter....


    Posse am Abend: Eisenach - Lemgo 25:28


    Gestern Abend kurz vor sieben betrat Dr. Johannes Muthen mit einer Wasserwaage die Werner-Aßmann-Halle. "Ich will mal die Torbalken vermessen", meinte Eisenachs Mannschaftsarzt augenzwinkernd.

    Eine Wasserwaage hätten vielleicht auch die Schiedsrichter gebraucht, um manche ihrer Entscheidungen besser auszubalancieren. Denn während Eisenach erstmals in dieser Saison in den "Genuss" der strenge-ren Regelauslegung kam, konnte Lemgo in kniffligen Phasen auf den Bundesliga-üblichen Bonus einer Spitzenmannschaft bauen.

    Zunächst sah sich der Tabellenführer allerdings von einer offensiven Eisenacher 3:3-Deckung überrascht. Lemgo unterliefen dadurch einige Fehler, der ThSV hielt das Spiel bis zur 20. Minute (8:10) offen. Dann aber kam es knüppeldick: Erst sah Jensen nach einer Rangelei mit Kehrmann die Rote Karte, nachdem er zuvor schon einmal zwei Minuten kassiert hatte. Eine Minute später handelte sich auch Göhl eine Zeitstrafe ein, so dass Eisenach nur noch mit vier Feldspielern auf dem Parkett stand. Das brachte die Fans auf die Palme. Dennoch gelang Amalou per Konter sogar der Anschluss zum 10:11.

    Der Verlust Jensens war für die Gastgeber jedoch schmerzhaft. Lemgo nutzte das aus und zog auf 10:16 davon (28.). Erst als damit praktisch alles entschieden war, dehnten die Referees ihre Pfeif-Posse, die Zuschauer, Spieler und Offizielle an den Rand des Wahnsinns trieb, auf beide Seiten aus. Obwohl sich Eisenach zu Beginn der zweiten Hälfte drei Pfostenwürfe leistete und danach fast durchgängig in Unterzahl spielte, konnte Lemgo seinen Vorsprung nur einmal auf sieben Tore ausbauen (12:19/37.).

    Die Thüringer kämpften unbändig und kamen in der 40. Minute wieder auf 16:19 heran. Zu mehr reichte es nicht. Dass es am Ende nur 25:28 hieß, verdeutlicht, was unter normalen Umständen möglich gewesen wäre. In der Schlussphase quittierten die 2500 auf den Rängen die Leistung der Unparteiischen mit minutenlangen "Aufhören"-Rufen. Der sichtlich erboste ThSV-Manager Thomas Dröge will das Video von diesem Spiel dem Schiedsrichterwart des Deutschen Handball-Bundes zuschicken.Axel EGER Eisenach:

    Jerkovic, Lehmann - Romanesen 1, Amalou 2, Vildalen 4, Reuter 1, Bitterlich, Jensen 2, Just 8/2, Göhl 3, Casanova 3, Wöhler 1.

    Sch.:

    Ehlers / Schnare (Köln).

    7-Meter:

    4/2 : 10/9.

    Zeitstrafen:

    22 min : 16 min.

    von TA