Beiträge von Outsider81

    Ein „erfolgreicher Leidensweg“
    Rückblick:
    Im Juli 2008 saß ein stark verändertes und blutjunges Team im Seminarraum des Schliffkopf-Hotels, um im Rahmen des Trainingslagers gemeinsam die Saisonziele festzulegen.


    Hierbei waren die Auffassungen bezüglich dieser Thematik doch recht unterschiedlich, aber man nahm schließlich –sollte verletzungstechnisch nichts Außergewöhnliches passieren – Platz vier bis fünf ins Visier.
    Was dann aber in den Folgemonaten passierte glich einem einzigen Leidensweg, der allerdings schon fast heroische Züge annahm bzw. aktuell annimmt.

    Rückschläge und kein Ende:

    Alles begann mit der Knieverletzung von Mannschaftsführerin und Abwehrspezialistin Steffi Trunk zum Ende der Vorbereitung. Alle Verantwortlichen waren sich einig, dass dieser Ausfall nur schwer zu kompensieren sei – aber es gelang.

    Im November/Dezember folgten die Ausfälle von Johanna Holstein bzw. Elli – Garcia Almendaris und spätestens hier hätten viel Experten keinen Pfifferling mehr auf die Bären gegeben – aber das Team punktete munter weiter, als sei nichts passiert.

    Ende Dezember bzw. im Januar folgten dann die Ausfälle von Norma Krake und Theresa Köhler, die durch ihre aufsteigende Formkurve in erheblichem Maße dazu beigetragen hatten, dass weiterhin erfolgreich gespielt werden konnte und dass die Ausfälle völlig kompensiert werden konnten. Spätestens hier gerieten auch viele Optimisten ins Zweifeln und man rechnete mit Schlimmerem.
    Aber was tat die verbleibende Rumpftruppe? Sie punktete weiter, passierte die 20-Punkte Marke, ab der man mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun hat, und festigte zudem einen Play-Off - Rang. Das Ganze gewinnt noch erheblich an Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass hinsichtlich der Zukunft des Teams sich einige Ungewissheiten in dieser Phase einschlichen.

    Die Spitze des Eisberges:

    Nasenbeinbruch bei Frederike Gubernatis! – Diese Nachricht machte die Runde. Nun hat es also eine weitere Schlüsselspielerin erwischt und man kann für die nächsten Wochen wohl nur noch auf sieben bis acht Feldspielerinnen zurückgreifen. Optionen gibt es keine mehr, außer der Tatsache, dass Torhüterin Ilka Arndt auch auf der Außenposition keine schlechte Figur macht und Norma Krake eventuell in wenigen Wochen zurückkehren kann.

    Die Bitte an die Fans:

    Auch wenn das Häuflein Aufrechter es nicht mehr schafft den bisherigen Rang zu verteidigen und Federn lassen sollte, braucht das Team weiterhin die Unterstützung der Fans, denn die Mannschaft hat sich über zwei Drittel der Saison diesen Platz unter teilweise misslichsten Umständen erarbeitet und hat alleine dafür bedingungslose Unterstützung verdient.

    Eigener Bericht - ea -
    23- Feb. 2009


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 23.02.2009

    And the Oscar goes to ...Berlin: Der Kurzfilm "Spielzeugland" des Berliner Regisseurs Jochen Alexander Freydank ist mit dem begehrten Academy Award ausgezeichnet worden. Damit ist die Hauptstadt filmisch wieder auf Augenhöhe mit München.

    Hollywood, wir kommen!
    Kate Winslet:Wege des Ruhms In seiner Kindheit träumte er davon, eines Tages Filme für die Defa zu machen. Am Sonntag ist Jochen Freydank, 40 Jahre alt, an einem Ort angelangt, den seine damalige Erfolgs-Messlatte gar nicht vorgesehen hatte: Sein 14-minütiger Kurzfilm "Spielzeugland" ist mit einem Oscar ausgezeichnert worden. Für die Verleihung am Sonntagabend hatte sich der Regisseur noch schnell eine Stretch-Limousine gemietet, kleinstmögliches Modell, Kostenpunkt: 700 Dollar. Absurd, sagte Freydank, wenn man bedenke, dass er und seine Crew beim Dreh peinlich genau darauf geachtet hätten, alle den gleichen Handyanbieter zu haben, um ja ein bisschen Geld zu sparen. Doch ohne Limousine geht es nicht in LA, das hat ihm Florian Gallenberger noch mit auf den Weg gegeben.

