Beiträge von Outsider81

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    Original von scrollan
    leider hat der tusem mit pfänder als trainer mal wieder eine niete gezogen. viel spass in der hbl.....

    Wie kann man nur andauernd so ne Scheiße schreiben wie Du ?(

    Zitat

    Original von scrollan
    lest den fred und werdet schlau über die fans der turner...

    außer THW schreien scheint da nicht viel los zu sein.

    vielleicht könnte der thw (T echnisches H ilfs W erk) ja mal das gehirn seiner fans mir strom versorgen?

    werde ich jetzt wieder editiert oder gesperrt?

    Wer so einen Mist schreibt ist schon bestraft genug, da braucht es keine Strafe der mods mehr. :wall:

    Tatort-Nachfolge in Hamburg
    Deutsch-Türke Kurtulus ermittelt ab 2008
    Der Schauspieler Mehmet Kurtulus (34) wird als neuer NDR-"Tatort"-Hauptkommissar Cenk Batu in Hamburg ermitteln. Er tritt damit die Nachfolge von Robert Atzorn als Hauptkommissar Jan Casstorff an. Der erste Fall mit Kurtulus wird im kommenden Jahr im Ersten zu sehen sein; die Dreharbeiten sind für Anfang kommenden Jahres geplant. Der von ihm verkörperte Kommissar Batu ist in Hamburg als Sohn türkischer Eltern geboren; er soll unter anderem auch verdeckt ermitteln.


    Mehmeht Kurtulus an der Seite von Maria Furtwängler im Lindholm-TATORT "Wem Ehre gebührt", Bild: NDRMehmet Kurtulus über sein neues Engagement: "Eine besondere Herausforderung und eine weitere Pionierarbeit in meinem beruflichen Werdegang. 'Tatort´ Hamburg: Aus Krimi wird Thriller, sonst ändert sich nix." Auch im NDR ist man stolz. Volker Herres, NDR Programmdirektor Fernsehen, zur neuen TATORT-Konzeption: "Wir freuen uns, mit Mehmet Kurtulus den ersten türkischstämmigen 'Tatort´-Kommissar präsentieren zu können - wenn man ehrlich ist, war das längst überfällig. Er ist ein bemerkenswerter Schauspieler und wird die Tradition großer Hamburger 'Tatort´-Kommissare überzeugend fortsetzen."

    Bereits kurz nach Ostern hatte die BILD-Zeitung diese Personalie "ausgeplaudert". Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) wies den Bericht noch als «Spekulation» zurück, weil der Vertrag mit dem Darsteller noch nicht unterzeichnet war. Auch Kurtulus´ Management dementierte erst, nachdem es kurz nach Bekanntgabe noch bestätigt hatte.
    Neues Konzept: Spannung steigt
    Die Verpflichtung des Deutsch-Türken Kurtulus läutet eine neue Konzeption am TATORT ein, denn einen deutsch-türkischen Ermittler gab es in der Reihe bisher nicht. Auch die Figur eines überwiegend undercover ermittelnden Polizisten ist für die Reihe neu. Bleibt abzuwarten, ob der Hamburger TATORT wirklich mit "Thriller"-Qualitäten aufwarten kann und wie dies umgesetzt werden soll. Durch die Diversifizierungen bei den Ermittlerfiguren und der immer wieder erhöhten Schlagzahl von jährlichen TATORT-Folgen sind die Sender immer wieder auf neue Konzepte angewiesen, um mit ihrem Konzept erkennbar zu bleiben zu bleiben und innerhalb der TATORT-Reihe "einmalig" zu sein.
    Vielseitiger, ausgezeichneter Darsteller
    Mehmet Kurtulus wurde vor allem durch den gefeierten Gangsterfilm "Kurz und schmerzlos" von Fatih Akin bekannt. Für seine Rolle des Gabriel bekam er 2001 eine Grimme-Preis. Weitere Rollen spielte er in Akins Kinofilmen "Im Juli" und "Gegen die Wand". Letzterer wurde 2004 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Für diesen Film war Kurtulus auch als Koproduzent tätig. In Doris Dörries´ "Nackt" spielte er als erster Türkischstämmiger in einem deutschen Film eine Hauptrolle ohne Referenz auf seine Herkunft. Zu seinen Arbeiten zählen auch das Fluchthelfer-Drama "Der Tunnel" von Roland Suso Richter.


