So, ein paar weitere gute Nachrichten für den Tusem. Besonders die ersten paar Absätze sind interessant:
HANDBALL-EUROPAPOKAL / Tusem zog locker mit 32:24 ins Viertelfinale ein. Reeder aus Griechenland wird Sponsor.
Gute Nachrichten vom Tusem. Es geht weiter. Sportlich und finanziell. Nach dem Einzug ins Europapokal-Viertelfinale über Fidelinka Subotica aus Serbien-Montenegro mit 32:24 (17:9) gab der Essener Handball-Bundesligist am gestrigen Sonntag bekannt, mit dem griechischen Reeder Eleftherios Tsiros einen neuen finanzkräftigen Sponsoren für sich gewonnen zu haben. Die Zukunft des Traditionsvereins von der Margarethenhöhe scheint damit endgültig gesichert.
Engagement für zwei Jahre
Tsiros ist ein Freund und Geschäftspartner von Georg Weiner, der als "Retter in der Not" im letzten Dezember beim Ex-Meister und Pokalsieger finanziell eingestiegen war und den Verein damit vor dem Aus bewahrte. Tusem-Boss Klaus Schorn erklärte, Tsiros habe sich zunächst für die kommenden zwei Jahre engagiert.
"Ich hoffe, dass jetzt andere Sponsoren mitziehen, beziehungsweise nachziehen", so Schorn am Rande des Achtelfinalrückspiels vor 1200 Zuschauern in der Grugahalle. Schorn ging mit der "frohen Kunde" an die Öffentlichkeit, nachdem er die Bankbestätigung über den anstehenden Transfer des erwarteten Betrages erhalten hatte.
Tsiros wird zum Spitzenspiel des Tusem am 21. Dezember um 20 Uhr in der Arena Oberhausen gegen den THW Kiel erwartet und soll dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Nach diesem überaus positiven Signal aus dem Umfeld wollten sich die Spieler auch nicht lumpen lassen. Sie gingen voll zur Sache gegen den Gast aus Serbien, der sich zwar ehrgeizig zeigte, aber schon nach zehn Minuten die deutliche Überlegenheit der Gastgeber anerkennen musste. Da führte der Tusem schon mit 5:1 und ließ seine Muskeln mächtig spielen.
Sonderlob verdiente sich die Abwehr, die alle im Griff hatte und auch Torhüter Mario Kelentric, der wie schon im Hinspiel glänzte mit einem gehaltenen Siebenmeter und zahlreichen Paraden. "Das war eine der besten Abwehrleistungen, die die Mannschaft je gezeigt hat", lobte der Sportliche Leiter Hade Schmitz.
Auch im Angriff gab es nicht viel zu bekritteln. Im Gegensatz zum Spiel in Lemgo fassten sich gestern auch Christian Rose und Sergio Casanova wieder ein Herz. Besser in Schwung zeigte sich auch Flügelflitzer Gudjon Sigurdsson. Rückraum-Torjäger Oleg Velyky ließ sein außerordentliches Können aufblitzen, konnte sich im zweiten Abschnitt aber schon schonen mit Blick auf das Meisterschaftsspiel am Mittwoch (19.30 Uhr, Grugahalle) gegen Minden.
Schongang eingelegt
Die Essener bauten ihren Vorsprung bis zur 49. Minute auf zwölf Tore aus (28:16). Die Gelegenheit war günstig, auch die Nachwuchsspieler wie Tenberken oder Torwart Zidorn wieder einmal zu bringen, die sich mit gutem Einsatz bedankten. Es klappte weiter wie am Schnürchen und Subotica bekam klar die Grenzen aufgezeigt. Im Team der Gäste waren Petar Papic und der Lanke Linkshänder Milan Ivanovic mit jeweils fünf Toren die besten Werfer.
Suboticas sportlicher Leiter, Mile Batinic, zog ein nüchternes Fazit: "Das klar bessere Team hat gewonnen. Es hat sich gezeigt, dass der Tusem im Hinspiel nur mit halber Kraft gespielt hat. Nur deshalb konnten wir in Subotica gewinnen, worüber sich unsere Spieler wie die kleinen Kinder gefreut haben."
Tusems Trainer Iouri Chevtsov wirkte entspannt wie selten nach einem Spiel: "So hatte ich mir das gewünscht. Endlich einmal ein ruhiges Spiel." Der 44-Jährige bekannte, dass man mit Tempogegenstößen viel Druck aufbauen und damit schnell für klare Verhältnisse sorgen wollte. Das sei gelungen. Deckung und Torwart verdienten sich ein dickes Lob.
Nun wartet der Tusem gespannt auf die Auslosung in Wien am morgigen Dienstag. Der Wunschgegner wäre Bregenz. "Bloß nicht nach Astrachan", so Hade Schmitz mit Blick auf die großen Reisestrapazen.
Die Tusem-Tore erzielten: Sigurdsson 5, Schmetz 5/2, Rose 4, Szilagyi 4, Velyky 4/1, Torgovanov 3, Casanova 3, Tenberken 2, Haaß 1. Roggisch 1.