    Gallenbergers "Quiero ser" gewann vor acht Jahren den Kurzfilm-Oscar, eine Limousine hatte der Regisseur damals nicht gemietet, ein Taxi fand er auch nicht, weil alles abgesperrt war, und am Ende musste er per Anhalter fahren, auf dem Schoß seinen Oscar. So eng auf Tuchfühlung mit der Trophäe war vor Gallenberger lange kein Deutscher mehr gegangen. In den Neunzigern schien die Beziehung zwischen den Deutschen und Oscar eingeschlafen zu sein. Die große Ära der Autorenfilme war vorbei, und die Schenkelklopf-Komödien jener Zeit hatten nur in Deutschland Erfolg. Das änderte Gallenberger. 2003 folgte ihm Caroline Link, die mit "Nirgendwo in Afrika" den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film gewann. Die Deutschen waren wieder im Geschäft in Los Angeles - zumindest ein Teil von ihnen. Gallenberger und Link stammen aus München, haben an der dortigen Filmhochschule studiert, und auf Deutschlands Landkarte war somit klar verzeichnet, welche filmische Schätze es wo zu heben gab: Hochglanz, internationale Formate und Kommerz in München, randständige Milieustudien und filmische Experimente in Berlin.

    Vier Medienboard-Produktionen waren nominiert

    Doch inzwischen kann die Hauptstadt mehr. Dieses Jahr hatten sogar vier vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Filme Aussichten auf Trophäen - zum einen Großprojekte wie "Der Vorleser" und "Der Baader-Meinhof-Komplex", zum anderen der Low-Budget-Film "Spielzeugland" und das Arthouse-Projekt "Waltz with Bashir", nominiert als bester nicht-englischsprachiger Spielfilm und koproduziert von der Berliner Produktionsfirma Razorfilm.

    Darüber freut sich auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Am Montagmorgen gratulierte er dem Gewinner "im Namen aller Berliner Filmfans und darüber hinaus aller Berlinerinnen und Berliner." "Vier Jahre hat Freydank an den 14 Minuten gearbeitet, die ihn jetzt zum Erfolg geführt haben. Es hat sich gelohnt", fügte Wowereit an. Lohnenswert war das Engagement auch für die staatlichen Filmförderer.


    Stellt man sich die Möglichkeiten eines Films als Kontinuum vor, liegen "Spielzeugland" und "Waltz with Bashir" an zwei sehr weit voneinander entfernten Punkten. Freydank liefert klassisches Erzählkino, angesiedelt in Nazideutschland. Eine Mutter (Julia Jäger) will ihren Sohn vor der Wahrheit schützen, als die jüdischen Nachbarn abgeholt werden. Die Familie mache eine Reise ins Spielzeugland, sagt sie und ahnt nicht, dass diese Vorstellung so reizvoll auf ihren Sohn wirkt, dass er beschließt mitzufahren. Filmische Überraschungen birgt das Minidrama kaum, aber es funktioniert. Dass Freydank in Form und Inhalt nicht ausschert, mag auch daran liegen, dass er als Produzent der Fernsehserie "In aller Freundschaft" Erzählkonventionen gewohnt ist. Doch über die Serienarbeit will er nur ungern reden, ganz so, als schade kommerzieller Erfolg dem künstlerischen Ruf.

    Genau diesen schwierigen Spagat haben die Razor Film-Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul geschafft. Ihr Name, sagt Paul, rühre daher, dass sie Filme machen wollten, die wie ein Schnitt durchs Auge seien, rasiermesserscharf und riskant. Diese vollmundige Ankündigung haben die Wahlberliner eingelöst: 2006 wurde der von ihnen kofinanzierte Film "Paradise Now" über zwei palästinensische Selbstmordattentäter für den Oscar nominiert. Mit "Waltz with Bashir" schicken sie nun den zweiten Film zum Nahostkonflikt ins Rennen. In einer animierten Spurensuche, einer nie dagewesenen filmischen Form, versucht der israelische Regisseur Ari Folman seine disparaten Erinnerungen an den blutigen Beirut-Krieg zusammenzufügen.

    Das urdeutsche Trauma Holocaust

    So unterschiedlich "Spielzeugland" und "Waltz with Bashir" auch sind, beide umkreisen, wie an einer unsichtbaren Longe geführt, das urdeutsche Trauma, den Holocaust. "Spielzeugland" ist dichter dran, er erzählt direkt von Nazideutschland, aber auch der Konflikt in Nahost ist nichts anderes als die weitergedachte und -getriebene Konsequenz der deutschen Schuldfrage.