    Sechs Filme in drei Jahren
    Kurtulus soll Presseberichten zufolge mit dem NDR vereinbart haben, zunächst sechs TATORT-Folgen in drei Jahren zu realisieren. Es gebe jedoch für beide Seiten die Option auf eine Vertragsverlängerung.
    Vor kurzem stand Mehmet Kurtulus bis Anfang April 2007 als Hauptkommissar in dem NDR-"Tatort: Wem Ehre gebührt" in Hannover und Lüneburg neben Maria Furtwängler vor der Kamera; Regie führte hier Angelina Maccarone. Dieser TATORT ist voraussichtlich am 2. September 2007 zu sehen.


    NDR/fw/tg

    http://www.tatort-fundus.de

    Ende gut, (fast) alles gut: Mission Klassenerhalt erfüllt

    Von A bis Z: Rückblick auf die Saison des Erstligisten TSG Ketsch, der zum zweiten Mal hintereinander die Liga hielt

    Die Erstliga-Handballerinnen der TSG Ketsch haben die Saison 2006/2007 mit dem Spiel in der Play-off-Runde beim VfL Oldenburg beendet, aber schon nach dem letzten Hauptrundenspieltag war das Ziel, der Klassenerhalt, erreicht. Es war eine Runde mit Höhen und Tiefen, auf die wir in der Folge von A bis Z noch einmal zurückblicken werden.

    A wie Annick: Vorname des ersten Neuzugangs für die Saison 07/08. Bosshart, Jahrgang 1988, spielt in der Schweizer U20-Nationalmannschaft, ist auf Linksaußen und der Mitte einsetzbar und kommt vom LC Brühl St. Gallen.

    B wie Brückmann: Die Rückraumspielerin, hat sich in ihrer ersten Runde in Ketsch als Verstärkung erwiesen. Mit 82 Treffern (Durchschnitt pro Spiel 3,9 Tore) war Maike Brückmann auch erfolgreichste Torschützin der Bären vor Natalie Augsburg (2,86), Franzi Garcia Almendaris (3,17), Astrid Wörner (2,86) und Jeannette Ullrich (2,79).

    C wie Chancenauswertung: Wenn sie stimmte, waren die Bären auch gegen stärkere Konkurrenten insbesondere in der ersten Hälfte bei der Musik mit dabei. Aber meist war die Angriffseffektivität zum Haareraufen. Die Zahlen belegen: Mit 557 erzielten Treffern in der Hauptrunde belegt Ketsch den letzten Platz in dieser Kategorie, hinter den Absteigern Dortmund und Göppingen. Für den drittletzten Platz in der Kategorie kassierte Tore (669) reichte es vor der HSG Blomberg-Lippe (686) und FA Göppingen (692) genauso wie zum drittletzten Rang in der Kategorie Torverhältnis (-112, HSG -113, FA -120).

    D wie Durchhaltevermögen: Das haben die Bären bewiesen, obwohl sie von vielen so genannten Handballexperten nach dem 28:28 gegen Dortmund als Absteiger gehandelt wurden. Bereits eine Woche später schrammten die Stehaufmännchen in Leipzig (30:32) an einer Sensation vorbei.

    E wie Erfolge: Die Bären feierten in der Hauptrunde deren fünf. In der Nachbetrachtung der Saison dürften der Sieg in Buxtehude (3. Spieltag) und zuhause gegen den Thüringer HC (13. Spieltag) die ausschlaggebenden gewesen sein.

    F wie Fans: 6501 Zuschauer und Fans fanden laut Zuschauerübersicht auf der Homepage der Handball Bundesliga Frauen (http://www.hbvf.de) in den zwölf zurückliegenden Heimspielen den Weg zu den Bären-Spielen (Schnitt pro Spiel: 541). Spitzenreiter der Übersicht ist Leipzig, der in den bisher elf absolvierten Spielen 22 820 Zuschauern (Schnitt pro Spiel 2074) hatte. Schlusslicht ist Blomberg-Lippe (6220 in zwölf Spielen, Schnitt pro Spiel 518).

    G wie Gerling: Heiko Gerling hört als Co-Trainer aus beruflichen Gründen auf. Während er mehr für den lauten Part von der Bank aus zuständig war, zeichnete Karin Euler für Strategie, Wechsel und Taktik verantwortlich. Karin Euler, die in der Runde 07/08 in ihre 14. Saison in Ketsch geht, steht dann auch Torwarttrainerin Ulrike Voss nicht mehr zur Verfügung.

    H wie Heimschwäche: Die Bären brachten es gerade mal auf zwei Heimsiege (Thüringer HC und Blomberg-Lippe) und zwei magere Unentschieden (gegen Göppingen und Dortmund). Unter dem Strich bedeuteten das sechs Pluspunkte. Genauso viel wurden auch in fremden Hallen geholt.

