HIer mal der ganze Artikel. Es geht ja eigentlich um das Thema neues Marketingkonzept.
Bezüglich der Fans trifft es für mich auch zu, nur das Einkommen stimmt wohl nicht. 
Handball: Traditionsverein SC Magdeburg präsentiert sich in neuem Gewand
Magdeburg - "Wir sind die modernen Gladiatoren", erklärte Stefan Kretzschmar einmal mit Blick auf die Saison 2000/2001 in einem Volksstimme-Interview, begründete seine Einschätzung mit Fakten: "38 Bundesliga-Spiele, dazu DHB-Pokal, Europacup sowie die Partien im Nationalteam u.a. bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaft. Ich komme auf 90 Spiele."
Gladiators - ein Name, der (noch) viele Fragen aufwirft
Der Handball-Star verstand seine Erklärung als Anklage, den Begriff "Gladiatoren" interpretierte die Kultfigur als negativ besetzten Wert. Vorwurfsvoll sagte er: "Wir werden rücksichtslos zum Fraß vorgeworfen. Wer gesund durchkommt, hat Glück. Wer auf der Strecke bleibt, hat Pech gehabt." Angesichts dieses Statements verwundert es, dass gerade sein Club neuerdings die Bezeichnung "Gladiators" als Bestandteil einer Image-Kampagne verwendet.
In welcher Form der "Kampfname" künftig ins Bewußtsein der Handball-Gemeinde dringen soll, darüber scheinen sich die Protagonisten noch nicht einig zu sein. Heute Abend möchte der Traditionsverein im Maritim-Hotel jedoch seine neue Konzeption präsentieren, die wichtigste Frage beantworten: Wie wird sich der Bundesligist künftig nennen? Manager Bernd-Uwe Hildebrandt nannte bisher zwei Versionen. In einer Pressekonferenz am 13. August sagte er, dass "der SC Magdeburg immer der SC Magdeburg bleiben wird", erklärte aber tags darauf der "Berliner Zeitung", man heiße künftig "SC Magdeburg Gladiators". Die für die Kreation verantwortliche Agentur Markt- & Medien-Kommunikation (MKK), die mit Ciz Schönberger, der Berliner Managerin von Stefan Kretzschmar, als Ideengeber fungiert, hingegen plädiert für die Variante "Gladiators Magdeburg".
Das "Geschrei" um die Veränderung des Weltruf besitzenden Markenzeichens "SCM" versteht Suzanne Örtl (MKK) nicht so recht. "Die Gladiatoren sind verehrt worden, starke Männer, beseelt vom Siegeswillen", versucht sie positive Assoziationen darzulegen. Sie setzt wie der Verein auf die verklärenden Darstellungen der kitschig inszenierten Verfilmungen, z.B. dem Helden-Epos des Sklavenaufstandes um den Gladiator Spartacus. Da bewies "Rebell" Kretzschmar vor zwei Jahren eine detailliertere Kenntnis römischer Sozialgeschichte, sah die heutigen "Handball-Gladiatoren" eher in ihrer historischen Rolle als ausgebeutete Sklaven, brachte ins Gespräch, "nachzudenken, eine Spielergewerkschaft zu gründen".
Doch die Diskussion in der Öffentlichkeit um den Begriff "Gladiators", die von Lob für den Mut bis zu Schmähungen wie "Über Magdeburg lacht die Sonne, über den SCM die ganze Handball-Welt" reichen, bildet sozusagen bereits die zweite Phase. Zuvor bewegt die Gemüter die Frage: Warum überhaupt die laut "Sportbild" auf 100000 Euro geschätzte Kampagne? Was ist so schlimm am Namen SC Magdeburg, der synonym für eine glanzvolle Erfolgsstory steht? In der Werbebranche gilt: Einen eingeführten, erfolgreichen Markennamen ändert man nicht ohne Not.
Natürlich hat sich der Verein dabei etwas gedacht. "Wir müssen in der Vermarktung neue Wege gehen, die Außendarstellung optimieren. Ich halte das Konzept als Ganzes für sehr gelungen", äußert sich Hildebrandt angetan vom "Paket". Zu ihm gehören ein neues Logo, neue Hymne der Gruppe "Scycs" (im Handel erhältlich), "relaunchter" Internet-Auftritt (http://www.sc-magdeburg.de) sowie eine erweiterte Produktpalette an Fan-Artikeln. Wobei Traditionalisten bereits unkten: hoffentlich keine Gladiatoren-Figuren mit Köpfen der Spieler.
Dass Hildebrandt damit kokettiert, in Sachen "Namensgebung" Vorreiter der Branche zu sein, stimmt jedoch nicht. Die SG Wallau probierte, als "Panthers" für Aufsehen zu sorgen, zog nach Frankfurt um. Mitbekommen hat davon kaum jemand etwas, das Buhlen um "Kids" als Klientel erwies sich als Misserfolg, finanziell stand der Verein jetzt kurz vor dem Aus. Ein Name allein macht's nicht. Der konservative Handballfan definiert seine Zuneigung weiter in erster Linie über Leistung, nicht über eine noch so gut inszenierte Show. Das gilt auch fürs Fernsehen. Die TV-Highlights hießen: Meisterschafts-"Endspiel" 2001 und das Champions-League-Finalrückspiel 2002. Eigenwerbung pur.
Beim SCM glaubt man jedoch, im neuen "Gewand" neues Zuschauerpotenzial gewinnen zu können. "Wir wollen die Zielgruppe der 16- bis 30-Jährigen ansprechen", hofft "Imperator" Hildebrandt auf steigende Nachfrage. Dass Kiel ohne Namensänderung und Eventcharakter in der Halle eine 10000-Zuschauer-Arena mit Dauerkartenabonnenten füllt, relativiert der Manager. "Der Raum Kiel hat bessere wirtschaftliche Bedingungen, die Leute dort verfügen über mehr Geld", so seine Begründung dafür, dass trotz des "Sammelns" zahlreicher hochkarätiger Titel die Zuschauerzahlen hierzulande nicht explodierten. Ob die von Werbestrategen eher finanzschwache Gruppe der Jugendlichen mobilisiert werden kann, um die Halle zu füllen, scheint nicht der logische Weg. Soziologische Analysen belegen: Handballfans sind überwiegend männlich, 30 Jahre und älter, verfügen über gehobenes Einkommen.
Als wenig professionell erwies sich das Vorhaben der Medien-Agentur, Bilder der Mannschaft ausschließlich in Eigenregie herzustellen. Was bei Bayern München oder Borussia Dortmund selbstverständlich ist - ein öffentlicher Foto-Termin - strich man einfach von der Tagesordung.
Und über die Aktion, das Team eingeölt in Unterhosen zu präsentieren, gehen die Meinungen weit auseinander. Solche Motive werden eigentlich im Sport als "letzter Hilfeschrei" eingeordnet, um zu zeigen: Unsere Sportart existiert noch. Derartige Auftritte hat Magdeburg nicht nötig. Der Club ist in der günstigen Situation, nicht nach der Devise handeln zu müssen: Hauptsache man redet über uns, egal wie.
(VS)
Da spiegelt sich auch etwas die Verbitterung wieder, wie mit der Presse neuerdings umgegangen wird.
Es gibt ja für die Fotos nur noch exklusiv Herrn Kretzschmars Kumpel und die Bilder sehen teilweise naja aus.
Die Bilder von Flensburg die letztens in der Sport1 Diashow waren, die sind toll.
Die sahen wenigstens aus wie vom Profi gemacht und waren auch lustig.
Heute wird ja endlich das Konzept öffentlich gemacht beim SCM.