    Insofern gibt es doch Kontinuität in der deutschen Filmwelt in Hollywood. Der Holocaust hat weiterhin Konjunktur. In den vergangenen Jahren blitzte zwar auch Interesse an anderen Themen der deutschen Geschichte auf - "Das Leben der Anderen" bekam einen Oscar, "Der Baader-Meinhof-Komplex" könnte ihn dieses Jahr bekommen. Ein Grund mag sein, dass sich Amerikaner der Bundesrepublik stets besonders verbunden gefühlt haben. Schließlich war sie das Bollwerk gegen den Kommunismus und wurde 1989 sogar zum Symbol für den Sieg des amerikanischen Prinzips. Insofern üben Filme über die Anfechtungen, die das Land erlebte, einen großen Reiz aus, doch das Leitmotiv bleibt der Holocaust. In amerikanischen Produktionen nimmt seine Darstellung inzwischen immer absurdere Formen an. Gerade hat Quentin Tarantino den Film "Inglorious Basterds" abgedreht, in dem Widerständler die Führungsriege der Nazis in Paris in die Luft sprengen wollen, die Handlung ist frei erfunden. In dem Filmprojekt "Iron Sky" besetzen Nazis gar den Mond. Es scheint, als sei der Holocaustfilm endgültig zum eigenen Genre geworden.


    (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 22.02.2009)

    Quelle:http://www.tagesspiegel.de/kultur/Oscar-F…;art772,2736105

    Oscarpreisträger 2009


    Bester Film: "Slumdog Millionär"
    Hauptdarstellerin: Kate Winslet, "Der Vorleser"
    Hauptdarsteller: Sean Penn, "Milk"
    Nebendarstellerin: Penélope Cruz, "Vicky Cristina Barcelona"
    Nebendarsteller: Heath Ledger, "The Dark Knight"
    Regie: Danny Boyle, "Slumdog Millionär"
    Nicht-englischsprachiger Film: "Departures" (Japan)
    Adaptiertes Drehbuch: Simon Beaufoy, "Slumdog Millionär"
    Original-Drehbuch: Dustin Lance Black, "Milk"
    Kamera: Anthony Dod Mantle, "Slumdog Millionär"
    Schnitt: Chris Dickens, "Slumdog Millionär"
    Ausstattung: Donald Graham Burt und Victor J. Zolfo, "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
    Kostümdesign: Michael O'Connor, "Die Herzogin"
    Ton: Ian Tapp, Richard Pryke und Resul Pookutty, "Slumdog Millionär"
    Ton-Schnitt: Richard King, "The Dark Knight"
    Make-Up: Greg Cannom, "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
    Spezial-Effekte: Eric Barba, Steve Preeg, Burt Dalton und Craig Barron, "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
    Filmmusik: A.R. Rahman, "Slumdog Millinär"
    Original-Song: "Jai Ho" von A.R. Rahman und Gulzar, "Slumdog Millionär"
    Kurzfilm: Jochen Alexander Freydank, "Spielzeugland"
    Animationsfilm: Andrew Stanton, WALL-E (Walt Disney)
    Animations-Kurzfilm: Kunio Kato, "La Maison en Petits Cubes"
    Dokumentarfilm: James Marsh und Simon Chinn, "Man on Wire"
    Kurz-Dokumentarfilm: Megan Mylan, "Smile Pinki"
    Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Jerry Lewis

    Zitat

    Original von Lord Vader

    Verlässt er die Kröstis - oder wird er weggeschickt ? ;)

    Natürlich melde ich mich bezüglich Laskawy hier in der Ecke erst jetzt - das kannst Du mir vorwerfen. Aber das hätte ich auch so geschrieben und habe ich auch nach Trainingseindrücken bei der Regio sofort und immer gesagt.

    @Lord:

    War doch nur ein Scherz, bitte nicht ernst nehmen.

    Zitat

    Original von Lord Vader


    Wieso sollte er denn Buli spielen ? Weil er groß ist (2,04 m) - oder weil er Linkshänder ist? Ne da gehört schon mehr dazu als vom Handballexperten Wunderlich als Talent empfohlen zu werden - insbesondere wenn man noch mit dem Superscout verwandt ist :nein:

    Vielleicht schafft er es in die 2. Liga - aber mehr traue ich ihm aktuell nicht zu, selbst dafür wäre noch ein gewaltiger Leistungssprung erforderlich


    Kaum wird bekannt, dass ein Spieler die Krötentruppe verlassen wird, schon wird seine Erstligatauglichkeit von einem Krötenfan angezweifelt:-)