    I wie internationale Einsätze: Ilka Arndt und Svenja Huber trugen bei Turnieren das Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Natalie Augsburg stand bereits im Notizbuch des Bundestrainers, konnte dann aber aufgrund ihrer Fingerverletzung nicht berücksichtigt werden. Elli Garcia Almendaris, Marlene Zapf und Friederike Gubernatis schafften mit den DHB-Juniorinnen die EM-Qualifikation.

    J wie Jean: Spitzname von Kapitän und Bären-Oma Jeannette Ullrich, die nach 17 Jahren bei der TSG ihre aktive Laufbahn beendet. Ullrich, 34, ist die siebtälteste Spielerin der Saison 06/07. Jetzt geht Ullrich (Motto: Ehrgeiz, Kampfkraft und nie aufgeben), die neben Svenja Huber und Steffi Trunk alle 24 Spiele (Hauptrunde plus zwei Play-offs) absolviert hat.


    Erzielten zusammen 149 der insgesamt 597 Ketscher Tore während der Saison 2006/2007: Kapitän Jeannette Ullrich (links) und Maike Brückmann.
    Bild: Pfliegensdörfer


    K wie Klassenerhalt: Das Saisonziel, es wurde erreicht. Die Bären sind auch in der nächsten Runde erstklassig, zum dritten Mal hintereinander.

    L wie Laverroux: Vom zweiten Neuzugang Barbara Laverroux hatten sich die Fans und Verantwortlichen insgeheim mehr erwartet, doch die 30-Jährige kam nie zum Zug - wohl auch, weil 1. Bundesliga für sie eine Nummer zu groß war.

    M wie Mentaltrainer. Mit Psychotherapeut Eberhard Schrott haben die Bären seit mehr als einem Jahr einen Mentaltrainer. Schrott ist in den Trainingsalltag integriert und auch bei den Spielen dabei.

    N wie Niederlagen: 15 in der Hauptrunde, zwei weitere in den Play-offs. Die höchsten Niederlagen gab es in Nürnberg (16:39) und in Trier (43:23), die knappsten in Blomberg-Lippe (26:28) und in Leipzig (30:32).

    O wie Originalton: Der erlöste im Abstiegskampf die TSG nach dem letzten Spieltag im Abstiegskampf und kam live aus Göppingen. Natalie Augsburg erfuhr das Ergebnis per Handy direkt vom HCL, der kurz zuvor FA niedergerungen hatte.

    P wie Play-offs: Die Spiele, die nach der Hauptrunde die über die Meisterschaft und die Teilnahme am internationalen Wettbewerb entscheiden und nicht wenigen Trainern ein Dorn im Auge sind. Für die Bären ging es in der Play-off-Gruppe B gegen den Thüringer HC (22:29) und in Oldenburg (26:18) nur noch um die goldene Ananas. Warum können der Meister und die Clubs, die am internationalen Wettbewerb teilnehmen, nicht bereits nach Ende der Hin- und Rückserie feststehen?

    Q wie Quäntchen: Die nötige Portion Glück hatten die Bären im Abstiegskampf, obwohl sie am letzten Hauptrundenspieltag während der Partie gegen Nürnberg mehrfach ab- und wieder aufgestiegen waren - in Abhängigkeit der Ergebnisse der Partien zwischen Göppingen (gegen Leipzig) und Dortmund (in Frankfurt/Oder).

    R wie Rückraum: Das Manko der Bären. Vor allem aus der zweiten Reihe fehlte in vielen Spielen die Durchschlagkraft, mit dem einen oder anderen Treffer mehr von den Königpositionen hätte es die TSG im Abstiegskampf einfacher gehabt.

    S wie SAP Arena: Zum Saisonauftakt beim Doppelspieltag mit den Rhein-Neckar Löwen Austragungsort des Spiels gegen Trier (20:23). Mit 1231 Zuschauern blieb Ketsch hinter den Erwartungen zurück - sportlich wie auch vom Zuspruch her.

    T wie Teamgeist: Während die direkte Konkurrenz zweifelsohne über die besseren Einzelspielerinnen verfügte, haben die Bären diesen Nachteil mit Mannschaftsgeist wettgemacht.

    U wie Unentschieden: Beide gab es in eigener Halle, beide gegen die Absteiger, Göppingen (30:30, vierter Spieltag) und Dortmund (28:28, drittletzter Hauptrundenspieltag). Bezeichnend: In diesen "Vier-Punkte-Spielen" im Abstiegskampf hatten die Bären zwei Erfolge fest eingeplant. Nicht wenige Fans sahen die Felle aufgrund der beiden Remis schon davonschwimmen, doch am Ende reichte es für Ketsch in einem Herzschlagfinale zum zweiten Ligaerhalt in Folge.

