Um 16 Uhr kreuzt der emsige Trainer wieder in der Eckener Straße auf. In der SG-Geschäftsstelle sitzt er zusammen mit Thorsten Storm, um die Personalplanungen für die kommende Saison voranzutreiben. Noch ist unklar, ob Sören Stryger und Lars Christiansen verlängern. Bei Glenn Solberg hingegen verschlechtern sich die „Aktien“. Manager und Trainer suchen nach Alternativen. „Die Rückraum-Mitte ist die wichtigste Position auf dem Feld“, betont Kent-Harry Andersson.
Zum Training in der Duburghalle ist es nur ein „Katzensprung“. Mit Verstärkung aus der „Zweiten“ und Co-Trainer Bogdan Wenta gelingt es sogar, eine Partie „fünf gegen fünf“ auf die Beine zu stellen. Als Marcin Lijewski und Lars Christiansen kurz zusammenprallen, gefriert der Trainer-Atem. „Jetzt nicht noch ein Verletzter mehr!“ Zum Glück ist nichts passiert. Nach 90 Minuten endet gegen 18.30 Uhr die Einheit. Kent-Harry Andersson spricht mit Mannschaftsarzt Dr. Hauke Mommsen über die angeschlagenen Akteure. Das Gesicht hellt sich auf. Gegen Düsseldorf fehlen wohl nur Sören Stryger und Johnny Jensen.
Kurz nach 19 Uhr ist Kent-Harry Andersson wieder zu Hause. Er isst gemeinsam mit seiner Frau und entspannt. Feierabend ist aber noch nicht. Um 21 Uhr setzt sich der Trainer noch einmal an das Videogerät und schneidet die wichtigsten Szenen über die HSG Düsseldorf zusammen. Eine Syphilis-Arbeit – aber ein Muss. „Morgen werden wir unser Training auf den nächsten Gegner ausrichten“, erklärt Kent-Harry Andersson. „Da brauche ich aussagekräftige Szenen.“ Erst gegen Mitternacht geht das Licht aus. Ein normaler „Trainer-Alltag“ ist zu Ende.
Autor:
Von: ki
Ein Teil eines aktuellen Bericht auf der Flensburger Hompage über den Alltag des Trainers. Schwere Krankheiten in der Beate Uhse - Stadt.
Da ist doch bestimmt der Sisyphus gemeint, den die Götter straften.