    V wie Verletzungspech: Von dem blieben die Bären weitestgehend verschont - sieht man einmal vom langwierigen Ermüdungsbruch von Simone Kuhn sowie den Fingerverletzungen von Natalie Augsburg und Astrid Wörner einmal ab.

    W wie Wechsel: Den Verein verlassen wird Natalie Augsburg, die einen Zwei-Jahres-Vertrag beim HC Leipzig unterschrieb und in Ketsch zur Nationalmannschaftskandidatin reifte. Die Handballschuhe an den Nagel hängen werden Simone Kuhn, Barbara Laverroux, Astrid Wörner und Jeannette Ullrich (alle Karriereende).

    Y wie Youngster: Sowohl Marlene Zapf als auch Elli Garcia Almendaris, Friederike Gubernatis und Torhüterin Mandy Burrekers - allesamt noch A-Jugendliche - haben ihre Jobs sehr gut gemacht. Die gewaltigste Leistungsexplosion gab es allerdings bei Friederike Gubernatis. Die Linkshänderin machte neben wichtigen Toren im Abstiegskampf auch eine gute Figur im Abwehr-Mittelbereich. Gerechter Lohn: Die Nominierung in die Juniorinnen-Nationalmannschaft.

    Z wie Zukunft: An der sportlichen Zukunft basteln die Verantwortlichen derzeit und sondieren den Markt nach jungen, talentierten und finanzierbaren Spielerinnen, die ins Ketscher Konzept passen. Die Lücken, die Jeannette Ullrich und Astrid Wörner sowie Simone Kuhn und Natalie Augsburg hinterlassen, sind gewaltig und selbst durch erfolgshungrige Youngster nicht von jetzt auf nachher zu schließen.

    Schwetzinger Zeitung - Steffi Lang -
    28. April 2007



    http://ketscher-baeren.de
    erstellt am 28.04.2007

    Zitat

    Original von Gottfried

    Genauso sehe ich das auch. Scheinbar braucht es solche Taten immer wieder, um uns vor Augen zu führen, daß dieses Land nichts, aber auch gar nichts in der EU zu suchen hat.

    Warum eine derartige Verallgemeinerung des türkischen Volkes?

    ATOM: Also gegen Dramen, sofern sie positiv für die Mädels enden, habe ich nix einzuwenden. Nur Tragödien möchte ich keine sehen! Um die jedoch möglichst zu verhindern brauchen die Bären sicherlich noch Neuzugänge.


    Letzter Saisonauftritt der Bären im hohen Norden




    Frauen-Bundesligist TSG Ketsch im zweiten Play-off-Spiel beim VfL Oldenburg

    Am morgigen Samstag steht für die Erstliga-Handballerinnen der TSG Ketsch noch einmal eine Reise in den hohen Norden auf dem Programm. Um 16.30 Uhr gastieren die Bären in ihrem zweiten und letzten Play-off-Spiel in der EWE-Arena beim VfL Oldenburg. Für die Euler-Truppe, die am vergangenen Samstag ihr Heimspiel in der Gruppe B gegen den Thüringer HC mit 22:29 verloren hat, geht es eigentlich um nichts mehr, für die Oldenburgerinnen dagegen um jede Menge.


    Der VfL steht vor dem Umbruch. Fünf Spielerinnen aus dem Bundesligateam verlassen den Verein, vier gehen aus der Zweitligamannschaft weg. So wird Magdalena Urdea gegen die TSG Ketsch ihr letztes Spiel für die Grün-Weißen machen. Die Rumänin will in ihr Heimatland zurückkehren. Ebenso werden die beiden Torhüterinnen Janice Fleischer und Heike Zornow das Team verlassen und auch Abwehrspielerin Jana Oborilova zieht es in ihre slowakische Heimat zurück. Die holländische Nationalspielerin Diane Lamein wechselt schließlich zum Ligakonkurrenten Buxtehuder SV.

    Keine leichte Aufgabe also für Oldenburgs Coach Leszek Krowicki, der sich vor der Partie gegen die TSG Ketsch am Samstag bei einigen Spielerinnen entscheiden muss: In der Platzierungsrunde gegen die Bären die Oberhand behalten, um mit einem Sieg die minimale Chance auf den fünften Tabellenplatz und damit den Europapokal zu wahren, oder die zweite Mannschaft des VfL unterstützen, die zeitgleich am Samstag unbedingt einen Sieg beim VfL Wolfsburg braucht, um noch den Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga zu schaffen.

    Aber auch bei den Erstliga-Bären werden am Samstag einige Spielerinnen für andere Aufgaben abgegeben: Torhüterin Mandy Burrekers, Elli Garcia Almendaris, Marlene Zapf und Fredda Gubernatis fahren nicht mit nach Oldenburg und treten auf heimischem Parkett an: Wie am vergangenen Wochenende auch sind sie für die A1-Bären um die baden-württembergische Handball-Meisterschaft im Einsatz. Um 15 Uhr erwartet die Mannschaft in der Neurotthalle zum zweiten Finalspiel den SV Allensbach. vw

    Schwetzinger Zeitung - Volker Widdrat -
    20. April 2007


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 20.04.2007

    Informant entlastet offenbar Christian Klar

    Zypries bestätigt Bubacks Angaben über RAF-Insider

    Ein RAF-Insider hat Detailwissen über die Ermordung des früheren Generalbundesanwalts Siegfried Buback offenbart. Justizministerin Brigitte Zypries bestätigte entsprechende Angaben von Bubacks Sohn Michael. "Die Generalbundesanwaltschaft weiß seit einigen Tagen, dass jemand bei Herrn Buback vorstellig geworden ist und bestimmte Dinge erzählt hat", sagte sie. Die oberste deutsche Anklagebehörde werde diese Person zu einem Gespräch einbestellen und den Sachverhalt erörtern.

    Auf die Frage ob es ein falsches Urteil gegeben habe, erklärte Zypries in der ARD: "Das kann sein. Herr Klar ist ja wegen verschiedener Delikte bei der Ermordung von Buback verurteilt worden. Nun weiß ich nicht, ob es nur heißt, er habe nicht geschossen, ob es eine andere Tatbeteiligung gibt. Das ist unklar. Man muss mit diesem Informanten jetzt mal sehr deutlich darüber reden." Die Informationen ergäben sicher auch eine neue Situation, die der Bundespräsident bei seiner Entscheidung über das Gnadengesuch Klars zu bewerten habe. Es bleibe aber Sache des Bundespräsidenten, darüber zu entscheiden.

    [Michael Buback hatte seine Haltung in der Frage einer Begnadigung des früheren RAF-Mitglieds Christian Klar geändert und sich indirekt für eine Freilassung ausgesprochen. Er begründete seinen überraschenden Meinungsumschwung in der "Süddeutschen Zeitung" mit Informationen aus dem Umfeld der RAF, wonach Klar nicht direkt am Mord an seinem Vater beteiligt gewesen sei. "Die Nachricht lautet: Christian Klar sei keiner der beiden Täter auf dem Motorrad gewesen", von dem aus Buback 1977 erschossen wurde.

    Klar habe nach seinen Informationen auch nicht an der frühen Planung des Attentats teilgenommen, auch nicht an der Ausbildung für die Aktion. Dagegen habe Klar maßgeblich an der Ermordung des Dresdner-Bank-Chefs Jürgen Ponto mitgewirkt, so Michael Buback. Sollten die Angaben stimmen, gebe es keinen Grund, Klar härter zu bestrafen, als andere ehemalige RAF-Terroristen. "Im Zweifel will ich zu seinen Gunsten den Informationen glauben."

    Köhler berät in kleiner Runde über Gnadengesuch
    [Bildunterschrift: Klar während des Prozesses Mitte der 80er-Jahre]
    In Berlin beriet derweil ein kleiner Kreis bei Bundespräsident Horst Köhler über eine Begnadigung Klars. Michael Buback nahm nach ARD-Informationen an der Runde teil. Über den Inhalt des Gespräches wurde nichts bekannt.

    Klar schwieg zum TathergangBislang ist unklar, ob Klar auf Siegfried Buback schoss. Klar selbst und die anderen Beschuldigten schweigen zum Tathergang. Klars Anwalt Heinz-Jürgen Schneider äußerte sich der Zeitung zufolge überrascht über Bubacks Beitrag und sprach von einer Stimme der Vernunft.

    Urteil: Klar soll mindestens 26 Jahre in Haft bleibenKlar ist wegen mehrfachen Mordes zu sechs Mal lebenslänglich plus 15 Jahren Haft verurteilt. Seine Mindestverbüßungsdauer wurde vom Oberlandesgericht Stuttgart auf 26 Jahre festgelegt. Demnach könnte er frühestens Anfang 2009 auf Bewährung auf freien Fuß kommen. Köhler hatte zuletzt signalisiert, dass er sich mit seiner Entscheidung über das Gnadengesuch Klars Zeit lassen werde.


    http://www.tagesschau.de

    Der Informant soll im übrigen das ex RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock sein